CH247689A - Chemisch versteifter Halsbund an Hemden. - Google Patents

Chemisch versteifter Halsbund an Hemden.

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CH247689A
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Description


  Chemisch versteifter Halsbund an Hemden.    Die für die     chemische    Versteifung von  Kragen dienende Methode, die darin besteht,  dass man die einzelnen Schichten des Kragens  mittels einer klebfähiges Material enthalten  den Schicht     miteinander    verklebt, ist auch  schon vorgeschlagen worden, um eine chemi  sche Versteifung des Halsbundes an Hemden  vorzunehmen. Während sich aber die chemi  sche Versteifung von Kragen allgemein  durchgesetzt hat, hat der Vorschlag der  chemischen     Versteifung    des Halsbundes an  Hemden bisher keinen Eingang in die Praxis  gefunden, vielmehr werden nach wie vor die  Halsbunde an Hemden durch Behandlung  mit Stärke versteift, welche Behandlung nach  jeder Wäsche wiederholt werden muss.

   Die  Tatsache, dass die chemische Versteifung des  Halsbundes keinen Eingang in die Praxis ge  funden hat, dürfte dadurch begründet sein,  dass die chemische Versteifung des Halsbun  des, wenn die für die Herstellung von     Hals-          bunden    übliche Schichtenfolge der Stoff  schichten und der klebfähiges     Material    ent  haltenden Schicht Anwendung findet,     dort,     wo die     Halsbundtasche    angeordnet ist, eine  unvollständige bleibt, was darauf zurückzu  führen ist, dass in der     Mittelpartie    des Hals  bundes, wo die     Halsbundtasehe        angeordnet     ist, zwischen der äussern und innern Stoff  schicht noch zwei weitere,

   die Halsbund  tasche bildende Stoffschichten angeordnet  sind. Ganz besonders nachteilig ist es, wenn       die,    chemische Versteifung des Halsbundes an    der Innenseite des Halsbundes eine unvoll  ständige     ist,    denn die dann leicht an der  Innenseite des Halsbundes auftretende  Blasenbildung wirkt sich besonders unange  nehm aus. Bei der üblichen Schichtenfolge der  Stoff- und Einlageschichten des Halsbundes  liegt nun aber die Einlageschicht weiter nach  aussen als die     Halsbundtasche,    so dass als  Folge hiervon die chemische Versteifung des  Halsbundes auf der     Innenseite    in den mitt  leren Partien, das heisst dort, wo die Hals  bundtasche angeordnet     ist,    eine unvollstän  dige bleibt.  



  Durch die vorliegende Erfindung werden  die Nachteile der     bisher        bekannten    chemisch  versteiften     Halsbunde    an Hemden vermieden.  Erfindungsgemäss liegt bei dem chemisch  versteiften Halsbund an Hemden mit einer  klebfähiges Material enthaltenden Schicht,  durch die die chemische Versteifung des  Halsbundes bewirkt wird, die klebfähiges  Material enthaltende Schicht näher der der  Halsöffnung des Hemdes zugewandten Innen  seite des Halsbundes als die     Halsbundtasche.     Als klebfähiges     Material    enthaltende     Schicht     kommt vor allem ein     Zellulosederivatfäden,     z.

   B.     Zelluloseazetatfäden,    enthaltendes Ge  webe in Betracht. Die klebfähiges     Material     enthaltende Schicht kann aber auch aus einer       Zellulosederivatfolie,    z. B. aus einer     Zellulose-e          azetatfolie,    bestehen.  



       Gemäss    einer beispielsweisen     Ausführungs-        o5     form der Erfindung ist die klebfähiges Mate-           rial    enthaltende Schicht so angeordnet, dass  sie über die ganze Länge des Halsbundes       unmittelbar    an der der Innenseite abgewand  ten Seite der an der     Innenseite    des Halsbun  des angeordneten Stoffschicht     anliegt.    Gemäss  einer andern beispielsweisen Ausführungs  form der Erfindung ist ausser der längs der  der Innenseite abgewandten Seite der innern  Stoffschicht des Halsbundes verlaufenden,

         klebfähiges    Material enthaltenden Schicht  noch eine weitere längs der     Innenseite    der  äussern Stoffschicht des Halsbundes verlau  fenden, klebfähiges Material enthaltende  Schicht vorgesehen. Gemäss einer weiteren  beispielsweisen Ausführungsform der Erfin  dung besteht die an der Innenseite des Hals  bundes verlaufende Stoffschicht aus einem  in seinem Innern klebfähige Fäden enthal  tenden     Dickstoffgewebe,    wie es     beispielsweise     in dem Schweizer Patent Nr.<B>199754</B> be  schrieben ist.  



  Die chemische     Versteifung    der erfin  dungsgemässen Halsbunde an Hemden kommt       in    den Fällen, in denen die klebfähiges Mate  rial enthaltende Schicht     zwischen    zwei Stoff  schichten angeordnet     ist,    durch     Verklebung     der klebfähiges Material enthaltenden Schicht  mit den Stoffschichten zustande.

   Bei der       Ausführungsform    des erfindungsgemässen  Halsbundes, bei der die klebfähiges Material  enthaltende Schicht     über    die ganze Länge  des     Halsbundes    an der an der     Innenseite    des       Halsbundes    angeordneten Stoffschicht an  liegt,     ist    an der Innenseite des     Halsbundes     auch in der Mittelpartie, wo die Halsbund  tasche angeordnet ist, die     chemische    Verstei  fung eine vollständige,

       was    einen besonderen       Vorteil    dieser     Ausführungsform    des erfin  dungsgemässen     Halsbundes    darstellt, denn bei  unvollständiger chemischer Versteifung des  Mittelteils des     Halsbundes        entsteht    leicht  eine Blasenbildung, was besonders unange  nehm ist,     wenn.    diese Blasenbildung an der  Innenseite des     Halsbundes    auftritt.

   Die schon       4s    erwähnte     Ausführungsform    des erfindungs  gemässen Halsbundes an Hemden mit zwei  klebfähiges Material enthaltenden Schichten  hat den     Vorteil,    dass auch in der     Mittelpartie       die chemische Versteifung des Halsbundes  an der Innen- und Aussenseite vollständig ist.  Die     Verklebung    der einzelnen Schichten des  Halsbundes erfolgt bei diesen Ausführungs  formen genau so wie bei chemisch     versteiften     Kragen durch Behandlung mit einem Lö  sungsmittel für das klebfähige Material und  nachfolgendes Zusammenpressen, vorzugs  weise in der Wärme.

   Als klebfähiges Mate  rial kommen ausser     Zellulosederivaten    auch  andere klebfähige Stoffe, die durch Einwir  kung von Lösungsmitteln und/oder     Wärme     vorübergehend plastisch werden, wie z. B.  Kunstharze, in Betracht.  



  Bei der     Ausführungsform    der     Erfindung,     bei der ein     Dickstoffgewebe,    das in seinem  Innern klebfähiges Material enthält, Anwen  dung findet, kommt die chemische Verstei  fung dadurch zustande, dass dieses Dickstoff  gewebe durch das klebfähige Material als  solches versteift ist. Das in der Schweizer Pa  tentschrift Nr. 199754 beschriebene chemisch  versteifte     Dickstoffgewebe    ist für den vor  liegenden Zweck ganz besonders geeignet,  weil das klebfähige Material nicht an der  Aussenseite des     Dickstoffgewebes    in Erschei  nung tritt.  



  In den Zeichnungen sind einige     Ausfüh-          rungsbeispiele    des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt.  



  Die     Fig.    1-4 stellen eine Aufsicht auf  einen Halsbund an Hemden dar, und zwar  von der Innenseite aus gesehen, wobei die  einzelnen     Schichten    sukzessive weggebrochen  sind.     PLechts    von diesen Aufsichten finden  sich     Schnitte    durch die Mittelpartie des Hals  bundes gemäss der Linie     A-B,    wobei zwecks  Verdeutlichung der Darstellung der Zwi  schenraum zwischen den Schichten vergrössert  dargestellt ist.  



  Die     Fig.    1 stellt einen Halsbund dar, bei  dem die klebfähiges Material enthaltende  Schicht an der     Aussenseite    des Halsbundes  verläuft. Dieser Halsbund entspricht also  nicht der Erfindung, sondern stellt einen       vorbekannten        chemisch    versteiften Halsbund  an Hemden dar, bei dem die klebfähiges       Material    enthaltende Schicht     nicht    wie bei      den erfindungsgemässen Halsbunden näher  der der Halsöffnung des Hemdes zugewand  ten Innenseite liegt als die     Halsbundta.sche.     Die innere Stoffschicht ist mit     a1,    die kleb  fähiges     Material    enthaltende Schicht mit b,

    die äussere Stoffschicht mit     a-,    die beiden die       Halsbundtasche    bildenden     Stoffschichten    mit  ei und     C.        bezeichnet.     



  Die     Fig.    2 stellt einen chemisch versteif  ten Halsbund an Hemden gemäss der Erfin  dung dar. Die klebfähiges Material enthal  tende Schicht b liegt über die ganze Länge  des Halsbundes an der der Innenseite abge  kehrten Seite der innern Stoffschicht     a1    an,  so dass also auch in der Mittelpartie m des  Halsbundes die     Innenseite    des Halsbundes  vollständig chemisch versteift ist, was bei der  in der     Fig.    1     gezeigten        vorbekannten    Aus  führungsform von     chemisch    versteiften     Hals-          bunden    an Hemden nicht der Fall ist.

   Wie  die     Fig.    2 klar erkennen lässt, besitzen die  Seitenteile s des Halsbundes drei Schichten       (a1,   <I>b,</I>     a2)    und die     Mittelteile    fünf Schichten       (a1,   <I>b,</I>     ei,        CZ,        a@).     



  Die     Fig.    3     zeigt    die Ausführungsform der  Erfindung mit zwei klebfähiges Material ent  haltenden Schichten     (bi,    b2). In den Seiten  teilen s liegen diese beiden     klebfähiges    Mate  rial enthaltenden Schichten unmittelbar auf  einander, während sie in dem Mittelteil     in     durch die beiden die     Halsbundtasche    bilden  den Schichten     (ei,        C.2)    getrennt sind. Bei dieser       Ausführungsform    der Erfindung enthalten  die Seitenteile des Halsbundes vier Schichten  und der Mittelteil enthält sechs Schichten.  



  Die     Fig.    4 stellt die     Ausführungsform    der  Erfindung mit einem an der Innenseite des  Halsbundes verlaufenden     Dickstoffgewebe,     das in seinem Innern klebfähige Fäden ent  hält, dar. Dieses     Dickstoffgewebe    ist mit d  bezeichnet, die äussere Stoffschicht mit a und  die beiden die     Halsbundtmche    bildenden  Stoffschichten mit     ei    und     cz.     



  Die weiteren     Fig.    2a, 3a und 4a zeigen,  wie bei den erfindungsgemässen Halsbunden  die einzelnen Stoffschichten miteinander ver  näht sind. Diese Figuren stellen Schnitte  durch,     die        Seitenl)artien    s der     Fig.    2, 3 und    4 dar und lassen daher nicht die Folge der  Stoffschichten in der Mittelpartie des Hals  bundes, das heisst     dort,    wo die Halsbund  tasche angeordnet ist,     erkennen.     



  Wie     aus    der     Fig.    2a ersichtlich, wird die  klebfähiges     Material    enthaltende Schicht b  am obern und untern Ende des Halsbundes  von der     Stoffschicht        a1    umfasst. Bei der Aus  führungsform gemäss der     Fig.    3a wird die  klebfähiges Material enthaltende Schicht     bi     von der Stoffschicht     a1    und die klebfähiges  Material enthaltende Schicht     b"    von der  Stoffschicht     a.    am obern     und        untern    Ende  des Halsbundes umfasst.

   Bei der Ausfüh  rungsform gemäss     Fig.    4a umfasst die äussere  Stoffschicht a die chemisch versteifte Dick  stoffschicht d.     Überall    dort, wo die verschie  denen Schichten einander umfassen, sind sie  durch eine in der Zeichnung nicht gezeigte  Naht zusammengehalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Chemisch versteifter Halsbund an Hem den mit einer klebfähiges Material enthalten den Schicht, durch die die chemische Ver steifung des Halsbundes bewirkt wird, da durch gekennzeichnet, dass die klebfähiges Material enthaltende Schicht näher der der Halsöffnung des Hemdes zugewandten In nenseite des Halsbundes liegt als die Hals bundtasche. UNTERANSPRüCHE 1. Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die klebfähiges Material enthaltende Schicht aus einem Zellulosederi- vatfäden enthaltenden Gewebe besteht. 2.
    Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die klebfähiges Material enthaltende Schicht aus einer Zellulosederi- vatfolie besteht. 3. Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch und dem Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die klebfähiges Material enthaltende Schicht über die ganze Länge des Halsbundes unmit- telbar an der der Innenseite abgewandten Seite der an der Innenseite des Halsbundes angeordneten Stoffschicht anliegt.
    4. Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch und dem Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die klebfähiges Material enthaltende Schicht über die ganze Länge des Halsbundes unmit telbar an der der Innenseite abgewandten Seite der an der Innenseite des Halsbundes angeordneten Stoffschicht anliegt. 5.
    Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeich net, dass ausser der längs der der Innenseite abgewandten Seite der innern Stoffschicht des Halsbundes verlaufenden, klebfähiges Material enthaltenden Schicht noch eine weitere längs der Innenseite der äussern Stoffschicht des Halsbundes verlaufende, klebfähiges Material enthaltende Schicht vorgesehen ist. 6.
    Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch und den Un teransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeich net, da.ss ausser der längs der der Innenseite abgewandten Seite der innern. Stoffschicht des Halsbundes verlaufenden, klebfähiges Material enthaltenden Schicht noch eine weitere längs der Innenseite der äussern Stoffschicht des Halsbundes verlaufende, klebfähiges Material enthaltende Schicht vor gesehen ist. 7.
    Chemisch versteifter Halsbund an Hem den nach dem Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss die an der Innenseite des ITalsbundes verlaufende Stoffschicht aus einem in seinem Innern klebfähige Fäden enthaltenden Dickstoffgewebe besteht.
CH247689D 1943-01-25 1944-06-14 Chemisch versteifter Halsbund an Hemden. CH247689A (de)

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