CH247643A - Verfahren zum Vergasen fester Brennstoffe bei gleichzeitiger Verbrennung des erzeugten Gases, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Vergasen fester Brennstoffe bei gleichzeitiger Verbrennung des erzeugten Gases, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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CH247643A
CH247643A CH247643DA CH247643A CH 247643 A CH247643 A CH 247643A CH 247643D A CH247643D A CH 247643DA CH 247643 A CH247643 A CH 247643A
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Boesch Alfred
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Boesch Alfred
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  Verfahren zum Vergasen fester Brennstoffe bei gleichzeitiger Verbrennung des erzeugten  Gases, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zum Vergasen     fester    Brenn  stoffe bei gleichzeitigem Verbrennung des er  zeugten Gases, und eine Vorrichtung zur       Ausübung    des     Verfahrens.     



  Es sind Verfahren und Vorrichtungen für  Koch- und Heizzwecke bekannt, bei welchen  der Brennstoff vergast wird und das ent  stehende Gas unmittelbar am Entstehungs  ort durch Zufuhr von Zweitluft entzündet  und verbrannt wird. Ferner sind Vorrichtun  gen bekannt, bei     welchen    der Brennstoff  direkt     verbrannt    wird, wobei durch     wngenü-          gende        Luftzufuhr    durch den Rost eine Ver  gasung erzeugt wird,     wonach    dem entstehen  den Gas vorgewärmte Zweitluft oberhalb  des Brandherdes zugeführt wird, um eine  restlose Verbrennung desselben     untern    der  Herdplatte oder in den Ofenzügen zu bewir  ken.

   Sowohl das erste wie auch das zweite       System    weisen Nachteile auf. Bei dem ersten  System     ist    eine lange     Anheizdauer    erforder  lich, weil eine geraume Zeit vergeht, bis ein  genügendes Quantum Brennstoff auf den  Vergasungszustand     erwärmt    ist, was die  Verwendung derartiger Vorrichtungen für  Kochzwecke verhindert.

   Derartige     Vorrieh-          tungen    schliessen ferner die Gefahr in sich,  dass sich das entstehende magere Gas nicht  rechtzeitig entzündet, so dass dieses sich  irgendwo im Ofen oder Herd staut und nach  seiner Anreicherung explodiert, Bei     dein       zweiten System, bei welchem eine Ver  gasung des Brennstoffes durch     direkte    Ver  brennung ohne genügende Luftzufuhr er  folgt, besteht die Gefahr, dass das Feuer er  stickt und ausgeht. Mit solchen Vorrichtun  gen. ist z. B. ein Verbrennen oder Vergasen  von Sägemehl, Torfgrus oder anderem Ab  fallmaterial nicht möglich.  



  Vorliegende Erfindung ermöglicht einen  Herd zu schaffen, der die Vorzüge beider be  kannten Systeme in sich vereinigt, ohne deren  Nachteile aufzuweisen. Im besonderen wird  ermöglicht, Sägemehl,     Torfgrus    und andere  minderwertige Materialien vergasen zu kön  nen, um dadurch eine Warmhaltung des  Herdes zwischen zwei     forcierten    Heizperioden  mit wenig und billigen     Brennstoffmitteln    zu  ermöglichen.

   Das Verfahren gemäss der vor  liegenden Erfindung     besteht    darin, dass die  zur Verbrennung des     Brennstoffes    erforder  liche Luft =durch einen Rost in den Brand  herd eingeführt     wird    und das entstehende  Gas von dort zeitweise durch den in der  Retorte befindlichen Brennstoff hindurch  durch eine an der     Oberseite    der Retorte an  geordnete, verschliessbare     Üffnung    direkt ab  geführt wird, zeitweise aber durch seitliche  Öffnungen zwischen Brandherd und Retorte  und zeitweise in einem beliebig bestimmbaren  Verhältnis.

   nach beiden Richtungen abgeführt  und dem Gas in     wenigstens    den zwei zuletzt  genannten Fällen an     mindestens    zwei Aus-           trittstellen    zu dessen     Verbrennung    Zweitluft  zugeführt     wird.     



  Zweckmässig     wird    bei geschlossener  Retorte von dem zwischen Retorte und  Brandherd austretenden Gas bei starker  Gasentwicklung durch beschränkte Luftzu  fuhr nur ein kleiner Teil desselben an der       Austrittstelle        verbrannt,    während der Rest  durch Zuführen von Zweitluft oberhalb der       Retorte    zur Verbrennung gelangt.  



  Zur Ausübung des Verfahrens dient       zweckmässig    eine     Vorrichtung,    die sich da  durch auszeichnet, dass eine nach oben offene  jedoch durch Klappen verschliessbare Re  torte und ein Brandherd so übereinander an  geordnet sind, dass das bei geschlossener Re  torte entstehende Gas     zwischen    Brandherd  und Retorte entweichen kann, während bei  offener     Retorte    eine "normale" Verbrennung  entsteht, und dass die zur Verbrennung des  Brennstoffes und des erzeugten Gases erfor  derliche Luft mindestens an drei voneinander       getrennten    Stellen zugeführt wird, so,

   dass  die     Luft    zur     Verbrennung    des     Brennstoffes     durch den Rost von unten     eintritt,    während  die zweite Luftzufuhr an der     Austrittstelle     des Gases     zwischen    der Retorte und dem  Brandherd- erfolgt und von dem erzeugten  Gas     mindestens    einen Teil zur Verbrennung  bringt, die die Retortenwand von aussen heizt,  und dass eine     dritte    Luftzufuhr über der  Retorte erfolgt, welche die restlose Verbren  nung des erzeugten Gases     bewirkt,    wobei die  Regelorgane der Luftzufuhr und die Klap  pen der Retorte derart zueinander einstellbar  sind,

   dass von der normalen     Verbrennung    des       Brennstoffes        bis    zur ausschliesslichen Verga  sung desselben' Zwischenstellungen einstell  bar sind, die auch eine teilweise Vergasung  des Brennstoffes ermöglichen.  



  Die nach oben verschliessbare Retorte und  der mit einem Rost versehene Brandherd sind  mit Vorteil derart geformt, dass     zwischen     Brandherd und Retorte Öffnungen entstehen,  welche durch     Luftleitzungen    in zwei Teile       unterteilt    sind, so dass durch die untere Off  nung - Zweitluft eintritt, die sich mit dem ab  ziehenden Gas     mischt,    worauf das Gemisch    durch die obere Öffnung ausströmt, sich ent  zündet und     unmittelbar    nach dem Austreten  ganz oder teilweise, je nach der Gasmenge,  direkt an der Retortenwand verbrennt und  diese erwärmt,

   dass     ferner    die Retorte durch       kastenförmige        Klappen    schliessbar ist, welche  in geschlossenem Zustand das oberhalb der       Luftleitzungen    aus der Retorte entweichende,  nur zum Teil verbrannte Gemisch in den Be  reich von Drittluft leiten, so dass eine rest  lose Verbrennung des erzeugten Gases ober  halb der -Retorte und z. B. bei Kochherden  direkt unter der Heizplatte erfolgt.  



  Bei den bekannten Vergasern dieser Art  besteht die Gefahr, dass     geringe    Mengen Gas  mit zu viel Luft gemischt werden und daher  zu mager werden, um zu verbrennen. Dasselbe  staut sich dann in irgend einer Ecke des  Ofens oder des Herdes, reichert sich an und  explodiert, sobald es den entsprechenden Sät  tigungsgrad erreicht hat. Um dies bei der vor  liegenden     Vorrichtung    zu vermeiden, sind  zweckmässig oberhalb der     zwischen    Brand  herd und Retorte angeordneten     Gasaustritts-          öffnungen    kleine Öffnungen angeordnet,  durch welche bei geringer Gasentwicklung  das Gas mit entsprechender Luftmischung  abzieht und sich entzündet.

   Dadurch wird  erreicht, dass auch bei     kleinster    Gasentwick  lung dem Gas nur so viel Luft zugeführt  wird, dass es     brennt,    so dass ein Abziehen       unverbrannten    Gases ausgeschlossen ist.  



  In     beiliegender    Zeichnung sind beispiels  weise zwei Ausführungsformen eines Herdes  veranschaulicht, und es wird im Zusammen  hang mit diesen das vorliegende Verfahren  beispielsweise erläutert, Es zeigt:       Fig.    1 einen     Querschnitt    eines Herdes  nach Linie     1-I    in     Fig.    2,       Fig.    2 einen Querschnitt nach Linie       II-II    in     Fig.    1;

         Fig.    ss eine Ansicht des Herdes,       Fig.    4 einen     obern    Teil des Schnittes nach  Linie     I-I    in Fix. 2 mit geöffneten Retorten  klappen,       Fig.    5 die     Austrittsöffnung    zwischen der  Retorte und dem Brandherd in Pfeilrichtung  nach     Fig.    1 von innen gesehen,           Fig.    6 zeigt einen Schnitt nach Linie       III--III    in     Fig.    5,       Fig.    7 einen Schnitt nach Linie     IV-IV     in     Fig.    5,

         Fig.    8 eine andere Herdausführung, bei  welcher die Retortenklappen mit einem zu  sätzlichen Luftkanal     ausgebildet    sind, bei ge  schlossener Retortenstellung,       Fig.    9 die Ausführung nach     Fig.    8 bei  geöffneter     Retortenstellung,          Fig.    10 eine Teilansicht der Klappen     nacb     der Linie     V-V    in     Fig.    B.  



  In den Herdmantel 1, der mit einer Herd  kochplatte 2 abgedeckt ist, ist eine Retorte 3  eingebaut, die zweckmässig     aus    Blech oder  aus Gusseisen besteht. Die Retorte weist die  bekannte     Verengerung    4 auf. Unterhalb der  Verengerung 4 ist ein Brandherd 5 ange  ordnet, der nach unten mit dem Rost 6 ab  schliesst. Die Kanten 7 des Brandherdes sind  in einem grösseren Abstand zueinander ange  ordnet als die Kanten 8 der Verengerung 4.  Zwischen je zwei Kanten 8 und den Kanten 7  ist ein Zwischenraum vorhanden, zwischen  den eine     Luftleitzunge    9     greift.    Die     Luftleit-          zunge    9 unterteilt den Zwischenraum in die  Schlitze 10 und 11.

   Am     obern    Teil der Re  torte sind zwei     kastenförmige    Klappen 13  um die Drehpunkte 14 drehbar     angeordnet.     Diese Klappen 13 stützen sich in der gezeig  ten Lage auf ein Luftrohr 15 ab, welches  über der Retorte 3 angeordnet ist.     Zwischen     den Wänden der     Retorte    3 und den Wänden  16 des Herdmantels 1 sind Zwischenräume 17  vorhanden. Die Klappen 13 bilden, nach oben  in die strichpunktierte Stellung 18 geklappt,  eine geradlinige Verlängerung der Zwischen  räume 17, welche hierbei durch die Quer  leisten 19 abgeschlossen werden.

   Unterhalb  des Rostes 6 ist ein     Luftzuführrohr    21 ange  ordnet, welches an der Vorderseite des Herdes  mit einer     Luftregelschraube    22 abgeschlossen  werden kann. Das Rohr ist an der verlänger  ten Hinterwand 23 der Retorte 3 befestigt.  Parallel zur Wand 23 ist eine Wand 24 vor  gesehen, so dass die durch das Rohr 21 ein  tretende Lift in den durch     die        Retorte    ge-    heizten Raum 25 gelangt. Das Rohr 15 ist  ebenfalls an der Wand 23 befestigt, so dass  die     Luft    aus dem Raum 25     in    die untere       Hälfte    des Rohres 15 eindringen kann, da       dieses    mit einer Trennwand 26 versehen ist.

    Die Luft muss also durch die untere Hälfte  des Rohres 15, die dem Feuer oder der Hitze  der Retorte ausgesetzt     ist,        hindurchstreichen,          erwärmt    sich und kühlt gleichzeitig das Rohr  15. Die obere Hälfte des Rohres 15 weist       Luftaustrittlöcher    27 auf.     Unterhalb    des  Rohres 21 ist der     Aschenkasten    28 angeord  net. Die Türe 29 zum     Aschenkästen    ist eben  falls mit einer     Luftregelschraube    30 versehen.

    Der Vorgang ist folgender:  Beim Anheizen des Ofens wird durch die  Retortentüre 32 Brennmaterial auf den Rost  6 und in die Retorte 3 gebracht und dieses       entzündet,    Die Klappen 14 werden durch den  Handgriff 33 in die strichpunktiert gezeich  nete. geöffnete Stellung 18 gebracht. Die Ver  brennung des     Brennmaterials    erfolgt in die  sem Fall     Brie    in einem gewöhnlichen Ofen,  indem die Luft durch die Aschentüre 29 ein  dringt, durch den Rost.     hindurchdringt    und  mit den erzeugten Gasen geradlinig durch die  geöffnete Retorte entweicht und damit in  heller Flamme die Herdplatte 2 -heizt.

   Sobald  nun der Brennstoff genügend angebrannt und  die     Retorte    entsprechend     erwärmt    ist, kön  nen die Klappen 13 zugeklappt werden, so       da.ss    sie auf das Rohr 15 aufliegend, -die Re  torte, wie in     Fig.    1 gezeigt, abschliessen. Die  durch den Rost eindringende Erstluft, die zur  Verbrennung des Brennstoffes dient, und das  erzeugte Gas können nun nur noch durch die  Schlitze 11 entweichen. Um diesem Gas die  zu seiner Verbrennung erforderliche Luft       hinzuzuführen,    dringt ein Teil der durch die  Aschentüre 29 eindringenden.

   Luft an der  Aussenwand des Brandherdes 5 vorbei und       wird    durch die     Luftleitzungen    9, durch die  unter diesen befindlichen Schlitze 10 in den       Brandherd    geleitet,     vermischt    sich mit dem  abziehenden Gas- und     bringt    dieses beim Aus  tritt aus den Schlitzen 11 über den     Luftleit-          zungen    9 zur Entzündung.

   Die     Verbrennung     des Gases in den     ZZ'i@isQhenräumen    17     bewirkt         eine Erhitzung der     Retorte    13 von     aussen    und  begünstigt die Vergasung des     Retorteninhal-          tes.    Sobald sich mehr Gas entwickelt als  durch die durch die     Schlitze        eindringende     Luft direkt beim Austritt aus der Retorte  zur Entzündung gebracht werden kann, ent  zündet sich das     überschüssige        unverbrannte     Gas an der aus den Luftlöchern 27 des Roh  res 15 austretenden Luft und verbrennt direkt  unterhalb der Herdplatte 2.

   Die     Klappen    13  können entweder ganz geöffnet oder ganz  geschlossen sein, je nachdem ob eine rasche  Verbrennung des Brennstoffes oder ein lang  sames Vergasen desselben     gewünscht    wird.  In den Zwischenstellungen entweicht     ein.    Teil  des erzeugten Gases durch die Schlitze 11,       ohne    zu verbrennen und wird beim     Austritt     aus den kastenförmigen Klappen 13 durch  die aus dem Rohr 15 austretende Luft zur  Entzündung gebracht, die gleichzeitig auch  die aus der Retorte entweichenden     unver-          brannten    Rauchgase zur restlosen Verbren  nung bringt.

   Wird bei einem Kochherd bei  spielsweise zwischen zwei Heizperioden nur  eine     Aufrechterhaltung    der Feuerung ge  wünscht, dann kann beispielsweise die Re  torte mit einem Paket Sägemehl,     Torfgrus     usw. angefüllt werden.     In    jedem andern Ofen  würde das Feuer dadurch ersticken. Da aber  die Retortenwände durch den vorherigen  Brand sehr heiss sind,     entwickelt    sich sofort  so viel Gas, dass wieder eine Verbrennung  desselben am     Ausgang    der Schlitze erfolgt,  so dass die Retortenwände noch mehr erhitzt  werden.

   Wird die Luftzufuhr zur Vergasung  derart gedrosselt, dass sich nur eine kleine  Menge Gas bildet, dann würde durch die  Vermischung mit Luft ein so mageres Gas  entstehen, dass dasselbe nicht mehr entzünd  bar wäre. Um dies zu vermeiden, sind an den  Verengerungen 4     Ausbuchtungen    35 angeord  net, in welche     Krümmungen    36 der Zungen  9 eingreifen.  



  Wenn die Gasentwicklung so gering wird,  dass das Gas nicht mehr durch den Schlitz 11,  sondern bei den     Ausbuchtungen    35 entweicht,  dann     wird    dem     entweichenden    Gas dort  nur     s4        viel        Luft        zugeführt,    dass es     sieh    ent-    zündet. Auf diese Weise bleibt, solange sich  Gas entwickelt, eine offene Flamme erhalten,  wodurch ein Entweichen     unverbrannter    Gase  unmöglich ist.

   Die     Anbringung    erhöhter Gas  austrittstellen mit     entsprechender    Luftdüse  kann selbstverständlich auch in anderer als  der beschriebenen     Form.    erfolgen. Wesentlich  ist nur, dass geringe Gasmengen mit einer       entsprechenden    Luftzufuhr vermischt und  dadurch verhindert wird, dass den geringen  Gasmengen eine so grosse Luftmenge zuge  führt wird, dass sich diese nicht mehr ent  zünden.  



  In den     Fig.    5, 6 und 7 ist gezeigt, wie die       Luftleitzungen    9 und die untern Kanten der  Verengerung 4 zueinander angeordnet und  ausgebogen sind. Anstatt über der Retorte ein  Luftrohr 15 anzuordnen, auf dem sich die  Klappen 13 abstützen, können die Klappen  13 wie in     Fig.    8 gezeigt ausgebildet sein.  Die     kastenförmigen    Klappen 40,     Fig.    8, sind  so lang, dass sie sich gegeneinander     dach-          förmig    abstützen.

   An der Oberseite der Klap  pen 40 sind Luftkanäle 41 angeordnet, die  mit einem Rohrstutzen 42     verbunden    sind,  der in den Raum 25     hinter    der Retorte ein  greift. Bei geschlossenen Klappen nach     Fig.    8  dringt das aus den Schlitzen 11 austretende  Gas durch die Klappen 40 hindurch und  mischt sich mit der aus den Kanälen 41 aus  tretenden Luft und     verbrennt.    Sind die Klap  pen, wie in     Fig.    9 gezeigt, geöffnet, dann  kann eine normale     Verbrennung    des     Brenn-          materials    stattfinden.

   Den austretenden  Rauchgasen wird durch die Kanäle 41 Zweit  luft zugeführt, so dass unter der Herdplatte  eine restlose Verbrennung der Rauchgase er  folgt. Sich allfällig bildendes Gas kann durch  die Schlitze 11 in die Kanäle 17     austreten     und gelangt durch die Klappen 40 ebenfalls  in den Bereich der aus dem Kanal 41 aus  tretenden Luft.  



  Die beschriebene     Feuerungseinrichtung     kann     selbstverständlich    nicht nur in einem  Herd sondern in einem Ofen eingebaut sein,  so dass auch ein Ofen mit rascher normaler  Verbrennung öder mit     Vergasung    des Brenn  stoffes     arbeiten        kann,    -      Zum Öffnen     und    Schliessen der Klappen  dient der Riegel 33,     Fig.    2 und 3. Derselbe  ist mit einem Doppelhebel 45 verbunden, an       dem    die Lenker 46 angegliedert sind, durch  welche die Klappen 13     bezw.    40 gesteuert  werden.

   Die Einstellung des Handgriffes 33  ist derart gewählt, dass die Türe 32 zur Be  schickung der Retorte nur dann geöffnet wer  den kann, wenn auch die Klappen 13 in ge  öffneter Stellung sind, damit erst ein Durch  zug durch die Retorte entsteht, bevor die  Türe 32 geöffnet werden kann, wodurch ein  Auspuffen durch die Türe 32 vermieden  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Vergasen fester Brenn stoffe bei gleichzeitiger Verbrennung des erzeugten Gases, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Verbrennung des Brennstoffes erforderliche Luft durch einen Rost in den Brandherd eingeführt wird und das entste hende Gas von dort zeitweise durch den in der Retorte befindlichen Brennstoff hindurch durch eine an der Oberseite der Retorte an geordnete, verschliessbare Öffnung abgeführt wird,
    zeitweise aber durch seitliche Öffnun gen zwischen Brandherd und Retorte und zeitweise in einem beliebig bestimmbaren Verhältnis nach beiden Richtungen abgeführt und dem Gas in wenigstens den zwei zuletzt genannten Fällen an mindestens zwei Aus- trittstellen zu dessen Verbrennung Luft zu geführt wird.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass eine nach oben offene, jedoch durch Klappen verschliessbare Retorte und ein Brandherd so übereinander ange ordnet sind, dass das bei geschlossener Retorte entstehende Gas zwischen Brandherd und Retorte entweichen kann, während bei offener Retorte eine "normale" Verbrennung ent steht, und dass die zur Verbrennung des Brennstoffes und des erzeugten Gases erfor derliche Luft mindestens an drei voneinander getrennten Stellen zugeführt wird, so, dass die Luft zur Verbrennung des Brennstoffes durch den Rost von unten eintritt,
    während die zweite Luftzufuhr an der Austritt-stelle des Gases zwischen der Retorte. und dem Brandherd erfolgt und von dem erzeugten Gas mindestens einen Teil zur Verbrennung bringt, die die Retortenwand von aussen heizt. und dass die dritte Luftzufuhr über der Re torte erfolgt, welche die restlose Verbrennung des erzeugten Gases bewirkt, wobei die Regel organe der Luftzufuhr und die Klappen der Retorte derart zueinander einstellbar sind, dass von der normalen Verbrennung des Brennstoffes bis zur ausschliesslichen Ver gasung desselben Zwischenstellungen einstell bar sind, die auch eine teilweise Vergasung des Brennstoffes ermöglichen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Brandherd und Retorte Öffnungen vorhanden sind, welche durch Luftleitzungen in zwei Teile unterteilt sind, so dass durch die un tere Teilöffnung Luft eintritt, die sich mit dem abziehenden Gas mischt, worauf das Gemisch durch die obere Teilöffnung aus strömt, sich entzündet und unmittelbar nach dem Austreten ganz oder teilweise, je nach der Gasmenge, direkt an der Retortenwand verbrennt und diese erwärmt, dass ferner die Retorte durch kastenförmige Klappen schliessbar ist,
    welche in geschlossenem Zu stand das oberhalb der Luftleitzungen aus der Retorte entweichende, nur zum Teil ver brannte Gemisch in den Bereich von Drittluft leiten, so dass eine restlose Verbrennung des erzeugten Gases oberhalb der Retorte erfolgt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II. und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass oberhalb der zwischen Brandherd und Retorte angeordneten Gasaustrittsöff- nungen weitere Öffnungen angeordnet sind, welchen bei geringen Gasmengen nur so viel Luft zugeführt wird, dass sie sich entzünden können. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch TI und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, da.ss einem über der Retorte an- geordneten Luftrohr mit Zwischenwand Luft zugeführt wird, welche durch ein Rohr un terhalb des Rostes eingeführt,
    sich in einem Raum hinter der Retortenrückwand erwärmt und durch den untern Raum des geteilten Rohres nach den Austrittslöchern in der obern Rohrhälfte gelangt. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass an die Klappen, die zum Schliessen der Retorte dienen, Luft kanäle angegliedert sind, welche vorgewärmte Luft nach einer Verbrennungsstelle für die Gase leiten. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Rost ein Rohr angeordnet ist, das mit einem Raum in Verbindung steht, dessen eine Wand durch die hintere Retortenwand gebildet ist, und dass an diesen Raum ein Rohr angeschlossen ist, das über der Retorte liegt und durch eine Zwischenwand unterteilt ist, so da-ss die durch strömende Luft erst die untere Rohrhälfte durchziehen muss, um nach Austrittslöchern der obern Rohrhälfte zu gelangen. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1l und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das über der Retorte angeordnete Luftzuführrohr gleichzeitig zum Abstützen der Retortenklappen in deren Schliesslage dient. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass bei geschlossener Retorte von dem zwischen Brandherd und Retorte austretenden Gas bei starker Gas entwicklung durch beschränkte Luftzufuhr nur ein Teil derselben an der Austrittstelle aus der Retorte entzündet wird, während der Rest durch Zuführen von Luft oberhalb der Retorte zur Verbrennung gebracht wird.
CH247643D 1945-11-22 1945-11-22 Verfahren zum Vergasen fester Brennstoffe bei gleichzeitiger Verbrennung des erzeugten Gases, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. CH247643A (de)

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