CH245236A - Einlagige Hochfrequenzdrossel in Ultrakurzwellengeräten. - Google Patents

Einlagige Hochfrequenzdrossel in Ultrakurzwellengeräten.

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CH245236A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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Fides Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F17/00Fixed inductances of the signal type

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Coils Or Transformers For Communication (AREA)

Description


      Einlagige        Hochfrequenzdrossel    in     Ultrakurzwellengeräten.       Da die Windungen von     einlagigen    Hoch  frequenzspulen nicht fest gekoppelt sind und  die Kapazität verteilt ist, findet man bei den       Hochfrequenzspulen    nicht     nur    eine, sondern  eine ganze     Reihe    von Resonanzfrequenzen.

         Langgestreckte    Drosseln verhalten sich ganz  ähnlich wie     Antennen    oder     Lecherleitungen.     Bei solchen Drosseln ist nämlich erstens die  Kopplung der     Spulenteile    besonders gering,  zweitens überwiegt in     praktischen    Anordnun  gen die Kapazität der     Spulenteile    gegen  "Erde" jene der     Spulenteile    untereinander.

    Man kann also annehmen, dass     langgestreckte     Drosseln über ihrer ersten Eigenwelle     (f("),     bei ,der ein .Spannungsknoten (und ein Strom  bauch) in der Mitte der Drossel     auftritt,    wei  tere Resonanzfrequenzen aufweisen, und zwar  wie bei einer     Dipol-Antenne    etwa in den Ab  ständen       foi    :     f111    :     f112    :     f112   <B>...</B> - 1 : 2,: 3 : 4.. .

    Dabei werden     Leerlaufresonanzen        (fol,        f112...)       mit     Spannungsbauch    und     Stromknoten    an  den     Spulenenden    und     Kurzschlussresonanzen          (fkl,        fk2...)    mit     Spaunungsknoten    und       Strombauch    an den     Spulenenden    abwechseln.  Für die     Leerlaufresonanzfrequenzen    erreicht  der Scheinwiderstand der Spule einen  Höchstwert, die Drosselwirkung ist     besonders     gut.

   Für die     gurzechlussresonanzfrequenzen     wird die Drossel meist unbrauchbar, sie wirkt  mehr oder weniger als     Kurzschluss.     



  Die Aufgabe der Erfindung besteht nun  darin, in     Ultrakurzwellengeräten    angeordnete       Hochfrequenzspulen    gegebener     Induktivität     so     auszubilden,    dass sie in einem möglichst  grossen     Frequenzbereioh        Mekenlos,    als Hoch  frequenzdrossel wirksam wird, wobei die  erste     Kurzschlussresonanzfrequenz    möglichst  hoch liegen soll. In einem grösseren Frequenz  gebiet lückenlos wirksame Drosseln sind be  sonders wichtig bei     Messgeräten,    z.

   B.     Mess-          sendern,    die meist einen grösseren Bereich  überstreichen sollen als die     Betriebssender.         Die Erfindung geht zur Lösung der Auf  gabe dabei davon aus, dass     unter    Beibehal  tung der     Windungszahl    bei Verkleinerung  einer gegebenen Drossel in allen Längendi  mensionen (also auch Drahtdurchmesser und       Drahtisolation)    z. B. im Verhältnis 1 : 2 In  duktivität und Eigenkapazität auf die Hälfte  sinken, weil beide Grössen die     Dimension    einer  Länge haben.

   Wird darauf die     Windungs-          zahl    bei gleichbleibenden     Spulendimensionen     um den Faktor     #f2-    erhöht, so verdoppelt  sich die     Induktivität    wieder, erreicht also  ihren alten Wert, während die Eigenkapa  zität unverändert auf dem halben Ausgangs  wert bleibt. Die     Spulenkapazität    hängt dabei  in weiten Grenzen nicht von der     Windungs-          zahl    und     Drahtstärke,    sondern nur von den  Abmessungen der Drossel ab.  



  Als     einlagige        Zylinderspulen    ausgebildete       Hochfrequenzdrosseln    in Ultrakurzwellen  geräten, insbesondere in     Dezimeterwellen-          geräten,    sollen daher gemäss der Erfindung  durch Verwendung     dünns.tmöglichen    Drahtes  geometrisch so klein wie möglich gebaut sein,  und zwar soll der verwendete Draht so dünn  gewählt sein, dass er im Betrieb infolge des  die Spule durchfliessenden Gleichstromes  (Heizstrom     bezw.    Anodenstrom der Röhre)  eine Temperatur annimmt, die mindestens  annähernd der höchstzulässigen Temperatur         entspricht,    die dieser ohne Schaden zu neh  men dauernd aushält.

   Für die Erwärmung  ist dabei wegen der     cinlagigen    Wicklung  nicht die Stromdichte, sondern die Verlust  leistung je Oberflächeneinheit massgebend.  



  Um die Wärmebeständigkeit der Spule  möglichst zu erhöhen     benv.    um die Spulen  abmessungen möglichst klein halten zu kön  nen, kann es zweckmässig sein,     eloxierten     Aluminiumdraht     ztt    verwenden, der eine Er  wärmung bis etwa     4(#f)'    C zulässt. Ebenso  könnte auch blanker Kupferdraht in einem  Behälter mit inaktiver Atmosphäre, z. B. mit  Wasserstoff,     verwendet    werden, wodurch  eine Erwärmung bis zur Rotglut, also etwa  800 bis 900" C, zulässig wird. Zwecks Ver  kleinerung der     Spulenkapazität    könnte dabei  die Wicklung ohne Wickelkörper freitragend  ausgeführt werden.  



  Für Spulen aus     Kupferlackdraht    in Luft  zeigt ein     Versuch,        da.ss    man bei nicht zu lan  gen Drosseln
EMI0002.0032  
   eine Oberflächen  belastung von     0,.1        @V'/cm=    zulassen     kann.     Dabei wird eine     L:        bertemperatur    von zirka  100  C und eine absolute     -Temperatur    von  zirka 120  C erreicht.

   In der folgenden Ta  belle sind die     danach    zulässigen Ströme für  verschiedene Stärken von Kupferlack     (CuL)-          Dra.ht    berechnet:  
EMI0002.0042     
  
    Durchmesser <SEP> in <SEP> mm <SEP> 0;0,3 <SEP> 0,04 <SEP> 0,05 <SEP> 0,06 <SEP> 0,08 <SEP> 0,1
<tb>  Drahtlänge <SEP> in <SEP> m <SEP> je <SEP> cm' <SEP> Oberfläche <SEP> 2,3'8 <SEP> 1,92 <SEP> 1,61 <SEP> 1,33 <SEP> 1,05 <SEP> 0,8'7
<tb>  Widerstand <SEP> in <SEP> Ohm/cm' <SEP> bei <SEP> 120  <SEP> C <SEP> 84 <SEP> 38 <SEP> 20,4 <SEP> <B>11,7</B> <SEP> 5,2 <SEP> 2,75
<tb>  Strom <SEP> in <SEP> mA <SEP> bei <SEP> 0,4 <SEP> W/cm@-Be  lastung <SEP> 6,9 <SEP> 103 <SEP> 140 <SEP> 185 <SEP> 277 <SEP> 382
<tb>  Stromdichte <SEP> in <SEP> A/mm2 <SEP> 98 <SEP> 82 <SEP> 71 <SEP> 65 <SEP> 5.5 <SEP> 49       Man wird also z.

   B. für eine Kathoden  drossel mit 0,03 bis 0,04     CuL-Draht    und für  Heizdrosseln mit 0,04 bis     0,0,8        CuL-Draht     auskommen.  



  Bei     gegebener        Induktivität    und Draht  stärke der     Drossel    hängt die Lage der Reso  nanzfrequenzen noch von der Form der     Dros-          eel    ab. Die relative Lage dieser Frequenzen,    also ihr     Verhältnis    zueinander, ist dabei un  abhängig von der geometrischen Grösse und       Windungszahl.     



  Eine Drossel von     gegebener    Form wird  bei ihren Resonanzfrequenzen ein ganz be  stimmtes räumliches Bild des magnetischen  und elektrischen Feldes zeigen, unabhängig  von ihrer Grösse und von der     Grösse,der    ver-      teilten Kapazität und     Induktivität.    Man     kann     also die relative Lage der Resonanzfrequenz  auf Grund von Modellversuchen an grossen  Drosseln     bestimmen.     



  Eine solche     Messreihe    an drei Drosseln  etwa. gleicher     Induktivität        (ca.        1,3,        mH)    und  gleicher Drahtstärke     (0a0,5-        CuL)    zeigen die       Fig.    1 und 2 für die Formen:
EMI0003.0012  
    Die     Induktivität    wurde so gross gewählt, da  mit die erste Eigenfrequenz in der Gegend  1 MHz liegt und die Drossel bis weit über  diese Frequenz untersucht werden kann.

   Man  erhält dann für die Spule a     (Fig.    ja und 2a)  den Durchmesser D = 25 mm und die Länge  <I>L</I> = 1010 mm bei     n   <I>=</I> 1608 Windungen, für  die Spule b     (Fig.    1b und 2b) D = 32 mm,  <I>L =</I> 64 mm und     n   <I>=</I> 1046 Windungen, wäh  rend für die     Spule    c     (F'ig.   <B>je</B> und'     2e)     <I>D</I> = 43 mm,<I>L = 43</I> mm und'     n    = 69'7 ist.

           Fig.    1 zeigt die Ortskurven des     Scheinleit-          wertes,    wobei die     Frequenz    in MHz     als,    Para  meter eingetragen ist. Der erste     Schnittpunkt     der Kurven mit der reellen Achse ist die  erste     Leerlaufresonanz;    sie liegt bei  
EMI0003.0029     
         Wie    zu erwarten, liegt die Frequenz desto  tiefer, je kürzer die Spule ist. Doch ist der  Unterschied zwischen<I>a</I> und<I>b</I> noch gering.  



  Die erste     Kurzschlussresonanzfrequenz    ent  spricht den Punkten, in denen der     Scheinleit-          wert    sein erstes     Maximum        erreicht.    Nach       Fig.    1 erhält man für  
EMI0003.0037     
         Es    tritt also der Effekt auf, dass das Ver  hältnis     fkllfo,    bei     kurzen    Spulen grösser ist  als bei langen;

   trotzdem liegt bei dem     Mess-          -beispiel    die erste     Kurzschlussresonanzfre-          quenz    bei der langen Spule am höchsten, nur  die Unterschiede sind kleiner geworden.

   Im       übrigen    ist bemerkenswert, dass das Verhält  nis     fk,lfol    auch bei
EMI0003.0047  
   noch unter 2 liegt,  d. h.<B>f</B>     l"    liegt näher als eine Oktave an     f".     Die Annahme der     ganzzahligen    Verhältnisse  zwischen Grundwelle und     Oberwellen    gilt  übrigens auch bei der     Dipol-Antenne        nur          näherungsweise.     



  Wenn sich die erste     Kurzschlussresonanz     nur wenig von der Form der     Drossel    ab  hängig     zeigt,    obwohl die in diesem Schwin  gungsfall     entgegenwirkenden    Magnetfelder  beider     Spulenhälften    sich bei der kurzen  Drossel viel weitergehender aufheben müssen    als bei der langen, so folgt daraus ein ent  sprechend rasches Anwachsen der wirksamen  Eigenkapazität.  



  Man     erkennt    aber aus.     Fig.    1, dass die  Grösse der     Leitwertkreise,    welche zu der  ersten     Kurzschlussresonanz    gehören, desto  kleiner wird, je kürzer die     Drossel    ist. Es  ist auch     anschaulich,    dass sich die Kurz  schlussresonanz bei der kurzen     Drossel     schlechter ausbilden kann als bei der langen.

    Dieses grundsätzliche     Verhalten    ist auch bei  den Drosseln des     Ultrakurzwellen-Gebietes     zu erwarten, doch werden sich in diesem Ge  biet die     Resonanzen    sehr viel stärker aus  bilden (die Kreise vergleichsweise grösser  sein), weil die Güte der     Spulen    entsprechend  höher ist.  



  Eigentümlicherweise zeigt die zweite       KurzSChlussreSOnanZ        (fk2),    der der zweite       Leitwertkreis    der     Fig.    1     entspricht,    genau      das umgekehrte Verhalten. Diese Resonanz  bildet sich um so besser aus, je kürzer die  Drossel ist.

   In noch höherem Masse gilt für  die höheren     geradzahligen        Kurzschlussreso-          nanzen,    die sieh bei der kurzen Drossel viel  besser ausbilden als die     ungeradzahligen,     während bei der langen Drossel zunächst ein  gleichmässiger Abfall der     Resonanzgüte    mit  der Ordnungszahl der     Kurzschlussresonanzen     beobachtet wird und erst bei hohen Ordnungs  zahlen, wo die Drossel in kurzen Teil  stücken schwingt, wieder das typische Ver  halten der kurzen Drosseln sieh ausbildet.  Eine     Erklärung    dieses Verhaltens fehlt  bisher.  



  Danach findet man folgende Regeln für  die Wahl der Form von Hochfrequenz  drosseln: 1. Wenn es möglich ist, die erste       Kurzschlussresonanz    der     Drossel    über das  Arbeitsgebiet des UKW-Gerätes, z. B. des       Messgerätes,    zu     legen,    wählt man zweckmässig  eine Form:
EMI0004.0012  
   Die Drossel länger  als
EMI0004.0013  
   zu machen, hat wenig Wert, da  die     Kurzschlussresonanzfrequenz    kaum mehr,  der Gleichstromwiderstand dagegen rascher  wächst. 2. Wenn man einige     Kurzschluss-          resonanzen    in das Arbeitsgebiet der Drossel  fallen lassen muss, z. B. weil dieses.

   Gebiet  sehr gross ist, so ist die     Form   
EMI0004.0018  
   am  günstigsten, wie ein Blick auf     Fig.    1 zeigt.  Ob die Drossel für den jeweils vorliegenden  Fall auch brauchbar ist, hängt somit von  der Grösse ab, die möglichst gering sein soll.  



  Man erkennt aus     Fig.    1 besonders bei  Spule c, dass die     Leitwertkreise    nicht kon  zentrisch liegen, sondern mit wachsender  Frequenz nach oben in das Gebiet     kapazitiver       Leitwerte rücken. Die hier vorliegende Ge  setzmässigkeit ergibt sich noch deutlicher .  aus     Fig.    2. Diese zeigt die scheinbare Kapa  zität der Spule in Abhängigkeit von der Fre  quenz. Als scheinbare Kapazität ist dabei  sinngemäss der Quotient:  <U>Imaginäre Komponente des</U>     Scheinleitwertes     Kreisfrequenz  bezeichnet, der in einer     Messbrücke    unmit  telbar als Kapazität abgelesen wird.

   Den       Leitwertkreisen    entsprechen dabei Schwan  kungen der scheinbaren Kapazität, die nicht  symmetrisch zur Nullachse liegen, sondern  um einen festen Wert     herumpendeln,    der       gleiehzeitig    der Grenzwert der scheinbaren  Kapazität bei hohen Frequenzen ist. Dieser  als "innere Kapazität"     Ci    bezeichnete Be  trag verhält sieh also so, als wäre er der  Spule parallel geschaltet. Es handelt sich  aber dabei nicht etwa. um die     Klemmenkapa-          zität,    denn diese     wurde        sorgfältig    bestimmt  und abgezogen.

   Die "innere Kapazität" ist  vielmehr die wirksame Summe der Teilkapa  zitäten der     Spulenteile    gegeneinander und  dementsprechend wesentlich von der Form  der Spule abhängig.  



  Da die Spule einseitig geerdet gemessen  wurde - wie es auch der praktischen An  wendung entspricht -     muss    man zu der  "innern     Isapazität"    noch etwa     1/2    (genau  0,45) der statisch gemessenen Kapazität der  Spule gegen Erde addieren. Man erhält dann  die wirksame Gesamtkapazität     richtig,    d. h.  so,     da.ss    sie zusammen mit der niederfrequent  gemessenen     Spuleninduktivität    die     erste          Eigenresonanzfrequenz    richtig ergibt. Der  Faktor 0,45 ist durch die ungleichförmige  Spannungsverteilung an der Spule bedingt.

         Dies    zeigt die folgende Tabelle:    
EMI0005.0001     
  
    Induktivität <SEP> "Innere" <SEP> Stat. <SEP> Kap. <SEP> Wirksame <SEP> 1. <SEP> Eigenresonanzfrequenz
<tb>  Spule <SEP> bei <SEP> 1000 <SEP> Hz <SEP> Kapazität <SEP> gegen <SEP> Erde <SEP> Kapazität
<tb>  mH <SEP> PF <SEP> pF <SEP> PF <SEP> berechnet <SEP> gemessen
<tb>  <I>ca</I> <SEP> 12,8 <SEP> 0,4 <SEP> 1,7 <SEP> 1,15 <SEP> 1,8.1 <SEP> 1,30
<tb>  c <SEP> 13,2 <SEP> 0,75 <SEP> 1,6 <SEP> 1,47 <SEP> .

   <SEP> 1,14 <SEP> 1,17
<tb>  b <SEP> 13,7 <SEP> 1,4 <SEP> 1,5 <SEP> 2,08 <SEP> 0,94 <SEP> 0,93       Die Annahme, dass die     Spulenkapazität,     die sich wie eine die Klemmen der     Spulen     überbrückende Kapazität verhält und als  "innere"     Spulenkapazität    bezeichnet sein  möge und im     wesentlichen    durch die Reihen  schaltung der Einzelkapazitäten     C,    von  Windung zu Windung gegeben sei, trifft hier  nicht zu. Wäre     dies    der Fall, dann würde  sich ihr Wert im wesentlichen ergeben als  Quotient
EMI0005.0008  
   wobei     n    die     Windungszahl    ist.

         Cw    hängt nur vom Umfang (Durchmesser D)  der Spule ab. Die Messung ergibt für       0,0,5        CuL-Draht    den Wert
EMI0005.0014  
    Für eine Spule mit dem Durchmesser  <I>D = 25</I> mm und der Länge<I>L -</I> 100, mm  erhält man z. B. bei der gegebenen     Tndukti-          vität        L"    = 12,8     mH     
EMI0005.0019     
    während die innere Kapazität     Ci    =<I>0,4</I>     pF     beträgt.

   Es zeigt sich also,     dass    die Kapazität  von Windung zu Windung bei Spulen mit  grosser     Windungszahl    überhaupt keine Rolle  spielt, nur die Kapazität über ganze     Win-          dungsgruppen,    z. B.     erstes    gegen letztes       Spulenviertel,    ist massgebend. Daraus     folgt     aber, dass die     Spulenkapazität    praktisch un  abhängig von der     Windungszahl,    Draht  stärke und Drahtisolation sein muss und nur  von der absoluten Grösse und von der Form  der Spule abhängt.  



  Um die Schlussfolgerung, dass die Spulen  kapazität praktisch unabhängig von der       Windungszahl    und Drahtstärke ist, nachzu-    prüfen, wurden die drei Modellspulen mit  stärkerem Draht (0,1     CuL)    bewickelt und  nochmals     gemessen.    Die Ergebnisse zeigen       Fig.    3 und 4.  



       Fig.    3 enthält die Ortskurven des Schein  leitwertes. Ein     Vergleieh    mit     Fig.    1 ergibt  eine bis in die Einzelheiten gehende Über  einstimmung     des        Kurvenverlaufes.    Die Kur  ven unterscheiden sich nur im Massstab und  in den     Parameterwerten    der Frequenz.  



       Fig.    4 zeigt die scheinbare Kapazität und  bringt den Beweis, dass die     Spulenkapazität     praktisch unabhängig von     Windungszahl     und Drahtstärke ist.  



  Bildet man das Verhältnis der entspre  chenden     Resonanzfrequenzen    der zugehörigen  Spulen, die in den     Fig.    2 und 4 angegeben  sind, so muss sich für jede     Spulenform    eine       Konstante    ergeben, :die der Wurzel aus dem       Induktivitätsverhältnis        entspricht,    wenn die  Kapazität der     entsprechenden    Spulen gleich  geblieben ist. Wie weit dies der Fall ist,  zeigt ,die folgende Tabelle. Der aus dem In  duktivitätsverhältnis errechnete Sollwert ist  dabei als relativ ungenau zu betrachten, da  bei der     L-Messung    bei 1000 Hz der Wider  stand weit überwiegt.  



  Die     Resonanzfrequenzen    sind dabei als  jene Punkte der     Ortskurve    definiert, in denen  die Kurve parallel zur imaginären Achse  verläuft (also nicht als Schnittpunkte mit der  reellen Achse, die bei hohen Ordnungszahlen  nicht mehr auftreten).

   Es sind dies gleich  zeitig jene Frequenzen, bei denen die schein  bare     Kapazität        (Fig.    2 und 4) gleich der       "innern"    Kapazität Cl     wird.       
EMI0006.0001     
  
    Ordnungszahl <SEP> der <SEP> Resonanzfrequenzverhälinis
<tb>  Resonanzfrequenz <SEP> Spule <SEP> 1 <SEP> Spule <SEP> 2 <SEP> Spule <SEP> 3
<tb>  01 <SEP> 1,734 <SEP> 1,906 <SEP> 1,

  f56
<tb>  k1 <SEP> 854 <SEP> 88e9 <SEP> 945 <SEP> 0X <SEP> <B>...</B> <SEP> X-te
<tb>  02 <SEP> 833 <SEP> 98'4 <SEP> <B>935</B> <SEP> Leerlaufresonanz
<tb>  k2 <SEP> 842 <SEP> 894 <SEP> 938
<tb>  03 <SEP> 834 <SEP> 894 <SEP> 999 <SEP> Ii1...X-te
<tb>  k3 <SEP> <B>859</B> <SEP> 9 <SEP> 884 <SEP> 914 <SEP> Isurzschlussresonanz
<tb>  04 <SEP> 850 <SEP> 896 <SEP> 946
<tb>  k4 <SEP> 842 <SEP> 892 <SEP> 949
<tb>  05 <SEP> 850 <SEP> 952 <SEP> 9,64
<tb>  k5 <SEP> 855 <SEP> 9'05 <SEP> 964
<tb>  06 <SEP> 844 <SEP> 895 <SEP> 954
<tb>  k<U>6 <SEP> 850</U> <SEP> 91<U>5 <SEP> 958</U>
<tb>  j/L.ILö <SEP> 1,772 <SEP> 1,834 <SEP> 1,909            Hochfrequenzdros,seln    gemäss der Erfin  dung sind beispielsweise in den     Fig.    5 und 6  dargestellt.

   Die     Fig.    5 zeigt eine Drossel ohne  tragenden gern und     Fig.    6 eine auf einem  Tragkörper, z. B. einem Keramikkörper, auf  gebrachte Drossel. Die Längenabmessung L  der Drossel, die aus dünnem Kupferlack  draht von z. B. 0,04 mm     Durchmesser    ge  wickelt sein kann, soll dabei z. B. kleiner als  10 mm sein. Das Verhältnis von Spulen  länge<I>L</I> zu     Spulendurohmesser   <I>D</I> ist dabei  vorzugsweise     zwischen    etwa 3 und 4 zu wäh  len. Es kann jedoch auch gegebenenfalls  zweckmässig sein, für das Verhältnis einen  kleineren Wert zu wählen.

   So ist es vorteil  haft, das Verhältnis zu etwa 2 zu wählen,  wenn einige     Kurzsahlussresonanzen    in das  Arbeitsgebiet der Drossel fallen können,  z. B. könnte die Länge L = 3 mm und der  Durchmesser D - 1,5 mm sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Als einlagige Zylinderspule ausgebildete Hochfrequenzdrossel in einem Ultrakurz wellengerät, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Kleinhaltung der Spulenabmessungen bei vorgegebener Induktivität der Wick lungsdraht eo dünn ist, dass er im Betrieb infolge des die Spule durehfliessenden Gleichstromes eine Temperatur annimmt, die mindestens annähernd der höchstzulässigen Temperatur entspricht, die er, ohne Schaden zu nehmen, dauernd aushält.
    UN TERANSPRüCHE 1. Hochfrequenzdrossel in einem Ultra kurzwellengerät nach Patentanspruch, deren Wicklung aus Kupferlackdraht in Luft be steht, gekennzeichnet ,durch eine Oberflächen belastung von annähernd 0,4 W/em.= bei einer Stromdichte von 50 bis 100 A/mm2, entsprechend einer tfbertemperatur von zirka l00 C. 2. Hochfrequenzdrossel in einem Ultra kurzwellengerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wicklung aus eloxiertem Aluminiumdraht besteht.
    3. Hochfrequenzdrossel in einem Ultra kurzwellengerät nach Patentanspruch, da durch gel@ennzeiehnet, dass die Wicklung aus blankem Kupferdraht besteht und in einem Behälter mit inaktiver Atmosphäre unter gebracht ist. 4. Hochfrequenzdros#s.el in einem Ultra kurzwellengerät nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass als inaktive Atmosphäre Wasserstoff verwendet ist.
    5. Hoehfrequenzdros sel in einem Ultra kurzwellengerät nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch freitragende Ausbildung der Wicklung zwecka Verkleinerung der Spulenkapazität. 6. Hochfrequenzdrossel in einem Ultra kurzwellengerät nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Spulenlänge zu Spulendurchmesser etwa 2 bis 4 ist.
    7. Hochfrequenzdrossel in einem Ultra kurzwellengerät naeh Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Spulenlänge kleiner als 10 mm ist.
CH245236D 1942-06-15 1943-06-10 Einlagige Hochfrequenzdrossel in Ultrakurzwellengeräten. CH245236A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007394B (de) * 1951-12-29 1957-05-02 Philips Nv Spulensystem mit wenigstens einer Hochfrequenzspule mit vormagnetisiertem Stabkern

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DE1007394B (de) * 1951-12-29 1957-05-02 Philips Nv Spulensystem mit wenigstens einer Hochfrequenzspule mit vormagnetisiertem Stabkern

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