CH239010A - Emulsion zu Anstreichzwecken und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents

Emulsion zu Anstreichzwecken und Verfahren zur Herstellung derselben.

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CH239010A
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Co Klint Bernhardt
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Klint Bernhardt & Co
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D191/00Coating compositions based on oils, fats or waxes; Coating compositions based on derivatives thereof
    • C09D191/005Drying oils

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Description


  Emulsion zu     Anstreiebzwecken    und Verfahren zur Herstellung derselben.    Es ist bekannt, zu     Anstreichzwecken     Emulsionen vom Typus Öl     (Bindemittel)    in  Wasser mit     Hilfe    von     Emulgatoren    herzu  stellen.  



  Aus diesem     Emulsionstyp        (0,W-Emulsion)          hergestellte    Farben und Firnisse liefern  matte bis seidenglänzende Flächen, die sich  für die meisten     Anstreichzwecke    sehr     gut     eignen. Zum Anstreichen von zum Beispiel  Türen, Möbeln, Küchen und dergleichen eig  nen sie sich dagegen nicht, weil die Fläche  allzu leicht beschmutzt wird. Zu     derartigen     Zwecken sind     glatte        und    blanke Farbfilme  erforderlich.

   Solche Farbfilme     können    auch  auf     Emulsionsbasis        hergestellt    werden, wobei  indessen die Emulsion vom Typus Wasser in  <B>0,1</B> (sog.     WO-Typus)    sein muss, das heisst das  Wasser stellt hierbei die diskontinuierliche  Phase dar.

   Die für     Austreichzwecke    bestimm  ten     WÜ-Emulsionen    können mit     Wasser     nicht     verdünnt    werden, sondern .die Verdün  nung muss mit     organischen        Lösungs-    oder       Verdünnungsmitteln,    zum Beispiel Terpen-         tin,    Petroleumdestillaten, Ölen oder Firnis  sen, erfolgen.

   Aus derartigen     WÖ@-Emulsio-          nen    bereitet Farben liefern je nach Art, Zu  sammensetzung und Behandlung des Binde  mittels (durch Kochen, Blasen usw. in be  kannter Weise)     hoohglänzende,        ölfarben-    oder       lackfarbenähnliche    Farbfilme.

   Die Vorteile  einer     WO-Emulsionsfarbe    gegenüber einer       ausschliesslich        mit        Hilfe    organischer     Lösungs-          mittel        hergestellten    Farbe     sind,        ausser    der Er  sparnis     anLösungsmitteln,    eine erheblich ver  besserte Handlichkeit, besonders in bezug auf  die     Streichbarkeit,    wodurch u. a.

   ermöglicht  wird, für Bau-     und    Handwerksmalereien die  sog--nannten synthetischen, das heisst     unter          Verwendung    von     Alkydharzen        hergestellten     Farben, in vollem     Umfange    zu verwenden.  Aus Bearbeitungsgründen sind sie indessen  beim Anstreichen von Gebäuden bisher nur  noch vereinzelt verwendet worden.  



       Es    wurde nun gefunden, dass     WO-Emul-          sionen    zu     Anstreichzwecken    mit     Hilfe    von       Tallharzöl    (sog.     Kokillenöl)    oder aus diesem      gewonnenen Komponenten mit Vorteil     herge-          stellt    werden können.  



       "Tallöl"    oder     "Tallsäure"    ist der übliche  Name des Rohproduktes, das     beim    Ansäuern  von sogenannter     Sulfatseife    (flüssigem Harz  oder     Sulfatharz),    einem     wohlbeka.nuten    Ne  benprodukt bei dem     Sulfatzellstoffverfahren,     gewonnen wird.

   Wenn dieses     Tallöl-    oder       Tallsäureprodukt    (welch letztere Benennung  die richtigere ist, weil das Produkt im we  sentlichen aus Harzsäuren und     Fettsäuren     besteht) im Vakuum destilliert     -wird,    erhält  man in der Hauptsache vier Produkte, und  zwar  a)     "Vorlauf",    der ein ölartiges Produkt,  genannt     "Tallharzöl"    (mitunter auch     Kokil-          lenöl    genannt, weil es bisher hauptsächlich  zur inwendigen Schmierung von Kokillen  verwendet worden ist) bildet, das zu etwa       50,

  %    aus     unverseifbaren    ölartigen Substan  zen die das     sogenannte        Neutralöl    ausmachen  und im übrigen hauptsächlich aus Fettsäuren       besteht;     b) ein flüssiges Produkt, hauptsächlich       bestehend    aus     Feftsäuren,        mitunter        Tallöl     oder destilliertes     Tallöl        genannt;

      nach mo  derner Nomenklatur     "Tallfettsäixre"    genannt  (siehe     "Svensk        Papperstidning",    1942, Seite       22        03,        deutsche        Zusammenfassung);     c) eine feste harzähnliche Fraktion, früher       Sulfatharz,    nunmehr     "Tallharzsäure"    ge  nannt und im wesentlichen aus     Abietinsäure     bestehend, und  d) einen     Destillationsrückstand,    genannt       "Tallpech".     



  Der Bestandteil, der der vorliegenden Er  findung zu Grunde liegt, ist das unter     a)        an-          gegebene,        "Tallharzöl"        (Kokillenöl)        genannte     Produkt oder Fraktionen desselben, wie das       obengenannte        "Neutralöl"    oder die Fettsäuren.

    Es hat sich nämlich herausgestellt, dass man  auch die Komponente des     Tallharzöls    jede für  sich,     untereinander    oder mit     Tallharzöl        @ier-          mischt    zur     Herstellung    von     Emulsionen    vom       WÜ-Typus    verwenden kann, wobei indessen  die     erzielten    Ergebnisse den bei     Verwendung     von nur     Tallharzöl    erzielten in der Regel  nicht überlegen waren.

   Bei     Verwendung    grö-         sserer    Mengen     Tallharzöl    in der Emulsion ist  es zweckmässig, dass wenigstens ein Teil des  Öls verestert oder zum     Beispiel    mit Kalk in  an sich bekannter Weise     gehärtet    ist.  



       Erfindungsgemäss    enthält die kontinuier  liche Phase der Emulsionen aus     Tallharzöl          (Kokillenöl)        herrührende        Bestandteile    sowie  Lackbildner, die wenigstens aus 20 Gewichts  prozent eines trocknenden Öls     bestehen.        Bei-          spiele    solcher Lackbildner sind     sogenannte     modifizierte     Alkydharze    sowie solche Öle, die  beim Trocknen einen     Lackfilm    geben, wie  zum Beispiel     Leinöl,    Holzöl,

       veresterte        Tall-          fettsäure.    Zwecks Erzielung einer     Anstreich-          farbe    vom     erwünschten    Typus können da  neben übrige bei     Ölfarben    gebräuchliche Zu  sätze von Pigmenten, Verdünnungsmitteln  usw. zur     Verwendung    kommen.

   Die     Emul-          sionsfarben    werden     zweckmässig    dadurch her  gestellt, dass     Tallharzöl    zusammen mit     Al-          kydharz    der     obengenannten        Art        und/oder     einem     trocknenden        Ü'1,    zum     Beispiel        Leinöl,     Holzöl,     verestertes        Tallöl        (Tallfettsäure),

      mit  oder ohne     besonderem    Zusatz     organischer        Lö-          sungsmittel,    zweckmässig durch     Erwärmung,     zur Bildung einer     Lösung        @gebracht    wird, die  dann mit Wasser     emulgiert    wird, so dass das  Wasser als diskontinuierliche Phase eingeht,       -wonach    die     Emulsi@an    in bei der     Ülfarbenher-          stellung        bekannter        Weise        weiterbehandelt     wird.  



  Zur Veranschaulichung der Zusammenset  zung und     Herstellungsweise    können folgende  Beispiele angeführt werden, die jedoch das  unter Schutz     gestellte    Verfahren nicht ein  schränken.  



  1.     200-500        Gewichtsteile        modifiziertes          Phthalsäureglyzerinharz,    mindestens 20     Ge-          wichtsprozent    trocknendes     Ö1    enthaltend, 50  bis 250     Gewichtsteile        eines    organischen     Ver-          dünnungsmittels,    zum Beispiel     Terpentin,    50  bis 250 Gewichtsteile     Tallharzöl    (sog.     Koki1-          lenöl).     



  Das     Gemisch    wird bei etwa 100  C in Lö  sung     b        braeht,        wonach    50-500     Teile        Wasser          unter    Umrühren     zugesetzt    werden.

   Die     Emul-          ffi        1.        e        rung        erfolgt        in        bekannter        Weise,        zum        Bei-          ispiel    in einer     sogenannten        Kolloidmühle.         2.

   100-2-50     Gewichtsteile        modifiziertes          Phthalsäureglyzerinharz    wie im Beispiel 1,  100-500     Gewichtsteile        Leinöl        und/oder        Holz-          öl        unfoder        sogenanntes        verestertes        Tallöl          (Tallfettsäure)        unä/od-er        Firnis,    50500 Ge  wichtsteile     Tallharzöl,

      50-300     Gewichtsteile     eines     organischen    Verdünnungsmittels, 50 bis  500     Gewichtsteile    Wasser, 500-3000     Ge-          wichtsteile    Pigment, zum Beispiel     Lithopon.     



       Die    Lösung und     Emulgierung        erftilgt    wie       unter    1. beschrieben.     Ein.        Farbpigment    wird       zugesetzt,    wonach das     Reiben    auf Walzen  oder in     Trichtermühle    erfolgt.  



  3. 250-500     Gewichtsteile    eines geblase  nen Öls, zum Beispiel     Leinöl,    50-250 Ge  wichtsteile eines organischen     Verdünnungs          mittels,    50-250 Gewichtsteile     Tallharzöl,     50-250     Gewichtsteile        Wasser    werden zu  einer     Emulsion        aufbereitet,    wonach 500     bis     3000     Gewichtsteile        Pigment,    zum Beispiel       Lithopon,    zugesetzt werden und die Bearbei  tung     in    gebräuchlicher Weise vorgenommen  wird,

   um eine mit Pinsel     anstreichbare    Farbe  zu     bilden.     



  Mit dem Ausdruck     "Farbe"    werden im       Zusammenhang    mit der Erfindung sowohl  durchsichtige wie     pigmentierte    Produkte (Fir  nisse, Farben, Emaillefarben und Lacke), die  aus Emulsionen der angegebenen Type her  gestellt     sind,        ;gemeint.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtrCHE I. Emulsion zu Anstreichzwecken, vom Typus Wasser in Öl, deren kontinuierliche Phase Bestandteile, die aus Tallharzöl her- rühren, sowie Lackbildner, die wenigstens aus 20 Gewichtsprozent eines trocknenden ,Öls be stehen, enthält.
    II. Verfahren zur Herstellung einer Emul sion gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass Tallharzöl .zusammen mit einem wenigstens 20 Gewichtsprozent trock nender Öle enthaltenden Lackbildner zur Bil dung einer Lösung gebracht wird, die .dann mit Wasser emulgiert wird. ÜNTERANSPR-CCHE: 1.
    Emulsion gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass sie Verdünnungs- mittelninForm von organischenFlüssmgkeiten enthält. i2. Emulsian gemäss Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass sie Pigmente ent hält. 3.
    Emulsion gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Lackbildner wenigstens teilweise aus einem modifizierten Alkydharz bestehen. 4.
    Emulsion .gemäss Patentanspruch I"da- durch gekennzeichnet, dass die Lackbildner wenigstens teilweise aus verestertem Tallöl bestehen. 5.
    Emulsion ;gemäss Patentanspruch I, -da durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des Taliharzöls- verestert ist. 6#. Emulsion gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil des Tallharzöls mit Kalk gehärtet ist.
CH239010D 1942-12-12 1943-12-03 Emulsion zu Anstreichzwecken und Verfahren zur Herstellung derselben. CH239010A (de)

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