CH233995A - Rufeinrichtung an Gesellschaftsleitungen, mit Kurbelinduktor an den Abzweigstellen. - Google Patents
Rufeinrichtung an Gesellschaftsleitungen, mit Kurbelinduktor an den Abzweigstellen.Info
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Description
Rufeinrichtung an Gesellschaftsleitungen, mit Kurbelinduktor an den Abzweigstellen. Die Erfindung befasst sich mit sogenann- ten Gesellschaftsleitungen, bei denen also die Abzweigstellen, auch Sprechstellen, Teil nehmerstellen oder :Stationen genannt, an einer ihnen ,gemeinsamen Leitung liegen, und betrifft eine Rufeinrichtung, mittels welcher eine beliebige dieser Stellen durch Zeichen, die mittels eines Kurbelinduktors! gegeben werden, z.
B. Morsezeichen, ange rufen werden kann.
Die Rufzeichengabe mittels eines Kur- belinduktors bietet insofern Schwierigkeiten, als eine .gewisse Geschwindigkeit des Kur belns .oder eine gewisse Anzahl von Kurbel umdrehungen innegehalten werden muss oder beides erforderlich ist, um das .gewünschte Rufzeichen richtig auszusenden und so Feh#l- anrufe zu vermeiden. Da dem Rufenden eine genaue Befolgung der Bedienungsvor schrift nicht immer zugemutet werden kann,
müssen Toleranzen zugelassen werden, inner halb derer eingewünschtes Rufzeichen auch dann noch aufgenommen wird, wenn der Kurbelinduktor nicht genau bedient wird. Abgesehen davon, dass dadurch Fehlanrufe nicht .ganz beseitigt werden, weil auch dann noch ein Abzählen der Kurbelumdrehungen erforderlich ist, müssen für die Begrenzung der zulässigen Toleranzen die Empfangs- einrichtungen besonders ausgebildet werden.
Sie werden hierdurch verhältnismässig kom- pliziert.
Die Erfindung bezweckt, eine Anordnung zu schaffen, die es ermöglicht, dass das jeweils gewünschte Rufzeichen mittels des Kurbelinduktors umabhängig von der Ge- schwindigkeit des Kurbeins zwangsläufig richtig ausgesandt wird, .auch wenn,die Zahl der Kurbelumdrehungen die der jeweiligen Zeichenkombination entspricht, überschritten wird.
Die Erfindung ist im folgenden an einem Beisspiel erläutert.
Fig. 1 zeigt sichematisch eine Gesell schaftsleitung mit dem Adern<I>La,</I> Lb und mit Abzweigstellen, die je einen Kurbel- induktar J zum Aussenden von Norsezeiehen haben. Jedem Kurbelinduktor ist in einem Zusatzkasten eine Schalteinrichtung S vor gesehaltet, welche die Aufgabe hat, die Morsezeichen zwangsläufig richtig auszusen den. Der Einfachheit halber sind nur zwei solcher Stellen dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Schalteinrichtung S in schematischer Darstellung. Diese Einrichtung hat ein Echappement e, d@ae von einem Wech- selstrommagneten IV' :gesteuert wird, der den Wechselstrom des Induktors J aufnimmt..
Das Schaltrad t des Echappements ist mit einem Schaltarm s gekuppelt, welcher mit den Kostakten einer Kontaktbahn Q in Ver bindung tritt. Diese Kontakte sind abwech selnd. unmittelbar, nämlich durch einen Draht Z, ad-er über Tasten Tl-T8 mit der Ader<I>La</I> verbunden.
Die Tasten liegen nämlich mit dem einen Gliede des von ihnen gebildeten Ruhekon taktes an je einem der Kontakte 2, 4, 6 ... 16, Fig. 2 und 3, und sind mit dem andern Ko:
n- taktgliedle an der Ader<I>La</I> angeschlossen. Arm s steht über eine Spannkette k oder der gleichen und über ein Zahnrad r mit einer Spanntaste Sp in Verbindung und kann mit tels Üieser Taste ,gegen die Wirkung cin r Feder f auf irgendeinen jener Kontakte ein gestellt werden.
Fig. 3 zeigt beispielsweise die Einstel lung des Armes s auf den Kontakt B. Diese Einstellung kommt in Betnacht, wenn das Mersezeichen ausgesendet werden soll. In diesem Falle sind nämlich die Tasten <I>T1, T3,</I> T4 zu öffnen, wie aus der in Fig. 4 gezeigten Tabelle zu sehen ist, die einen Teil der möglichen enthält.
Die Tasten T1. <I>T3</I> kennzeichnen die Pausen der Zeichenkombination. Die Taste T4 kenn zeichnet die Stellung, in welche der Arm s zwecks Abtastung der eingestellten Zeichen kombination gebracht werden muss. Durch mechanische Mittel lässt es sich erreichen, dass ein weiteres Spannen mittels der Taste Sp über den Kontakt 8 hinaus, an dem die Taste T4 liegt, nicht möglich ist.
Die Ver zahnung des Rades t ist dem Übersetzungs- verhältnis des Kurbelinduktors a.ngepasst. Nimmt man an, dass eine Kurl>elum:drehung sechs W ech:elstromperioden entsprechen, dann muss das Rad t bei einer solchen Umdrehung sechs Schritte fortgesehaltet werden. In der 11eichen Zeit muss der Arm seinen Kontakt.
der Kontaktbahn Q überfahren. Der Arm s ist hierfür so auszubilden und einzustellen, dass er den nächstfolgenden Kontakt bereits erreicht hat, bevor er den zuletzt bestrichenen verlässt, so dass zwischen zwei Kontakten keine Stromunterbrechung eintritt.
Nach dem Einstellen der Tasten Tl-T8 und des Armes s, beispiels-,veise gemäss Fig. 3, dreht der Bedienende die Induktorkurbel. Der an den Klemmen cr, 1) entnommene Weeh- selstrom wird über die Leitungen a', b' von dem Wechselsttrommagneten 1U aufgenom men, dessen Anker im Rhythmus der -\Vech- sel.stro:
mperioden schwingt und dabei -das Rad t schrittweise freigibt. Durch den Ein fluss der Feder<I>f</I> haben das Rad<I>t</I> und der Arm s das Bestreben, .sich im entgegengesetz ten Uhrzeigersinne zu drehen. Solange Arm s auf dem Kontakt 8 steht, an dem die ge öffnete Taste T4 liegt, kann kein 'Wechsel strom in die Leitung <I>La,</I> Lb gelangen, weil bei 1=I der Stromkreis unterbrochen ist.
Er reicht nach einer Kurbelumdrehung der Arm s den Kontakt i, so gelangt der Wechsel strom auf folgendem Wege in die Gesell- schaftsleitung N (a)" a". s "7, = <I>La,</I> Lb, <B><I>-(b).</I></B> Dieser Stromkreis bleibt für eine Kurbel umdrehung, während @veleher sechs Wechsel stromperioden ausgesandt werden,
ge_sehlos- sen. Arm s bewegt sich %veiter und erreicht, bevor er den Kontakt i verlässt, den Kontakt 6. Auf das erste Zeichenelement, in dem an genommenen Beispiel einen Punkt, folgt eine Pause, deren Länge in üblicher Weise der eines Punktes gleicht. Da. die an Kontakt 6 liegende Taste T3 offen ist, wird der Wech selstromkreis jvieder unterbrochen.
Nach einer weiteren Kurbelumdrehung gelangt Arm s auf den Kontakt 5. Über die Kontakte 5, 4, 3 bleibt der Wechselstromkreis geschlos- sen, da das zweite Zeichenelement aus einem Strich bestehen soll. Um diese Kontakte zu überfahren, sind weitere drei Kurbel umdrehungen erforderlich, während derer 8 X 6 = 18 Wechselstromperioden aus gesandt werden.
Beim Erreichen des Kontak tes 2 wird der Wechselstromfluss. wieder un terbrochen, da auch die Taste T1, welche die zweite Pause kennnzeichnet, geöffnet isst. Beim Überstreichen des Kontaktes 1 wird der Stromkreis wiedergeschlossen, so daZ ein Punkt zur Aussendung kommt. Arm s ge langt beim Weiterkurbeln in die Ruhestel lung 0, an welche über die Leitung c der Wecker w des Kurbelinduktors angeschlossen ist.
Der Wecker ertönt daher und gibt so dem Bedienenden ein Zeichen, dass das durch die beschriebene Einstellung von<I>T1, T8, T4</I> und s bestimmte Rufzeichen abgetastet und i auss,gesundt ist.
In ,gleicher Weise laesen sich mit dieser Einrichtung alle .andern Zeichenkombinatio,- nen zwangsläufig richtig geben. Mit acht Tasten können alle Zeichenkombinationen mit maximal. vier Zeichenelementen .gegeben wer ,den. Ein Vorteil eines solchen Tastensatzes besteht darin, dass der Bedienende nur die Rufnummer der .gewünschten Stelle kennen muss.
Die entsprechende Zeichenkombination, i die viel schwerer zu behalten ist, braucht er dagegen nicht zu kennen.
Die Erfindung lässt ;sich :auch mit nur zwei Tasten einer Punkt- und einer Strich taste, verwirklichen. In diesem Fälle wird, um die Zeichenkombination zu kennnzeich- nen, in der Schalteinrichtung mittels der beiden Tasten eine Schaltscheibe oder der gleichen nach der additiven Arbeitsweise in eine bestimmte Winkelstellung gebracht.
Bei a die sem Verstellen der Schaltscheibe werden radial angeordnete Einstellglieder in einer der entsprechenden Weise beeinflusst. Als Einstellglieder können z. B.
be"Tegliche Stifte dienen, die zur Kennzeich nung einer bestimmten Zeichenkombination entweder aus der Bahn eines Abtastgliedes. herausgedrückt werden oder in ihrer Stellung verbleiben.
Das Abtastglied, das nach der Einstellung der Zeichenkombination durch den Kurbelinduktor in Gang ,gesetzt wird, tastet die Einstellung der Stifte ab und steuert so .die Übertragung des Wechsel- strom.es auf .die Leitung in einer dem Ruf zei.chen entsprechenden Weise. Nach dem Abtasten der Einstellung werden sämtliche Stifte in die Ausgangslage zurückgebracht.
Eine solche Ausführung des Erfindungs- gedankens nicht die Bezifferung des Rufzeichens. Vielmehr muss der Bedie nende das Mo@rse@zeichen der jeweils ge wünschten Stelle kennen. Die erste Ausfüh rung hat gegenüber der zweiten auch den Vorteil, dass im wesentlichen einfache, in der Fernmeldetechnik gebräuchliche Schalt elemente verwendet werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Rufeinrichtung an G.esellsch.aftsleitungen, mit Kurbelinduktor an den Abzweigstellen, gekennzeichnet :durch eine .dem Kurbelinduk tor (J) vargeschaltete .Schalteinrichtung (S'), ,die nach ihrer durch eine Sohaltmassnahme des Rufenden bewirkten,die auszusendende Zeichenkombination kennzeichnenden Ein stellung mittels eines durch .den beim Drehen des Kurbelinduktors entstehenden Wechsel strom gesteuerten Schaltgliedes (s) diese Ein stellung abtastet und dabei die Übertragung des Wechls.elstromes auf die gemeinsame Lei tung<I>(La,</I> Lb) in der-Weise, steuert, dass ,die Zeichenkombination unabhängig von .der Ge- schwindigkeit des Kurbeln,- zwangsläufig richtig ausgesandt wird, auch wenn die Zahl -der Kurb Jumdrehungen die der jeweiligen Zeichenkombination entspricht, überschritten wird. UNTERANSPRüCHE 1. Rufeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kennt lichmachung der Pausen der auszusendenden Zeichenkombination die Schalteinrichtung (S) mit Einstellgliedern' (TI-T8) ver sehen ist.2. Ruèinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, da.ss für die Einstellung ein Tastensatz (T1-T8) vorgesehen ist, dessen Tasten ent sprechend den Pausen der jeweilig auszusen denden Zeichenkombination betätigt zuwerden bestimmt sind, wobei .die betätigten Tasten dann ,die. Übertragung des Wechselstromes auf die Leitung<I>(La,</I> Lb) beim Abtasten der Zeichenkombination durch das Schaltglied (s) während der Pausen verhindern. 3.Rufeinrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tasten (T1-Z'8) mit dem einen Gliede des von ihnen gebildeten Ruhekontaktes an je einem Kontakt (2, 4, 6 ... 16) einer Koutaktbahn (Q), die von dem Schaltglied (s) abgetastet zu werden be stimmt ist, angeschlossen sind und mit dem andern Kontaktgliede an einer Ader<I>(La)</I> der gemeinsamen Leitung liegen. 4.Rufeinrichtung nach Patent.ansprueh und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge:- kennzeichnet, dass die Kontakte der Kontakt bahn abwechselnd direkt (Kontakte 1, 3, 5 ... 15) resp. über die Tasten (Kontakte 2, 4, 6 ... 16) mit der Ader<I>(La)</I> verbunden sind. 5.Rufeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Drehen des Kurbelinduktors (.J) entstehende Wech- selstrom von einem @Vechselstrommagneten (W) aufgenommen wird, der über ein Echap- pcment (e) die Rückführung des entsprechend der auszusendenden Zeichenkombination ein gestellten Schaltgliedes (.s) in die Ruhelage steuert. 6.Rufeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich- net, dass die Einstellung des (s) in die Stellung, von der aus die Abtastung der eingestellten Zeichenkombination beginnt, durch die Betätigung einer Spanntaste (Sp ) entgegen der Kraft einer Feder (f) erfolgt. 7.Rufeinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch bekennzeich- net, dass die Verzahnung des Schaltrades (t) des Echappements (e) der Übersetzung des Kurbelinduktors so angepasst ist, dass das Schaltglied (s) während einer Kurbel umdrehung einen Kontakt der Kontaktbahn (Q) überfährt. B.Rufeinrichtung nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass in der Ruhe stellung des Schaltgliedes (.s) ein 'Wechsel stromkreis über den Wecker<I>GO</I> des Kurbel induktors geschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH233995D CH233995A (de) | 1942-04-30 | 1943-03-15 | Rufeinrichtung an Gesellschaftsleitungen, mit Kurbelinduktor an den Abzweigstellen. |
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1943
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