CH231997A - Verfahren zur Herstellung einer antiseptischen Lösung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer antiseptischen Lösung.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer antiseptischen Lösung. Es sind bereits Präparate bekannt ge worden, welche freie Rhodanwasserstoffsäure enthalten und die zufolge der bakteriziden Eigenschaft dieser Säure antiseptisch wirken. Freie Rhodanwasserstoffsäurewurde nach den bisherigen Vorschlägen durch Umsetzen ihrer schwerlöslichen Schwermetallsalze mit Schwe felwasserstoff gewonnen, was einen verhält nismässig umständlichen Herstellungsprozess bedingt.
Die bekannten antiseptischen Präpa rate der besprochenen Art hatten den Nach teil, dass die in ihnen enthaltene freie Rhodan- wasserstoffsäure eine ätzende Wirkung auf die Haut ausübt.
Diesen Nachteil suchte man dadurch aus zuschalten, dass man lösliche Salze der Rhodan- wasserstoffsäure mit Leichtmetallen herstellte. Diese Lösungen weisen zwar eine leerabge setzte ätzende Wirkung auf, doch ist auch ihre bakterizide Eigenschaft gegenüber der freien Rhodanwasserstoffsäure sehr geschwächt.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung einer antiseptischen Lösung zum Zwecke, welche hinsichtlich ihrer bakteri- ziden Wirkung den bekannten Präparaten mit freier Rhodanwasserstoffsäure gleichkommt, die aber keine nachteilige Einwirkung auf die Haut ausübt.
Erfindungsgemäss wird die neue antiseptische Lösung in der Weise hergestellt, dass mineralsaurer Harnstoff, beispielsweise eine wässerige oder alkoholische Lösung des selben, mit einer alkoholischen Lösung eines Rhodansalzes, wie Rliodanammonium, ver- inischt wird, das mit Dl-ineralsäuren ein in Alkohol nicht oder nur schwer lösliches Salz bildet, worauf der bei der erfolgten Umsetzung entstandene Niederschlag von mineralsaurem Salz von der gebildeten,
in hohem Grade antiseptisch wirkenden Lösung von rhodan- wasserstoffsaurem Harnstoff abgetrennt wird. Versuche mit der nach dem neuen Verfahren gewonnenen Lösung von rhodanwasserstoff- saurem Harnstoff haben die hohe antiseptische Wirkung dieser Lösung bestätigt und gezeigt, dass dieselbe auf die Baut keine oder nahezu keine ätzende oder sonstige Reizwirkung aus übt. Die gewonnene Lösung eignet sich daher sehr für medizinische Anwendungen, um so mehr, als ihre Herstellung überaus einfach ist und geringe Kosten verursacht.
Die praktische Herstellung der neuen anti septischen Lösung kann beispielsweise wie folgt vorgenommen werden Man übergiesst 80 g Harnstoff mit 80 g Salzsäure 1,19 rein und fügt eine Lösung von 80 g Rhodanammonium in 400 cm:' 96o/oigem Alkohol bei. In diesem (xemiscli bildet sich ein Niederschlag von Salmiak, der nach 24 Stunden abgesaugt wird. Die verbleibende Lösung enthält rhodanwasser- stoffsauren Harnstoff.
Für die Verwendung der neuen Lösung in der Praxis ist es empfehlenswert, ihren Säuregehalt nicht zu hoch zu Beinessen. Zu hoher Säuregehalt stellt nämlich die Halt barkeit der Lösung in Frage und führt ge gebenenfalls zur Zersetzung und zur teil weisen Bildung von Cyanwasserstoff. Es empfiehlt sich daher, die Lösung mit einem DIetalloxyd abzustumpfen. Hierfür kommen vorzugsweise Zinkoxyd, Aluminiumoxyd und blagnesiumoxyd in Betracht.
Werden in dein oben angeführten Beispiel der Lösung von rhodanwasserstoffsaurem Harnstoff etwa 12 g Nagnesiumoxyd beigesetzt, so wird hierdurch die Gefahr einer Zersetzung der Lösung beine Lagern vermieden.
An Stelle von salzsaurem Harnstoff kön- nen auch andere mineralsaure Salze des Harn stoffes Verwendung finden, z. B. schwefel saurer oder phosphorsaurer Ilarnstoff, welche in wässeriger oder alkoholischer Lösung ange wendet werden können. An Stelle von Rhodan- animonium kommen zur Herstellung der neuen Lösung auch andere lösliche Rhodansalze in Betracht, sofern nur ihr basischer Anteil mit Mineralsäuren ein in Alkohol unlösliches oder schwer lösliches Salz bildet.
Als Beispiele für solche Rhodansalze seien Rhodankalium oder Rhodankalzium angeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer anti septischen Lösung, dadurch gekennzeichnet, daP mineralsaurer Harnstoff mit einer alko holischen Lösung eines Rhodansalzes v er inischt wird, das mit Mineralsäuren ein i Alkohol nicht oder nur schwer lösliches Salz bildet, worauf der bei der erfolgten Umsetzung entstandene Niederschlag von mineralsaurem Salz von der gebildeten, in hohem Grade antiseptisch wirkenden Lösung von rhodan- wasserstoffsaurein Harnstoff abgetrennt wird. UNTNRANSPRüCIlN: 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine wässerige Lösung von mineralsaurem Harnstoff mit der alkoholischen Lösung des Rhodansalzes ver mischt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine alkoholische Lösung von minerals;iurcin Harnatoff mit der zilkoliolischen Lösung des Rhodansalzes ver- inischt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gehennzciclniet, dal,; der mineralsaure Ilarnstoff finit einer alkoholischen Lösung von lthodananinioniuni vermischt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der gewonnenen antiseptischen Lösung zwecks Ilcrabsetzung ihrer Azidität ein 3letalloxyd zugesetzt wird.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalloxyd Zinkoxyd ist. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Untcranspi-cich 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalloxyd Aluniiniuinoxyd ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspi-ucli 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalloxyd 3lagnesiumoxyd ist.
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