Werkzeugmaschine, insbesondere Gewindeschleifmaschine. Bei Werkzeugmaschinen zur Herstellung genauer Gewinde, insbesondere Gewinde- schleifmaechinen, bei denen der Werk zeug- oder Werkstückschlitten in Abhängig keit von der Werkstückspindeldrehung ,durch eine Leitgewindespindel im. Arbeitsvor schub längsbewegt wird, ist es erwünscht, den Schlitten nach beenidigtem Arbeitsgang und nachdem das Werkzeug ausser Einsgriff mit dem Werkstück gebracht ist, im Eil rücklauf in die Ausgangsstellung zurück- zubringen, um die Totzeiten herabzusetzen.
Die Rücklaufgeschwindigkeit des Schlittens beträgt dabei ein Vielfaches der Arbeitsge- schwindigkeit. Hierbei erwärmt sich die Leitgewindespindel infolge der stärkeren Reibung in der Gewindemutter und erfährt eine entsprechende Dehnung. Diese überträgt sich beim Arbeitsgang als Steigungsunge nauigkeit auf das Werkstück, was, insbeson dere bei grosser Werkstücklänge, nicht trag bar ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Erwärmnung der Leit- gewindespindel während,des schnellen Rück laufes des Schlittens zu vermeiden.
Eine Lösung wäre, die Leitspindelmutter als halbe Mutter oder wie bei Drehbänken als Mutterschloss auszubilden und beim Rücklauf des Schlittens auszuheben. Diese Ausbildung bedingt aber, dass des Wieder einsetzen der Leitspindelmutter in einer ganz bestimmten Stellung von Leitspindelmutter zu Leitspindel erfolgt, und zwar in der Stel lung, in der die Gewindemutter wieder in die Leitspindel passt.
Dies ist nur mit um ständlichen Mitteln zu lösen. Ferner ist es nicht vorteilhaft, .die Leitspindelmutter we gen der erforderlichen Abhebebewegung von der Leitspindel in senkrechter Richtung be weglich zu machen; vielmehr ist bei Genauig- keits-Werkzeugmaschinen zur Herstellung von Gewinde eine starre Lagerung der Leit- spindelmutter erforderlich.
Die Erfindung betrifft eine Werkzeug- maschine mit sich drehender Werkatückspin- del, insbesondere Gewindeschleifmaschine, bei der der Werkzeug- oder der Werkstück- -sehlitten in Abhängigkeit voll der Werk stückspindeldrehung durch eine Leitgewinde- spindel im Arbeitsvorschub längsbewegt wird und ist dadurch gekennzeichnet, dass für den Eilrücklauf des Schlittens ein in Abhängigkeit von der Werkstückspindeldre hung betätigtes,
während des Arbeitsganges unwirksames Eilrücklaufgetriebe vorhanden ist und dass künstliches Spiel vorgesehen ist. das zu dem Flankenspiel, mit dem die Leit- gewindespindel in die Gewindemutter ein- 1. r ift, derart abgestimmt ist, dass bei Um schaltung auf Eilrücklauf das Eilrücklauf- getriebe in Tätigkeit tritt, bevor die Leitge- windespindel das Flankenspiel in ihrer Ge windemutter überwunden hat,
so dass die Leitgewindespindel sich während des Eil- rücklaufes ohne Flankenberührung in ihrer Gewindemutter dreht.
Auf diese Art gelingt es, die für die Steigungsgenauigkeit des Werkstückes mass gebliche Leitgewindespindel vor schädlicher Erwärmung zu bewahren.
Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Es zeigen: Fig. 1 das Schema des Antriebes für den Werkstückschlitten einer Gewindeschleifma schine, Fig. 2 den Eingriff der Leitgewindespin- del in die Gewindemutter beim Arbeitsgang, Fig. 3 den Eingriff der Leitgewindespin- del in :die Gewindemutter beim Eilrücklauf, Fig. 4 eine Draufsicht nach Schnittlinie I-I der Fig. 1, Fig. 5 eine Abwandlung des Getriebes nach Fig. 1, Fig. 6 ein anderes Ausführungsbeispiel.
Fig. 7 die Eingriffsverhältnisse des Bei spiels nach Fig. 6 beim Arbeitsgang, Fig. 8 die Eingriffsverhältnisse beim Eil- rücklauf, Fig. 9 eine dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 entsprechende Ausführungsform mit einer Stelleinrichtung, die beim Wech sel der Schleifrichtung des Arbeitsschlittens gebraucht wird, Fig. 10 eine Draufsicht der Stelleinrich tung nach Fig. 9, Fig. 1.1-14 die Eingriffsverhältnisse der beiden Schraubenspindelgetriebe bei ent gegengesetzten Arbeitsrichtungen, Fig. 15 ein Stromlaufbild der Schaltein richtung für -den Elektromotor zum Antrieb der Werkstückspindel.
Aus dem Stromlauf bild ist die Anordnung der Schaltkontakte eines von der Stelleinrichtung gemäss Fig. 9 und 10 aus betätigten elektrischen Schalters zu entnehmen.
Bei der in Fig. 1-3 dargestellten Ge windeschleifmaschine, die für grosse Schleif längen gedieht ist, führt der Werkstück schl.itten 1 die in Längsrichtung erfolgende Vorschubbewegung gegenüber der 'Schleif- seheibe S auf dem Maschinenbett 2 aus,. Die Werkstückspindel 3 ist in dem auf dem Schlitten 1. aufgebauten Werkstückspindel kasten 4 gelagert. Der Antrieb der Werk; - stückspindel erfolgt von einem durch einen Elektromotor betriebenen Geschwindigkeits wechselgetriebe 5 aus.
Beim Schleifgang geht der Antrieb über die Welle 6 und die Schnecke 7 auf das Schneckenrad 8, das mittels der längsverschiebbaren Kupplungs muffe 9 mit der Welle 10 kuppelbar ist. Auf der Welle 10 ist die Schnecke 11 be festigt, die das auf der Werkstückspindel 3 sitzende Schneckenrad 12 antreibt. Beim Eil rücklauf geht der Antrieb von der Welle 6 über das Zahnrad 1:3, das Zwischenrad 14, auf das Zahnrad 1.5 auf der Welle 16. Diese trägt am andern Ende das Kegelrad 17, das mit dem Kegelrad 1.8 auf der Welle 1,0 kämmt.
Die Kupplungsmuffe 9 kuppelt beim Eilrücklauf das Kegelrad 18 mit der Welle 10, so dass unter Umgehung des Schnecken getriebes 7, 8 die Werkstückspindel 3 um ein Vielfaches schneller umläuft als beim Ar beitsgang.
Auf der Werkstüekspindel 3 sitzt das Zahnrad 19, das mit dem Zahnrad 20 auf der Welle 21. kämmt. Auf dem andern Ende der Welle 21 sitzt ,das Wechselrad 22, das über die Wechselräder 23, 24, 25 die im Schlitten 1 gelagerte Leitgewindespindel 26 antreibt. Diese steht mit der auf dem Maschi nenbett befestigten Gewindemutter 27 in Eingriff.
Auf der Leitgewindespindel 26 sitzt lose drehbeweglich das Zahnrad 28, dessen Nabe 28' eine rechteckige Ausneh- mung 29 besitzt, in die der Zahn 30 einer auf !dem Schaft der Spindel 26 befestigten Kupplungsmuffe 31 mit einem Flankenspiel y eingreift. Die Teile 28', 31 bilden die in den Antrieb des Eilrücklaufgetriebes ge schaltete Klauenkupplung, deren Zähne das künstliche 'Spiel y haben.
Das Zahnrad 28 treibt über das Zwischenrad 32 das Zahnrad 33 auf der Welle 34 an, die am andern Ende das Schraubenrad 35 trägt. Dieses kämmt mit dem Schraubenrad 36 auf der Welle 37, die ebenfalls im Schlitten 1 gelagert ist. Auf der Welle 37 sitzt das Zahnritzel 38, das mit einer am Maschinenbett 2 befestig ten Zahnstange 39 kämmt.
Das Zahnritzel 38 besitzt eine Freilaufkupplung 40, über die es mit der Welle 37 gekuppelt äst. Das Übersetzungsverhältnis des ;Schraubenrad- paa.res 35, 36 entspricht dem Übersetzungs- verhältnis zwischen der Gewindesteigung der Spindel 26 und dem Zahnritzel 38.
Durch die Ableitung .des Antriebes für Idas Zahn ritzel des aus Zahnritzel 38 und Zahnstange 39 bestehenden Eilrücklaufgetriebes. von der Leitgewindespindel aus besteht, wie ersicht lich, ein festes Übersetzungsverhältnis, das, unabhängig von den jeweilig aufgesteckten Wechselrädern für die Leitgewindespindel ist. Andernfalls müsste .bei unmittelbar von der Werkstückspindel aus angetriebenem Eilrücklaufgetriebe jedesmal bei Änderung der Gewindesteigung ein zweiter Wechsel rädersatz für das Rücklaufgetriebe aufge steckt werden.
Beim Schleifgang ist, wie in Fig. 1 dar gestellt, das Schneckengetriebe 7, 8 einge rückt und das Schraubenspindelgetriebe 26, ?7 bewegt,den -Schlitten 1 in einem der Ge windesteigung des Werkstückes Wentspre- chenden Vorschub in Abhängigkeit von der Werkstückspindeldrehung an der Schleif scheibe 8 vorbei. Die linke Gewindeflanke der Leitgewindespindel 26 stützt sich dabei auf der rechten Flanke des Gewindes der Mutter 2.7 ab. Zwischen der rechten Leitge- windespindelflanke und der linken Mutter flanke ist absichtlich ein beträchtliches Flan kenspiel vom Betrag 2x (vergl.
Fe. 2) vor gesehen. Das Zahnritzel 38 rollt beim Schleifgang infolge der Freilaufkupplung 40 leer auf,der Zahnstange 39 ab. Das Eilrück- laufgetriebe wird, wie ersichtlich, in Ab hängigkeit von der Werkstückspindeldrehung betätigt und ist während des Arbeitsganges unwirksam.
Wird durch die Muffe 9 das Kegelrad 1!8 im Werkstückspindelantrieb eingekuppelt, so dreht sich die Werkstückspindel .3, und damit die Leitgewindespindel 26 in entgegengesetz ter Richtung im Eilgang. Da bei Bewe gungsumkehr die Einzahnkupplung M', 31. das künstliche Spiel y sowie das !Spiel in den Zahnrädern 28, 32, 313, 35, 3!6, 3,8, welche Spiele zusammengenommen kleiner als das Flankenspiel des Schraubenspindelgetriebes 26, 27 sind, zu überwinden hat, so tritt, bevor das Flankenspiel 2x des Schrauben spindelgetriebes 2'6, 27 überwunden ist, das Eilrücklaufgetriebe 38, 39 in Tätigkeit.
Während der :Schlitten 1 im Eilrücklauf durch das Zahnstangengetriebe 38, 39 zurückbewegt wird, dreht sich also,die Leit- gewindespindel 2,6 leer, d. h. ohne Flanken berührung in der Gewindemutter 2,7. Diese Stellung ist in Fig. 3,gezeigt, wobei ,die an geführten Spiele zusammen gleich dem Spiel x sind.
Beim schnellen Rücklauf des Schlittens 1 erfährt daher die Leitgewinde- spindel 2'6 keinerlei Erwärmung und jeder Schleifgang wird mit dergleichen Vorschub genauigkeit durchgeführt.
Es ist auch möglich, die Einzahnkupp lung 28', 31 fortzulassen und dafür das Spiel in der Zahnradübertragung 28, 3,2, 33, 35, 36 künstlich so zu bemessen, dass bei Umschaltung auf Eilrücklauf das Zahnstan gengetriebe 38, 39 in Tätigkeit tritt, bevor das Flankenspiel 2x im, Schraubenspindel- ;getrIebe 26,<B>27</B> überwunden isst, so daB sich die Leitgewindespindel 2,6 während des Rüoklaufes ohne Flankenberührung in der Spindelmutter 27 dreht.
Hier ist also künst liches Spiel in den Antriebsrädern für das Eilrücklaufgetriebe vorgesehen.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 ist die Frei- laufkupp:l:ung 40 im Zahnritzel 38 fortge lassen und an ihrer Stelle die Einzahnkupp lung 31', 31 mit Zahn 31l vorgesehen. Das Flankenspiel y der Einzahnkupplung erlaubt den Leerlauf des Zahnritzels 3:8 auf der Zahnstange 39 während .des Schleifganges, da beim Umschalten vom Rücklauf auf den Schleifgang die Gewindeflanken des Leit- spindelgetriebes 26, ?7 ein Spiel zu überwin den haben, welches kleiner ist als das Flan kenspiel y der Einzahnkupplung.
Die Leit- spindel 2'6 treibt dann den Schlitten 1 im Schleifgang, währenddessen das im .Schlitten 1 gelagerte Zahnritzel 38 nicht treibend ist, da die Einzahnkupplung 31', 31 die in Fig. 5 gezeichnete Stellung einnimmt. In dieser Stellung befindet sich der Zahn 30 nicht in treibender Berührung mit dem Zahnritzel 38.
An Stelle des aus Zahnritzel 38 und Zahnstange 3'9 bestehenden Eilrücklaufge- triebes kann auch ein Schraubenspindelg e- triebe als Eilrücklaufgetriebe verwendet werden. Eine solche Ausführung ist in Fig. 6 dargestellt. Neben der Leitgewindespindel 26 für den Arbeitsvorschub ist .im Schlitten 1 eine zweite Schraubenspindel 41 gelagert. Sie steht gleichfalls mit einem Flankenspiel 2x mit der am Maschinenbett 2 befestigten Ge windemutter 42 in Eingriff. Die Teile 41, 42 bilden hier das Eilrücklaufgetriebe.
Sie wird von dem Zahnrad 2'8 auf der Leitspin- del 26 über :das Zwischenrad 43 und das Zahnrad 44 angetrieben. Die Zahnräder 28. 44 haben ein Übersetzungsverhältnis von 1:1. Die Gewindespindeln 26, 41 haben daher die gleiche Gewindesteigung und wegen des Zwischenrades 43 gleichen :Steigungssinn. Je nach den baulichen Verhältnissen kann man auch das Zwischenrad 43 fortlassen und die Zahnräder 28, 44 unmittelbar in Ein griff bringen.
Der Steigungssinn der beiden Gewindespindeln muss dann entgegengesetzt gerichtet sein. Das Zahnrad 28 sitzt lose auf der Spindel 26 und wird durch :die Einzahn kupplung 28', 31 mit dem Flankenspiel y in Umdrehung versetzt. Es kommt dann die <B>0 0-</B> c gleiche Wirkung zustande wie bei den Bei spielen nach Fig. 1--J5.
Beim Schleifgang stützt sieh die linke Flanke der Leitgewinde- spindel 26 auf der rechten Flanke der Ge windemutter 27 ab, während sich die Schrau- benspindel 41. ohne Flankenberührung in der Gewindemutter 42 dreht. Dies ist in Fig. 7 dargestellt. Beim Eilrücklauf dreht sich da gegen die Leitgewindespindel 26 frei in der Gewindemutter 27, während die Schrauben spindel 41 in Flankenberührung mit der Mutter 42 gelangt und den Schlitten im Eil gang rückwärts bewegt.
Die Eingriffsver hältnisse beider Spindeln während. des Eil- rücklaufas sind in Fig. 8 dargestellt. Es ist ersichtlich, dass eine Erwärmung der für :die Genauigkeit der Gewindesteigung am Werk stück massgeblichen Leitgewindespindel 2'6 -während des Rücklaufes nicht eintritt. An Stelle der Einzahnkupplung 28', 31 kann man das Zahnspiel in den Antriebsrädern 28, 43, 44 so bemessen, dass die in Fig. 7 und 8 dargestellten Eingriffsverhältnisse zustande kommen.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 kann die Einzahnkupplung '2i8', 31, deren Spiel y unter Berücksichtigung des Flanken spiels im Schraubenspindelgetriebe 41, 42 be messen ist, auch fortgelassen und das Zahn rad 28 fest mit der Leitspindel 26 gekuppelt werden. Ist nämlich das Flankenspiel :des Schraubenspindelgetriebes 41, 42 z.
B. gleich dem Flankenspiel des Schraubenspindelge triebes 2:6, 27, so werden bei Bewegungs umkehr am Ende :des Schleifganges zuerst die Flanken der Eilrücklaufspindel 41 zur Anlage in der Mutter 42 kommen, da sie aus der Leerlaufstellung heraus ein kleineres Flankenspiel zu überwinden haben als die Flanken der Leitspindel 26 in der Mutter 2:7, :
die das gesamte Flankenspiel zu über winden huben würden. Anderseits wird bei Bewegungsumkehr am Ende des Rücklaufes zuerst die Leitspindel 26 in der Mutter 27 zur Flankenanlage gelangen, während die Spindel 41 in die Leerlaufstellung wandert.
Soll die Arbeitsrichtung gewechselt wer den, so muss .die Antriebsverbindung zwi schen dem Leitspindelgetriebe und dem Eil- rüeklaufgetriebe gelöst und die Leitspindel oder die Rücklaufgetriebeteile so viel gedreht werden, bis die entgegengesetzten Gewinde flanken der Getriebeteils zur wirksamen An lage in ihrem Gegenstück ,gelangen. Um den Wechsel der Arbeitsrichtung des Schlittens 1 durch einen einfachen Handgriff vornehmen zu können, wird daher beiden Ausführungs formen nach Fig.
1-5 entweder die Ge windemutter 27 oder die Zahnstange 39- und bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ent weder die Gewindemutter 27 oder die Ge- windemutter 42 um den Betrag des gesam ten Flankenspiels 2x des Schraubenspindel getriebes axial verschiebbar angeordnet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 und 10 ist das Eilrücklaufgetriebe ein Schrau benspindelgetriebe. Bei dem in Fig. 9 und 10 dargestellten Beispiel sind die Mütter 27 der Leitgewindespindel 2-6 sowie die Mutter 42,der Schraubenspindel 41 für den Eilrück lauf übereinander in einem am Maschinen bett befestigten Gehäuse 45 gelagert. Die Spindel 41 wird von der Spindel 26 aus über die Zahnräder 28 und 44 angetrieben. Die .Spindel 41 hat daher den entgegen gesetzten Steigungssinn wie,die Spindel 26.
Beispielsweise hat die Spindel 26 Rechtsge- winde und die Spindel 41 Linksgewinde. Die Gewindemutter 27 ist ,drehbeweglich, jedoch gegen Längsverschiebung gesichert in dem Gehäuse 45 .gelagert, während die Gewinde- mutter 42 drehbeweglich und längsver schiebbar im Gehäuse 45 ,gelagert ist.
Auf dem Aussenumfang der Gewindemutter 2 7 ist eine Schneckenradverzahnung 46 ange bracht, mit der eine Schnecke 47 in Ein griff steht. Die Schnecke 47 steht ferner mit einem schrägverzahnten Rad. 48 auf der 'Ge windemutter 42 in Eingriff. Das Rad 46 und Rad 48 .haben gleiche Teilkreisdurchmesser und gleiche Zähnezahlen. Die Schnecke 47 kann durch ein am Bedienungsstand ange ordnetes Handrad (nicht dargestellt) .gedreht erden.
Diese Einrichtung ,gestattet geringe Längsbewegungen des Schleifschlittens 1 und wird dazu benutzt, um das Schleifwerk zeug in einen vorgearbeiteten Gewindegang am Werkstück einzuführen. Um hierbei den Betrag der Verschiebebewegungen ödes !Schlit tens auf ein Anzeigegerät zu übertragen, ist eine Hilfsgewindemutter 49 vorgesehen, die an dem Deckel 50 des Gehäuses 45 so .ge lagert ist, dass sie gegen Drehung gesichert ist, jedoch eine geringe Längsverschiebung ausführen kann.
Gegen die Stirnfläche der Hilfsgewindemutter 49 legt sich ein; Hebel 51 .an, der die Axialbewegung der Mutter 49 auf eine Messuhr oder dergl., die am Bedie nungsstand angeordnet ist, überträgt. Diese Einrichtung wird nicht näher beschrieben, da sie mit der vorliegenden Erfindung nichts zu tun hat.
Auf der Gewindemutter 42 isst eine Schaltmuffe 52 angeordnet, in die ein Ex zenter 53 (in Fig. 9 strichpunktiert gezeich net) eingreift. Das Exzenter sitzt auf einer Welle 54, die an -der vordern Wand des Ma- schinenbettes gelagert ist. Es wird durch einen Handgriff ä5 bedient. Auf der Exzen terwelle 54 sitzt ein Kegelrad 56, das mit einem Kegelrad 57 kämmt, das mit der Kontaktwalze eines elektrischen Sehalters 58 ,gekuppelt ist.
Die Wirkungsweise der Ausführungs form nach Fig. 9 und 10 ist .in den Fig. 11 bis 14 dargestellt. Beispielsweise habe dac Flankenspiel der Leitspindel 2!6 in der Ge windemutter 27 die Grösse 2x. Die Eilrück- laufspin.del 41 stehe mit demselben, künst lichen Flankenspiel mit ihrer Gewindemut- ter 42 in Eingriff.
Gemäss Fig. 11 geht der Schleifgang vom Bedienungsstand aus. ge sehen von links nach rechts. Dabei stützen sich die linken Flanken der Leitspindel 26 auf den rechten Flanken der Gewindemutter 27 ab. Die Eilrücklaufspindel 41 ist ohne Flankenberührung mit den Flanken der Mutter 42.
Es ist bei derselben auf beiden Seiten ein Flankenspiel x vorhanden. Die Gewindemutter 42 ist in axialer Richtung durch das Exzenter 53 festgelegt, das sich in -der gezeichneten :Stellung befindet. Der Hebel 55 legt sich in dieser Stellung gegen einen Anschlag 60 an. Der Hub des Exzen ters 53 ist gleich dem grössten Flankenspiel des Eilrücklaufgetriebes, in diesem Fall gleich 2x.
Wird am Ende des Schleifganges mechanisch oder elektrisch die Drehbewegung der beiden Schraubenspindelgetriebe gewech selt und der Eilgang geschaltet, so gelangt die Rücklaufspindel 41 zuerst. in Flanken berührung mit der Mutter 42 und treibt den Schlitten 1 im Eilgang, die Leitspindel 26 ist in die Leerlaufstellung gewandert, d. h. -sie dreht ,ich während des Rücklaufes des Schlittens 1 ohne Flankenberührung; in der Mutter 27. Fig. 12 zeigt die Eingriffsver- hältnisse beim Rücklauf. Wird am Ende des Rücklaufes wieder auf Schleifgang geschal tet, so kommen wieder die Eingriffsverhält nisse nach Fig. 11 zustande.
Die Schleifrichtung ist dadurch be stimmt, ob von der Reitstockseite oder von der Werkstückspindelstockseite aus mit dem Schleifen .des Werkstückes begonnen wird. Bei ein und demselben Werkstück wird bei allen Schleifhüben die gleiche Schleifrich tung eingehalten.
Soll beim Schleifen eines andersartigen Werkstückes die Schleifrich- tung gewechselt werden, beispielsweise am Ende des Rücklaufes unter Zugrundelegung der Eingriffsverhältnisse nach Fig. 1'2, so wird das Exzenter 53 vom Anschlag 60 hin weg um 180 geschwenkt, so dass der Hebel 55 gegen den Anschlag 59 anliegt.
Durch das Schwenken des Exzenters 53 verschiebt sich die Gewindemutter 42 um den Betrag 2x nach rechts, so dass .die rechten Flanken der Gewindemutter 42 mit den linken Flanken der Rücklaufspindel 41 in Berührung gelan gen, während die Leitgewindespindel 26 in der Mitte zwischen den Flanken der Mutter 27 stehen bleibt. Wird nun der Antrieb ein geschaltet, um den Schlitten im Schleifgang nach links zu bewegen, so kommt zuerst die Leitgewindespindel 2!6, da sie .das kleinere Flankenspiel zu überwinden hat, mit ihrer Mutter 27 zur Anlage, während die Rück- Laufspindel 41 in die Leerlaufstellung wan dert. Dies ist in Fig. 1.3 veranschaulicht.
Wird am Ende des Schleifgang es auf Eil- rücklauf geschaltet, so kommt zuerst die Rücklaufspindel 41, da sie das kleinere Flan kenspiel zu überwinden hat, zur Flanken anlage mit der Mutter 42 und treibt den Schlitten 1 im Eilrücklauf in die Ausgangs stellung zurück; während des Rücklaufes dreht ,sieh die Spindel 26 leer in der Mutter <B>27.</B> Die Eingriffsverhältnisse gehen aus Fig. 11 hervor. Um den Wechsel der Schleif richtung vorzunehmen, ist also nur ein ein faches Umlegen des Hebels 55 erforderlich.
Das Exzenter kann auch umgelegt werden, wenn sich die 'Spindel 41 in Leerlaufstel lung (siehe Fig. 11) befindet. Dann wird nach dem Verschieben der Mutter 42 um das halbe Flankenspiel, der Schlitten 1 über die Spindel 41 um das restliche Flankenspiel axial verschoben, so dass die Spindel 26 ausser Flankenberührung mit der Mutter 27 ge langt.
Die Längsverschiebung der Gewinde mutter -12 in ihrer Lagerstelle im Gehäuse 45 wird durch das Zahnrad t8 nicht behin dert., da. dieses mit einer Schrägverzahnung ausgeführt ist, deren Steigungswinkel dem Steigungswinkel der Schnecke 47 entspricht. Die dabei auftretende geringe Drehung der Mutter 42 ist praktisch unbeachtlich.
In Abänderung des beschriebenen Bei spiels könnten auch beide Gewindemuttern 2 7 und 4'2 zugleich in entgegengesetzten Richtungen um den Betrag des halben gröss ten Flankenspiels axial verschoben werden. Es ist jedoch einfacher, nur eine Gewinde mutter axial verschiehbar anzuordnen, und zwar zweckmässig die Gewindemutter der Rücklaufspindel, da für die Leitspindelmut- ter eine unverrückbare Axiallagerung am vorteilhaftesten ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.11 bis 14 ist das Flankenspiel des Schrauben spindelgetriebes für den Eilrücklauf gleich dem Flankenspiel 2x des Leitspindelgetrie- bes. Das Flankenspiel des Eilrücklaufgetrie- bes 41, 42 könnte aber auch kleiner als das zweifache Flankenspiel des Leitspindelge- triebes 26, 27 gewählt werden. Keinesfalls jedoch darf es kleiner sein als das einfache Flankenspiel des Leitspindelgetriebes, da sonst die beabsichtigte Wirkungsweise aus bliebe.
Wie bereits erwähnt, wird beim Umlegen des Exzenters 53 der Schalter 5:8 betätigt. Der Schalter 58 vertauscht die Schaltschütze für den Rechts- und Linkslauf des Elektro motors zum Antrieb der Werkstückspindel entsprechend der gewählten Arbeitsrichtung. Die Wirkungsweise des Schalters 58 ist aus dem Stromlaufbild nach Fig. 15 zu entneh men. In dem Stromlaufbild ist A der Druck knopf zum Ausschalten des Werkstückspin delantriebsmotors. Der Druckknopf Ei dient zum Einschalten des Motors beim Schleif gang und der Druckknopf E2 zum Einschal ten des Motors beim Rücklauf.
Der Hub des Schlittens 1 wird durch die Wegbegren zungsschalter W1, W2 und T1, T2 begrenzt. Die Schalter W1 und W2 werden, durch An schläge 61 und 62 betätigt, die auf einer Steuerscheibe 63 angeordnet sind. Die Steuer scheibe 63 wird in Abhängigkeit von der Werkstückspindel gedreht. Die Schalter T1 und T2 werden durch Anschläge 64, 6,5 am Schlitten 1 betätigt. Durch die Schaltkon takte 66, 67,,68, 69 können,die Schalter W1 bezw. W2 mit den Schaltern T1 und T2 par allel oder hintereinandergeschaltet werden. Bei Parallelschaltung befinden sich die Schaltkontakte 66 bis -69 in .der voll gezeich neten Stellung, bei Hintereinanderschaltung in der gestrichelten Stellung.
Bei Parallel schaltung steht der Werkstückmotor erst still, wenn beide Schalter W1 und T1 geöff net sind. Bei Hintereinanderschaltung arbei tet der Sehalter W1 bezw. W2 allein. Die Schaltkontakte 70, 71, 72-, 73, gehören zum Schalter 58. Sie dienen dazu, die Schalt schütze 75 und 76 wechselweise dem Ein- schaltd.ruckknopf Ei bezw. E2 zuzuordnen.
Die Schaltkontakte 77, 78 befinden sich in einem besonderen .Schalter und werden in die Stellung "Linksgewinde" und "Rechts- gewinde" geschaltet. In der voll gezeichne ten Stellung der Schallkontakte 70-73 ist das Schaltschütz 75 beim Arbeitsgang und das Schaltschütz 76 beim Rücklauf des Schlittens wirksam.
Dadurch, dass mit dem Exzenter 53 zum axialen Verschieben der Gewindemutter 42: zugleich der elektrische Umschalter 58 betätigt wird, kann es nie vorkommen, dass das Vertauschen. der Schalt schütze für den Rechts- und Linkslauf des Motors beim Wechsel der Arbeitsrichtung unterlassen wird.
Die Ausführungsbeispiele nach Fig. 6-.8 und 9-14 haben nichts mit ;den Doppel schraubengetrieben zu tun, die unter der Be zeichnung "Schleppspindelgetriebe" bekannt sind. Bei dem Schleppspindelgetriebe sind die beiden Schraubenspindeln über eine Rutschkupplung verbunden und dienen zum gemeinsamen Antrieb des Schlittens. Mit einem solchen Getriebe wird eine weitgehende Entlastung der einen Spindel bezweckt, für die deshalb die Bezeichnung "Messspindel" üblich ist.
Die Messspindel wirkt dabei in der Weise, dass sie immer nur so weit ein Vorwärtsbewegen des Schlittens erlaubt, als das Spiel der entgegengesetzten Gewinde flanken .ausmacht, worauf :dann wieder die Rutschkupplung in Tätigkeit tritt, so dass die Bewegung des Schlittens ohne grössere Beanspruchung der Messspindel vor sich geht. Zum Unterschied von den Beispielen Fig. 6-8 und 9-14 sind beim Schleppspin delgetriebe beide Gewindespindeln während .der Vor- und Rücklaufbewegung des Schlit tens in Flankenberührung mit der zugehöri gen Gewindemutter.