CH218698A - Verfahren zur Wärmebehandlung von Leichtmetallen und ihren Legierungen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Wärmebehandlung von Leichtmetallen und ihren Legierungen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Wärmebehandlung yon Leichtmetallen und ihren Legierungen und Vorrichtung zur Durchfährung dieses Verfahrens. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Wärmebehandlung von Leicht metallen und ihren Legierungen durch Er hitzen in Schmelzbädern, die mindestens ein Saleiner anorganischen, Stickstoff und Sauerstoff enthaltenden Säure enthalten, insbesondere in nitrat- und/oder nitrithalti- gen Schmelzbädern, bei Temperaturen zWi- schen 300 und<B>550'</B> C, das dadurch gekenn zeichnet ist, dass man die Erhitzung in Rad behältern vornimmt, die mindestens Ober flächlich aus; chromhaltigem Stahl bestehen. Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur- Durchführung des Verfah rens, die -dadurch gekennzeichnet ist, dass der Radbehälter mindestens oberflächlich aus chromhaltigem Stahl besteht.. Es ist bekannt, die Wärmebehandlung von Leichtmetallen oder deren Legierungen in nitrat- und/oder nitrithaltigen Schmelz bädern bei Temperaturen zwischen 300 und <B>550'</B> C durchzuführen. Man verwendete bei der Durchführung dieser Verfahren Bad behälter, zum Beispiel Wannen, die aus Eisen bestanden und in der Regel je nach Bedarf eine Wandstärke von 12 bis 30 mm aufwiesen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei Durch führung des Härteverfahrens in diesen Rad behältern im Laufe der Zeit eine Abgabe von Eisen an das Bad erfolgte, die so erheb liche Ausmasse annehmen konnte, dass in den Bädern für Leichtmetallwärm,ebehandlung eine heftige, häufig explosionsartige Reak tion zwischen dem abgegebenen Eisen und dem Salpeter der Schmelze stattfand. Die Anmelderin hat festgestellt, dass diese Reaktion nicht nur, wie man ursprünglich annahm, bei Überschreitung der Höchst temperaturen, demnach etwa in Temperatur bereichen ab<B>650'</B> C -eintreten, sondern dass sie bereits bei normalen Betriebstemperaturen, das heisst bei 300 bis 550 C erfolgen kann. Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, dass man Verfahren der vorstehend genannten Art ohne besondere Vorsichtsmassnahmen durchführen kann, ohne genötigt zu sein, auf die Verwendung eisenhaltiger -\Verkstoffe für die Behälter zu verzichten, und zwar aus folgenden Gründen: Wie an Hand eingehender Versuche fest gestellt werden konnte, geben Chromstähle aller Art, zum Beispiel Chrom-Nickel-, Chrom-Aluminium- oder Silizium-Chrom- Aluminium-Stähle Eisen an derartige Bäder nicht ab. Infolge dieser Eigenschaft sind diese. Stähle in überragender Weise für die Her stellung aller Badteile für nitrat- und/oder nittZtbaltige Schmelzbäder geeignet, da mangels Eisenabgabe mit unbedingter Si cherheit jegliche Reaktion mit dem Salpeter der Schmelze unmöglich wird und somit jede Explosionsgefahr von vornherein ausgeschal tet ist. Im einzelnen können die Behälter selbst aus den genannten Legierungen gefertigt sein. Die Badteile, insbesondere die Wanne, können aber auch mit Auskleidungen oder Einsätzen aus derartigen Chromstählen ver sehen werden. Weiterhin können die für die Beheizung in Betracht kommenden Badteile, wie Tauchheizkörper, Schutzbleche, Chargier gestelle oder dergleichen gänzlich aus diesen Legierungen gefertigt sein oder entsprechende lCberzüge oder Auskleidungen erhalten. Es hat sich gezeigt. dass unter Berück sichtigung der hervorragenden mechanischen und strukturellen Eigenschaften dieser Stahl legierungen die Wandstärke der Badbehälter erheblich reduziert werden kann, ohne dass die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit des Materials leidet. Es wurde im Zusam menhang damit insbesondere festgestellt, dass bereits die ungewöhnlich dünne Wandstärke von ca. 2 mm völlig ausreichend ist und die gleich guten Betriebseigenschaften wie eine Wanne mit bisher üblicher Wandstärke von ca. 15 mm aufweist, wenn sie dicht anliegend in eine keramische Umkleidung eingesetzt wird. Die Wanne erfüllt bei dieser Anord nung die Bedingung des Dichtseins, während die mechanischen Beanspruchungen, die zum Beispiel beim Einetzen des Beschickungs gutes auftreten, von der eng anliegenden Ummauerung aufgenommen werden. Die Ofenwannen können mit Wärmedehnungs- falten und Versteifungen ausgestattet wer den, damit bei einem "Arbeiten" des Wan nenmaterials bei den Betriebstemperaturen keine Verbeulungen der Wannen auftreten können. sondern die Ausdehnungsunterschiede von diesen Falten aufgenommen werden. Die aus den genannten Chromstählen hergestellten, ca. 2 mm starken. in eine ke ramische Ummauerung eng eingesetzten Wannen haben auf Grund ihrer technologi schen Eigenschaften eine so ausgezeichnete Bewährung gezeigt, dass sie einer Eisen wanne der üblichen Wandstärke von 15 mm bezüglich Betriebsdauer und Betriebssicher heit bei den Vergleichsversuchen und im Be trieb ausserordentlich überlegen Raren. Diese Anordnung bietet den erheblichen Vorteil, die qualitativ hochwertigen und teuren Chromstähle in wirtschaftlich trag barer Weise der Verwendung in den vorer wähnten Schmelzbädern zuzuführen, so dass der höhere Preis durch Materialeinsparung bis zu 90 \%o (statt bisher 12 bis 30 mm -\Vand- stärke jetzt nur noch ca. 2 mm) weitgehend ausgeglichen werden kann. In der beigefügten Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt, bedeutet a die aus Chromstahl oder Chromlegierungsatahl bestehende Wanne mit der extrem geringen Wandstärke von ea. 2 mm, b die Aus mauerung, die gegen die äussern Wannen wände in allen Teilen eng anliegt und die mechanischen Beanspruchungen, zum Bei spiel Drücke, Stösse und dergleichen, auf nimmt, c das aus Eisen, Blechen und Profilen zusammengesetzte Ofengestell.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Wärmebehandlung von Leichtmetallen und ihren Legierungen durch Erhitzen in Schmelzbädern, die mindestens ein Salz einer anorganischen, Stickstoff und Sauerstoff enthaltenden Säure enthalten, bei Temperaturen zwischen 300 und 550 C, da durch gekennzeichnet, dass man die Erhit zung in Badbehältern vornimmt, die minde stens oberflächlich aus chromhaltigem Stahl bestehen. II. Vorrichtung zur Durchführung des. Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Badbehälter minde stens oberflächlich aus chromhaltigem Stahl besteht.UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass nicht nur die Wände des Behälters, sondern sämtliche mit der Schmelze in Berührung kommenden Me tallteile mindestens oberflächlich aus chrom- haltigem Stahl bestehen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Badbehälter aus einer Wanne von der Wandstärke 0,5 bis 4 mm Stärke besteht, die derart ummauert ist, dass zufolge genauer Einpassung die me chanischen Beanspruchungen vom Mauerwerk aufgenommen werden, während die Wanne lediglich die Bedingung des Dichtseins zu erfüllen hat. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Wanne mit Wärmedehnungs- falten und Versteifungen versehen ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als chromhalti- ger Stahl Chromstahl vorhanden ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als chromhalti- ger Stahl ein Chromlegierungsstahl vorhan den ist. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als chromhalti- ger Stahl Chrom-Nickelstahl vorhanden ist. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als chromhalti ger Stahl Chrom-Aluminiumstahl vorhan den ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als chromhalti- ger Stahl Silizium-Chrom-Aluminiumstahl vorhanden ist.
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