DE616599C - Aluminium und Molybdaen enthaltende Stahllegierung und ihre Verwendung - Google Patents

Aluminium und Molybdaen enthaltende Stahllegierung und ihre Verwendung

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DE616599C
DE616599C DEB132942D DEB0132942D DE616599C DE 616599 C DE616599 C DE 616599C DE B132942 D DEB132942 D DE B132942D DE B0132942 D DEB0132942 D DE B0132942D DE 616599 C DE616599 C DE 616599C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/12Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing tungsten, tantalum, molybdenum, vanadium, or niobium

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Description

  • Aluminium und Molybdän enthaltende Stahllegierung und ihre Verwendung Die Entwicklung im Dampfkesselbau sowie im Bau von Apparaten für die chemische Industrie ging in den letzten Jahrzehnten ständig in der Richtung der Anwendung von höheren Drücken und höheren Temperaturen. Der früher ausschließlich verwendete Baustoff, weicher Fluß.stahl --bzw. Flußeisen, erwies sich dabei in zweifacher Hinsicht als unzulänglich. Zunächst nimmt mit steigender Temperatur die Streckgrenze desselben schnell und in sehr erheblichem Maße ab, so daß sie bei 3oo° nur noch etwa i 5 kg/qmm, bei 500° nur noch etwa iolrg/qmm beträgt. - Zur Erzielung der nötigen Sicherheit ist man daher gezwungen, große Wandstärken zu wählen. Abgesehen von den höheren Kosten der Verarbeitung so starker Bleche, insbesondere beim Nieten oder Schweißen, nimmt mit der Wandstärke auch die Gefahr des behinderten Wärmeabflusses und damit der örtlichen. Überhitzung zu. Man ist deshalb zum Teil bereits zu legiertem Stahl., z. B. Nickelstahl mit 3 ioder gar 5 % Nickel, übergegangen, der bei Temperaturen von 3oo bis 5oo° einen. geringeren Abfall der Streckgrenze aufweist. Die Nickelstähle sind aber sehr teuer, so daß trotz der verringerten Wandstärke die daraus hergestellten Kessel viel höher im Preise zu stehen kommen, als solche aus gewöhnlichem Stahl. Hinzu. kommt, d'aß die genannten Nickelstähle nicht mit Wassergas schweißbar sind und daher für geschweißte Behälter überhaupt nicht verwendet werden können.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung von bei, hohen Temperaturen beanspruchten preßgeschweißten Druckbehälterneinen molybdänlegierten Flußstahl mit bis zu o,2% Kohlenstoff und bis zu o,3% Molybdän zu verwenden. Vor diesem molybdänlegierten Floßstahl hat der Stahl nach der vorliegenden Erfindung den Vorteil, daß er mit Sicherheit alterungsbeständig ist.
  • Unter Altern des Stalls versteht man bekanntlich die Eigenschaft desselben, nach erlittener Kaltbearbeitung im Verlaufe längerer Zeit, die sich durch eine Erwärmung auf 2oo° stark verkürzt, spröde zu werden. Ein sehr .großer Teil der in den letzten beiden Jahrzehnten beobachteten Kesselschäden, ist auf diese Eigenschaft des weichen Kesselmaterials zurückzuführen gewesen. Es ist daher von allergrößter Bedeutung für den Kesselbau, einen Baustoff zu erhalten, der möglichst wenig alterungsempfindlich ist.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Stahl mit etwa o,2 bis o,5% Molybdän und etwa o,o5 bis o,20% Aluminium, der im übrigen die normale Zusammensetzung der Kesselbleche besitzt. Dieser Stahl besitzt bei Temperaturen von etwa 3oo bis 500'C eine um 6o bis i oo % höhere Streckgrenze als gewöhnliche Kesselbleche. Außerdem zeigt er mich im gealterten Zustand noch eine verhältnismäßig %kohe Kerbzähigkeit. Er ist ferner für die Was.sergasschweißung geeignet und kann daher nicht nur zur Herstellung genieteter, sondern auch preßgeschweißter Gefäße usw. dienen.
  • Die Darstellung des neuen Stahls unterscheidet sich nicht wesentlich von den-.Verfahren, die bei der Bereitung anderer Sonderstähle üblich sind. Das Molybdän 'wird entweder als Ferromolybdän oder als Galciummolybdat im Ofen. zugesetzt oder auch, aber nur als Ferromolybdat, in, der Pfanne. Das Aluminium wird in der Pfanne zugesetzt bei Elektroöfen kann es ievtl. nach beendigte Reduktion auch in den Ofen gegeben werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Aluminium und Molybdän @enthaltende Stahllegierung, gekennzeichnet durch die folgende Zusammensetzung: bis 0,3 oio Kohlenstoff, o,2 bis o,5% Molybdän, o,o5 bis o,2% Aluminium, Rest Eisen sowie Mangan, Silicium, Phosphor und Schwefel in den für Flußstahl üblichen Mengen.
  2. 2. Die Verwendung der Stahllegierung ,ach Anspruch i zur Herstellung von Gefäßien, Druckbehältern usw., de bei höheren Temperaturen (z. B. 3oo bis 5oo° C) beansprucht werden und alterungsbleständg sein sollen.
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