CH212431A - Anstrichmittel. - Google Patents

Anstrichmittel.

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CH212431A
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CH
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iron
pigments
iron phosphate
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Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints
    • C09D5/082Anti-corrosive paints characterised by the anti-corrosive pigment
    • C09D5/084Inorganic compounds

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Description


      Anstrichmittel.       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  neues     Anstrichmittel,    enthaltend     ein    Binde  mittel und ein     Eisenphosphatpigment,    das  sich vorzugsweise zum Lackieren, Anstrei  chen,     Überziehen,    Emaillieren usw. verwen  den lässt.  



  Es wurde gefunden, dass Eisenphosphate  bei der Verwendung als Pigmente zusam  men mit den üblichen     Bindemitteln    sehr  wertvolle Eigenschaften     besitzen.    Sie zeich  nen sich durch grosse Deckkraft und gute       Mischbarkeit    mit den Bindemitteln aus. Die  mit organischen     Bindemitteln,        wie    Leinöl,       Leinöllack,    Harzlack,     Emulsionslack    usw.  vermischten Eisenphosphate ergeben Über  <I>züge,</I> deren rostschützende Eigenschaften       mindestens    so gut sind, wie diejenigen der  Mennige,     -ohne    dass sie jedoch die Nachteile  der letzteren aufweisen.  



  Das     Eisenphosphatpigment    kannerhalten  werden, indem man durch doppelte Um  setzung einer     wässrigen    Eisensalzlösung mit    einer     Alkalimetallphosphatlösung    zunächst  ein sogenanntes     Rohpigment    herstellt, welch  letzteres dann gegebenenfalls nachdem es ge  waschen wurde, einer Wärmebehandlung un  terworfen wird. Die Wärmebehandlung wird  vorzugsweise so durchgeführt, dass man eine       Suspension    des Rohpigmentes in Wasser un  ter erhöhtem Druck erhitzt.

   Man erhält Pig  mente in braunen,     grünen,    grauen und     schwarz-          zen    Tönen, die sich durch ihre grosse Deck  kraft und ein günstiges Verhalten     gegen-          iiber    den verschiedenen Bindemitteln aus  zeichnen. Als besonders     wirksam    haben sich  solche Phosphate erwiesen, in welchen das  Eisen in zwei Oxydationsstufen zugegen ist,  also     Ferri-ferro-phosphate,    während das Ver  hältnis zwischen     Eisen        und    Phosphorsäure  in dem Produkt von geringerer Bedeutung  ist.

   Substanzen, welche ihrer     stöchiometri-          schen    Zusammensetzung     entsprechend,    als  normale     Orthophosphate    zu betrachten sind,  zeigen eine ausgezeichnete     Schutzwirkung.         Diese Wirkung wird weder durch überschüs  siges Eisenoxyd, noch durch überschüssige  Phosphorsäure wesentlich herabgesetzt. Der  Phosphorsäuregehalt ist jedoch dadurch be  grenzt, dass das Pigment für     Anstrichzwecke     in Wasser praktisch unlöslich sein muss.

   Der  Farbton sowie das Verhalten im Bindemittel  hängt ab von der Menge des 3- und     2-werti-          gen    Eisens in den Pigmenten, und weiter von  der     Fällungs-    und     Erhitzungsmethode,    wel  che bei der Herstellung     bezw.    Nachbehand  lung des Rohpigmentes Anwendung findet.

    Ausgezeichnete     Eisenphosphatpigmente    sind  zum Beispiel diejenigen, welche folgende  chemische Zusammensetzung aufweisen:       5-30%        Fe0,        20-50%        Fe-O.,        30-50%          P20;,.    Braungefärbte Pigmente enthalten  beispielsweise 10%     Fe0,    35%     Fe.,Ors    und  40%     P20,.,.    Grüne Pigmente enthalten  13 %     Fe0,    45 %     Fe20..    und 38 %     P20:

  "    wäh  rend schwarz gefärbte Pigmente 23 %     Fe0,     36 %     Fe202,    und 37 %     P20;,    enthalten. Die  so erhaltenen Pigmente sind in Mineralsäu  ren, wie z. B. 10%iger Salzsäure schwer  löslich. Die Konzentration und Zusammen  setzung der Ausgangslösungen, die     Fällungs-          temperatur    und -Dauer, die Rührintensität  und die     Wasserstoffionenkonzentration    wäh  rend und nach der Fällung, müssen einander  während des     Fällvorganges    des     Rohpginen-          tes    angepasst werden.

   Die Dauer und Tempe  ratur der Erhitzung, die Wasserstoffionen  konzentration und der     Elektrolytgehalt    der  Lösung während der Erhitzung unter Druck  müssen einander ebenfalls in an sich bekann  ter Weise angepasst     w=erden.       Die     Eisenphosphatpigmente    können in  Mischung mit andern Pigmenten, wie z. B.       Barytweiss,    verwendet werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind die  angegebenen Teile Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel 1:</I>  512 Teile     Ferrosulfat        (Fe80"-7        aq)    wer  den in 600 Teilen Wasser gelöst. Gleichzeitig  löst man 540 Teile     Ferrichlorid        (Fe2C1,1-    12     aq)     in 800 Teilen Wasser und vermischt hernach    die beiden Lösungen. Ferner verdünnt man  385 Teile Phosphorsäure vom     spez.        Gew.    1,7  mit 3000 Teilen Wasser und vermischt mit  einer Lösung von 400 Teilen     Ätznatron    in  3000 Teilen Wasser. Die Eisensalzlösung  wird dann innerhalb einer Stunde bei 80   C  der     Phosphatlösung    zugegeben, wobei man  kräftig rührt.

   Nach Beendigung des Zu  satzes wird noch zwei Stunden weitergerührt.  Hierauf wird die Suspension filtriert, der  Filterkuchen ausgewaschen und in 7000 Tei  len Wasser suspendiert. Die Suspension wird  schwach kongosauer gestellt und während  30 Minuten unter einem Druck von 200  Atmosphären auf<B>330'</B> C erhitzt. Hierauf wird  abgekühlt, filtriert, ausgewaschen, getrocknet  und vermahlen. Man erhält ein bläulich  grünes Pigment, das sowohl mit     wässrigen     als     aucb    wasserfreien     Bindemitteln        tfiber-          züge    von grosser Deckkraft und ausgezeich  neter Festigkeit ergibt.

   In Mischung mit den  verschiedenen Lacken, wie z, B. Öllacken,       Nitrocelluloselacken    und Lacken, welche Pro  dukte enthalten, die durch     Kondensation    aro  matischer     Diearbonsäuren,    wie     Phthalsäure,     und höherer     aliphatischer    Säuren, wie       Linolsäure,    einerseits und mehrwertigen  Alkoholen, wie Glycerin, anderseits erhält  lich sind, erhält man Überzüge, die ausser  einer guten     Durchmischung    sich durch schö  nen Glanz auszeichnen.  



  <I>Beispiel 2:</I>  810 Teile     Fe2C1"-12        H._0    werden in  800 Teilen Wasser gelöst und mit einer Lö  sung von 417 Teilen     FeS04-7    11,0 in 600 Tei  len Wasser vermischt. Diese Mischung setzt  man innerhalb einer Stunde unter Rühren  zu einer Lösung von     46:5    Teilen     P20.,    und  480 Teilen     Na0H    in 6000 Teilen Wasser bei  80   C zu. Die Suspension, die schwach lack  mussauer ist, wird bei einem Druck von  200     Atm.    während 2 Stunden auf<B>320'</B> C  erhitzt. Man kühlt ab, filtriert, wäscht den  Filterkuchen aus, trocknet und vermahlt.

    Man vermischt 50 Teile des erhaltenen  schwarzen Pulvers mit 40 Teilen     Leinöllack     zu einer streichbaren Paste,      Eine     Eisenplatte,    die mit dem Sand  strahlgebläse von Staub befreit wurde, wurde  mit dieser Paste überzogen. Selbst nach  mehrjähriger     Aufbewahrung    im Freien war  der Anstrich nicht angegriffen und der Lein  öllackfilm immer noch elastisch. Nach Ent  fernung des Anstriches mittels alkoholischer       Kalilauge    war die Oberfläche in vollkommen  einwandfreiem Zustand.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anstrichmittel, enthaltend ein Bindemit tel und ein Eisenphosphatpigment. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Anstrichmittel nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es ein Eisen- phosphatpigment enthält, das erhalten wurde durch Erhitzen eines Eisenphos- phatrohpigmentes unter erhöhtem Druck in wässriger Suspension.
    2. Anstrichmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pigment ein Ferri-ferro-phosphat ist. 3. Anstrichmittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Eisenphosphatpig- ment 5-30% Fe0, 20-50% Fe203 und 30-50% P205 enthält.
CH212431D 1938-03-10 1939-02-18 Anstrichmittel. CH212431A (de)

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DE212431X 1938-03-10

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2419017A (en) * 1943-03-20 1947-04-15 Du Pont Metal protective pigment

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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