Regeleinrichtung für durch Biotor, insbesondere Verbrennungsmotor, mit variabler Drehzahl angetriebenen Generator. Bei Verbrennungsmotoren für indirekten Fahrzeugantrieb hat es sich als zweckmässig erwiesen, die Drehzahl in weiten Grenzen zu ändern. In denjenigen Betriebsbereichen, in denen keine kritischen Drehzahlen vorhanden sind, kann die Drehzahlvariation kontinuier lich erfolgen.
Auf bekannte Weise können die Reglerfedern eines Drehzahlreglers kon tinuierlich gespannt werden, indem der feste Federteller beispielsweise mit einem Luft- oder Elektromotor oder dergleichen in Rich tung der Federachse bewegt wird.
Die be kannten Ausführungen haben aber insofern gewisse Nachteile, als die Hilfsgenerator spa.nnung überhaupt nicht oder mit vom Drehzahlregler unabhängigen Spannungs reglern konstant gehalten wird. Bei grösseren Fahrzeugen ist aber die Differenz zwischen minimaler und maximaler Erregung sehr gross, so dass der Regulierbereich des Reglers ebenfalls gross wird. Normale Ausführungen solcher Regler können somit gar nicht mehr verwendet werden oder sind stark überlastet.
Die erwähnten Schwierigkeiten werden bei einer Ausführung gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass mit der Vorrichtung zur Regulierung der Drehzahl des Verbren nungsmotors eine Vorrichtung gekuppelt ist; die den Widerstand im Feldstromkreis des Hilfsgenerators und somit den Erregerstrom des Hilfsgenerators so einstellt, dass die Span- nungdes Hilfsgenerators für alle Drehzahlen ungefähr konstant bleibt.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes an Kraftanlagen für indi rekten Fahrzeugantrieb sind auf der Zeich nung schematisch dargestellt.
In Fig. 1 treibt der Dieselmotor 1 einen Hauptgenerator 2 und Hilfsgenerator 3. Der Hauptgenerator speist die Triebmotoren 5 über ein Maximalstromrelais 4. Der vom Dieselmotor angetriebene Drehzahlregler 6 reguliert die von den Brennstoffpumpen 10 eingespritzte Brennstoffmenge mit Hilfe der Muffe 7 und des Gestänges 8-9. Die vom Regler konstant gehaltene Drehzahl wird mit Hilfe der Feder 11 eingestellt. Letztere kann durch die Spindel 12 zusammenge drückt werden.
Der Elektromotor 13 mit den beiden Feld wicklungen 2 7 und 28 für Vorwärts- bezw. Rückwärtsgang dient zur Verschiebung der Spindel 12 mit Hilfe des Kegelradgetriebes 14-15. Mit dem Motor 13 sind im weiteren gekuppelt: eine Walze 16 und ein Kontakt hebel 17. Letzterer reguliert den Widerstand 18 im Feldstromkreis des Hilfsaenera,tors 3. Die Regulierung der Drehzahl erfolgt mit Hilfe des Fahrschalters 19, und zwar auf folgende Weise.
In der gezeichneten Nullstellung 30 des Fahrschalters 19 und der gezeichneten An fangsstellung der Walze 16 ist weder das Feld 28 zur Erhöhung noch das Feld 27 zur Reduktion der Drehzahl eingeschaltet. Der Dieselmotor läuft also mit der niedrigsten Drehzahl. Geht man nun mit dem Hebel 19 in die Stellung "auf", welche in der Zei.clr- nung mit 29 bezeichnet. ist, so fliesst Steuer- sti:om vom +Pol der Steuerstromquelle über den Belag auf dem Hebel 1.9, den mittleren Belag auf der Walze 16 zum Feld 27 des Motors 13:
Der Motor 13 dreht hierauf die Kegelräder 14, 15 im Sinne einer Zusammen- drückung der Feder 11, so dass sich die Dreh zahl erhöht. Gleichzeitig dreht sich die Walze 16 im Gegenuhrzeigersinn, so dass auch der linke Belag unter die Kontaktfinger gelangt. Dadurch fliesst Strom vom positiven Pol-- über diesen Belag zur Spule des Erre gerschützes 20 und von dort über das Maxi malrelais 4 zum -Pol. Der Erregerschütz 20 wird auf diese Weise eingeschaltet und es schliesst sieh ein Stromkreis vom Hilfsgene rator 3 zum Feld des Hauptgenerators 2.
Das Viereck 21 möge eine Regelvorrichtung darstellen, die die vom Generator 2 abgege bene oder aufgenommene Leistung auf einem von der Drehzahl abhängigen Wert konstant hält. Der Generator 2 erregt sich nun und den Triebmotoren 5 wird Strom zugeführt. Sobald der Erregerschütz 20 eingeschaltet ist, erhält er den Strom über den linken Belag auf Walze 16, auch wenn der äusserste Kon taktfinger rechts dieser Gruppe wieder ab gelaufen ist.
Solange der Hebel 19 auf der Stellung "auf" 29 steht, bleibt das Feld 27 des Motors 13 eingeschaltet und dieser schaltet immer mehr Elemente des Widerstandes 18 in den Erregerstromkreis des Generators 3 ein und die Drehzahl erhöht sich kontinuierlich, bis der Strom zum Feld 27 in der Endstellung der Walze 16 unterbrochen wird.
Mit wach sendem Widerstand reduziert sich der Strom in! Feldstromkreis des Hilfsgenerators 3 derart, dass dessen Spannung trotz der wach senden Drehzahl konstant bleibt. Ist die Drehzahl auf den Wert gebracht, der für die gerade vorliegenden Fahrbedingungen pa,sst, so bringt der Führer den Hebel 19 auf die Nullstellung 30. Dadurch wird die. Strom zufuhr zu Feld<B>'27</B> des Motors 13 -unter brochen und der Motor 13 bleibt in der ge rade eingenommenen Stellung stehen. Im vor liegenden Beispiel wird angenommen, dass mit der höchsten Drehzahl nur vorübergehend ge fahren werden darf.
Damit der Führer den Hebel 19 nicht in der Stellung "auf" (29) ste hen lassen kann, ist auf dieser Stellung im Ge gensatz zur Nullstellung und zur Stellung "ab" (31) keine Rast vorhanden und eine Fe der drückt den Hebel 19 in die Nullstellung zurück, wenn ihn der Führer auf der Stellung "auf" (29) loslässt. Sollte der Motor vorher mit höchster Drehzahl gefahren sein, so dass sich die Walze 16 in der Endstellung befand, so wird in der Mittelstellung des Hebels 19 über dem Kontaktbelag rechts auf der Walze vorübergehend Feld 28 des Motors 13 einge schaltet, so dass die Feder 11 entspannt wird und die Drehzahl bis auf den Wert sinkt,
der für Dauerbetrieb zulässig ist. Eine beabsichtigte weitere Drehzahl reduktion erfolgt durch Drehung des Hebels 19 auf Stellung "ab" (31), wodurch über den Kontaktbelag rechts auf der Walze das Feld 28 eingeschaltet wird. Der Führer ist jedoch jederzeit in der Lage, die Drehzahl des Mo tors 1 auf dem gerade erreichten Wert fest- zuhalten, indem er den Hebel 19 auf die Null stellung bringt.
Wird der Erregerschütz 20 auf irgend einer Stellung der Walze 16 ausgeschaltet, wenn der Hebel 19 in der "auf"-Stellung 29 steht, beispielsweise infolge Ansprechens des Relais 4, so wird die Stromzufuhr zu Feld 27 des Motors 13 durch den Verriegelungs- kontakt 20a unterbrochen. Gleichzeitig wird durch Verriegelungskontakt 20h das Feld 28 des Motors 13 eingeschaltet, so dass die Dreh zahl auf den Minimalwert sinkt.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 stellt eine ähnliche Vorrichtung wie Fig. 1 dar.
Der Schalter 19 hat ausser den auf Fig. 1 dargestellten Stellungen noch eine Stellung "aus", welche mit 32 bezeichnet ist. Der Erregerschütz wird nicht beim Verstellen des Hebels 19 in die Stellung "auf" durch Drehung der Walze 16 aus der Nullstellung eingeschaltet, sondern indem man Schalter 19 von "aus" (32) auf "ab" (31) bringt. In der gezeichneten Stellung "aus" (32) des Schal ters 19 ist der Erregerschütz 20 ausgeschaltet.
Wird er Schalter 19 auf Stellung "ab" (31) gebracht, so fliesst der Steuerstrom vom +Pol der Steuerstromquelle über den dritten Kon- taktfinger links auf der Walze 16 zum rech ten Kontaktbelag des Schalters 19 und über die Spule des Schützes 20 zum Kontakt des Maximalstromrelais 4 und dem negativen Pol der Steuerstromquelle. Der Schütz wird also eingeschaltet, bevor sich die Walze 16 zu drehen beginnt, da der linke Kontaktbelag der Walze 16 nicht wie bei Fig. 1 etwas zu rückgesetzt,
sondern bis in die Anfangsstelle dex Walze 16 verlängert ist. Anderseits fällt der kurze Ansatz rechts am mittleren Kon taktbelag der Walze 16 weg, weil es nun nicht mehr möglich sein muss, dem Motor 13 Strom zuzuführen, bevor der Erregerschütz eingeschaltet ist. Diese Lösung hat gegen über Fig. 1 den Vorteil, dass der Führer nicht auf das Drehzahlinstrument zu achten braucht, wenn er mit niedrigster Drehzahl, jedoch eingeschaltetem Erregerschütz fahren will.
Das Auf- und Abschalten der Walze 16 geschieht auf gleiche Weise wie bei Fig. 1 dadurch, dass der Schalter 19 auf Stellung "auf" oder "ab" bezw. "0" gebracht wird. Während bei Fig. 1 die Drehzahlregulierung im ganzen Bereich kontinuierlich erfolgt, ist bei. Fig. 2 angenommen, dass in einem gewis sen Drehzahlbereich nicht dauernd gefahren werden darf.
Deshalb ist nebst der Drehzahl verstellvorrichtung mittels der Spindel 12 roch eine weitere Verstellung der Drehzahl mittelst des Kolbens 26 vorgesehen. Auf einer bestimmten Stellung der Walze 16 wird auf dem äussersten Kontaktbelag links ein Stromkreis eingeschaltet, der das Ventil 22 öffnet, so dass dem Kolben 26 Druckluft zu geführt wird und dieser die Feder 23 zusam mendrückt, bis der Kolben 26 aufschlägt. Da durch entsteht eine plötzliche Drehzahlände rung.
Gleichzeitig mit dem Öffnen des Ven tils 22 wird auch ein Schalter 24 ausgeschal tet, so dass der Widerstand 25 in den Feld stromkreis des Hilfsgenerators eingeschaltet wird.
Im übrigen ist die Wirkungsweise die selbe wie bei Fig. 1.
Statt des Schalters 19 kann natürlich auch einer der bei elektrischer Traktion üb liehen Schalter verwendet werden, der genau so viel Stellungen hat, wie das zu steuernde Organ (Stufenschalter, Kontröller) oder es kann die Verstellung des Fahrschalters kon tinuierlich erfolgen, wobei jeder Stellung des Fahrschalters eine bestimmte Stellung der zu steuernden Walze 16 und somit eine be stimmte Drehzahl entspricht.
Mit Vorteil wird auf der Walze 16 noch eine Raastenscheibe angebracht, die mit einem Rasterhebel derart zusammenarbeitet, dass der Kontakthebel 17 nur an solchen Punkten stehen bleibt, wo seine Kontaktbürste nur einen Anschluss berührt. Falls man den Mo tor 13 nicht so stark ausbilden will, dass er den Widerstand der Rasterscheibe überwin- det, kann der Rasterhebel mittels eines Elek tromagnetes, der bei den Stellungen "auf" (29) und "ab" (31) des Sehalters 19 einge schaltet wird, abgehoben werden..