CH205641A - Wechselstromkommutatormaschine. - Google Patents

Wechselstromkommutatormaschine.

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CH205641A
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commutator
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Inventor
Kommanditgesellschaft Pintsch
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Pintsch Julius Kg
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/02Asynchronous induction motors
    • H02K17/28Asynchronous induction motors having compensating winding for improving phase angle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor Or Generator Current Collectors (AREA)

Description


  Wechselstromkommutatormaschine.    Die Erfindung bezieht sich auf eine  Wechselstromkommutatormaschine, die     ein-          oder        mehrphasig    ausgebildet sein kann und  insbesondere als Bahnmotor für Industrie  frequenz (in Deutschland, 50     Hz,    in U. S. A.  GO Hz) verwendbar ist. Gerichtet ist die Er  findung darauf, die mit der Transformator  spannung verknüpften Störungen oder Nach  teile (Bürstenfeuer) zu vermeiden. Das ist in  besonderem Masse von Wichtigkeit für solche  Maschinen, wie Bahnmotoren, bei denen im  Anzug das Feld stärker als im Lauf ist.

   In  Sonderheit verfolgt die Erfindung das Ziel,  zu vermeiden, dass zwar einerseits die Trans  formatorspannung erfolgreich bekämpft und  damit eine Steigerung des Flusses bezw. der  Frequenz ermöglicht wird, anderseits aber  durch die hierfür angewendeten Mittel eine  schädliche Beeinflussung der Stromwendung  bezw. der Stromwendespannung eintritt.  



  Gemäss der Erfindung wird bei einer  Wechselstromkommutatormaschine, deren als  Schleifenwicklung ausgebildete Ankerwick-    lung an jeweils durch Blindlamellen ge  trennte Hauptlamellen angeschlossen ist und  deren Spannungsanschlüsse zu je zwei in ein  und derselben Kommutierungszone liegende  und durch eine Impedanz     miteinander    ver  bundene Bürsten geführt sind, diese Impe  danz veränderlich ausgebildet, zum Zweck,  sie im Anlauf der     Maschine    mit     einem     wesentlich grösseren     Wert    als im Lauf arbei  ten zu lassen, wobei ferner     ein    hinsichtlich  seiner Wirkung von der Drehzahl der Ma  schine abhängiges Mittel vorgesehen ist, wel  ches im Lauf der Maschine der Transforma  torspannung entgegenwirkt.  



  Die zur Erleichterung der Kommutierung       zwischen    den Bürsten vorgesehene Impedanz  (Kommutierungswiderstand) ist somit beim  Erfindungsgegenstand lediglich     im    Anlauf     der          Maschine    gegen die     Transformatorspannung          wirksam.    Im Lauf dagegen, wo dieser Wider  stand mit Rücksicht auf die     Stromwendung     <I>c</I> h wäre, kann er auf einen für die  <I>s</I>     'hädlie     Stromwendung günstigen Wert gebracht wer-      den, so dass letztere nicht gestört wird.

   Da  für ist nun aber im Lauf der     Maschine    ein  anderes der Transformatorspannung ent  gegenwirkendes Mittel, das drehzahlabhängig  ist, vorgesehen. Ein derartiges     Mittel    sind  zum Beispiel die an sich bekannten     Wende-          pole    oder aber die Flussabdrängung.

   Letztere  lässt sich dadurch erzielen, dass durch eine be  stimmte,     weiter    unten näher erläuterte Aus  bildung und Anordnung der Bürsten dafür  Sorge getragen wird, dass bei der Kommutie  rung niemals der gesamte Erregerkraftfluss  durch diese Bürsten kurzgeschlossen wird,  sondern immer nur ein Teil desselben, so dass  sich eine Flussverlagerung aus dem von dem  kurzgeschlossenen Stromweg umfassten Fluss  weg auf einen andern nicht gleichzeitig von  einem Kurzschlusskreis umfassten Flussweg  vollziehen kann.  



  Zur näheren Erläuterung des Erfindungs  gedankens sind in den Fig. 1 bis 12 Ausfüh  rungsbeispiele dargestellt.    Die Fig. 1 und 2 stellen Abwicklungen  von einfachen Schleifenwicklungen über eine  doppelte Polteilung einer Maschine dar. Die  Fig. 1 unterscheidet sich von der Fig. 2  durch die Lamellenzahl. Die Wicklungen be  stehen immer aus     ,j-#    einer     Windung    pro  Schleife. d. h. je einer Halbschleife pro kom  mutierendem Wicklungselement. :111f ,jeder  Seite des Ankers ist je ein Kommutator an die  Wicklungen angeschlossen, und zwar ist bei  beiden Figuren jede Halbschleife bezw. jeder  Stab auf jeder Seite mit einer Halblamelle  verbunden. Auf dem einen Kommutator tra  gen die Hauptlamellen ungeradzahlige Num  mern, auf dem andern Kommutator dagegen  geradzahlige Nummern.

   Zwischen den Haupt  lamellen ist je eine     Blindlamelle,    die nicht an  die Wicklung angeschlossen ist, angeordnet.  Die Blindlamellen bestehen     zweckmässig    aus  Kupfer, können jedoch auch aus     anderem     Material, zum Beispiel Isolationsmaterial  hergestellt sein, sofern die Abnutzungseigen  schaften in Einklang mit denjenigen der  Hauptlamellen gebracht werden können. Alle  Lamellen     haben-    hier     zweckmässig    gleiche    Breite. Die     Bürsten    sind so breit     gewählt,     dass sie nie gleichzeitig zwei Hauptlamellen  berühren.

   Die gleichnamigen     Bürsten    der bei  den Kommutatoren (hier die Bürsten 4 und  6 bezw. 5 und 7) sollen gemäss der Erfindung  über Kommutierungswiderstände (Impedan  zen) verbunden sein. Die Stellungen dieser  Bürsten sind alle gleich, das heisst auch rela  tiv gleich gegenüber der Lage der     neutralen     Zone.

   Diese elektrisch gleiche Lage ist auch  dadurch     gekennzeichnet,    dass zum gleichen  Zeitpunkt eine Bürste eines Kommutators  gerade auf einer mit der Mitte einer Schleife       verbundenen    Hauptlamelle steht (ohne dabei  die beiden benachbarten Blindlamellen zu be  rühren) und die zugehörige gleichnamige  Bürste des andern Kommutators gerade auf  derjenigen     Blindlamelle    steht, welche zwi  schen den mit beiden Enden derselben  Schleife verbundenen Hauptlamellen sieh be  findet (wiederum ohne dabei die beiden be  nachbarten Hauptlamellen zu berühren).

   Zum  Beispiel steht in Fig. 1 die Bürste 4 gerade  auf der mit dem     Mittelpunkt    der Schleife 8  verbundenen     Hauptlamelle    und die zugehö  rige Bürste 6 auf der Blindlamelle 7, die       zwischen    den mit den     Endpunkten    der  Schleife 8 verbundenen Hauptlamellen 6 und  8 liegt, und     weiterhin    steht die Bürste 5 ge  rade auf der     Hauptlamelle    19, die mit dem  Mittelpunkt der Schleife 9 verbunden ist,       während    die     Bürste    7 auf der Blindlamelle  19 steht, die zwischen dem mit den Endpunk  ten der Schleife 9 verbundenen Hauptlamel  len 18 und 20 liegen. Die Fig. 2 ist hierin  analog.

   In Fig. 1 ist die Zahl der Haupt  lamellen gleich der Zahl der Blindlamellen  gleich einer geraden Zahl pro Kommutator  gewählt, nämlich gleich 12. Die Abstände be  nachbarter Bürsten eines Kommutators sind  alle gleich     gewählt,    und zwar ist die Bürsten  teilung gleich der Polteilung (zp), bezogen  auf     deii        Kommutator.     



  In     Fig.    2 ist zum     ITntersebied    von dem  vorhergehenden     Beispiel    die Zahl der Haupt  lamellen gleich der Zahl der Blindlamellen       gleich    einer ungeraden Zahl pro     Kommuta-          tor        gewählt,    nämlich hier gleich     1l..    Die           Bürstenteilung    ist wieder symmetrisch, näm  lich gleich der Polteilung (zp).  



  Den dargestellten Ausführungsbeispielen  ist nun das Merkmal gemeinsam, dass zwi  schen gleichnamigen Bürsten verschiedener  Kommutatoren die Transformatorspannung  in Erscheinung     tritt,    also zwischen den  Bürsten 4 und 6 bezw. den Bürsten 5 und  7. Unter den Bürsten, also zwischen zwei  durch eine einzige Bürste kurzgeschlossenen  Lamellen, tritt die Transformatorspannung  nicht auf, sondern immer zwischen zwei zu  gehörigen Bürsten. Es ist daher die Möglich  keit gegeben, die Transformatorspannung  durch ruhende, veränderbare Widerstände  (Impedanzen) zu überbrücken. Diese Wider  stände müssen zwischen den zugehörigen  Bürsten wirksam sein. Sie sind im Anlauf  mit Rücksicht auf die Transformatorspan  nung gross, im Lauf mit Rücksicht auf die  Stromwendespannung klein bezw. gleich  Null.

   Die Regelung der Impedanzen kann  dabei von Hand vor sich gehen oder aber  selbsttätig, zum Beispiel in Abhängigkeit  von der Drehzahl bezw. von der Stellung des  die Maschine steuernden Kontrollers erfolgen.  



  Was die Anordnung der Impedanzen  selbst anbetrifft, so werden diese vorzugs  weise nicht in die Maschine eingebaut, son  dern getrennt von dieser angeordnet. Einge  baute Kommutierungswiderstände würden die  Baulänge, den Preis und das Gewicht der  Maschine vergrössern. Diese Nachteile ver  meidet die separate Anordnung der Wider  stände, was besonders für den Bahnbetrieb  von Wichtigkeit ist. Hinzu kommt, dass ein  gebaute Widerstände die Erwärmung be  nachbarter Maschinenteile (Läuferwicklung  und besonders Kommutator) zusätzlich er  höhen. Also auch mit Rücksicht darauf wirkt  sich die getrennte Anordnung der Kommu  tierungswiderstände in einer Verkleinerung  der Grösse und des Gewichtes der Maschine  aus.  



  Von Wichtigkeit ist ferner der Umstand,  dass getrennte Widerstände leicht gekühlt  werden können, zum Beispiel auch künstlich.  Auf der Lokomotive können     zum.    Beispiel    auch die Widerstände ausserhalb angeordnet  werden, wo der     Fahrtwind    zur Kühlung her  angezogen werden kann, bezw. sie können  durch die Lokomotivlüfter mitgekühlt wer  den und dergleichen.     Unter    Umständen kann  man sie auch zur     Raumheizung    heranziehen.  



  Die Zwischen den Bürsten liegenden Im  pedanzen bilden gewissermassen Verzwei  gungen, über die die Stromzufuhr zur Ma  schine erfolgt. Solche Verzweigungen sind     in     den Fig. 3 bis 9 durch Ausführungsbeispiele  veranschaulicht.  



  In Fig. 3 erfolgt die Speisung eines Bahn  motors von einem nicht gezeichneten Fahr  draht aus mit Hilfe des     Lokomotivtransfor-          mators    17. Die Maschine hat die beiden Kom  mutatoren 2 und 3, auf denen die Bürsten 4  bis 7 schleifen. An den     Lokomotivtransfor-          mator    sind die zusammengehörigen Bürsten  4 und 6 über die regelbaren Impedanzen 12  bezw. 14 angeschlossen. Die zu den Bürsten  4, 6 gehörigen ungleichnamigen Bürsten 5  und 7 stehen über die regelbaren     Impedanzen     13 bezw. 15 mit der Erde in Verbindung. Die  Transformatorspannung zwischen den Bür  sten 4 und 6 bezw. 5 und 7 ist jetzt auf die  in Reihe liegenden Impedanzen 12 und 14  bezw. 13 und 15 geschaltet.

   In den Zuleitun  gen bis zu den Verzweigungspunkten der  Widerstände liegen keine Impedanzen.  



  In den Fig. 4 bis 9 sind Ausführungsbei  spiele für den Fall dargestellt, dass die Über  brückungswiderstände als Widerstandsver  zweigungen ausgebildet sind. Mit 26 ist stets  die Zuleitung bezeichnet, in die kein Wider  stand eingeschaltet ist. Es sind nur zwei zu  sammengehörige Bürsten 4 und 6 herausge  griffen.

   In     Fig.    4 sind Widerstände in beide  Zuleitungen zu den Bürsten,     in        Fig.    5 nur in  die Zuleitung zu einer einzigen Bürste, bei  spielsweise in die Zuleitung zu der Bürste 4  geschaltet.     Fig.    6 zeigt die     Verwendung    regel  barer     Ohmscher    Widerstände;     Fig.    7 die Ver  wendung zweier     induktiver    regelbarer Wider  stände;     Fig.    8 die Verwendung eines regel  baren Stromteilers.

   Die beiden Spulen liegen  hier auf demselben     Eisenkern,    und zwar der  art, dass die     Transformatorspannung        einen         möglichst hohen induktiven Widerstand fin  det, während bei Verzweigungen des Stromes  der Widerstand für den Betriebsstrom mög  lichst klein ist; Fig. 9 zeigt die Reihenschal  tung von induktiven und Ohmschen regel  baren Widerständen. An Stelle der Reihen  schaltung von induktiven und Ohmschem  Widerstand kann in andern Fällen eine  Parallelschaltung zweckmässig sein. Die  Fig. 4 bis 9 sollen keine erschöpfenden Dar  stellungen der Ausführungsmöglichkeiten für  Widerstandsverzweigungen sein. Es sind  ausser den gezeigten Beispielen noch andere  sinngemässe Anordnungen möglich, die auch  im Rahmen der Erfindung liegen.

   Zu den  Widerständen kann man noch Kondensatoren  zur Verminderung der Schaltarbeit der Bür  sten parallel schalten. Es besteht die Möglich  keit, mehrere Verzweigungen zu einer ein  zigen zusammenzufassen. Man kann auch mit  nur zwei Widerstandsverzweigungen für eine  Maschine auskommen, indem man alle gleich  namigen Bürsten gleicher Kommutatoren  parallel schaltet.  



  Fig. 10 zeigt eine Anordnung für eine  Maschine mit zwei Kommutatoren, bei der  jede Bürste in zwei Teilbürsten aufgeteilt ist.  Die einzelnen Teilbürsten selbst schliessen  keine Spannungen zwischen Nachbarlamellen  kurz. Vielmehr tritt die Lamellenspannung  zwischen den beiden Teilbürsten selbst auf.  Die beiden Bürsten stimmen in ihrer Teilung  mit der Teilung     zweier    benachbarter Haupt  lamellen überein. Die beiden Teilbürsten (4a.  und 4b bezw. 5a und 5b) sind durch einen  Widerstand, insbesondere eine Stromteiler  drossel (27 bezw. 28) miteinander verbunden.  Der Strom wird der Drossel in ihrer Mitte zu  geführt bezw. abgenommen.

   Sie ist so aus  gebildet, dass sich die Durchflutungen der  Zweige 27a und 27b bezw. 28a und 28b für  den Betriebsstrom aufheben, während sie für  den von der Transformatorspannung, die in  diesem Fall zwischen den Teilbürsten besteht,  herrührenden Strom als Drosselspule wirkt.  



  Fig. 11 zeigt eine Anordnung, die die  Verwendung eines einzigen Kommutators er  möglicht. Es sind wiederum Blindlamellen    vorgesehen, aber hier doppelt so viel als  Hauptlamellen, und zwar je zwei zwischen  zwei Hauptlamellen. Die Bürsten erhalten  hier eine Breite, die nicht grösser ist als die  Summe der Breite     zweier    Blindlamellen und  dreier Isolationsstege. Die Bürste einer Pola  rität ist in zwei Teilbürsten aufgeteilt, die  durch einen regelbaren Kommutierungswider  stand, der als Widerstandsverzweigung dient,  überbrückt sind. Der lichte Abstand der bei  den     'Peilbürsten        soll    nicht kleiner sein als die  Breite einer Blindlamelle.

   In besonderen Fäl  len kann man die Breite der Blindlamelle  kleiner wählen als die Breite der Haupt  lamelle und dadurch ein Zusammenrücken  der beiden Teilbürsten ermöglichen. Zwischen  den beiden Teilbürsten wird vorzugsweise  eine isolierende Schicht angeordnet, so dass  die beiden Teilbürsten zusammen mit der  Schicht zu einer einzigen Bürste zusammen  gefasst werden können. Die Anordnung der  Fig. 11 unterscheidet sich aber grundsätzlich  von der durch Fig. 10 dargestellten Anord  nung.

   In Fig. 11 nämlich wird der Abstand  von den beiden Teilbürsten so gewählt, dass  stets ein     Stromübergang    des     Betriebsstromes     zur Wicklung möglich ist, und zwar bei allen  Stellungen des Kommutators, das heisst so,  dass zu keinem Zeitpunkt     beide    Bürsten keine  Hauptlamellen berühren. Im Gegensatz hier  zu sind die Abstände der beiden Teilbürsten  in der     Fig.    10 derart gewählt, dass auch sol  che Bürstenstellungen vorkommen können,  bei denen beide     Teilbürsten    keine Haupt  lamellen berühren können.

   Daraus ist ersicht  lich, dass eine Bürstenanordnung nach     Fig.    10  allein nicht geeignet wäre, um eine störungs  freie Stromzufuhr zu ermöglichen Im Gegen  satz hierzu kann bei     Fig.    11 bei allen Stel  lungen der Bürsten eine störungsfreie Zufuhr  des Betriebsstromes erreicht werden. Mit       Riicksicht    auf die spezielle Bürstenbelastung  durch den Betriebsstrom gibt es einen gün  stigsten Abstand der beiden Teilbürsten von  einander, der eine Grössenordnung hat, wie sie  für     Fig.    11 gewählt ist.  



       Fig.    12 zeigt eine Anordnung, welche die  Verwendung eines einzigen     Kommutators    er-      möglicht, wobei jedoch die Zahl der Blind  lamellen gleich der Zahl der Hauptlamellen  gewählt ist. Um dies zu ermöglichen. muss  der Abstand der beiden Teilbürsten vonein  ander vergrössert werden. Wenn man hier der  Kürze halber von der Breite der Isolations  stege absieht, so wird zweckmässig der lichte  Abstand :der beiden Teilbürsten voneinander  gleich der Summe der Breite einer Haupt  lamelle und der Breite einer Blindlamelle ge  macht und die Breite der Teilbürsten gleich  der Breite einer Blindlamelle. Den Kommu  tator kann man bei dieser Anordnung auch in  zwei Kommutatoren auflösen, die auf der  gleichen Wicklungsseite angeschlossen wer  den und zweckmässig auf derselben Maschi  nenseite liegen.  



  Da die Kommutierungswiderstände gegen  die Transformatorspannung nur im Anlauf  der Maschine wirksam sind,     müssen.    bei  den dargestellten Ausführungsbeispielen zur  Kompensierung der Transformatorspannung  im Lauf, wie bereits erwähnt, entweder noch  die an sich bekannten Wendefelder vorge  sehen sein, oder aber die Maschine muss für  Flussabdrängung ausgebildet sein.     Flussab-          drängung    lässt sich zum Beispiel mit der in  Fig. 2 dargestellten Anordnung erzielen.

   Wie  aus dieser Abbildung hervorgeht, ist durch  Wahl der Haupt- und der Hilfslamellenzahl  gleich einer     ungeraden    Zahl pro     Polteilung     und Anordnung der Bürsten in gleichmässigen  Abständen erreicht, dass bei Kurzschluss von  einzelnen Wicklungsteilen durch die Bürsten  4 und 6 bezw. 5 und 7 diese Wicklungsteile  stets denselben Teilfluss umfassen. Wie sich  aus der Fig. 2 ergibt, wird bei der gezeigten  Stellung des Kommutators durch die Bürsten  4 und 6 ein dünn gezeichneter Stab, durch  die Bürsten 5 und 7 dagegen ein spiegelbild  lich liegender dick gezeichneter Stab kurz  geschlossen.

   Die Stäbe liegen somit unter ein  ander benachbarten Hälften der     zweipolig     gedachten Maschine, das heisst bei Kurz  schluss umfassen die Kurzschlusskreise ein  und denselben     Teil,des    in den Polen erzeug  ten und den Maschinenanker durchsetzenden  Flusses. Der sich über die beiden andern    Polhälften und den Anker schliessende Teil  des Erregerkraftflusses wird somit von kei  nem Kurzschlusskreis umfasst, und es besteht  daher die Möglichkeit, den Fluss aus dem von  den beiden Kurzschlusskreisen umgebenen  Flussweg auf den andern gerade nicht von  einem Kurzschlusskreis umgebenen Flussweg  abzudrängen.

   Dadurch bricht die Transfor  matorspannung in dem Kurzschlusskreis zu  sammen und ein störendes     Bürstenfeuer    ist  auch im Lauf der Maschine     vermieden.     



  Da im Anlauf der Maschine lediglich die  Kommutierungswiderstände zur     Kompensie-          rung    der Transformatorspannung wirksam  sein sollen, kann dort die Flussabdrängung  verhindert werden. Das lässt sich zum Bei  spiel durch eine Verschiebung der Bürsten 5  und 7, und zwar um eine Lamellenbreite nach  rechts oder links erreichen. Dann werden  nämlich durch die Bürsten 4, 6 und 5, 7 je  weils gleichsinnig gelagerte Stäbe (entweder  zwei der dünn     gezeichneten    oder zwei der  dick gezeichneten Stäbe) kurzgeschlossen,  was bedeutet, dass von den     beiden    von den  Polen der Maschine ausgehenden Teilflüssen  der eine durch den einen Kurzschlusskreis  und gleichzeitig der andere durch den andern  Kurzschlusskreis umfasst wird.

   Eine     Fluss-          abdrängung    ist dann nicht mehr möglich.  



  Auch bei der Anordnung nach Fig. 1  lässt sich eine Flussabdrängung erzielen, wenn  nämlich zum Beispiel die Bürsten 5 und 7  um eine Lamellenbreite nach links oder rechts  verschoben werden. Dann liegen die beiden  gleichzeitig angeschlossenen -Ankerstäbe wie  der spiegelsymmetrisch zueinander, das heisst  sie umfassen ein und denselben Teilfluss der  zweipoligen Maschine. Durch Verändern der  Bürstenabstände kann man also vom Zustand  der Flussabdrängung übergehen in den Zu  stand, in dem keine Flussabdrängung statt  findet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wechselstromkommutatormaschine, deren als Sehleifenwicklung ausgebildete Anker wicklung an jeweils durch Blindlamellen ge trennte Hauptlamellen angeschlossen ist und deren Spannungsanschlüsse zu je zwei in ein und derselben Kommutierungszone liegende Bürsten geführt sind, welche untereinander durch eine Impedanz verbunden sind, da durch gekennzeichnet, dass diese Impedanz veränderlich ausgebildet ist, zum Zweck, sie im Anlauf der Maschine mit einem wesent lich grösseren Wert als im Lauf arbeiten zu lassen, und dass ferner ein hinsichtlich seiner Wirkung von der Drehzahl der Maschine ab hängiges Mittel vorgesehen ist, welches im Lauf der Maschine der Transformatorspan nung entgegenwirkt.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensierung der Transforma torspannung im Lauf der Maschine phasenverschobene Wendefelder vorge sehen sind. 2. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensierung der Transforma torspannung im Lauf der Maschine diese für Flussabdrängung eingerichtet ist, in dem der von einem durch eine Bürste kurzgeschlossenen Stromweg umschlun gene Kraftfluss abgedrängt wird auf einen von keinem kurzgeschlossenen Stromweg umschlungenen Hauptflussweg. B. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenbreite so gewählt ist, dass durch eine Bürste nie gleichzeitig zwei Hauptlamellen kurzgeschlossen sein kön nen. 4.
    Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine mit zwei an verschie denen Seiten des Ankers angeordneten Kommutatoren versehen ist, deren korre spondierende Bürsten über die Impedan zen verbunden sind. 5. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass in einem Zeit punkt eine Bürste eines Kommutators ge- rade auf einer Hauptlamelle steht, wäh rend die Korrespondierende Bürste des andern Kommutators gerade auf einer Blindlamelle steht bezw. umgekehrt. G. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Zeitpunkt alle Bürsten des einen Kom mutators auf Hauptlamellen und alle Bürsten des andern Kommutators auf Blindlamellen stehen bezw. umgekehrt. 7.
    Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf jedem Kommutator die Zahl der Hauptlamellen gleich der Zahl der Hilfs lamellen gleich einer geraden Zahl ge wählt ist. B. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände benachbarter ungleichnamiger Bürsten auf jedem Kommutator zuein ander ungleich gewählt sind. 9. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Kommutator die Zahl der Hauptlamellen gleich der Zahl der Hilfs lamellen gleich einer ungeraden Zahl ge wählt ist. 10. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteransprüche 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände benachbarter ungleichnamiger Bürsten untereinander gleich gewählt sind. 11.
    Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Über gang vom Zustand der Flussabdrängung in einen Zustand, in dem keine Flussab- drängung stattfindet, Mittel vorgesehen sind, um die Abstände ungleichnamiger Bürsten auf den Kommutatoren vonein ander zu ändern. 12. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Verbin- dung gleichnamiger Bürsten von auf ver schiedenen Maschinenseiten liegenden Kommutatoren aussen um die Ständer fläche herum geführt ist. 13.
    Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bürste in zwei oder mehrere in Umfangsrichtung aufeinanderfolgende Teilbürsten aufgeteilt ist, die so breit sind, dass jede nie gleichzeitig zwei Hauptlamellen berührt, und dass zwi schen je zwei Teilbürsten eine isolierende Schicht angeordnet wird, die zusammen mit den Teilbürsten zu einer einzigen Bürste zusammengefasst wird. 14. Wechselstromkommutatormaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung der Impedanzen in Ab hängigkeit von der Stellung eines Steuer- organes selbsttätig erfolgt.
CH205641D 1936-03-02 1937-02-23 Wechselstromkommutatormaschine. CH205641A (de)

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