DE968245C - Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen - Google Patents

Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen

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DE968245C
DE968245C DEA20423A DEA0020423A DE968245C DE 968245 C DE968245 C DE 968245C DE A20423 A DEA20423 A DE A20423A DE A0020423 A DEA0020423 A DE A0020423A DE 968245 C DE968245 C DE 968245C
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DE
Germany
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winding
compensating
motor according
connector
commutator
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DEA20423A
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Paul Rauhut
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BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/02AC commutator motors or generators having mechanical commutator characterised by the armature winding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen Zum direkten Antrieb von Fahrzeugen, die aus einem einphasigen Netz gespeist werden, verwendet man Reihenschluß-Kommutatormotoren. Bei ihnen bereitet aber die Beherrschung der transformatorischen Spannung zwischen Nachbarlamellen Schwierigkeiten. Um diese Transformatorspannung herabzusetzen, hat man in vielen Ländern ein besonderes Bahnnetz mit niedriger Frequenz (in Europa I62/3 Hz) geschaffen. In neuerer Zeit ist es gelungen, Reihenschluß-Kommutatormotoren unmittelbar mit Industriefrequenz, z. B. 5o Hz, zu betreiben, so daß ein Anschluß der Fahrleitungen an das allgemeine Landesversorgungsnetz möglich wurde. Baut man hierbei diese sogenannten Direktmotoren nach der klassischen Methode, so muß der Fuß pro Pol stark reduziert werden, da die Transformatorspannung, wegen der mit Rücksicht auf die Funkenbildung im Anlauf und bei geringen Drehzahlen ein gewisser Wert nicht überschritten werden darf, dem Produkt aus Fluß und Netzfrequenz proportional ist. Als wirksamstes Mittel hat sich die Doppelparallelwicklung erwiesen, bei der eine Windung der Ankerwicklung nicht an Nachbarlamellen angeschlossen ist, sondern jeweils an die übernächsten Lamellen, so daß die Lamellenspannung nur der Hälfte der Windungsspannung entspricht. Dadurch kann der Fluß pro Pol auf den doppelten Wert gegenüber der klassischen Einfachparallelwicklung gebracht werden. Eine solche Wicklung ist in Fig. I schematisch und in Fig. I a im Axialschnitt dargestellt. Diese Wicklung benötigt besondere Ausgleichverbinder. Betrachtet man eine Windungsschleife a, so liegt die Ausgleichverbindung d einerseits an derjenigen Lamelle 2, die zwischen den beiden Lamellen I und 3 sich befindet, an welche die betrachtete Schleife a angeschlossen ist, und andererseits an demjenigen Wicklungskopf, der zu dieser Schleife gehört und auf der dem Kommutator gegenüberliegenden Seite liegt. Die Ausgleichverbinder d müssen unter dem Eisenblechpaket g hindurchgeführt werden. Mit einer derartigen Anordnung kann aber nur eine zweifache Schleifenwicklung gebaut werden, bei der a = 2p ist, wo 2a die Zahl der parallelen Zweige der Ankerwicklung und 2p die Polzahl bedeutet.
  • Gegenstand der Erfindung ist nunmehr ein Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere für Speisung mit Industriefrequenz, bei welchen die erwähnten Schwierigkeiten mit der Transformatorspannung auf einfache Weise behoben werden. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Motor mit einer Mehrfachparallelwicklung von a > 2P ausgeführt wird und Ausgleichverbinder aufweist, die durch mindestens eine Unterbrechung im Blechpaket hindurchgeführt werden. Für die Unterbringung der Ausgleichverbinder wird vorzugsweise das Blechpaket in axialer Richtung derart unterteilt, daß die die Trennstellen durchsetzenden Ausgleichverbinder den mit der zugehörigen Windung der Hauptpolwicklung verketteten Fluß in gleiche Teile unterteilen. Mit Rücksicht auf die Stromwendung, also auf die sogenannte Reaktanzspannung, ist es gut, mindestens so viele Ausgleichverbinder anzuordnen, daß sämtliche parallelen Zweige der Wicklung so starr wie möglich miteinander verkoppelt werden. Am wirksamsten ist der Anschluß der Ausgleichverbinder unmittelbar am Kommutator. Konstruktive oder andere Gründe können es aber auch als vorteilhaft erscheinen lassen, die Ausgleichverbinder sämtliche oder teilweise auf der dem Kommutator gegenüberliegenden Seite anzuschließen, bzw. Vergabelungen unter dem Blechpaket zu machen.
  • Es ist für gewisse Wicklungen schon vorgeschlagen worden, das Eisenblechpaket zu unterbrechen und Schaltverbindungen durch diese Unterbrechung hindurchzuführen. Bei dem Erfindungsgegenstand wird aber die Unterbrechung des Eisenblechpakets zu dem Zweck vorgesehen, Ausgleichverbindungen anordnen zu können, die die parallelen Zweige einer Mehrfachparallelwicklung vor a > 2P miteinander koppeln, was durch Verlegung der Ausgleichverbindungen in der Unterbrechung ermöglicht wird.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Fig. 2 zeigt schematisch eine Dreifachparallelwicklung (a = 3P), während in Fig. 2a die gleiche Wicklung im Axialschnitt veranschaulicht ist. Verfolgt man die Windungsschleife k, so erkennt man, daß sie an den Kommutatorlamellen I und 4 angeschlossen ist. Zwischen den Lamellen I und 4 liegen noch die Lamellen 2 und 3. Die Lamellenspannung (d. h. die Spannung zwischen Nachbarlamellen) entspricht also nur einem Drittel der Windungsspannung. Das Blechpaket ist in zwei Teile i und h aufgespalten, deren axiale Längen sich vorzugsweise wie 2 : I verhalten. Durch den Zwischenraum l sind die Ausgleichverbinder geführt, die einerseits an der Hauptwicklung, andererseits am Kommutator angeschlossen sind. Die Ausgleichverbindungen gehen unter dem Blechpaket, also zwischen diesem und der Welle, hindurch. Vom Stab m führt der Ausgleichleiter o zur Lamelle 2 und vom Stab n der Ausgleichleiter P zur Lamelle 3. Die von den Stäben m-o bzw. o-k-p bzw. P-n gebildeten Schleifen umfassen je ein Drittel desjenigen Flusses, der von den Stäben m-k-n umschlungen wird. Daraus geht hervor, daß tatsächlich die Lamellenspannungen I-2 bzw. 2-3 bzw. 3-4 ein Drittel der zwischen den Lamellen I und 4. liegenden Spannung betragen. Bei Wicklungen, bei denen a/p eine ungerade Zahl ist wie hier a/P = 3, kann der elektrische Mittelpunkt der Spulen, der im Wickelkopf liegt, nicht als Anzapfungspunkt für einen Ausgleichleiter benutzt werden, worin ein Gegensatz zur Doppelparallelwicklung liegt.
  • Bei einer Mehrfachparallelwicklung liegen die Spannungspotentiale der parallelen Zweige gegeneinander nicht ohne weiteres fest. Man kann eine solche Wicklung als einfach geschlossene Wicklung bauen. Bei dieser sind die Potentiale aller Lamellen festgelegt. Dadurch kann selbsttätig eine korrekte Spannungsverteilung am Kommutator erzielt werden, ohne daß man auf Ausgleichverbindungen, wie sie eben beschrieben worden sind, angewiesen wäre. Verfolgt man aber den Vorgang der Stromwendung und untersucht dabei insbesondere die Stromänderungen, die auftreten, wenn der Strom, der einer Lamelle zugeführt wird, von der Nachbarlamelle übernommen werden soll, so wird erkannt, daß der Strom in sehr vielen Windungen gewendet werden muß, wodurch eine hohe Reaktanzspannung entsteht. Die einfach geschlossene Wicklung ohne Ausgleichverbinder müßte also bei Belastung versagen. Diese Schwierigkeit wird durch die beschriebenen Ausgleichverbinder überwunden, weil durch sie Nachbarlamellen direkt verkoppelt werden, so daß für die Überführung des Stromes von einer Lamelle auf die folgende der Strom nur auf einem sehr kurzem Weg kommutiert werden muß. Es ist also außerordentlich wichtig, alle Nachbarlamellen durch Ausgleichverbinder so innig wie möglich miteinander zu verkoppeln. Immerhin ist auch ein Kompromiß möglich, wobei im Rahmen des Erträglichen Ausgleichverbinder weggelassen oder zusammengefaßt werden, wie dies z. B. mit Hilfe der normalen Ausgleichverbinder, die auf einer Seite des Blechpaketes oder eventuell auf beiden Seiten desselben potentialgleiche Punkte (im Abstand von 36o° e1.) miteinander verbinden, möglich ist. Es wird darauf hingewiesen, daß nicht nur eine möglichst innige Verkoppelung von Nachbarlamellen von großem Nutzen . ist, sondern auch eine möglichst gute Zusammenschaltung von potentialgleichen Punkten auf einer oder auf beiden Wicklungsseiten mittels normal üblicher Ausgleichleiter. Es werden also am besten alle Lamellen gleichen Potentials durch solche Leitungen verbunden. Statt dessen können die Ausgleichverbinder, wenn auch nicht mit gleich guter Wirkung, auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet werden. Am wirksamsten ist eine Anordnung von Ausgleichverbindern auf beiden Seiten. Immerhin wird man die Zahl und Lage der Ausgleichleiter so wählen, daß sie einerseits den Bau der Maschine nicht zu kompliziert machen, konstruktiv und wirtschaftlich tragbar bleiben und die Dimensionierung des Motors nicht schädlich beeinflussen, aber andererseits noch genügend wirksam sind.
  • Die Fig. 3 und 3 a zeigen in schematischer Weise bzw. im Axialschnitt ein Ausführungsbeispiel für eine Vierfachparallelwicklung (a = 4P), wobei die gleichen Bezugszeichen die gleichen Teile wie in Fig.2 bedeuten. Das Eisenblechpaket ist hier in der Mitte oder etwa in der Mitte der axialen Länge unterteilt. Bei einer solchen Wicklung, bei der a/p eine gerade Zahl ist, hier 4, wird auch der elektrische Mittelpunkt der Spulen, der im Wickelkopf liegt, zum Anschluß der Ausgleichleitung r herangezogen.
  • Man braucht die Stäbe der Hauptwicklung nicht im Zwischenraum des Blechpaketes anzuzapfen. Man kann die Ausgleichleiter auch sämtlich oder teilweise auf einer Seite des Blechpaketes anschließen und, soweit erforderlich, gemeinsam mit der Hauptwicklung durch Nuten des Blechpaketes führen. Fig. 4 zeigt eine Vierfachparallelwicklung, bei der zwar die mittlere Ausgleichleitung r an der Spulenmitte liegt, die anderen Ausgleichleitungen o, P jedoch unmittelbar am Kommutator angeschlossen sind.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 sind sämtliche Ausgleichverbinder an der Spulenmitte angeschlossen. In Fig. 5a dagegen sind die Ausgleichverbinder teilweise nach Fig. 4 (Ausgleichverbinder o) und teilweise nach Fig. 5 (Ausgleichverbinder p) angeschlossen, wobei sich der Vorteil ergibt, daß die Nuten in beiden Teilen h, I des Belchpaketes gleichmäßig mit Hauptwicklung und Ausgleichleitern gefüllt sind. In Fig. 6 sind sämtliche Ausgleichleitungen o, P, r am Kommutator angebracht, so daß die Hauptwicklung k aus vollen Spulen ohne Anzapf- oder Lötstellen vom einen Spulenende zum anderen besteht.
  • Die Ausgleichverbinder müssen nicht unbedingt auf der Kommutatorseite angeschlossen sein. Man kann dafür auch die gegenüberliegende Seite heranziehen, und zwar für alle Ausgleichverbinder oder einen Teil derselben. Schließlich kann man sie teils auf der einen, teils auf der anderen Seite anschließen. Diese Ausführung läßt sich kombinieren mit der Möglichkeit, Lötstellen einzusparen, und zwar durch entsprechende Verlegung von Ausgleichverbindern in Nuten am Außendurchmesser. Als Beispiel zeigt Fig.7 eine Vierfachparallelwicklung, bei der die Ausgleichverbinder o, P, r vollständig unter dem Blechpaket hindurchgeführt werden und der Anschluß auf der dem Kommutator gegenüberliegenden Seite vorgenommen ist. Die Fig. 8 zeigt eine Abwandlung dieser Anordnung mit Unterdrückung je einer Lötstelle für alle Ausgleichleitungen; dafür müssen die Ausgleichverbinder teilweise in die Nuten der Hauptwicklung verlegt werden. In den Fig. 7 und 8 sind die Lamellen mit II, 12, 13 usw. bezeichnet, da die Ausgleichverbinder o, P, r auf andere Weise gegenüber der Haupt wicklung angeschlossen werden müssen, als dies bei den bereits beschriebenen Ausführungsformen der Fall war.
  • Die Ausgleichverbinder müssen auf jeden Fall auf einem Teil ihrer Länge unter dem Eisenblechpaket hindurchgeführt werden. Es ist daher zweckmäßig, sie möglichst induktionsfrei zu machen. Insbesondere soll ihre Streuinduktivität und ihre Zeitkonstante für die Stromwendung möglichst klein gehalten werden. Es ist daher darauf zu achten, daß in ihnen die Ströme von ungleichnamigen Polen sich so gut wie möglich aufheben. Zu diesem Zweck kann man Ausgleichverbindungen, die zu je einem Polpaar oder einem Vielfachen von Polpaaren gehören, bündeln und durch je eine gemeinsame Öffnung zwischen Blechpaket und Welle führen. Um einen ungestörten Übergang von einem Bündel zu einem folgenden zu erleichtern, ist es zweckmäßig, Ausgleichverbinder, die dem Rande eines Bündels angehören, auch durch die benachbarte Öffnung mit dem anderen Bündel zusammen, d. h. doppelt zu führen, so daß Ausgleichleitungen, die dem Ende eines Bündels zugeordnet sind, parallel geschaltet sind zu solchen, die dem Anfang des folgenden Bündels angehören. Weiterhin wird mit Vorteil der Widerstand des magnetischen Flusses, der sich um eine solche Öffnung herum ausbilden kann, vergrößert, z. B. durch Zwischenschaltung einer magnetischen Isolation zwischen Blechpaket und Welle. Damit sich die Ströme innerhalb eines Bündels von Ausgleichleitungen möglichst gut aufheben, macht man zweckmäßig mittels passender Wahl der Zahl der Nuten pro Pol und der Zahl der Leiter pro Nut zu einer ganzen Zahl (K = Lamellenzahl).
  • Durch die erfindungsgemäße Anordnung ist es einerseits möglich, bei Bahnmotoren für niedrige Frequenz von z. B. z62/,; oder 25 Hz den Fluß pro Pol zu erhöhen. Dadurch kann in einem einzigen Motor eine viel größere Leistung untergebracht werden. Seine Polzahl, der Durchmesser und das -Gewicht werden kleiner. Der Motor wird billiger und die Lokomotive leichter, bzw. es können Lokomotiven größerer Leistung gebaut werden.
  • Andererseits ist die Erfindung insbesondere für den Bau von Direktmotoren für Industriefrequenz (z. B. 5o bzw. 6o Hz) von Bedeutung. Die Erhöhung der Frequenz bringt keine Schwierigkeiten mehr. Es können sogar große Leistungen bewältigt werden, ohne daß eine unangenehm große Polzahl gewählt werden muß. Auf die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Elektrifizierung mit Industriefrequenz braucht eigentlich nicht hingewiesen zu werden: Fortfall eigener Bahnnetze, Vereinfachung der Energieverteilung, erhöhte Ökonomie im Energiehaushalt usw. Selbst die schwersten Betriebsbedingungen können durch die neue Bauart erfüllt werden, z. B. schwere Anläufe, besonders auf einer Steilrampe, Dienst auf einer gebirgigen Strecke, Verkehr mit häufigem Anhalt, schwerer Güterzugsbetrieb, lange Fahrten mit niedriger Geschwindigkeit usw.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung bringt erhebliche Vorteile hinsichtlich der Kommutation. Die Reaktanzspannung wird wesentlich herabgesetzt. Außerdem entsteht eine erhöhte Sicherheit gegen Rundfeuer. Die Vorteile hinsichtlich der Transformatorspannung sind offensichtlich. Es sind aber auch zusätzliche, an sich bekannte Maßnahmen zur Bekämpfung der Transformatorspannung und zur Verbesserung der Kommutation möglich, wie z. B. Widerstandsverbinder. Diese können zwischen Kommutator und Wicklung angeordnet werden, wobei der Anschluß an Wickelköpfe auf der Kommutatorseite oder auf der gegenüberliegenden Seite erfolgen kann. Auch die Ausgleichverbinder selbst können mit erhöhtem Widerstand ausgeführt werden.
  • Die Hauptwicklung kann z. B. in an sich bekannter Weise als Latourwicklung gebaut werden, wobei je zwei Spulen verschiedener Sehnung parallel liegen, so daß der gewendete Strom auf verschiedene Nuten verteilt wird. Man kann auch eine an sich bekannte Froschbein-Wicklung vorsehen, um normale Ausgleichverbinder zu sparen.
  • Sandwich- oder Spreiz-Kohlebürsten verringern bekanntlich den auf die Transformatorspannung zurückgehenden Bürstenkurzschlußstrom und verbessern die mechanischen Bedingungen der Stromführung. Ferner können bei Verwendung von Spaltkohlen in bekannter Weise zwischen die beiden Hälften der Kohlen Stromteiler-Drosselspulen eingeschaltet werden, die einerseits einen induktiven Widerstand gegenüber der Transformatorspannung darstellen, andererseits eine gleichmäßige Stromverteilung auf die Bürstenhälften erzwingen. Über diese Drosselspulen kann man auch transformatorisch eine Gegenspannung gegen die Transformatorspannung einführen.
  • Bei nicht zu kleiner Geschwindigkeit -wird man selbstverständlich die Transformatorspannung über die Wendepole mehr oder weniger aufheben, und zwar entweder durch bekannte Wendepol-Shunte, die man auch mit induktiven oder kapazitiven Widerständen kombinieren bzw. stufenweise je nach Geschwindigkeit kurzschließen kann. Auch eine andere Erregung der Wendepole, z. B. im Nebenschluß vom Lokomotivtransformator aus, kann nützlich sein.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere für Speisung mit Industriefrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor mit einer Mehrfach-Parallelwicklung von a > 2 p ausgeführt wird und Ausgleichverbinder aufweist, die durch mindestens eine Unterbrechung im Blechpaket hindurchgeführt sind.
  2. 2. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß alle Nachbarlamellen durch Ausgleichverbinder starr miteinander gekuppelt sind.
  3. 3. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß alle benachbarten Wicklungsköpfe auf der dem Kommutator gegenüberliegenden Seite starr miteinander gekuppelt sind.
  4. 4. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß alle benachbarten Windungen der Hauptwicklung durch Ausgleichverbinder starr miteinander gekuppelt sind, die teils an Lamellen und teils an Wicklungsköpfe, die auf der dem Kommutator gegenüberliegenden Seite liegen, angeschlossen sind.
  5. 5. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Eisenblechpaket axial unterteilt ist und die Ausgleichverbinder zwischen den unterteilten Blechpaketen hindurchgeführt sind.
  6. 6. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichverbinder mindestens teilweise an Stäben der Hauptwicklung im Schlitz des Blechpaketes befestigt sind.
  7. 7. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichverbinder mindestens teilweise nur an Enden der Wicklungsspulen der Hauptwicklung angeschlossen und durch die Nuten der Hauptwicklung geführt sind. B.
  8. Motor nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß alle potentialgleichen Spulen durch normale Ausgleichverbinder miteinander verbunden sind.
  9. 9. Motor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Widerstandsverbindungen vorgesehen sind, die vorzugsweise zwischen Kommutator und Wicklung liegen. io. Motor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandsverbinder mindestens teilweise in die Ausgleichverbinder verlegt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 579 89o# 744 563 Richter: Lehrbuch der Wicklungen elektrischer Maschinen, 1952, S. 6o bis 64; ETZ 1931, Heft 31, S. 995ff.
DEA20423A 1954-05-13 1954-05-29 Einphasen-Kommutatormotor zum direkten Antrieb von Fahrzeugen Expired DE968245C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE579890C (de) * 1929-02-14 1933-07-04 Oesterreichische Siemens Schuc Einphasenkollektormotor fuer Netzfrequenzen ueber 25 Hertz
DE744563C (de) * 1941-05-07 1944-01-20 Julius Pintsch Kom Ges Wechselstromkommutatormaschine mit Unterdrueckung der Transformatorspannung durch Flussabdraengung

Patent Citations (2)

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DE744563C (de) * 1941-05-07 1944-01-20 Julius Pintsch Kom Ges Wechselstromkommutatormaschine mit Unterdrueckung der Transformatorspannung durch Flussabdraengung

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