CH201787A - Akustischer Signalapparat. - Google Patents

Akustischer Signalapparat.

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CH201787A
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Harald Ekman Olof Ingemar
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Harald Ekman Olof Ingemar
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Description


  Akustischer Signalapparat.    In akustischen Signalapparaten,     sogenann-          ten    Sirenen, die zum Hervorbringen kräftiger  charakteristischer Signale, beispielsweise für  Feueralarm, oder die als Signalhupen speziel  ler, mit hoher     Geschwindigkeit    fahrender  Wagen benutzt werden, wird der Ton für  gewöhnlich durch Pressluft erzeugt, die mit  bestimmten Zwischenzeiten aus einer Kam  mer ausgestossen wird.

   Meistens erzeugt man  die Pressluft mit Hilfe eines Flügelrades, das  mit hoher Geschwindigkeit innerhalb einer  Zylinderwand umläuft, in der eine Anzahl  Schallöffnungen     ausgespart    sind, die während  der Umdrehung des Flügelrades abwechselnd  geöffnet und geschlossen werden, und zwar  entweder durch einen mit entsprechenden  Öffnungen     versehenen        Umfangsflansch    des  Flügelrades oder durch einen besonderen  Schieber mit ähnlichen Öffnungen. Die  Schallöffnungen der Zylinderwand werden  hierbei allmählich geöffnet und geschlossen,  so dass man den ganzen Vorgang des Frei  legens der Schallöffnungen durch eine     sinus-          förmige    Kurve graphisch veranschaulichen  kann.

   Eine auf diese Weise wirkende Sirene  kann aber einen in vielen Fällen gewünschten    oder erforderlichen scharfen Ton nicht erzeu  gen. Um einen scharfen Ton zu erzeugen,  sollen nämlich die Öffnungs- und     Schlie-          Bungsperioden    im     Verhältnis        zur    ganzen Frei  legungsperiode möglichst kurzdauernd ge  macht werden, am     besten    nur einen Augen  blick lang, in welchem Falle die     Sinuskurve     der graphischen Darstellung des     Freilegungs-          vorganges    durch ein annähernd rechteckiges  Gebilde ersetzt wird.

   Die der geleisteten Ar  beit entsprechende Fläche wird dann entspre  chend grösser als diejenige eines nach der       Sinusform    verlaufenden Vorganges.  



  Die Erfindung hat zum Zwecke, einen       akustischen    Signalapparat zu schaffen, der  ein schnelleres Öffnen und Schliessen der  Schallöffnungen der     Pressluftkammer        zulässt,     als bei Sirenen mit     umlaufendem    Flügelrad  möglich ist.  



  Die     Erfindung    betrifft einen akustischen  Signalapparat mit einer     Pressluftkammer,    aus  der die Pressluft durch mindestens eine  Schallöffnung zeitweilig ausgestossen wird  und zeichnet sich dadurch aus, dass jede  Schallöffnung mit einem     Abschlussorgan    ver  sehen. ist, das einerseits durch eine mit dem      Öffnen des Abschlussorganes abnehmende       Sperrkraft,    die dasselbe in geschlossener Lage  zu halten strebt, und anderseits durch eine ab  wechselnd zu- und abnehmende Gegenkraft  beeinflusst wird, die bestrebt ist, das     Ab-          sehlussorgan    zu öffnen und deren Höchstwert  genügend ist, um die Sperrkraft zu überwin  den.

   Die Gegenkraft, die in der nachstehenden  Beschreibung als Öffnungskraft bezeichnet  wird, wird deshalb das Absehlussorgan mit  einer Geschwindigkeit öffnen, die um so  höher wird, je mehr die Sperrkraft abnimmt.  Sie kann zum Beispiel mit dem Quadrat der  Entfernung abnehmen. Falls der Apparat so  konstruiert wird, dass das Abschlussorgan  während des     Öffnens    ausserhalb des Wir  kungsgebietes der Sperrkraft tritt, kann die  Geschwindigkeit weiter zunehmen, weil die  Öffnungskraft eine     Sperrkraft    nicht mehr zu  überwinden braucht.

   Im letztgenannten Falle  ist es erforderlich, um das geöffnete Ab  schlussorgan wieder in den Bereich der Sperr  kraft zu bringen, wenn die Öffnungskraft  aufhört oder genügend herabgesetzt wird, dass  die Sperrkraft entweder augenblicklich ver  grössert oder dem Abschlussorgan eine Initial  bewegung erteilt wird, wie es zum Beispiel  durch die Schwerkraft, durch Federwirkung  oder dergl. erfolgen kann. Das Abschluss  organ wird dann unter der Wirkung der  Sperrkraft in die Schliesslage bewegt, und  zwar mit einer Geschwindigkeit, die um so  höher wird, je mehr das Abschlussorgan sieh  der Schliesslage nähert. Sie kann zum Bei  spiel umgekehrt proportional dem Quadrat  der Entfernung von der Schliesslage zu  nehmen.

   Die Erfindung ermöglicht, den Ap  parat so zu bauen, dass die gleiche Beschleu  nigung in beiden Richtungen erreicht wird,  wie dies bei einer magnetischen Anziehung  der Fall ist. Die Öffnungskraft kann ver  schiedener Art sein. Beispielsweise kann sie  auf pneumatischem oder elektromagnetischem  Wege oder auch durch eine mechanische Vor  richtung erzeugt werden.  



  Bei der     Verwendung    einer pneumatischen  Öffnungskraft kann zweckmässig die Press  luft, die zwecks Erzeugung des Schalles aus-    gestossen werden soll, gleichzeitig für die Er  zeugung der Öffnungskraft benützt werden.  Durch die Verwendung einer äussern Sperr  kraft kann man als Abschlussorgan zum Bei  spiel eine sehr biegsame Membran oder ein  anderes leichtbewegliches Absehlussorgan  wählen, das eine geringe blasse hat und da  durch eine grosse Beschleunigung zulässt.  



  Bei der Verwendung eines Magnetes oder  eines Elektromagnetes zur Erzeugung der  Sperrkraft kann man die Grösse der erforder  lichen Öffnungskraft. durch Regelung der  Feldstärke des Magnetes - wie z. B. durch  Einführen eines veränderlichen Luftspaltes in  den Magnetkreis - oder der Stromstärke des  Elektromagnetes beliebig regeln, und man  kann somit auf einfache Weise eine genaue       Einstellung    der Arbeitsleistung erreichen, die  im einen oder andern Falle gewünscht ist.  Durch diese Regelung der Sperrkraft kann  man die Frequenz der Ein- und Ausrückung  der     Öffnungskraft    und damit die Frequenz  der Aussendung des Schalles ändern.

   Ein  weiterer Vorteil der Ausführung bei der Ver  wendung einer magnetischen Sperrkraft be  steht darin, dass die Einrichtung mit prak  tisch gleichbleibendem Magnetfeld arbeitet.  



  In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes  dargestellt. und zwar stellt Fig. 1 einen  Schnitt durch einen akustischen Signalappa  rat gemäss der Erfindung mit pneumatischer  Offnungskraft dar; Fig. 2 zeigt eine ge  änderte     Ausführungsform    des Apparates nach       Fig.    1;     Fig.    3 ist ein Schnitt eines akusti  schen Signalapparates abgeänderter Bauart.

    aber ebenfalls mit pneumatischer Öffnungs  kraft;     Fig.    4 ist ein Schnitt eines erfindungs  gemässen Signalapparates mit zwei     Abschluss-          organen;        Fig.    5 ist ein Längsschnitt einer  weiter abgeänderten Ausführungsform, und       Fig.    6 ist. ein Querschnitt nach der Linie  6-6 in     Fig.    5;     Fig.    7 ist ein Schnitt längs  der Linie     VII-VII    der     Fig.    1;     Fig.    8 ist ein  Schnitt längs der Linie     VIII-VIII    der       Fig.    4.

   Die     gleichen    Bezeichnungen     beziehen     sich auf entsprechende Teile in sämtlichen  Figuren.      In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Kammer, die  durch eine Öffnung 2 mit einem     Pressluft-          behälter    3 in Verbindung steht und einen in  ein Horn 4 mündenden     Austrittskanal    auf  weist, der durch ein Abschlussorgan 6 über  wacht ist. Das Abschlussorgan 6 besteht aus  einer leichten, federnden Membran, wie z. B.  einem federnden Stahlblatt, dessen eines Ende  7 fest     eingespannt    ist und dessen beweglicher  Teil den Anker eines Elektromagnetes 8 bil  det, dessen Kern 9 einen Polschuh 10 trägt.

    auf welchem das freie Ende der Membran 6  in ihrer geschlossenen Lage aufliegt und wel  cher einen Teil der Wand des     Austrittskanals     5 bildet. Der Stromkreis des Elektromagne  tes enthält zweckmässig einen veränderlichen  Widerstand 11 in Reihe mit der Stromquelle  12. Die Grösse der Öffnung 2 zwischen Kam  mer 1 und Behälter 3 kann durch die  Schraube 13 verändert werden.  



  Die Arbeitsweise ist wie folgt:  Es sei angenommen, dass das     Abschluss-          organ    6 in der dargestellten     geschlossenen     Lage und die Kammer 1 mit Luft atmosphä  rischen Druckes gefüllt ist. Jetzt findet durch  die     Öffnung    2 eine     Überströmung    der Press  luft aus dem Behälter 3 in die     Kammer    1  statt. Die Membran 6     wird    also einem zu  nehmenden Druck ausgesetzt, der bestrebt ist,  die Membran vom Polschuh 10 zu entfernen.

    Wenn dieser Druck die entsprechend einge  stellte Anziehungskraft des Magnetes 8 über  windet, bewegt sich die Membran in ihre  offene Lage, und zwar mit einer Kraft, die  in dem Masse vergrössert wird, in welchem  die Anziehung des Magnetes abnimmt, d. h.  mit einer stark     beschleunigten    Geschwindig  keit. Eine gewisse Menge der Pressluft wird  deshalb durch das Horn 4 ausgestossen, der  Druck in der Kammer 1 sinkt und die Mem  bran wird durch den Magneten 8 angezogen  und wieder in ihre geschlossene Lage bewegt.  Sobald ein neuer Höchstdruck in der Kam  mer 1 gebildet wird, wiederholt sich der be  schriebene Vorgang.  



  Die Regelung der     Zurückbewegung    der  Membran 6 kann entweder durch Regelung  des     Stromkreises    des     Elektromagnetes    8 oder    durch Einstellung der Grösse der Öffnung 2  erfolgen, um eine genügende Pause der       Schallaussendung    zu erreichen.

   Wenn, der       Stromkreis    des Magnetes derart geregelt     wird,     dass die Stärke des Feldes     zunimmt,        dann     muss: ein höherer Luftdruck unterhalb der  Membran erreicht werden, ehe die Membran  ihre     Öffnungsbewegung        einleitet.        Hierdurch     erfolgt     eine    schnelleres     Ausschwenken    der  Membran 6 und somit ein schnelleres Aus  strömen des Luftstromes in das Horn; auch  strömt eine grössere Luftmenge pro Zeitein  heit während des ersten Teils der Öffnungs  periode aus.

   Eine steilere Wellenfront der  Druckluft wird erreicht und somit auch ein  Schall höherer     Intensität    als erreicht wäre,  wenn Luft niedrigeren Druckes und mehr all  mählich als im vorliegenden Falle ausge  stossen würde.  



  Bei der     Entfernung    der     Membran    vom  Polschuh 10     muss    die im Kanal 5 oberhalb  der Membran befindliche Luft zuerst nach       aussen    gedrängt werden. Hierdurch erhält  man auch eine Dämpfung des Stosses der  Membran 6 gegen die obere Wand des Ka  nals 5.  



  Wenn der der Membran 6 zugekehrte Pol  des Magnetes 8 beispielsweise ein Nordpol  ist, dann     wird    der gegen den Polschuh 10 an  liegende Teil der     Membran    ein Südpol. Wenn  erwünscht, dann kann man in der obern  Wand des Kanals 5 einen Hilfsmagneten mit       Nordmagnetismus    anbringen, der derart  wirkt, dass er bei starken     Ausschlägen    der  Membran, d. h.

   bei Einstellung für grösseren  Luftdruck in der Kammer 1,     unterstützt     durch die Trägheit der Membran, diese wäh  rend einer längeren Zeitdauer von dem Mag  neten 8 entfernt hält, weil die Membran bei  grösseren Ausschlägen in     ein    immer stärker  werdendes Feld des gesamten     Hilfsmagnetes          eintritt.     



  Damit die     Einrichtung    wie beabsichtigt  wirken kann, ist es unbedingt notwendig, dass  die Sperrkraft, die das     Abschlussorgan    in ge  schlossener Lage zu halten strebt, mit der       Öffnungsbewegung    desselben     abnimmt,    da  die Membran sonst eine Gleichgewichtslage      zwischen geschlossener und ganz offener Lage  einnehmen oder um eine solche Lage schwin  gen würde.  



  Fig. 2 stellt eine Abänderung des Aus  trittskanals 5 dar. Der Kanal 5 ist an seiner  Mündung, d. h. in der Nähe des Hornes 4  und ausserhalb der Bewegungsbahn der Mem  bran eingeschnürt, und zwar symmetrisch von  oben und unten, damit die Luftsäule im Horn  durch den Druckstoss der austretenden Luft  zentral angegriffen werden kann.  



  Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei  welcher der das Abschlussorgan 6 zwischen  Druckkammer 1 und Horn 4 bildende An  ker des Sperrmagnetes 8 die Form eines  Kegelmantels aufweist. Der Kern 9 des Mag  netes 8 ist schalenförmig, und zwar bildet.  das Innere des Kerns die Druckkammer 1,  die durch Öffnungen 2 im Boden des Kerns  mit dem Pressluftbehälter 3 in Verbindung  steht. Der Kern 9 weist an seinem innern  Rand einen Sitz 15 für das kegelige Ab  schlussorgan 6 auf. Das Horn 4 steht mit  einem im obern Teil des Gehäuses vorgesehe  nen, das Abschlussorgan 6 umgebenden Ring  raum 16 in Verbindung. Die Wirkungsweise  ist ähnlich der     oben    beschriebenen.

   Zwecks  Führung des     Abschlussorganes    in seine rich  tige Lage auf dem Sitz 15 kann man eine an  der Spitze des Kegels 6 angreifende Zugfeder  17 verwenden.  



  Mehrere als Abschlussorgane wirkende  Einzelanker können parallel angeordnet wer  den. In diesem Falle muss jedoch     Synchronis-          mus    zwischen den     Bewegungen    der Anker  bestehen, damit der Ton rein wird. Eine Lö  sung dieser Aufgabe setzt das Erfüllen fol  gender Bedingungen voraus:  Eine gemeinsame Druekkammer zum Be  wirken der Öffnungsbewegung der Abschluss  organe muss vorhanden sein, so dass die  Drücke auf die einzelnen Abschlussorgane  sychron verändert werden. Jede Membran  muss für sich ein für allemal eingestellt wer  den können, und zwar durch Widerstände im  Kreise des Elektromagnetes oder etwa durch  Verwendung von Membranen bestimmter  Spannung.

   Eine Einrichtung zur selbsttäti-    gen     gegenseitigen        Betätigung    der einzelnen  Abschlussorgane muss vorhanden sein, so dass,  wenn ein Organ geöffnet wird, dasselbe das  Öffnen der übrigen Organe unterstützen       kann.    Dies kann zum Beispiel dadurch er  reicht werden, dass man sämtliche Abschluss  organe in einem gemeinsamen     Sperrmagnet-          kreis    mit dem Magnet in Serie anordnet, so  dass eine Schwächung der Anziehungskraft  aller Abschlussorgane selbsttätig erfolgt,  wenn durch die Bewegung eines der Ab  schlussorgane der magnetische Kreis geöffnet  wird. Eine Ausführungsform dieser Gattung  ist in Fig. 4 dargestellt.  



  Der Kern 9 des Magnetes 8 bildet die  Wand einer Druckkammer 1, die durch Lö  cher     \?    mit einem nicht. dargestellten     Pressluft-          behälter    in Verbindung steht. Die Verbin  dung zwischen der Druckkammer 1 und dem  Horn 4 wird durch zwei als Membranen aus  gebildete     Abschlussorgane    61 und 62 über  wacht. Diese Organe stützen sich in ihrer ge  schlossenen Lage mit     ihren    freien Enden über  einem Polschuh 10 zu beiden Seiten einer  nicht magnetischen Masse 18 auf diese ab.  so dass in dieser Lage ein geschlossener Mag  netkreis durch die Membranen vorhanden ist.  Wenn eine Membran, wie z.

   B. 61, sich vor  der andern öffnet. dann entsteht ein Luft  spalt zwischen 10 und 61 und bewirkt dadurch  eine     Schwächung    der Anziehungskraft, so  dass letztere die andere Membran 6' nicht  mehr in geschlossener Lage halten kann.  Auch die     Membran    6'     wird    sich deshalb so  gleich öffnen.  



       Fig.    5 stellt eine Ausführungsform dar.  die mit     einem    besonders leichten und     leicht-          bcwegliclien        Abschlussorgan    ausgerüstet ist,  das sich im schnellen Takt. bewegen kann       imd    somit das Aussenden von Schallstössen  hoher Frequenz erlaubt.  



  In dieser Ausführungsform sind der  Magnet 8 und der Kern 9 zentral im     Press-          luftbehälter    3 angeordnet, mit dessen Boden  der säulenähnliche Kern metallisch verbun  den ist. Der Kern 9 trägt einen Polschuh 10  in Form eines geschlossenen Zylinders, der  etwa finit einem nichtmagnetisehen Material      gefüllt werden kann. Oben ist der Zylinder  10 von der ringförmigen Druckkammer 1 um  geben, deren Seitenwand durch die obere  Wand des Behälters 3 gebildet ist. Die Kam  mer 1 ist gegen das Innere des Behälters 3  zu mit einem Boden 20 eines nichtmagneti  schen Materials versehen, der durch Öffnun  gen 2 durchbrochen ist.

   Oben wird die Druck  kammer durch das ringförmige     Abschluss-          organ    6 geschlossen, das den beweglichen An  ker des Magnetes darstellt. Das Abschluss  organ 6 wird durch eine dünne Membran 21  getragen, die in ihrer Mitte an einem den Zy  linder 10 schliessenden Deckel 22 nichtmag  netischen Materials festgespannt ist. Oberhalb  der Membran ist eine Anschlagplatte 23 vor  gesehen, die in der geschlossenen Lage des  Absehlussorganes zwischen sich und der  Membran einen Zwischenraum bildet. Die  Anschlagplatte und die Membran werden  durch die Schraube 24 in ihrer Lage ge  halten.

   Die Anschlagplatte dient zur Be  grenzung der Öffnungsbewegung des     Ab-          schlussorganes    und ist mit Löchern versehen,  um die Bewegung des Organes und der Mem  bran nicht zu hindern. Das Abschlussorgan 6  trägt am äussern Umfang einen Flansch 25,  der teils zur Versteifung des ringförmigen  Abschlussorganes und teils zum Überwachen  von Kanälen 26 dient, die zu einem zentralen  Horn 4 führen.  



  Die Wirkungsweise ist im     grossen    und  ganzen dieselbe wie beim Beispiel     gemäss     Fig. 4 beschrieben. Infolge des Druckes in  der Kammer 1 wird der Ring 6 mit einer zu  nehmenden Geschwindigkeit gehoben, so dass  ein schnelles Austreten der verhältnismässig  geringen Luftmasse, die in der Kammer 1  aufgenommen werden kann, möglich ist, wor  auf der Magnet den Rang 6 wieder anzieht,  und zwar ebenfalls mit zunehmender Ge  schwindigkeit, ehe der Druck in der Kam  mer 1 durch das Einströmen der Druckluft  vom Behälter 3 durch die kleinen Löcher 2  wieder bis zum Öffnungswert gesteigert wor  den ist. Der Behälter 3 wird durch die Öff  nung 30 von einer nicht dargestellten Quelle  mit Druckluft gespeist.

      In dieser     Ausführungsform    muss der Be  hälter 3 aus einem magnetischen Material  hergestellt werden, weil er in dem geschlos  senen Magnetkreis eingeschlossen ist, der  durch den gern 9, den Polschuh 10, den Ring  6 und den Behälter 3 gebildet wird, wie durch  Pfeile in     Fig.    5 angedeutet ist.  



  Die Membran ist äusserst dünn, um das  Austreten geringer Luftmengen hohen     Druk-          kes    in schneller Reihenfolge zu gestatten und  dadurch das Aussenden eines scharfen Tones  mit geringem Energieverbrauch zu ermög  lichen. Die Membran     kann    entweder aus  einem dünnen Metall, wie z. B.     Duralu-          minium,    oder auch aus     einem    nichtmetalli  schen Material hergestellt werden, wie z. B.  aus imprägniertem Gewebe, wie tropen  lackierter Rohseide oder     dergl.     



  Gegebenenfalls kann die Membran durch  eine kleine Anzahl     dünner    aber widerstands  fähiger, nachgiebiger Speichen ersetzt wer  den, die an dem Deckel 22 befestigt sind. Im  Falle der Verwendung einer Membran aus  Rohseide oder     dergl.    kann der Ring 6 zweck  mässig an die Membran festgeklebt oder auch  genietet werden. Man kann aber auch Eisen  pulver unmittelbar auf die Membran spritzen,  um das     ringförmige        Abschlussorgan    zu bilden.  Dieses soll am Umfang versteift werden, so  dass, wenn die Luft den Ring an     einem    Punkt  des Umfanges hebt, der übrige Teil des Rin  ges an der     Bewegung    teilnimmt und gleich  zeitig auch vom Polschuh 10 entfernt wird.  



  Zwecks Erleichterung des gleichzeitigen       Hebens    des ganzen Ringes kann     beispielsweise     die     Anordnung    so getroffen werden, dass man  statt des Zylinders 10 aus     magnetischem    Ma  terial axial verlaufende Magnetstäbe ver  wendet, die abwechselnd Nord- und Südmag  netismus besitzen, wie in     Fig.    6 angedeutet  ist, wo<B>8</B> Stäbe mit Südmagnetismus und  N Stäbe     mit    Nordmagnetismus bezeichnen,  die in den im übrigen aus einem     unmagneti-          schen    Material hergestellten Zylinder einge  bettet und auf der untern Seite paarweise  durch magnetisch leitendes Material verbun  den sind.

   Das Magnetfeld verläuft in Reihe  dreh diese Magnete     und    magnetisch leitende      Teile des im übrigen urmagnetischen Ringes  6, und wenn der Ring an einem Punkt ge  hoben wird, dann wird an diesem Punkt der  Widerstand in dem Magnetkreis vergrössert.  wodurch der Magnetfluss schwächer wird und  gestattet, dass auch die übrigen Teile des Rin  ges gehoben werden. Um hierbei eine Strö  mung der Luft in der Umfangsrichtung des  Ringes zu vermeiden, falls dieser an einem  Punkt gehoben wird, können radial verlau  fende Trennwände in der Hammer 1 vorge  sehen werden; gegebenenfalls können diese  Trennwände an der untern Seite des Ringes 6  befestigt sein.  



  Anstatt des urmagnetischen Materials  zwischen den Stäben S, N kann man selbst  verständlich die Stäbe frei aufstellen, d. h.  nur durch die Luft voneinander getrennt, wo  bei dann die Druckkammer 1 auf ihrer innern  Seite nicht durch diese Stäbe begrenzt sein  kann, sondern auf eine andere Weise begrenzt  werden muss.  



  Nebst der magnetischen Kraft kann als       Sperrkraft    auch eine Adhäsionskraft oder  dergl. benutzt werden, wie z. B. durch die  Verwendung gut eben geschliffener und mit  Öl befeuchteter Berührungsflächen zwischen  Abschlussorgan und Polschuh. Gegebenen  falls kann die Sperrkraft auch aus einer an  dern als einer magnetischen Kraft bestehen;  Bedingung ist jedoch, dass sie mit dem Öff  nen des Abschlussorganes abnimmt. Es mag  erwähnt werden, dass anstatt einer wie in den  vorstehenden Beispielen beschriebenen pneu  matischen Kraftquelle zur Erzeugung der  Öffnungskraft auch eine elektromagnetische  oder eine mechanische Kraftquelle, wie z. B.  eine Federeinrichtung benutzt werden kann.  



  Unabhängig von der Art der Kraftquelle  kann die konstruktive Ausbildung zur Ver  wertung der Öffnungskraft derart sein, dass  der Stromkreis des Sperrmagnetes, wenn es  sich um     einen    Elektromagneten handelt, in  dem Moment geöffnet wird, wenn die Öff  nungskraft bis zum Wert gesteigert ist, bei  welchem die Sperrkraft überwunden wird.  Hierdurch wirkt schon vom Anfang der Öff-    nungsbewegung an nur noch die Öffnungs  kraft auf das Abschlussorgan ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Akustischer Signalapparat mit einer Pressluftkammer, aus der die Pressluft durch mindestens eine Schallöffnung zeitweilig ausgestossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schallöffnung mit einem Abschluss- organ versehen ist, das einerseits durch eine. mit dem Öffnen des Abschlussorganes ab nehmende Sperrkraft, die dieses Organ in ge- sehlossener Lage zu halten strebt, und ander seits durch eine abwechselnd zu- und ab nehmende Gegenkraft beeinflusst wird, die bestrebt ist. das Abschlussorgan zu öffnen und deren Höchstwert genügend ist, um die Sperrkraft zu überwinden.
    U\ TERAN SPRtrCHE 1. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Öffnen des Abschlussorganes die nende Gegenkraft durch die in der Press- luftkammer eingeschlossene Pressluft aus geübt wird, wobei das Abschlussorgan als eine Membran ausgebildet ist, die dem Druck in der Pressluftkammer ausgesetzt ist. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrkraft zwecks Ermöglichung der Regelung des erforderlichen Öffnungsdruckes veränder lich ist. 3.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ab schlussorgan aus einer am einen Ende ein gespannten Membran besteht, die in ihrer geschlossenen Lage am Kern des die Sperrkraft erzeugenden Sperrmagnetes anliegt. 4.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gern des Sperrmagnetes einen Teil der Wand eines von der Pressluftkammer aus füh- renden Austrittskanals bildet, wobei die Membran in der Längsrichtung dieses Kanals angeordnet ist, indem sie an dem von der Mündung abgekehrten Ende des Kanals eingespannt und mit ihrem freien Ende zwischen dem genannten, vom Ma gnetkern gebildeten Wandteil und der gegenüberstehenden Wand des Kanals beweglich ist. 5. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus trittskanal ausserhalb der Bewegungs bahn der Membran gegen die Mündung des Kanals eingeschnürt ist. 6.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ab schlussorgan als Kegelmantel ausgebildet ist, und dass der Sperrmagnet mit einem ringförmigen Kern versehen ist, der einen Sitz für das Abschlussorgan aufweist. 7. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern des Sperrmagnetes als Schale ausgebildet ist, die die Wand der Pressluftkammer bildet und deren Boden mit Öffnungen versehen ist, die die Pressluftkammer mit einem Pressluftbehälter verbinden, wäh rend der Rand der Schale einen ringför migen Sitz für das Abschlussorgan bildet. 8.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit ein und derselben Pressluftkammer verbundene und durch einen gemeinsamen, die Sperr kraft erzeugenden Elektromagneten über wachte Abschlussorgane in ihrer geschlos senen Lage Teile des Magnetkreises des Sperrmagnetes bilden, so dass beim Öff nen eines von ihnen die Anziehungskraft des Sperrmagnetes genügend geschwächt wird, um auch das andere Abschlussorgan praktisch gleichzeitig zum Öffnen zu bringen. 9.
    Akustischer Signalapparat nach Patentan- spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da- durch gekennzeichnet, dass das Abschluss- organ aus einer ringförmigen Platte be steht, die durch eine zentral eingespannte Membran getragen und geführt ist, wobei eine Anschlagplatte oberhalb der Mem bran vorgesehen ist, um die Öffnungsbe wegung des Abschlussorganes zu begren zen. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ring förmige Platte in der Umfangsrichtung versteift ist.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Platte am äussern Umfang mit einem Flansch versehen ist, der nach einem Horn führende Austrittsöffnungen überwacht. 12. Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2, 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressluftkammer einen durch das Ab schlussorgan überbrückten Ringraum ausserhalb eines zylinderförmigen Teils des Kernes des Sperrmagnetes, d. h. zwi schen diesem Teil und einer Behälter wand darstellt. 13.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der den Polschuh bildende, zylinderförmige Teil des Sperrmagnetes abwechselnd Nord- und Südmagnetismus besitzende Stäbe aufweist, das Ganze derart, dass das Magnetfeld in Reihe durch diese Stäbe und durch magnetische Teile des Abschlussorganes verläuft. 14.
    Akustischer Signalapparat nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1, 2, 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressluftkammer mit radialen Trennwän den versehen ist, die an dem ringförmigen Abschlussorgan befestigt sind.
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