CH201622A - Verfahren zur Herstellung von Melamin. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Melamin.Info
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Description
Verfahren Herstellung von Bielamin. Es ist bekannt, dass beim Erhitzen einer Lösung von Dicyandiamid in flüssigem Am moniak während einigen Stunden bei<B>100'</B> Melamin entsteht .(Franklin J. Am. Chem. Soc., 44, 504 [1922]). Die dabei erhältlichen Ausbeuten liegen jedoch unterhalb von 30 %. Sie können gemäss Patent Nr. 199784 erhöht werden, wenn eine geringere Menge Am moniak verwendet wird, als zur Lösung des Dicyandiamids bei Zimmertemperatur erfor derlich ist.
Noch höhere Ausbeuten, und zwar bis zu 100% werden gemäss Patent schrift Nr. 189406 erhalten, wenn ungefähr gleiche Teile Dicyandiamid bezw. Cyanamid und flüssiges Ammoniak bei etwa<B>160'</B> be handelt werden. Bei diesem Verfahren ent stehen allerdings Drucke von rund 200 Atmo sphären, was umständliche und kostspielige Hochdruckapparaturen bedingt.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Mel- amin aus einem Cyanderivat des Ammoniaks der Formel (CN,H,)x, wobei x eine ganz- zahlige Ziffer nicht grösser als 2 bedeutet, un ter Zusatz von flüssigem Ammoniak, da durch gekennzeichnet, dass man die Reaktion bei Temperaturen in der Nähe von<B>100'</B> ein leitet und hierauf unter Abdestillieren von Ammoniak bei höherer Temperatur und einem wesentlich unter 200 Atmosphären liegenden Druck zu Ende führt.
Dieses Verfahren erlaubt, unter Vermei dung der vorstehend genannten hohen Drucke ebenfalls zu Ausbeuten bis zu<B>100%</B> zu ge langen.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass man zunächst die Reaktion unter Zusatz von flüssigem Am moniak bei Temperaturen von etwa 80 bis 110 und bei Drucken in der Grössenordnung von etwa 10 bis 50, vorzugsweise 20 bis 40 Atmosphären einleitet und hernach das Ammoniak bei Erhaltung dieses niederen Druckes unter gleichzeitiger oder anschlie ssender Temperatursteigerung der Reaktions masse abdestilliert. Durch diese Temperatur- steigerung in Gegenwart des Ammoniaks wird die Reaktion praktisch zu Ende geführt.
Da die Umwandlung von Dicy andiamid bezw. Cyanamid zu Melamin stark exotherm ver läuft, ist die Höhe der Endtemperatur weit gehend vom Grade der Umsetzung in der Vor reaktion abhängig. Wird beispielsweise nur kurze Zeit (bis zu wenigen Stunden) bei 100 " gehalten, so kann eine Endtemperatur von über 300 C entstehen. Wird aber bei 100 schon der grösste Teil der Reaktion durchge führt, z. B. während 18 Stunden, so werden durch die exotherme Reaktion keine so hohen Endtemperaturen erhalten.
Es kann hierbei sogar der Fall eintreten, dass die gewünschte Endtemperatur nur unter Zufuhr von äusse rer Wärme erreicht werden kann. Vorteilhaft führt man aber die Endreaktion bei 150 bis 300 , gegebenenfalls unter Wärmezufuhr von aussen, durch. In diesem Fall werden Aus beuten von bis zu<B>1005%</B> Melamin erhalten, berechnet auf das angewendete Dicyandi- amid bezw. Cyanamid. ohne dass man Hoch druckapparatur verwenden müsste.
Es ist also durch das neue Verfahren möglich, die gleich guten Ausbeuten an Melamin wie gemäss Patentsehrift Nr. 189406 statt bei rund 200 Atmosphären Arbeitsdruck schon bei we sentlich tieferen Drucken, beispielsweise bei 20 bis 40 Atmosphären zu erhalten.
Beispiel: In einem 600 Liter Autoklaven von 40 Atm. Arbeitsdruck, der mit einem starkuii Rührer ausgerüstet ist, werden ??5 leg Di- cyandiamid eingefüllt und 60 kg Ammoniak eingepresst. Er wird 4 Stunden unter Rühren und guter Temperaturenkontrolle auf<B>100'</B> erwärmt, wobei 25 bis 30 Atm. Druck ent stehen.
Nun wird das Ammoniak zum grössten Teil abdestilliert und dann der Autoklav auf 150 Aussentemperatur weiter erhitzt. Die Innentemperatur beginnt nun rasch zu stei gen, wobei das Ammoniak in dem Masse ab destilliert wird, dass der Druck nicht über 40 Atm. steigt. Die durch die exotherme Re- aktion erreichte Endtemperatur beträgt etwa ')65'). \Ian lässt den Autoklaven im Verlaufe von einigen Stunden abkühlen, wobei weiter gerührt wird.
Nach dem endgültigen Ablas sen des Ammoniaks fällt das Produkt in Form eines feinen grauen Pulvers an, das leicht pneumatisch entleert werden kann. Es enthält 98 bis l 00 % Melamin.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Melamin aus einem Cyanderivat des Ammoniaks der Formel (CN_H._)x. wobei x eine ganzzahlige Ziffer nicht. grösser als ? bedeutet. unter Zu satz von flüssigem Ammoniak. dadurch ge kennzeichnet, dass man die Reaktion unter Zusatz von flüssigem Ammoniak bei Tempe raturen in der Nähe von 100 einleitet und hierauf unter Abdestillieren von Ammoniak hei höherer Temperatur und einem Druck vpn wesentlich unterhalb 200 Atmosphären zu Ende führt. LTN TERA-NSPRVCIIE: 1.Verfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass Drucke in der Grössen ordnung von 10 bis 50 Atmosphären zur Anwendung kommen. ?. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. dass die Reaktion bei Temperaturen zwi schen 80 und<B>110</B> " eingeleitet und hierauf bei Temperaturen zwischen 150 und 300 zu Ende geführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH201622T | 1937-10-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH201622A true CH201622A (de) | 1938-12-15 |
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ID=4442877
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|---|---|---|---|
| CH201622D CH201622A (de) | 1937-10-05 | 1937-10-05 | Verfahren zur Herstellung von Melamin. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH201622A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943354C (de) * | 1941-07-29 | 1956-05-17 | Cassella Farbwerke Mainkur Ag | Verfahren zur Herstellung von Melamin |
-
1937
- 1937-10-05 CH CH201622D patent/CH201622A/de unknown
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| DE943354C (de) * | 1941-07-29 | 1956-05-17 | Cassella Farbwerke Mainkur Ag | Verfahren zur Herstellung von Melamin |
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