CH200832A - Zündvorrichtung für Gasbrenner. - Google Patents

Zündvorrichtung für Gasbrenner.

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CH200832A
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Co G M B H Junkers
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Junkers & Co
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      Zündvorrichtung    für Gasbrenner.    Die Erfindung betrifft eine Zündvorrich  tung für Gasbrenner, insbesondere für die  Zündflamme von gasbeheizten Geräten, bei  welcher das zur Entzündung des Gases die  nende Zündmittel ausserhalb der Achse und  des Bereiches der zu entzündenden Flamme  angeordnet ist.

   Die Erfindung ist dadurch  gekennzeichnet, dass zwischen der Flammen  achse und dem Zündmittel ein wärmeemp  findliches Blech     angeordnet    ist, dessen eines  freies Ende in kaltem Zustand     in    den zu  entzündenden Gasstrahl hineinragt und das  Gas zu dem     Zündmittel    hinleitet, während es  sich unter dem Einfluss der Flammenwärme  aus dem Flammenbereich     herausbewegt    und  als     Ablenkblech    zwischen die Flamme     und     das     Zündmittel    stellt.

   Vorteilhaft wird das  freie Ende des wärmeempfindlichen Bleches  als deckelartiger     Abschlusskörper    für ein das  Zündmittel umgebendes Gehäuse ausgebildet,  der das     Zündmittelgehäuse    unter dem Ein  fluss der Flammenwärme abschliesst. Das       wärmeempfindliche    Blech     kann        ausserdem.       gleichzeitig zur Betätigung einer     Sicherheits-          v        orrichtung        dienen,    welche bei nicht bren  nender Flamme die Gaszufuhr zum Brenner  unterbricht.  



  Wird als Zündmittel ein elektrischer  Glühdraht verwendet,     dann    empfiehlt es  sich, zwecks Stromersparnis den Stromkreis  nur so lange geschlossen zu halten, bis die       Zündflamme    entzündet ist. Dies     wird    zum  Beispiel dadurch erreicht, dass an dem     Leit-          blech    ein Kontakt angebracht ist, durch den       in    kaltem Zustand des Leitbleches der Strom  kreis, in den der Glühdraht eingeschaltet ist,  geschlossen und     in        erwärmtem    Zustand des  Leitbleches geöffnet wird.

   Man kann die  Anordnung auch so vorsehen, dass in dem       Stromkreis,    in den der Glühdraht eingeschal  tet ist, eine durch den     Zündflammenhahn     gesteuerte Unterbrechungsstelle liegt, die bei  völliger     Öffnung    des     Zündflammenhahnes     durch eine an seinem Griff befindliche Nase  geschlossen wird, wobei sich eine Feder       spannt,    die den     $ahngriff,    sobald man     ihu.         losgelassen hat, so weit zurückführt, dass der  Kontakt wieder gelöst wird.

   Die Schaltung  kann auch so erfolgen, dass in dem Strom  kreis, in den der Glühdraht eingeschaltet ist,  zwei Unterbrechungsstellen vorgesehen sind,  deren eine nur bei geöffnetem     Zündflammen-          ha.hn    geschlossen ist, während der Schluss  der andern durch das in seiner Ausgangs  stelle liegende, noch nicht erhitzte Leitblech  hervorgerufen wird.  



  Verschiedene Ausführungsbeispiele des  Erfindungsgegenstandes sind in den     Fig.    1  bis 14 dargestellt. Alle Figuren zeigen Zünd  vorrichtungen für die Zündflamme, jedoch  kann sich die Vorrichtung auch an andern  Brennern, z. B. Kochbrennern und Heizofen  brennern, befinden. Die     Fig.    1 bis 4 zeigen  einen mit der     Zündvorrichtung    ausgerüsteten  Zündbrenner, während die     übrigen    Figuren  Zündvorrichtungen zusammen mit dem zu  entzündenden Brenner zeigen. In     Fig.    5 und  6 ist ausserdem noch eine Zündsicherung vor  gesehen. Die gleichen Teile sind in allen  Abbildungen mit denselben Ziffern benannt.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 die zur Zünd  flamme führende Gaszuleitung, auf die die       Zündflammendüse    5 aufgesetzt ist.     Z?m    diese  herum greift das rohrförmige, geschlitzte  Klemmstück 2 des Kastens 4, in dem der       Platinmohrschwamm    7 gelagert ist. Am Bo  den des     Kastens    ist. das aus Bimetall be  stehende Leitblech 8 befestigt. Auf der  Zeichnung ist dargestellt, wie sich das     Leit-          blech    8 unter dem Einfluss der Wärme der  Zündflamme 3 aus deren Bereich entfernt  hat und so den     Platinmohrschwamm    7 ab  deckt.

   Das Leitblech 8 liegt mit seinem  freien Ende auf der Auflage 6 des Kastens 4  auf und kann so den     Platinmohrschwamm     nicht durch Berühren schädigen.  



  Die     Fig.    2 bis 4 zeigen die Vorrichtung  im teilweisen Schnitt. Als     Zündmittel    ist  ein elektrischer     Widerstandsglühdraht    12  verwendet. In     Fig.    2 und 3 brennt die Zünd  flamme nicht, das Leitblech 8 liegt daher an  der Kontaktstelle 13 an und schliesst diese.  Der Strom gelangt durch den Draht 10 und  den     Bolzen    11, an dem der Draht durch die    Schraube 14     befestigt        ist,    zu dem Leitblech  8 und über den Kontakt 13 zu dem Kontakt  bügel 9.

   Er fliesst dann durch den Glühdraht  12, das Metall des     Kastens    4, des Klemm  stückes 2, der     Zündflammendüse    5 und der       Zündflammenleitung    1 zur Armatur des  Gasgerätes. Die Stromquelle ist mit dem  einen Pol'     leitend    mit dem Metall der Arma  tur, mit dem andern Pol mit dem Leitungs  draht 10 verbunden.  



  Die     Fig.    5 und 6 zeigen die Armatur  eines     Flüssigkeitserhitzers.    In     Fig.    5 ist nur  der die Zündvorrichtung 7, einen Platin  mohrschwamm, enthaltende Kasten 4 im  Schnitt gezeichnet, während die     Fig.    6 einen  Schnitt des     Armaturgehäuses    23 nach der  Linie     C-D    zeigt.

   Der Hauptbrenner 15 des       Flüssigkeitserhitzers    ist durch     eine        Bimetall-          Zündsicherung        39--43        gesichert,    die Zünd  flamme 3 erwärmt also nicht nur das     Leit-          blech    8, das sich unter ihrem Einfluss aus  ihrem Bereich     herausbiegt,    sondern sie be  heizt auch den     Bimetallbügel    39, der sich       aufbiegt,

          diese    Kraft auf die     Öse    40 überträgt  und dadurch das an der Spindel 41 befestigte       Hauptgasventil    42 von seinem Sitz 43 ab  hebt. Wenn nun Flüssigkeit gezapft und  dementsprechend     das    von der Flüssigkeits  mangelsicherung     gesteuerte,    hier nicht ge  zeichnete Gasventil geöffnet ist, dann erhält  der Hauptbrenner durch das geöffnete Gas  ventil 42 Gas.

   Beim Erlöschen der Zünd  flamme 3 zieht sich der Bügel 39 wieder zu  sammen und schliesst das Gasventil 42, wäh  rend das Leitblech 8 sich wieder in Rich  tung auf die Zündflamme 5 hin biegt und  so in die Lage kommt, in der es einen Teil  des aus der Düse 5 ausströmenden Gases dem  Kasten 4 zuführt, wo ein Gasstau erzeugt  wird, so dass der     Platinmohrschwamm    7 im  ruhenden Gase liegt. In     Fig.    6 ist mit 29  der     Gaseintritt    bezeichnet.     Das    Gas strömt  von dort durch die im     Hahnküken    30 vor  gesehene Bohrung 27 und steigt dann senk  recht durch die Öffnung 31 im     Halmküken     30 zum Brenner 15 auf.

   Es durchströmt       hierbei    das im Falle einer     Zapfung    geöffnete  Gasventil der     Flüssigkeitsmangelsicherang,         das hier nicht gezeichnet ist. Es kann über  der Öffnung 31 angeordnet sein und diese  Öffnung als Ventilsitz benutzen. Die Steue  rung des     Hahnkükens    erfolgt durch den  Griff 24.  



  Die     Fig.    7 und 8 zeigen die Vorrichtung,  wenn ein     Glühdraht    verwendet     wird.    An  dem Gehäuse 23 ist eine Stromquelle 17  durch den Bügel 18 befestigt. Diese ist mit  ihrem einen Pol leitend mit dem Gehäuse 23  verbunden, während der andere Pol durch  den Draht 20 mit der     Unterbrecherstelle     21/26 in Verbindung steht. Zwischen 21 und  26 liegt die Isolierung 19.

   Wird diese Stelle  durch die am     Hahngriff    24 befestigte Nase  25 geschlossen, dann fliesst der Strom vom  Draht 20 in den Draht 28/16 und gelangt  durch die anhand der     Fig.    2 bis 4 beschrie  benen Teile zu dem Glühdraht 12. Öffnet  man den Gashahn durch Betätigen des Hand  griffes 24, dann wird die     Kontaktstelle    21/26  geschlossen und der Glühdraht 12 gerät in  Glut. Ein Teil des aus der Gasdüse 5 aus  strömenden Gases wird durch das Leitblech  8 in den Kasten 4 abgelenkt und entzündet  sich an dem Glühdraht 12. Unter dem Ein  fluss der Wärme der Zündflamme biegt sich  nun das Leitblech 8 nach unten, gelangt aus  dem Bereich der Flamme und öffnet die wei  tere     Unterbrecherstelle    13. Der Strom ist  nunmehr unterbrochen.  



  In den     Fig.    9 bis 12 ist eine der in den       Fig.    7 und 8 dargestellten     Vorrichtung    ähn  liche Vorrichtung gezeigt, bei der aber nur  eine Kontaktstelle 34/37 vorhanden ist, die  durch     @    die Feder 38 an dem     Halmgriff    24  geschlossen wird. Die Stromquelle 17 steht  wiederum mit dem einen Pol mit dem Metall  des     Armaturgehäuses    23 in     Verbindung,     während der andere Pol über die Drähte 32,  33 die Kontaktstelle 34/37 und den Draht 32  mit dem Glühdraht 12 in Verbindung ge  bracht werden kann.

   Die Einrichtung wird  so betätigt, dass man den Gashahn 24 so weit  öffnet, dass die Kontaktfeder 38 die beiden  Kontaktstellen 34 und 37 leitend verbindet.  Hierzu muss in Richtung des Pfeils 35 ein  Druck auf den     Gashahngriff    24 ausgeübt    werden, weil er unter dem Einfluss der nun  mehr zusammengedrückten Feder 36 steht.  Diese Feder liegt unter der     in        Fig.    10 dar  gestellten Kontaktstelle 34/37 und legt sich  gegen den am     Gashahngriff    24 angeordneten       Fortsatz    44.

   Lässt man den     Gashahngriff    24  los, dann wird er unter dem Einfluss der  Feder 36 in die in     Fig.    12 gezeigte Stellung  zurückgeführt, die Kontaktfeder 38     tritt    also  aus der Kontaktstelle 34/37     wieder    aus und  der Strom ist unterbrochen.  



       Fig.    13 und 14 zeigen den Hauptbrenner  15 eines gasbeheizten Gerätes mit dem Zünd  flammenbrenner 5 und seiner Gaszuleitung  1, wobei ersterer mit einer Zündflammen  sicherung versehen ist. Das     Gasventil    42/43  wird über die     Spindel    41 durch das     Leit-          blech    8 gesteuert. Man sieht in     Fig.    13, dass  das Gasventil 42/43 geschlossen ist, solange  die Zündflamme noch nicht entzündet, das  Leitblech also noch in     seiner        obern    Lage ist.

    Biegt es sich unter dem Einfluss der Wärme  der Zündflamme 3 nach unten und deckt das  Zündmittel, hier einen     Platinmohrschwamm     7, ab, dann öffnet sich das Gasventil 42/43.  Der Brenner erhält nunmehr Gas, wenn im  übrigen der Gasweg frei ist, z. B. bei Warm  wasserbereitern nach Öffnung des Gasventils  durch die     Wassermangelsicherung.    Sobald  die Zündflamme 3 erlischt, kehrt das     Leit-          blech    in die in     Fig.    13 gezeichnete Lage zu  rück, und die Gaszufuhr zum Hauptbrenner  wird abgesperrt.

   Die genaue Lage des Zünd  flammenbrenners 5 zu der Spindel 41 des       Gasventils    42 wird     zweckmässigerweise    da  durch festgelegt, dass man die durch die  Klemmschraube 2a auf der Zündflammen  düse 5 befestigte Klemmhülse 2 durch     einen     Steg 45 mit dem     Gaszufuhrrohr    46 zum  Hauptbrenner 15     verbindet.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zündvorrichtung für Gasbrenner, insbe sondere für die Zündflamme von gasbeheiz ten Geräten, bei welcher das zur Entzün dung des Gases dienende Zündmittel ausser halb der Achse und des Bereiches der zu entzündenden Flamme angeordnet ist, da- durch gekennzeichnet, dass zwischen der Flammenachse und dem Zündmittel ein wärmeempfindliches Leitblech angeordnet ist, dessen freies Ende in kaltem Zustand in den zu entzündenden Gasstrahl hineinragt und das Gas zu dem Zündmittel hinleitet, während es sich unter dem Einfluss der Flam menwärme aus dem Flammenbereich heraus bewegt und als Ablenkblech zwischen die Flamme und das Zündmittel stellt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Zündvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Leitbleches (8) als deckelartiger Abschlusskörper für ein das Zündmittel umgebendes Gehäuse (4) ausgebildet ist., der das Zündmittelgehäuse unter dem Einfluss der Flammenwärme abschliesst. 2. Zündvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leit- blech (8) als Bügel ausgebildet ist, dessen einer Schenkel an dem Zündmittelgehäuse (4) befestigt und dessen anderer freier Schenkel der Flammendüse (5) zugekehrt ist. 3.
    Zündvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leit- blech (8) gleichzeitig eine Zündflammen sicherung steuert, welche bei nicht bren nender Flamme die Gaszufuhr zum Bren ner unterbricht. 4. Zündvorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Leitblech (8) ein als Zündsicherung die nendes Gasventil (42) gesteuert wird. 5.
    Zündvorrichtung nach Patentanspruch un ter Verwendung eines elektrischen Glüh- drahtes als Zündmittel, dadurch gekenn zeichnet, dass mit dem Leitblech ein Kon takt verbunden ist, durch den der Strom kreis, in den der Glühdraht (12) einge schaltet ist, bei nicht brennender Flamme geschlossen und nach dem Entzünden der Flamme geöffnet wird. 6.
    Zündvorrichtung. nach Patentanspruch un ter Verwendung eines elektrischen Glüh- drahtes als Zündmittel, dadurch gekenn zeichnet, daB in dem Stromkreis, in den der Glühdraht (12) eingeschaltet ist, eine Unterbrechungsstelle liegt, die bei völliger Öffnung des dem Gasbrenner vorgeschal teten Gashahnes geschlossen ist, wobei sich eine Feder spannt, die den Gashahn. sobald man seinen Griff losgelassen hat, soweit zurückführt, dass der Kontakt wie der gelöst wird. 7.
    Zündvorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Stromkreis, in den der Glühdraht einge schaltet ist, eine weitere Unterbrechungs stelle vorgesehen ist, welche bei nicht brennender Flamme geschlossen ist und nach dem Entzünden der Flamme selbst tätig geöffnet wird.
CH200832D 1937-01-02 1937-12-28 Zündvorrichtung für Gasbrenner. CH200832A (de)

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