Vorrichtung zur Prüfung von Uhren. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Prüfung von Uhren im Ver gleich zu einer Kontrolluhr.
Bei der Herstellung und der Reparatur von Uhren aller Art ist eine häufige Prü fung.der Uhr notwendig, um ,die Herstellung und die Reparatur zu erleichtern. Für die Benutzung durch Uhren.fabrikanten und der die Uhren reparierenden Uhrmacher sind zwei Arten von Prüfvorrichtungen entwickelt worden. Bei der einen Art wird gewöhnlich ein drehbares Zifferblatt benutzt, dosen Be wegung durch eine Abstimmgabel oder eine andere Normalvorrichtung gesteuert wird.
Die Vorrichtungen dieser Art arbeiten sehr zufriedengtellend, sind aber sehr teuer. Bei einer andern Art wird ein drehbares Ziffer blatt mit annähernd konstanter Geschwindig keit bewegt und es sind Mittel vorgesehen, um die Kontrolluhr einerseits und die zu prü fende Uhr anderseits mit dem Zifferblatt zu vergleichen. Gewöhnlich wird das Zifferblatt von Zeit zu Zeit wieder einreguliert, wobei man die nötige Einstellung vornimmt, um den Nullpunkt des Zifferblattes gegenüber einem Zeiger zu justieren.
Bei der Benützung dieser Vorrichtung hängt nun die erzielte Genauigkeit zu sehr von den Beobachtungs fehlern ab, ebenso wird die von Zeit zu Zeit vorzunehmende Wiedereinregulierung des Zifferblattes als unbequem empfunden und durch Unachtsamkeit oder Irrtum oft ver nachlässigt, was entsprechende Fehler in den Prüfungsergebnissen der geprüften Uhren zur Folge hat.
Die Prüfvorrichtung gemäss der Erfin dung zeichnet sich nun dadurch aus, dass ein rotierendes Prüforgan sowie eine auf das Ticken reagierende Einrichtung vorgesehen sind, welch letztere auf die Tickschläge der Kontrolluhr reagiert, wobei die Teile für den Antrieb des Prüforganes so ausgebildet sind, dass dieses in Synchronismus mit der Kon trolluhr läuft.
Zweckmässigerweise ist hierbei die Aus bildung derart, dass eine Taschenuhr als Kon- trolluhr benützt werden kann, um die Dreh bewegung eines Zifferblattes oder eines ent sprechenden Organes zu steuern.
Anhand der beigefügten Zeichnungen sol len einige Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine teilweise schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Vorrichtung im Grund riss ; Fig. 2 zeigt eine Ansicht im Schnitt durch die Linie 2-2 der Fig. 1; Fig. 3 ist eine Teilansicht im Schnitt durch die Linie 3-3 der Fig. 1 und zeigt eine Schaltervorrichtung, die es gestattet, den Impuls nur jedes zweiten Tickschlages wir ken zu lassen; Fig. 4 enthält ein Schaltungsschema der Stromkreise, wobei einer der Verstärkungs stromkreise im Detail wiedergegeben ist;
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung im Grundriss einer andern Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei der die Zif- ferblattablesung und Stromkreisteile der Uhrprüfungsvorrichtung von dem in Fig. 1 gezeigten Typus anwendbar sind, aber hier im Zusammenhang mit einer Registriervor- richtung gezeigt ist; Fig. 6 zeigt eine Ansicht der in Fig. 5 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 7 zeigt die Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, bei welchem nur die Einrichtung zur drehenden Verschiebung des Zifferblattes auf dessen Welle, um den Syn chronismus zwischen diesem und der Kon trolluhr aufrecht zu erhalten, dargestellt ist; Fig. 8 ist ein Grundriss derselben Ein richtung, und Fig. 9 ist eine schematische Ansicht einer andern Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vor richtung enthält ein Gerät 5, das mit einem mit Einteilung versehenen Zifferblatt 6 aus gerüstet ist, welches in dem Gehäuse des Gerätes auf die Welle des Motors 7 montiert ist. Der Deckel des Gehäuses ist mit einem Fenster 9 und in dessen Mittellage mit einem festen Zeiger 10 versehen, die Drehzahl des Zifferblattes beträgt eine Umdrehung pro Sekunde. Ferner ist ein etwas ähnliches Fen ster 11 vorgesehen, das, falls gewünscht, mit einem festen Zeiger 12 ausgestattet sein kann, um die Wirkung der zu prüfenden Uhr zu studieren.
Die auf das Ticken reagierenden Mikro phone 15, 16 sind mit geeigneten Haltern für die Kontrolluhr 17 und die zu prüfende Uhr 18 versehen.
Das drehbare Zifferblatt 6 besteht aus durchsichtigem Material mit schwarzen Teil strichen und Ziffern und ist zum Ablesen von unten beleuchtet. Diese Anordnung ist zweckmässiger als eine solche, bei der die Scheibe undurchsichtig ist und von oben beleuchtet wird. Die dargestellte Scheibe zeigt 100 Teilstriche, die in fünf Gruppen, entsprechend den fünf Tickschlägen pro Sekunde einer Uhr, mit gleichen Bezeich nungen versehen sind. Für Uhren mit einer andern Zahl von Schlägen pro Sekunde wird ein geändertes Zifferblatt mit dieser Schlag zahl entsprechenden Teilstrichgruppen be nützt.
Das Mikrophon 15 reagiert auf das Tik- ken der Kontrolluhr 1'7, der Impuls wird verstärkt und gekürzt,' um einen Moment strom zu liefern, damit die Neon-Blinklampe 19 unter dem transparenten Zifferblatt 6 bei dem Fenster 9 kurz aufleuchtet.
Es ist Vorsorge getroffen, um eine Null des Zifferblattes 6 auf den Zeiger 10 genau einstellen zu können. Diese Einstellung kann zweckmässig durch Drehung des ganzen Mo tors innerhalb des Gehäuses erreicht werden. Zu diesem Zweck ist der Motor, wie gezeigt, auf eine Unterlage 21 montiert, die auf ihrer Peripherie mit Getriebezahnung versehen ist, die in ein Antriebsrad 22 auf einer vertika len Welle 23 eingreift, an deren Spitze ein Daumenrad 24 befestigt ist.
Das Mikrophon 16 reagiert auf das Tik- ken der zu prüfenden Uhr 18. Der Impuls wird verstärkt und gekürzt, um einen Mo mentstrom zu liefern, damit die drei Neon lampen 25 unter dem Zifferblatt 6 bei dem Fenster 11 kurz aufleuchten. Ein verstell- barer Zeiger 26, der mit Hilfe eines Daumen rades 27 betätigt wird, ist bei dem Fenster 11 vorgesehen und kann so eingestellt wer den, dass er auf eine Null des Zifferblattes zeigt. Das Fenster 11 ist so weit, dass zum mindesten immer eine Null zu sehen ist.
Wie ersichtlich, gestattet die beschriebene Anordnung die Einregulierung des Ziffer blattes in bezug auf den Zeiger 10 und dann die Einstellung des Zeigers 26 auf eine Null bei der durch die zu prüfende Uhr gesteuer ten Beleuchtung. Ferner ist eine Wiederein- regulierung möglich, falls das Zifferblatt in bezug auf den Zeiger 10 für die Kontroll uhr verschoben ist, und während einer sol chen Wiedereinregulierung wird die Bezie hung zwischen dem Zeiger 10 und dem Zei ger 26 aufrecht erhalten.
Die Lagen der Fenster 9 und 11 kann man unter Berücksichtigung der Zahl der Null-Lagen auf dem Zifferblatt und der Winkellage zwischen diesen wählen, doch ist das nicht nötig aus Gründen, die sich aus der Erläuterung der Wirkungsweise des Appa rates ergeben werden.
Die Halter der Uhren können beispiels weise mittelst Kugelgelenken an Trägern ver bunden sein. Die Kugelgelenkverbindung gestattet, den Halter in jede gewünschte Lage zu stellen, in der der Gang der Uhr geprüft werden soll. Gewöhnlich braucht der Halter für die Kontrolluhr aus naheliegenden Grün den nicht verstellbar zu sein.
Die Uhrenträger werden vorzugsweise von einem Schwammgummi oder einem an dern Dichtungs- oder Dämpfungselement ge tragen und schallisoliert aufgestellt, um die Wirkung von fremden Geräuschen oder Er schütterungen zu vermeiden, die sonst das Mikrophon erregen würden. In jedem Mikro phonstromkreis kann man einen Regulier widerstand zwecks Regulierung der Emp findlichkeit einschalten.
Die bei 30 und 31 in Fig. 1 und in dem Schaltschema (Fig. 4) im Detail gezeigte Schaltung der Verstärker ist in vieler Be ziehung ähnlich der Schaltung, die im<B>USA-</B> Patent Nr. 2058616 vom 27. Oktober 1936 und dem USA-Patent Nr. 2064559 vom 15. Dezember<B>1936</B> dargestellt ist, und enthält sowohl verstärkende, als auch die Impulse verkürzende Stromkreise.
Die ersten beiden Stufen des Verstärkers. die den Transformator 35 und die Verstär- kerröhren 36 und 37 einschliessen, sind in einer Weise angeordnet, wie sie für einen Verstärker mit Widerstandskopplung üblich ist. Das dritte Entladungsrohr 38 liegt in einem Spezialstromkreis, der als zeitbegren zender Stromkreis bezeichnet werden 'kann. In dem dargestellten Stromkreis sind die Röhren 36 und 37 Penthoden und die Röhre 38 eine Thyratronröhre.
Die Wirkungsweise des zeitbegrenzenden Stromkreises ist folgende: Der Kondensator 40 sei geladen. Wenn ein positiver Impuls auf das Steuergitter der Röhre 38 einwirkt, lässt diese Röhre den Strom durch und der Kondensator 40 entlädt sich durch die pri märe Wicklung des Transformators 42. Die Zeit, die der Kondensator braucht, um sich zu entladen, hängt von seiner Kapazität ab, von der Impedanz der Primärwicklung des Transformators 42 und auch von der Plat tenimpedanz der Röhre.
Bei Wahl von ge eigneten Konstanten können Impulse von sehr kurzer Dauer erhalten werden. Nach dem der Kondensator 40 teilweise entladen ist, sinkt die Plattenspannung der Röhre un ter den kritischen Punkt infolge des hohen Wertes des Widerstandes 41, durch den der Kondensator 40 langsam geladen wird, und der Stromdurchgang durch die Röhre hört auf.
Bei dieser Scbaltungsanordnung geben relativ lange Impulse (Wechselstrom oder Gleichstrom) Leistungsimpulse von sehr kur zer Dauer in der Grössenordnung von 1/looo oder 1/1o 00o Sekunde. Der Kondensator 40 wird langsam durch den Widerstand 41 wäh rend des stummen Intervalls zwischen den Impulsen geladen, so dass der Zyklus sich wiederholt.
Die dargestellten Lampen 25 sind Neon lampen, die in geeigneter Weise konstruiert sind, um die gewünschte Momentbeleuchtung zur Belichtung des Zifferblattes zu liefern. Wird der Kondensator 40 über die Primär wicklung des Transformators 42 entladen, so liefert der in der Sekundärwicklung indu zierte Strom die nötige Energie für die Lam pen 25.
Gegebenenfalls können Kopfhörer 45 in die Schaltung eingebaut werden, damit die durch das Ticken induzierten Impulse hör bar sind. In der dargestellten Schaltungs anordnung genügt die Leistung der Röhre 37, die über den Transformator 44 wirkt, für die Kopfhörer.
Es kommt selten vor, dass der Zeitab stand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Tickschlägen genau derselbe ist, vielleicht weil die Hemmvorrichtung nicht ganz genau zentriert ist. Aus diesem Grunde zeigt die Vorrichtung, wenn die Blinklampen 25 als Reaktion auf das Ticken der Uhr aufleuch ten, sichtlich Pendelerscheinungen, deren Grösse anzeigt, in welchem Grade die Hemm vorrichtung ungenau zentriert ist, und ob eine Korrektur notwendig ist.
Für Prüf zwecke ist es vorteilhaft, diese Pendelerschei nungen zu vermeiden. Dies kann durch eine Einrichtung bewirkt werden, durch die die Lampen 25 von den aufeinanderfolgenden Tickschlägen nur durch jeden zweiten Tick schlag betätigt werden.
Die Energie für den Verstärkungsstrom kreis kann zweckmässig von einer Wechsel stromquelle geliefert werden, die auch den Motor des Zifferblattes betätigt. In der dar gestellten Schaltungsanordnung geht der Wechselstrom durch die Primärwicklung 46a eines Transformators 46, der durch eine sekundäre Wicklung Heizstrom für die Röh ren liefert. Eine Gleichrichterröhre 48 liefert Gleichstrom. Die Anordnungen, welche die B und - C Spannungen ergeben, sind wie üblich und sind in der Zeichnung genü gend erläutert.
Eine Methode, um nur jeden zweiten Tickschlag der Uhr für die Prüfung zur Wirkung kommen zu lassen, um damit das Auftreten von Pendelerscheinungen zu ver meiden, wird durch die Einrichtung, wie sie in den Fig. 1 und 3 gezeigt ist, verwirk licht. Wie dort gezeigt ist, ist ein Kommu- tator 50 mit der Motorwelle durch die Zahn räder 51 und 52 gekuppelt, um während einer geraden Zahl von Tickschlägen der Uhr ein mal zu rotieren.
In der dargestellten Vorrich tung ist bei dem Zifferblatt 6, das in fünf gleiche Abschnitte für eine Uhr mit fünf Tickschlägen pro Sekunde eingeteilt ist, das Übersetzungsverhältnis 4<B>:5.</B> Dieser Kommu- tator ist mit einem ringförmigen, leitenden Teil 53 und einem andern Teil 54 ausgestat tet, der in eine gerade Anzahl von leitenden und nichtleitenden Abschnitten eingeteilt ist, um der geraden Zahl von Tickschlägen während einer Drehung zu entsprechen. In der dargestellten Anordnung sind davon vier gezeigt.
Ein Paar Bürsten 55, 56 sind in den Lampenstromkreis gelegt und so angeordnet, dass die Bürsten auf dem Kommutator schlei fen. Diese Bürsten können durch den Schaltergriff 57 verschoben werden, so dass sie auf dem ringförmig leitenden Abschnitt 53 liegen und daher den Lampenstromkreis dauernd geschlossen halten. Man erhält dann Stromimpulse von aufeinanderfolgenden Tick schlägen der Uhr, um die Wirkungsweise und die Relation der Schläge von beiden Klauen des Ankers auf das Steigrad zu beobachten.
Wird gewünscht, dass zur Prü fung einer Uhr nur jeder zweite der auf einanderfolgenden Tickschläge beigezogen wird, so werden die Bürsten auf den in Ab schnitte eingeteilten Teil des Kommutators verschoben. Eine ähnliche Vorrichtung zur Ausschaltung der Reaktionen je eines dazwi schen liegenden Tickschlages der Kontroll uhr ist in Fig. 1 bei 50' und 51' gezeigt.
Die beschriebene Vorrichtung ist mit einigen Abänderungen und Verbesserungen im wesentlichen äquivalent einer Vorrich tung, die von mir früher gezeigt und be schrieben worden ist. Es sind weiter Mittel vorgesehen, durch die, nachdem einmal der Motor in Tätigkeit gesetzt und das Ziffer blatt eingestellt ist, das Zifferblatt mit der Kontrolluhr in Synchronismus gehalten wer den kann; dadurch fällt die Notwendigkeit weg, das Zifferblatt immer wieder von lIand einzustellen, um Verschiebungen zu kompen sieren, die als Folge der Ungenauigkeit in der Geschwindigkeit des Motors auftreten.
Dies gewährleistet die Vorteile einer exakt wirkenden Vorrichtung mit wesentlich gerin geren Kosten, als man sie bisher durch die Benutzung einer Abstimmungsgabel oder äquivalenter Standardmitteln erreicht hat.
Bei der Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes nach den Fig. 1 und 2 ist das Zifferblatt mit der Motorwelle nach giebig verbunden, zum Beispiel durch eine Reibungskupplung, und es ist Vorsorge ge troffen, dass das Zifferblatt relativ zur Welle automatisch gedreht wird, um das Vor- oder Nachgehen des Zifferblattes in. bezug auf die als Normaluhr benutzte Kontrolluhr zu korrigieren.
In der andern Ausführungsform des Er findungsgegenstandes, die in den Fig. 5 und 6 gezeigt ist, ist der Motor auf einer dreh baren Unterlage angeordnet, und die Aus bildung ist derart, dass die Unterlage des Motors unter dem Einfluss der Kontrolluhr automatisch gedreht wird, um das Vor- oder Nachgehen des Zifferblattes in bezug auf die als Normaluhr benutzte Kontrolluhr zu kompensieren.
In der Ausführungsform gemäss Fig. 7 und 8 ist eine andere Anordnung vorgesehen, bei der das Zifferblatt auf seiner Achse ge dreht wird, um das Vor- oder Nachgehen zu kompensieren.
Bei der Ausführungsform, die in den Fig. 1 und 2 und in dem Schaltschema der Fig. 4 gezeigt ist, wird das Zifferblatt 6 durch eine Büchse 60 drehbar von der Motor welle 61 getragen und ist mit dieser durch eine Reibungskupplung 62 von niedrigem Widerstand verbunden, die das Zifferblatt gewöhnlich mit der Motorwelle rotieren lässt, jedoch nachgiebig, so dass eine korrektive Drehung des Zifferblattes in bezug auf die Motorwelle möglich ist.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform wird die korrektive Bewegung durch einen Elektro- Magnet 63 bewirkt, dessen Windungen par allel zur Lampe 19 liegen, und der mit einem Anker 64 zusammenarbeitet; der mit der Buchse 60 verkeilt ist. Die auf Grund prak tischer Versuche ermittelte spezielle Form des Ankers mit Nuten und weiten Polen 64' ist besonders günstig.
Ein Schalter 65 ist vorgesehen, um ent weder den Elektromagnet 63 oder die Lampe 19 in den Stromkreis des Kontrolluhrverstär- kers 31. einzuschalten. Ist die Lampe 19 in den Verstärkerkreis der Kontrolluhr einge schaltet, so erfolgt die Einstellung des Zif ferblattes mit der Hand durch Drehen des Daumenrades 24; wird durch den Schalter 65 der Magnet eingeschaltet, so erfolgt die Einstellung und Korrektur mit der Kontroll uhr automatisch.
Es ist zu bemerken, dass der Magnet 63 entweder von dem Strom impuls eines jeden Tickschlages der Kon trolluhr oder vorteilhaft durch jeden zweiten Tickschlag durchflossen wird, je nachdem der Schaltergriff<B>57'</B> gestellt ist. Die prak tischen Versuche haben ergeben, dass die Stärke der Stromimpulse des in der Fig. 4 gezeigten Verstärkers genügt, damit der Elektromagnet den Anker 64 in dem erfor derlichen Grade zu bewegen vermag, um den Synchronismus des Zifferblattes 6 mit der Kontrolluhr herbeizuführen, selbst wenn der Motor 7 infolge von Schwankungen des be nutzten Stromes wesentliche Beschleunigun gen oder Verzögerungen zeigt.
Der Strom kann natürlich nötigenfalls weiter verstärkt werden.
In der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Vor richtung wird eine drehbare Scheibe 68, die auch ein Zifferblatt sein kann, mit im we sentlichen konstanter Geschwindigkeit mit einer Umdrehung für jeden wirksamen Tick schlag der Kontrolluhr durch den Motor 69 bewegt. Der Motor ist auf einer drehbaren Unterlage montiert, die mit einem Zahnrad 70 versehen ist, und es sind Mittel vorge sehen, um die Unterlage des Motors zu dre hen zwecks Kompensation der Beschleuni gung oder Verzögerung des Zifferblattes, die durch Schwankungen in der Geschwindigkeit des Motors verursacht werden.
Die tinrich- tung zur Drehung der Motorunterlage, die der Scheibe eine zusätzliche Drehung gibt, die entweder additiv oder subtraktiv sein kann, enthält nach der Darstellung einen Sperrmechanismus, der mit einem Arm 73 versehen ist, der ständig schwingt und einen doppelten Sperrhaken 74 in Verbindung mit einem Antriebsrad 75 trägt, das in das Zahn rad 70 eingreift. Der Arm 73 kann in jeder geeigneten Weise betätigt werden.
Nach der Darstellung in der Zeichnung ist er durch eine Gelenkstange 76 mit einer Kurbel 77 auf der Welle 78 verbunden, die, wie gezeigt, von der Motorwelle 80 durch einen Kegel radantrieb 81 und einen Schneckenradantrieb 82 angetrieben wird. Der doppelte Sperr haken wird nach links oder rechts, gemäss Fig. 5, durch Magnete 83 und 84 bewegt, um eine additive oder subtraktive Drehung der Motorunterlage herbeizuführen, je nach dem das Zifferblatt Beschleunigung oder Verzögerung in bezug auf die Kontrolluhr zeigt.
Es ist zu bemerken, dass, wenn dass Zif ferblatt in bezug auf die Kontrolluhr vor eilt, der eine elektrische Stromkreis durch die Konduktorspitze 86, Konduktorplatte 90 und den Magneten 8:1 momentan geschlossen wird, wobei der Sperrhaken 74 bewegt wird (wenn er nicht bereits in dieser Richtung bewegt worden ist), um in das Antriebsrad 75 einzugreifen und eine subtraktive Dre hung der Motorunterlage zu bewirken; ist diese subtraktive Bewegung überkompensiert, teren erzeugt werden, analog der in den Fig. 1, 2 und 4 gezeigten Vorrichtung.
Die Anzeigestromkreise, die das Voreilen oder die Verzögerung der zu prüfenden Uhr in bezug auf die Kontrolluhr bezw. des Ziffer blattes anzeigen, können den in Fig. 1 und 4 gezeigten analog sein.
In den Fig. 5 und 6 ist jedoch die rotie rende Scheibe nicht als Zifferblatt ausgebil det, sondern als Teil einer registrierenden Uhrprüfvorrichtung, wie sie vom Patentin haber schon früher vorgeschlagen und dar gestellt worden ist. Bei dieser wird ein Re gistrierstreifen 85 zwischen der rotierenden Scheibe 68, die zwei diametral gegenüber liegende Konduktorspitzen 86 trägt, und einer Konduktorplatte 87 hindurchgeleitet.
J edesmal, wenn ein Stromimpuls als Reak tion auf einen Tickschlag der zu prüfenden Uhr fliesst, geht ein Funken von dem vor stehenden Dorn 86 durch den Registrierstrei- fen oder das Papier 85 zu der Konduktor platte 87. In dieser Weise wird auf dem Re gistrierstreifen eine Aufzeichnung vom Gang der Uhr erzeugt.
Um die notwendige Wir kung des Doppelsperrhakeng 74 zu gewähr leisten, sind zwei zusätzliohe Konduktorplat- ten 90, 91 vorgesehen, die von der Platte 87 und voneinander isoliert. sind. Fliesst ein elek trischer Strom von dem Dorn 86 zu einer der Platten 90, 91, so geht er durch einen der beiden Elektromagnete 83, 84, um die Richtung der korrektiven Bewegung des Sperrmechanismus zu bestimmen, und die Motorunterlage zur Drehung zu veranlassen.
EMI0006.0043
<U>@r@d,#t,g <SEP> r1aQ <SEP> 7iffarhla+t <SEP> <B>Z'nr@ü@ror"nn <SEP> vo;mf</B></U>
<tb> :a <SEP> <U>.</U>
<tb> <B>\<U>w</U></B>
<tb> <B><U>V</U></B><U> <SEP> .</U>
EMI0006.0044
<U>T, <SEP> , <SEP> Ir <SEP> <B>@</B> <SEP> 1 <SEP> t <SEP> @. <SEP> +## <SEP> t <SEP> a <SEP> a</U>
<tb> i geht er von dem Dorn $6 zu einer der Plat ten 90, 91 und den entsprechenden Elektro magneten, ohne das Papier zu markieren.
Es ist natürlich notwendig, den Regi- strierstreifen zwischen der Scheibe 68 und der Platte 87 zu führen, nicht aber zwischen der Scheibe und den Platten 90, 91. Die Füh rung des Papiers unter der Platte 87 und iiber den Platten 90, 91 ist in Fig. 6 dar gestellt.
Fig. 9 zeigt ein Variante für die Steuer stromkreise, welche den synchronen Lauf des drehbaren Zifferblattes in bezug auf die Kontrolluhr regulieren. Das Zifferblatt 95 macht eine Umdrehung für jeden wirksamen Tickschlag der Kontrolluhr und trägt zwei voneinander isolierte, halbkreisförmige Lei- tersegmente 96, 97, auf welchen eine Kon taktbürste 98 schleift. Das Leitersegment 96 ist elektrisch mit dem Kontaktring 99, und der letztere mit der Bürste 100 verbunden.
Von der Bürste 100 nimmt der Strom den Weg über den Magneten 101. Das Leiter- segment 97 ist elektrisch mit dem Kontakt ring 102 verbunden, auf demselben schleift die Bürste<B>103,</B> und von dieser führt die Leitung über den andern Magnet 104 zum Kontrolluhrverstärker.
Wenn ein Impuls von dem KontrolluhT- verstärker durch die Bürste 98 geht, wird diese entweder mit einem der beiden Leiter segmente in Verbindung sein, so dass der ent sprechende Magnet erregt wird, oder mit der dazwischenliegenden Isolation 98'. Ist die Bürste 98 in Berührung mit der Isolierung 98', so tritt keine korrektive Tätigkeit der Elektromagnete ein.
Liegt aber ein Voreilen oder eine Verzögerung in einem vorbestimm ten Umfange vor, so wird der Kontakt zwi schen der Bürste 98 und einem der Leiter- segmente den entsprechenden elektrischen Stromkreis schliessen und eine entsprechende Korrekturwirkung veranlassen.
In der in den Fig. 7 und 8 dargestellten Vorrichtung wird die Korrekturbewegung des Zifferblattes 105, das auf seiner Welle 106 sitzt, durch ein Stiftrad 112 bewirkt. Wie dargestellt, ist das Zifferblatt an einer Hülse 107 befestigt, die in einem Arm 10,$ eine Welle 109 trägt, die mit einer Schnecke 110 versehen ist. Diese greift in ein Schnecken rad 111 ein, das auf der Welle 106 befestigt ist.
An dem andern Ende trägt die Welle das Stiftrad 112, das mit einem der Stifte 113 eines Hemmschwinghebels 115 im Ein griff sein kann. Der Schwinghebel wird durch die Magnete 116 und 117 beherrscht, um die Richtung der Korrekturbewegung zu bestimmen.