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Verfahren zur stroboskopischeu Eichung von Messapparaten mit drehbarem Organ, insbesondere Elektrizitätszählern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, welches es ermöglicht, eine grosse Anzahl von Elektrizitätszählern oder ähnlichen Einrichtungen, welche einen drehbaren Teil (Scheibe, Zylinder) besitzen, durch
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kommen genauer Weise zu eichen.
Es wurden bereits verschiedene Verfahren zur Eichung solcher Apparate, insbesondere von Elektrizitätszählern, vorgeschlagen, bei welchen das stroboskopische Prinzip zur Anwendung gelangt. Dasselbe besteht darin, dass man den Umfang des drehenden Teiles des Ausgangsapparates und der zu eichenden
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Zeichen in gleichen Abständen versieht, welche man mit Hilfe einer oberhalb des drehenden Teiles vorgesehenen Scheibe beobachtet, welche eine geeignete Anzahl von Löchern oder Spalten in gleichen Abständen aufweist und in Drehung versetzt wird. Dieses Verfahren besitzt den Nachteil, dass der mit der
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scheibe fortlaufend oberhalb jedes einzelnen der zu eichenden Apparate eingestellt werden muss.
Es wurde auch vorgeschlagen, für solche stroboskopische Eichungen eine intermittierende Lichtquelle von bestimmter Stärke für die Erleuchtung des Arbeitsraumes zu verwenden. Diese Massnahme besitzt den Nachteil, dass die in den Drähten der Glühlampen zurückbleibende Wärme bei höheren Frequenzen ein Hindernis für die praktische Durchführung bildet.
Das auf dem stroboskopischen Prinzip beruhende Verfahren gemäss der Erfindung vermeidet alle vorerwähnten Nachteile und gestattet es, die Eichung solcher Apparate bei ausserordentlich raschem Arbeitsvorgang in genauer Weise durchzuführen. Der drehbare Teil des Vergleiehsapparates und der zu eichenden Apparate, welcher gewöhnlich aus einem Zylinder oder einer Scheibe und bei gewissen Elek- trizitätszählern aus dem Induktor selbst besteht, ist mit einer Anzahl von Strichmarken in gleichen Abständen versehen, die entweder am Rande oder auf der Fläche des drehenden Teiles angebracht sind.
Wenn der drehbare Teil aus einer Scheibe besteht, so können die Strichmarken in das Metall derselben eingepresst werden, wodurch die Scheibe überdies eine erhöhte Festigkeit erhält.
Der Arbeitsraum wird einheitlich durch eine stetige Lichtquelle (Gas, Petroleum, Glühlampen usw.) erhellt. Die von derselben ausgehenden Lichtstrahlen werden periodisch mit Hilfe einer Blende unterbrochen, die in geeigneter Weise angeordnet und mit regelbarer Geschwindigkeit bewegt wird.
Die Blende kann unmittelbar vor der Lichtquelle selbst vorgesehen werden. Wenn die Grössenverhältnisse des Arbeitsraumes die Verwendung mehrerer Lichtquellen erfordern, muss jeder derselben eine Blende zugeordnet sein, doch muss dann dafür gesorgt werden, dass die Blenden synchron arbeiten.
Eine Einrichtung, bei welcher sich die Blende unmittelbar vor der Lichtquelle befindet, ist schematisch in Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht.
Ein elliptisch-parabolischer Spiegel 1 (der von zwei im rechten Winkel zueinander stehenden Ebenen nach einer elliptischen bzw. parabolischen Kurve geschnitten wird) ergibt mit Bezug auf eine Lichtquelle 2 eine Brennlinie 3. in welcher die Blende angeordnet wird, die beispielsweise aus einem Seil
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oder Band aus Stahl besteht, das auf elektrischem Wege durch einen Elektromagnet in Schwingung versetzt wird. Auf diese Weise wird ein von der Lichtquelle ausgehendes Strahlenbündel nach Reflexion durch einen kleinen sphärischen Spiegel 8 und den Spiegel 1 entsprechend der Schwingungszahl der Blende aufgefangen bzw. durchgelassen.
Bei seiner Erregung auf elektrischem Wege auftretenden eigenen Vibrationen des mit dem einen Ende bei 6 festgelegten Seiles werden durch eine am andern Ende angreifende Spannvorrichtung 4 geregelt. Die in verhältnismässig grossen Intervallen auftretenden elektrischen Impulse haben auf die Periode dieser Vibrationen keinen Einfluss. Die Betätigung der Spannvorrichtung kann durch einen auf einer mit Gradeinteilung versehenen festen Spindel drehbaren Stellknopf erfolgen.
An einer am Knopf angebrachten Marke ist das Mass der Verdrehung ersichtlich, welches erforderlich ist, um dem Seil diejenige Spannung und damit Schwingungszahl zu vermitteln, die dem vom Zähler ? zu registrierenden Stromverbrauch bei der Arbeit entspricht. Die zweckmässig vertikale Anordnung der Brennlinie 3 ermöglicht es, die zu eichenden Zähler und gegebenenfalls den Vergleichszähler seitlich aneinander zu reihen, so dass sie gleichzeitig beleuchtet werden.
Anstatt die Blende unmittelbar vor der Lichtquelle anzuordnen und die Beleuchtung des Arbeitsraumes durch dieselbe zu unterbrechen, kann dieselbe auch die Lichtstrahlen beeinflussen, welche von dem drehbaren Teil des zu eichenden Apparates in das Auge des Beobachters gelangen. Zu diesem Zwecke kann der Beobachter selbst eine Blende von möglichst geringem Gewicht tragen, welche beispielsweise an seiner Schulter oder Brust in der Art der bei Kehlkopfbehandlungen angewendeten Beleuchtungs- einrichtungen befestigt ist. Ebenso kann irgendeine andere Vorrichtung vorgesehen sein, welche vor den Augen des Beobachters als Blende wirkt.
Eine solche Blende kann durch ein Uhrwerk oder durch einen Synchronmotor betätigt werden, welchen der Beobachter mittels eines Schalters bedient, von welchem Abzweigungen zu allen in Betracht kommenden Stellen des Arbeitsraumes möglich sind. Fig. 2 veranschaulicht eine solche Anordnung. Die Blende besteht aus einer Scheibe 9, die fest auf einer Welle 10 sitzt, welche durch einen Elektromotor unter Regelung der Drehzahl angetrieben wird. Die Scheibe ist vor dem Auge 11 des Arbeiters angebracht, so dass die vom drehenden Teil 14 des Zählers zum Auge verlaufenden Lichtstrahlen abwechselnd von den Öffnungen 12 durchgelassen bzw. von den vollen Teilen 13 der Scheibe zurückgehalten werden.
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seine Bewegungsfreiheit und den Gebrauch beider Hände, um die bei der Eichung notwendigen Verrichtungen vornehmen zu können.
Das beschriebene Verfahren kann für die Arbeit in gewöhnlich beleuchteten Arbeitsräumen angewendet werden. Zur Ausführung desselben genügt es, eine elektrische Projektionseinrichtung od. dgl. von genügender Stärke anzuordnen, welche in geeigneter Weise abgelenkte Lichtbündel auf die zu eichenden Apparate wirft, derart, dass die erzielte Belichtung derselben die im Arbeitsraum vorhandene mittlere Helligkeit beträchtlich übersteigt.
In allen Fällen spielt sich der Arbeitsvorgang folgendermassen ab. Der Beobachter stellt den Vergleichsapparat vor sich hin und regelt die Geschwindigkeit der Blende so lange, bis die Frequenz der Belichtungen und Verdunklungen bei einem gegebenen Stromverbrauch ihm den Eindruck verschafft, dass die Strichmarken des drehenden Teiles desselben, durch eine geeignete Vorrichtung betrachtet, unbeweglich erscheinen.
Die Regelung der Drehzahl der Blende könnte auch ohne Benutzung des Vergleichsapparates erfolgen, da es genügt, wenn man die Drehzahl des Induktors für einen bestimmten Stromverbrauch C
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Stromverbrauch in Watt, 7c die Konstante des Zählers und n die Tourenzahl in T Sekunden ist.
Da man die Anzahl der Strichmarken der Zällerscheibe kennt, kann man daraus die Frequenz der intermittierenden Belichtung für einen bestimmten Stromverbrauch C bestimmen.
Hierauf begibt sich der Beobachter der Reihe nach vor jeden der nebeneinander aufgestellten zu eichenden Apparate und betätigt dessen Reguliervorrichtung so lange, bis ihm die Strichmarken des drehbaren Teiles desselben bei unveränderter Drehungsgeschwinc1igkeit der Blende unbeweglich erscheinen.
Aus vorstehendem ergibt sich, dass das Verfahren gemäss der Erfindung eine sehr grosse Arbeitsleistung ermöglicht, da es, wenn die Geschwindigkeit der Blende entsprechend einer bestimmten Drehzahl einmal geregelt ist, keine Schwierigkeit bereitet, den zu eichenden Apparaten eine gleiche Bewegung zu geben wie dem Vergleichsapparat.
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