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Vorrichtung zum Bestimmen der jeweils notwendigen Lichtmenge beim
Herstellen von Kontaktkopien auf photographischen Schichtträgern Der Erfindungsgegenstand
bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bestimmen der jeweils notwendigen Lichtmenge
bei der Herstellung von Kontaktkopien auf photographischen Schichtträgern, beispielsweise
Entwicklungspapieren voll verschiedener Empfindlichkeit, beim Verwenden verschieden
dichter -Negative und einer Einheitskopierzeit.
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Es gibt bereits mit elektrischer Glühbirne versehene Apparate zum
Kopieren photographischer Negative, bei denen die Lichtintensität der Kopierlampe
durch Verändern eines in den Stromkreis der Lampe ein=geschalteten Widerstandes
der Dichte des zu kopierenden Negativs angepaßt und mit einer Einheitszeit kopiert
wird.
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Diese bekannten Apparate haben aber den Nachteil, daß durch Verändern
des stromführenden Widerstandes auch die chemischeWirkung des Kopierlichtes verändert,
ihr also die Einheit zum Messen der notwendigen Lichtmenge genommen wird, wodurch
ein zuverlässiges Arbeiten nicht möglich ist, sondern die zu einem Negativ und der
jeweiligen Papierempfindlichkeit gehörende Lichtmenge stets durch Probieren ermittelt
werden muß.
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Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich der
Erfindungsgegenstand in technisch vorteilhafter Weise dadurch, daß die richtige
Belichtung eines -Negativs durch genaue Ermittlung der Lichtempfindlichkeit des
photographischen Schichtträgers hergestellt wird, indem letzterer in ein mit abgestuften
Blendenöffnungen versehenes Intensimeter gebracht und durch die Lichtquelle desjenigen
Kopierapparates belichtet wird, mit dem kopiert werden soll, wodurch nach Entwicklung
des photographischen Schichtträgers die Schwärzüngsspur der dichtesten Stelle eines
normalen Negativs erzeugt ist, die einer bestimmten Blendenöffnung des Intensimeters
entspricht. Darauf wird die mit der Blendenöffnung des Intensimeters korrespondierende
Blendenöffnung eines Normaldichtemessers vor eine im Normaldichtemesser angeordnete
Lichtquelle gebracht und der Normaldichtemesser auf die dunkelste Stelle eines von
der Lichtquelle des Kopierapparates durchleuchteten -.2\?egativs aufgesetzt und
diese Helligkeit durch eine Augenmuschel des Normaldichtemessers beobachtet und
durch Abblenden der Kopierlichtquelle mit der Helligkeit der Lichtquelle des Dichtigkeitsmessers
in Übereinstimmung gebracht.
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Durch diese Maßnahme ist man in der Lage, Papiere beliebiger Empfindlichkeit
und Negative verschiedenster Dichte mit einer Einheitskopierzeit stets richtig zu
belichten.
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Der größte Teil der photographischen Kopien auf Entwicklungspapieren
ist dann richtig
belichtet, wenn die dichteste Stelle des Negativs
noch einen ganz zarten. eben sichtbaren Ton auf der Kopie erzeugt. Dieser Ton wird
Schwärzungsspur genannt.
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Es bedeutet einen großen Fortschritt und eine wesentlicheVereinfachung
für diePrax1S, wenn alle Kopien gleich lange belichtet werden können. Will man dies
mit sehr verschiedenen Papiersorten erreichen, so muß man für jedes Papier die zur
richtigen Belichtung (Schwärzungsspur) erforderliche Intensität des Kopierlichtes
kennen und herbeiführen können.
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Die photographischen Negative sind sehr verschieden dicht. Wenn man
sie trotzdem alle gleich lange belichten will, so muß man sie entsprechend heller
oder dunkler beleuchten.
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Diese Forderungen werden erfindungsgemäß in sehr einfacher und genauer
Weise erfüllt durch drei neue Instrumente, und zwar i. eine Vorrichtung zur Feststellung
der Papierempfindlichkeit, hier iNormaldichteintensimeter genannt, 2. eine Vorrichtung
zur Feststellung der Negativdichte, hier Kopierdichteregler genannt, 3. einen Kopierapparat
besonderer Bauart. Das Normaldichteintensimeter wird auf die Kopierfläche gesetzt
und mit einem Blatt des lichtempfindlichen Papiers beschickt. Das genormte Kopierlicht
gelangt mit einer uhrwerksregulierten Einheitszeit durch eine für dies Verfahren
genormte Negativdichte zum Intensimeter und wird hier nach einer genauen Rechnung
in zwanzig gleichgradig verschiedene Intensitäten abgestuft. Nach der Entwicklung
ist dem Papier eine entsprechende Reihe verschiedener Schwärzungen in Kreisform
aufkopiert. Die hellste, noch gut sichtbare Schwärzung ist die Schwärzungsspur,
sie entsteht naturgemäß für Papiere verschiedener Empfindlichkeit mit einer anderen
Intensität. Welche Intensität die Schwärzungsspur erzeugt, ist aus der aufkopierten
Schwärzungsskala ersichtlich. Ist z. B. die Schtvärzungsspur auf dem neunten Kreis
erschienen, so ist die neunte Intensität des Kopierlichtes wirksam gewesen, bezogen
auf die genormte Negativdichte und Einheitszeit.
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Die Endaufgabe wird vom Kopierdichteregler erfüllt. Er ist gewissermaßen
ein optisches Duplikat des Intensimeters, indem er dessen sämtliche Intensitäten
in der gleichen optischen Helligkeit dem Auge zur Darstelhing bringt, bezogen auf
die genormte Negativdichte. Dadurch ist man also in der Lage, die Intensitätsnummer
zu markieren, die bei einem Papier wirksam war. Diese markierte Intensität erscheint
auf einem Vergleichsfeld. Indem man das Instrument jetzt auf die dichteste Stelle
des zu kopierenden und vom ge normten Kopierlicht erleuchteten Negativs setzt, sieht
man diese Stelle neben der markierten Intensität auf einem zweiten Vergleichsfeld.
Beide Felder müssen gleich hell erscheinen, in welchem Fall die Trennlinie verschwindet.
Erscheint die anvisierte Negativstelle heller oder dunkler, so kann das ausgeglichen
werden durch eine verstellbare Blende der Kopierlampe. Danach ist die anvisierte
Negativstelle zusammen mit dem Kopierlicht auf genau dieselbe Intensität abgeglichen,
die bei Erzeugung der Schwärzungsspur bei dem betreffenden Papier erforderlich war,
bezogen auf Einheitskopierzeit. Hiermit ist die Forderung der ideal richtigen Belichtung
restlos erfüllt.
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Auf der Zeichnung sind die zu den Erfindungsgegenständen gehörigen
Vorrichtungen in je einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Abb. i , 2 und 3 zeigen den Kopierapparat im Aufriß, in Seitenansicht
und im Grundriß. Abb. 4 ist der Normaldichteregler im Schnitt, Abb. 5 eine Blende
mit Schutzscheiben des Norinaldichtereglers und Abb.6 ist das Normaldichteintensimeter
im Schnitt.
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Der Körper des Normaldichteintensimeters (Abb.6) besteht aus einem
massiven zylindrischen Block 53 aus Leichtmetall. Dieser Block hat zwanzig durchgehende
Löcher 54 parallel zur Achse 52. Diese Löcher sind im Kreise angeordnet und haben
alle den gleichen Durchmesser von 8 mm. Der Abstand der Bohrlöcher untereinander
ist gleich.
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Unter dem Block 53 liegt eine Messingscheibe 54a, die genau plan ist
und zwanzig verschieden große Bohrlöcher 54v trägt, die ebenfalls auf einer Kreisbahn
liegen, welche dem Durchmesser derjenigen für die Löcher 54 des Blockes 53 entspricht.
Die Größe der Bohrlöcher 54b entspricht einer genauen Rechnung, und zwar wachsen
die Flächeninhalte der Lochquerschnitte in geometrischer Progression. Diese Löcher
bilden demnach eine Skala, die in zwanzig Stufen und in geometrischer Progression
von i bis ioo steigen. Diese Platte 54a wird Lochskala genannt. Zum Schutze ist
sie nach außen mit einer klaren il/, mm dicken Spiegelglasscheibe 55 bedeckt. Lochskala
54a und Schutzscheibe 55 sind durch einen Ring 56 mit dem Röhrenblock 53 verbunden,
derart, daß die Lochmitten der Blockröhren und die Lochmitten der Lochskala sich
decken. Auf der anderen Seite trägt der Röhrenblock eine flanschartige Ausladung
57. Hier kann ein Blatt photographisches Papier oder eine photographische Platte
P aufgelegt und durch einen Klappdeckel 58 mit Preßfeder 59 angedrückt
werden.
Als lichtdichter Verschluß dient ein runder Deckel 6o, der oben in der Mitte einen
Sechskantknopf 61 besitzt. Auf der Seite, die die Lochskala 54a und Schutzscheibe
55 trägt, ist durch diese beiden hindurch ein Loch 62 in den Röhrenblock eingebohrt.
In dieses Bohrloch kommt die obenerwähnte Lagerspindel 52 hinein. Jetzt kann das
ganze Instrument von Hand in Drehung versetzt werden, worin es durch seine eigene
Kreiselfliehkraft einige Zeit ohne neuen Antrieb verharrt. Durch die Drehung wird
erreicht, daß die Skalenlöcher, wenn sie sich über der von unten beleuchteten Mattscheibe49
des Kopierapparates (vgl. auch Abb. i) im Sinne einer Kreisbahn bewegen, an etwaigen
partiellen Ungleichheiten der Mattscheibe und an der etwa ungleichmäßigen Beleuchtung
derselben alle gleichviel Anteil erhalten. Dadurch werden diese Ungleichheiten ausgeschieden,
und es wird eine vollkommen gleichmäßige Beleuchtung für alle Löcher 54b der Skala
54a gewährleistet. Eine viereckige Aluminiumplatte 63 trägt eine runde Glasscheibe
51, auf der die Lagerspindel 52 für das Instrument befestigt ist. Diese Glasscheibe5i
zeigt einen vorbestimmten Grad von Undurchsichtigkeit. Sie verkörpert die \Tegativ
normaldichte für dieses Verfahren. Die Platte 63 hat ein kreisrundes Loch vom Durchmesser
der Glasscheibe 5 i und rechts und links einen Handgriff 64. Das Ganze kann wie
ein kleines Tablett auf die Kopierfläche 49 des Kopierapparates aufgesetzt werden
und wird dann vom Kopierlicht 5o beleuchtet (v-l. Abb. i). Das Kopierlicht 5o geht
durch die genormte Glasscheibe 51, gelangt durch die verschieden großen Löcher 54v
der Blende 5411 in die Röhren 54 und geht durch die Röhren hindurch bis auf die
andere Seite des Röhrenblocks 53. Dort trifft es das aufgelegte photographische
Papier P. Das Kopierlicht 50 wird durch die Blenderlöcher 54L geschwächt,
und zwar im Verhältnis des Flächeninhaltes der Löcher. Je nach der Lichtempfindlichkeit
eines Papiers P ist die Spur der ersten sichtbaren Schwärzung darauf durch eine
einem Bohrloch entsprechende Intensität der Blendenscheibe 5.1.a entstanden. Nach
Entwicklung des Papiers sieht man eine Anzahl von geschwärzten Kreisflächen von
je 8 mm Durchinesser auf dem Papier. Diese Kreisflächen werden immer heller und
hören mit einer hellsten, eben sichtbaren auf. Sind z. B. acht Schwärzungspunkte
vorhanden, so hat dieses Papier die erste sichtbare Schwärzungsspur an dem achten
Bohrloch des Intensimeters erhalten. Dies entspricht der für die geprüfte Papiersorte
notwendigen Lichtintensität, die bei einer Einheitskopierzeit von x Sekunden in
diesem System erforderlich ist. Der Kopierdichteregler (Abb. 4 und 5) besitzt eine
Vergleichslichtquelle 25 (Glühlämpchen), die durch einen eigenen Spannungsregler
und ein eigenes Voltmeter konstant gehalten werden kann. Diese Lichtquelle 25 beleuchtet
nach Durchlaufen einer zur Zerstreuung dienenden Mattscheibe 26, «-elche in gleicher
Farbe gehalten ist wie die Abdeckscheibe i t des Kopierapparates nach Abb. i, sowie
nach Durchlaufen einer bestimmten Blendenöffnung 2711 einer Blendenscheibe 27, das
Vergleichsfeld 37a eines Vergleichsfeldwürfels 35, 37, welcher das Licht rechtwinklig
ablenkt und durch ein Okular 4o dem Auge 47 sichtbar macht. Anzahl und Abmessungen
der Lochdurchmesser der Blendenscheibe 27 stimmen mit der Lochscheibe 54a des Normaldichteintensimeters
(Abb.6) überein. Diese Blendenscheibe 27 des Kopierdichtereglers ist drehbar um
einen Zapfen 28. Zur Versteifung ist die Blendenscheibe 27 noch mit einer aufgelegten
Scheibe 29 versehen. Vor und hinter diesen Doppelscheiben 27, 29 mit den Löchern
27a liegt je eine Schutzscheibe 30. Diese Schutzscheiben 30 sind nicht drehbar und
werden durch den Mittelzapfen 28 der Lochscheibe 27 gehalten. Der Zapfen 28 der
Schutzscheiben 30 ist an einem Konsol 3,1 befestigt. Die Blendenscheibe 27
besitzt an ihrem Umfang Rasten 33, in welche eine federnde Zunge 32 eingreifen kann,
damit die Blendenöffnungen 27" stets genau in den Strahlengang der Lichtquelle
25 eingestellt werden können. Die Lichtquelle 25 sitzt in einem Rohr 34 und kann
darin innerhalb gewisser Grenzen verschoben werden. Der Vergleichsfeldwürfel 35,
37 ist innerhalb eines Gehäuses 36 angeordnet. Der Würfel 35, 37 besteht aus zwei
im Querschnitt dreieckigen Hälften, die mit ihrer Hypotenusenfläche aufeinanderliegen.
In der Mitte der einen Hypotenusenfläche ist eine kleine kreisrunde Höhlung 37a
eingeschliffen, wodurch das vom Skalenloch 27a ausgehende Licht im rechten Winkel
abgelenkt und in das Okularrohr 38 gesandt wird. Das Okularrohr 38 ist senkrecht
über dem Glaswürfel 35, 37 an dem Gehäuse 36 angebracht. Das Okularrohr 38 trägt
eine Augenmuschel 39 und eine Linse 40 zum Betrachten des Vergleichsfeldwürfels
35, 37. Unter dem Würfel 35, 37 befindet sich ein Objektiv 43. Das das Objektiv
43 umgebende Rohr 42 hat eine konische Kappe 44 mit einer Öffnung 45. Wenn man diese
öffnung auf ein beleuchtetes Negativ 46 setzt. so gelangt das Licht des Kopierlichts
5o durch das Objektiv 43 auf den Würfel 35, 37 und geht in gerader Richtung durch
diesen hindurch in das Okularrohr 38 und in das Auge 47. Man sieht jetzt um das
Vergleichsfeld 3711 herum, das von der Lichtquelle 25 erleuchtet
ist,
eine Ringfläche, deren Helligkeit der vom Kopierlicht 5o erleuchteten Negativstelle
46a entspricht.
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Der Kopierdichteregler (Abb. 4 und 5) veranschaulicht die Intensitäten
des Normaldichteintensimeters optisch. Zu diesem Zweck muß er auf das Normaldichteintensimeter
(Abb. 6) geeicht sein. Das geschieht folgendermaßen: Man dreht die größte öffnung
der Blendenscheibe 27 des Kopierdichtereglers vor die Lichtquelle 25. Dann ist im
Ziffernfeld 48 der Schutzscheibe 30 die Zahl i sichtbar. Dann setzt man das
Intensimeter (Abb. 6) auf die Kopierfläche 49 des Kopierapparates (Abb. i) und schaltet
das Kopierlicht 5o ein. Vom Normaldichteintensimeter (Abb. 6) nimmt man den runden
Deckel 6o ab und öffnet den Preßdeckel 58.
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Jetzt bringt man die in der konischen Kappe 44 befindliche Öffnung
45 des Kopierdichtereglers (Abb. 4) vor diejenige Bohrung 54 des Intensimeters,
die das größte Skalenloch 5e besitzt. Im Okular 4o erscheint jetzt das hellste Feld
des Intensimeters auf dem ringförmigen Vergleichsfeld im Würfel 35, 37, und auf
dem kleinen Mittelfeld 3711 erscheint das hellste Feld des Kopierdichtereglers.
Das letztere muß ebenso hell sein als das erstere. Ist es heller oder dunkler, so
wird das Lämpchen in seinem Rohr 34 so lange nach hinten oder vorn verschoben, bis
Lichtgleichheit eingetreten ist. Bei fertiger Eichung erscheinen beide Vergleichsfelder
als eine einzige Fläche ohne Trennungslinie. Diese Eichung ist einmalig auszuführen
und gilt bis zum Verbrauch der Lampen. Obwohl die Eichung nur mit der größten Intensität
ausgeführt wird, gilt sie ohne weiteres auch für die andern Intensitäten, da die
Blendenscheiben 27 und 54a von vornherein genau übereinstimmend angefertigt werden.
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Der zur Ausübung des Verfahrens notwendige Kopierapparat (Abb. i bis
3) besteht aus einem Gehäuse i mit künstlicher Lichtquelle 5o, die unter einer lichtdurchlässigen
Scheibe 49, welche zur Aufnahme eines zu kopierenden Negativs 46 dient, angeordnet
ist. Für den Kopiervorgang wird das lichtempfindliche Papier auf das Negativ 46
gelegt und beide durch einen Anpreßdeckel 4, 5 fest auf die Scheibe 49 gepreßt.
Vor dem Niederlegen der Anpreßdeckel 4, 5 ist die Lichtquelle 5o eingeschaltet und
durch eine Gelbscheibe i i abgedeckt, weil sonst photographisch wirksames Licht
in den Kopierraum strahlen würde. Beim Niederlegen des Anpreßdeckels 4, 5 wird die
Gelbscheibe i i verschwenkt. Zu diesem Zweck ist sie bei 12 drehbar gelagert und
steht durch einen Hebel i 111 und ein Gestänge io, das von einer Feder ioa beeinflußt
wird, mit die Deckplatte 9 durchdringenden Stiften 8 in Verbindung, auf welche der
Anpreßdeckel 4, 5 beim Niederlegen einwirkt und dadurch die Gelbscheibe i i in die
in Abb. i strichpunktiert dargestellte Lage bringt, so daß für den Kopierprozeß
wirksames Licht von der Kopierlichtquelle 5o auf das zu belichtende photographische
Papier gelangen kann. Beim Niederlegen der Anpreßdeckelteile 4, 5 wird gleichzeitig
eine die Einheitskopierzeit regelnde Uhr 6 durch einen am Anpreßdeckel 5 angebrachten
Lenker 511 aufgezogen und eingeschaltet. Nach Ablauf der Belichtungsuhr 6 erlischt
das Kopierlicht 5o selbsttätig. Über der Lichtquelle 5o ist eine Blende 7 angeordnet,
deren Öffnung durch eine außerhalb des Kopierapparates angebrachte Kurbel 13
unter Vermittlung von Antriebsrädern 24, 3 verändert werden kann.
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Nach Ablauf der Belichtungszeit erlischt die Lichtquelle 5o. Der Anpreßdeckel
4, 5 wird von der Scheibe 49 wieder abgehoben und in die in Abb. i dargestellte
Lage gebracht, wobei die Gelbscheibe i i durch die Wirkung der Feder ioa wieder
selbsttätig vor die Lichtquelle 5o geschwenkt wird. Kurz vor der horizontalen Lage
der Gelbscheibe i i wird durch diese der Stromkreis für die Lichtquelle 5o wieder
geschlossen, so daß die Scheibe 49 zum erneuten Auflegen von lichtempfindlichem
Papier durch photographisch unwirksames Licht erhellt ist.
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Der Kopierdichteregler (Abb.4 und 5) kann an dem Kopierapparat befestigt
sein. Damit es in diesem Falle möglich ist, mit ihm jeden beliebigen Punkt eines
Negativs abzutasten und damit er während des Kopiervorganges nicht im Wege ist,
ist er auf einem bei 15 schwenkbaren Gestänge 16 verschiebbar gelagert. Das Gestänge
16 besitzt ein federndes Scharnier, damit der Kopierdichteregler (Abb.4 und 5) beim
Nichtgebrauch selbsttätig in seine senkrechte Lage v erschwenkt wird.
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Der Kopierdichteregler (Abb.4 und 5) kann auch, wie in Abh. i strichpunktiert
dargestellt, an einem Tragorgan aufgehängt und beim Nichtgebrauch nach oben geschoben
werden.
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Da die Empfindlichkeit fast aller Entwicklungspapiere in Blau und
Violett liegt, in einem Spektralgebiet, das in Kopierglühlampen relativ schwach
vertreten ist und durch Spannungsschwankungen stark beeinflußt wird, so ist leicht
einzusehen, welch große Belichtungsfehler durch diese aktinischen und intensitären
Schwankungen eines Kopierlichtes entstehen können. Infolgedessen müssen ein veränderlicher
Widerstand und ein Voltmeter eingebaut sein (nicht dargestellt). Die fortwährenden
Schwankungen in einem Ortsnetz betragen bis i o Volt nach oben und
unten
und können auf dem Voltmeter festgestellt und mit dem Widerstand ausgeglichen werden,
indem z. B. immer mit 210 @rolt gearbeitet wird. Die erforderlichen Intensitätsveränderungen
des Kopierlichtes erfolgen beim Erfindungsgegenstand nicht durch Veränderung der
Spannung, da dies die Aktinität in gleichem Maße beeinflussen würde wie die Intensität,
sie erfolgen viel richtiger durch eine kontinuierlich zu öffnende bzw. schließende
Blende 7. Diese Blende befindet sich über der Kopierlampe 5o und regelt ihre Intensität,
ohne das Verhältnis von Aktinität zu Intensität zu verändern.