CH200089A - Steuervorrichtung für optische, mechanische oder elektrische Einrichtungen, insbesondere für Lichtbildgeräte mit elektrischem Belichtungsmesser. - Google Patents

Steuervorrichtung für optische, mechanische oder elektrische Einrichtungen, insbesondere für Lichtbildgeräte mit elektrischem Belichtungsmesser.

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CH200089A
CH200089A CH200089DA CH200089A CH 200089 A CH200089 A CH 200089A CH 200089D A CH200089D A CH 200089DA CH 200089 A CH200089 A CH 200089A
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Walter Schmidt
Deckel Firma Friedrich
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Walter Schmidt
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  Steuervorrichtung für optische, mechanische oder elektrische Einrichtungen,       insbesondere    für     Lichtbildgeräte    mit elektrischem Belichtungsmesser.    Die Erfindung bezieht sich auf Steuervor  richtungen für optische, mechanische oder       elektrische    Einrichtungen, bei welchen die  Stellung eines beweglichen Gliedes, z. B.  eines     1VZessgerätezeigers,    abgetastet und einem  oder mehreren Teilen, deren Stellung von der  des Gliedes abhängig sein soll, mitgeteilt  wird; sie bezieht sich insbesondere auf Licht  bildgeräte mit elektrischem Belichtungsmes  ser.

   Bei den bisher bekannten     Vorrichtungen     dieser Art wird das Abtasten der Stellung  des beweglichen Gliedes in der Weise durch  geführt, dass das letztere einen festen An  schlag für das durch eine Kraftquelle heran  geführte     Abtastorgan    bildet und dieses hier  durch unmittelbar an einer Fortsetzung seiner  Bewegung hindert.

   Diese Art des     Abtastens     hat den Nachteil, dass das bewegliche Glied  stark beansprucht wird und infolgedessen  entsprechend kräftig und somit schwer aus  gebildet sein muss; dadurch wird aber die  leichte Beweglichkeit des Gliedes und, falls    dasselbe das Zeigersystem eines     112essgerätes     bildet, die Empfindlichkeit des letzteren so  stark vermindert, dass das Gerät den prakti  schen     Anforderungen    meist nicht mehr genügt.  



  Es ist Zweck der Erfindung, diese Schwie  rigkeiten zu vermeiden und eine Steuervor  richtung zu schaffen, die eine möglichst  leichte und leichtbewegliche Ausbildung des  beweglichen Gliedes zulässt. Dies     wird    erfin  dungsgemäss dadurch erreicht, dass das be  wegliche Glied     ein    Steuerungsteil besitzt,  welches in den Weg eines bei der     Abtastung     bewegten     Mitnehmers    für das zu steuernde  Teil ragt und beim     Vorbeigang    des auswei  chenden     Mitnehmers    dessen Kupplung mit  dem zu steuernden Teil löst, so dass dieses  in der erreichten Stellung stehenbleibt, wäh  rend der     Mitnehmer    seinen Weg fortsetzt.  



  In der     Zeichnung    ist als Ausführungs  beispiel der Erfindung die grundsätzliche  Anordnung einer Steuervorrichtung für ein       Lichtbildgerät        schematisch    dargestellt.      Der im     Kameragehäuse    geführte Auslöse  knopf 30 besitzt einen Ansatz 31, gegen wel  chen die Feder 32, die in dem Gehäuse 33 ge  lagert ist, drückt, so dass der     Verschlussknopf     in seiner Ruhelage in der obern     Grenzstel-          lung    gehalten ist.

   Nach unten setzt sich der       Auslöseknopf    30 in einem Steuerteil 34 fort,  welches einerseits mittels einer schiefen  Ebene 35 gegen einen Knopf 36 der Stange  37 liegt und anderseits mittels eines Lang  loches 38 mit einem Stift 39 zusammenarbei  tet, der an dem im Punkte 40 gelagerten  Winkelhebel 41 befestigt ist.

   Die Stange 37  ist bei 95 geführt und im Punkte 42 an dem  im     Punkte    43 gelagerten Teil 44     angelenkt.     welches mit einer Kurvenscheibe 45 versehen  ist, gegen welche die beiden obern Arme 46  und 47 zweier in den Punkten 48 und 49 ge  lagerter Bremshebel anliegen, deren untere  Arme 50 und 51 mittels der Backen 52 und  53 gegen die Bremstrommel 54 zu drücken  vermögen, welche ihrerseits durch eine mag  netische Betätigung oder     dergl.,    beispiels  weise durch ein mit ihr     gekuppeltes    Dreh  spulsy     stem    20, in Abhängigkeit von der auf  die Photozelle 21 fallenden spezifischen Flä  chenhelligkeit mehr oder weniger aus ihrer  Ruhelage     herausgeschwenkt    wird.

   Oben an  der Bremstrommel 54 befindet sich der auf  einer von aussen sichtbaren Skala 55 spie  lende Zeiger 56, während etwa gegenüber  diesem Zeiger eine Nase 57 auf dem Umfange  der Trommel 54 vorgesehen ist, die     eine     schräge Ebene 58 besitzt. Der Winkelhebel  41 ist seinerseits im Punkte 59 an der Stange  60     angelenkt,    die im Punkte 61 mit dem He  bel 62 gelenkig verbunden     ist.    Der Hebel 62  ist auf der Achse 63 der Trommel 54 drehbar  gelagert, und zwar gleichachsig mit einem  teilweise gezahnten     Ritzel    64, welches durch  das     in    einem Längsschlitz des Teils 62 radial  verschiebbare Teil 65,

   welches mit einer Nase  66 in eine entsprechende     mit    des     Ritzels    64  eingreift, zu einer Drehung mit dem Teil 62  gezwungen wird. Die     Andrückung    des Teils  65 erfolgt durch die Feder 67. An dem     Teil     65 befindet sich ein aus der Zeichenebene  nach     unten    vorstehender Stift 68, der mit    der Nase 57 zusammenarbeitet. Das     Ritzel     64 kämmt     mit    der Zahnstange 69, die an  einem Ende einen in dem Zylinder 7 0 ver  schiebbaren Kolben 71 trägt.

   Der durch den  Kolben 71 abgeschlossene Raum des Zylin  ders 70 ist mit einem     Rückschlagventil        72,     versehen, welches nach innen zu öffnet, und  besitzt     ferner    eine sehr kleine     Luftauslass-          öffnung    73. Am andern Ende ist die mittels  der Schelle 74 geführte Stange 69 dein  Drucke einer Feder 75 ausgesetzt und liebt  mit der schiefen Ebene 76 gegen eine ent  sprechende schiefe Ebene des im Punkt 77       gelagerten        zweiarmigen    Hebels 78, 79. Der  Arm 79 des Hebels 78, 79 steht unter Wir  kung einer Feder 80 und ist     mittels    eines  Stiftes 81 mit der im Punkte 83 geführten  Stange 82 verbunden.

   Die Stange 82 bewirkt  in beliebiger an sich bekannter Weise die  Öffnung und Schliessung des lediglich sche  matisch     angedeuteten    Verschlusses 84.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  folgende; Drückt man auf den     Auslöseknopf     30, so wird zunächst mittels der schiefen  Ebene 35 und des Stiftes 36 die Stange 3 7  nach rechts bewegt. Es erfolgt dadurch eine  Linksdrehung des Hebels 44 mit der Kur  venscheibe 45, wodurch die Backen 46 und  47 auseinander und die Backen 50 und 51  zusammengedrückt werden. Es erfolgt also  eine Festlegung der Bremstrommel 54 in der  durch den Zeiger 56 angezeigten, der Flä  chenhelligkeit des zu photographierenden Ob  jektes     entsprechenden    Stellung der     llessein-          richtung.    Die Nase 5 7 nimmt. dementspre  chend die gleiche durch die Flächenhellig  keit des Objektes bedingte Winkellage ein.

    Beim weiteren Herunterdrücken des Auslöse  knopfes 30 wird der Stift 39 des Winkel  hebels 41, der bisher infolge der länglichen  Ausbildung des Loches 38 nicht erfasst  wurde, nach unten gedrückt, es erfolgt eine  Schwenkung des Hebels 41 entgegen dem  Uhrzeigersinn und eine Bewegung der Stange  60 nach     rechts.    Dadurch wird eine Drehung  des     Ritzels    64 entgegen dem Uhrzeigersinn       und    eine Bewegung der     Zahnstange    69 nach  links bewirkt. Der Kolben 71 geht demzu-      folge nunmehr um einen gewissen Betrag  nach links, welcher dem Weg entspricht, den  der Hebel 62 zurückzulegen hat, bis der Stift  68 die schiefe Ebene 58 der Nase 57 berührt.

    Da das     Rückschlagventil    72 nach innen öff  net, erfolgt diese     Bewegung    des Kolbens 71  nach links ohne     wesentlichen    Luftwider  stand. Beim weiteren     Nachuntendrücken    des       Auslöseknopfes    30 wandert der Stift 68 auf  der schiefen Ebene 58 nach aussen und zieht  dabei die Nase 66 aus der     entsprechenden     Nut des     Ritzels    64. Dieses ist     nunmehr    frei  drehbar und vermag daher die Zahnstange  69, welche unter     Wirkung    der Feder 75 die  Neigung besitzt, nach rechts zu wandern,  nicht mehr zu sperren.

   Der Kolben 71 wan  dert also wieder nach rechts, jedoch verhält  nismässig langsam, da das     Rückschlagventil     72 jetzt geschlossen ist und die Luft nur  durch die sehr feine Öffnung 73 entweichen  kann. Durch an, sich aus der Phototechnik  bekannte     Mittel    ist nun die Einrichtung so  getroffen,     dass    der     Verschluss    84 bei Beginn  der Bewegung des Kolbens 71 nach rechts  geöffnet und bei Beendigung derselben ge  schlossen wird. Diese Wechselwirkung zwi  schen der Bewegung des Verzögerungskol  bens 71 und der Öffnung und Schliessung des  Verschlusses ist in der Kameratechnik durch  zahlreiche bekannte     Einrichtungen    verwirk  licht, so dass sich eine nähere Darstellung  dieser Wechselwirkung erübrigt.

   Die Ver  bindung zwischen der     Kolbenbewegung    71  und der     Betätigung    des Verschlusses 84 ist  daher in der Zeichnung nur schematisch  durch die Teile 77 bis 84 angedeutet und  kann in beliebiger an sich bekannter Weise  erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuervorrichtung für optische, mecha nische oder elektrische Einrichtungen, bei welchen die Stellung eines beweglichen Glie des abgetastet und mindestens einem Teil, dessen Stellung von der des Gliedes abhän gig sein soll, mitgeteilt wird, und zwar ins besondere für Lichtbildgeräte mit elektri schem Belichtungsmesser, dadurch gekenn- zeichnet, dass das bewegliche Glied ein Steue rungsteil besitzt, welches in den Weg eines bei der Abtastung bewegten Mitnehmers für das zu steuernde Teil ragt und beim Vorbei gang des ausweichenden Mitnehmers dessen Kupplung mit dem zu steuernden Teil löst, so dass.
    dieses in der erreichten Stellung stehen bleibt, während der Mitnehmer seinen Weg fortsetzt. UNTERAINTSPRüCHE 1. Steuervorrichtung nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zu steuernde Teil (64) um eine Achse drehbar ist, die mit der Achse (63) des beweglichen Gliedes (54, 56) zusammen fällt, und dass, der Mitnehmer als ein um die gleiche Achse drehbarer beweglicher Schieber (65) ausgebildet ist, der durch Federkraft an eine einen Nocken (57) -auf weisende Fläche des beweglichen Gliedes gedrückt wird und zugleich mit dem zu steuernden Teil (64) in einem Eingriffs verhältnis steht,
    das durch Bewegen des Schiebers gelöst wird. 2. Steuerungsvorrichtung nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Glied (54, 56) um eine Achse (63) drehbar ist und ein Brems glied (54) aufweist, welches durch zwei quer zu der genannten Achse bewegliche Bremsbacken (52, 53) feststellbar ist. 3. Steuerungsvorrichtung nach dem Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacken für das bewegliche Glied durch eine Kurvenscheibe (45) betätigt werden.
    4. Steuerungsvorrichtung nach dem Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine Kraft quelle (75), die das zu steuernde Teil (64) entgegen der Wirkrichtung des Mitneh- mers (65) beeinflusst, und durch eine Hemmvorrichtung, welche die von der Kraftquelle hervorgerufene Bewegung des zu steuernden Teils verzögert.
CH200089D 1936-12-10 1937-12-03 Steuervorrichtung für optische, mechanische oder elektrische Einrichtungen, insbesondere für Lichtbildgeräte mit elektrischem Belichtungsmesser. CH200089A (de)

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CH200089D CH200089A (de) 1936-12-10 1937-12-03 Steuervorrichtung für optische, mechanische oder elektrische Einrichtungen, insbesondere für Lichtbildgeräte mit elektrischem Belichtungsmesser.

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