CH200076A - Verfahren und Einrichtung zur Oberflächenbehandlung von Blechen, insbesondere Blechbändern. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Oberflächenbehandlung von Blechen, insbesondere Blechbändern.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Oberflächenbehandlung von Blechen, insbesondere Blechbändern. Die hohen Anforderungen, die heute an die Oberflächenbeschaffenheit, die Sauber keit und das Aussehen von Blechen gestellt werden, machen bei der Blechherstellung ,die Behandlung der Oberflächen zu einem wesentlichen Faktor.
Bei den bisher angewendeten Bürst- resp. Reinigungsverfahren wird bei Nass- reinigung das Blech durch paarweise über einander angeordnete, schnell umlaufende Bürstwalzen mit Fiberborstenbelag .gleich zeitig auf beiden Seiten und lediglich unter Hinzuspritzen von Wasser gebürstet.
Bei der Trockenreinigung erhalten die Walzen paare bisher an Stelle des Fiberborsten- belages einen scharf angreifenden iStahl- oder Bronzedrahtbelag.
Demgegenüber unterscheidet sich das Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Blechen nach der Erfindung dadurch, dass ein oder mehrere durch Beizen oder -Spülen bereite vorbehandelte Bleche in einem fort- laufenden Arbeitsgang abwechselnd auf der einen und dann auf der andern Seite mittels Walzen und eines diesen selbsttätig zugeführ ten Scheuer- oder Schleifmittels, z. B. ,Sand, Schmirgel und dergl., mechanisch bearbeitet werden.
Dabei kann bei Blechbändern eine solche Oberflächenbehandlung unmittelbar im Anschluss an einen Beizvorgang erfolgen, indem man beispielsweise mehrere Blech bänder gleichzeitig mit ununterbrochener.,: gleichmässiger Geschwindigkeit von Ablauf trommeln aus zunächst durch Beiz-, Spül- und Lehmbäder, unmittelbar hierauf über und unter die Oberflächenbearbeitungswalzen und anschliessend daran entweder unmittel bar durch ein Heisswasserbad, sowie eine Trockenvorrichtung bewegt und wieder auf wickelt, oder aber zunächst noch durch einen Glühofen,
ein Beizbad und eine Waschvor richtung führt und dann erst trocknet und wieder aufwickelt. Die Erfindung ermög licht somit eine äusserst wirtschaftliche Ober- flächenbehandlung von Blechen, insbesondere von Blechbändern, wobei diese gleichzeitig die für Qualitätsbleche geforderten, metal lisch reinen und gleichmässig aussehenden Oberflächen erhalten.
Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele einer Einrichtung zur Durchfüh rung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht und Fig. 2 in Aufsicht eine erste Ausfüh rungsform; Fig. 3 zeigt einen Teil einer zweiten Aus führungsform in Seitenansicht;
Fig.4 zeigt in grösserem Massstabe ein Ausführungsbeispiel der Zuführungsvorrich- tung für das Scheuer- oder Schleifmittel im Längsschnitt; Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbei- spiel einer solchen Zuführungsvorrichtung in Seitenansicht und teilweise im Schnitt; Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 5 ;
Fig. 7 und g zeigen eine dritte und vierte Ausführungsform der Zuführungsvorrich- tung für das ,Scheuer- oder Schleifmittel im Längsschnitt.
Der wesentlichste Teil der dargestellten Einrichtungen ist die Einrichtung A zur mechanischen Bearbeitung der Blechober flächen. Diese Einrichtung besitzt ein Ge häuse 3, in dem oberhalb und unterhalb des durchlaufenden Arbeitsgutes, z. B. vier neben einanderliegende Blechbänder, vorzugsweise elektromotorisch angetriebene Bearbeitungs walzen 41 bis 4, mit je einer verstellbaren Anpressrolle 5 für das Arbeitsgut x angeord net sind.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Einrichtung sind zunächst zwei als Putz bürsten vorgesehene Bürstwalzen 41 und 42 unterhalb, zwei ebenfalls als Putzbürsten vorgesehene Bürstwalzen 43 und 4, oberhalb und zwei weitere, als Waschbürsten dienende Bürstwalzen 45 und 48 abwechselnd unter- und oberhalb des Arbeitsgutes derart hinter einander angeordnet,
da.ss Ober- und Unter seite des Arbeitsgutes abwechselnd mit den Bürstwalzen in Berührung kommen, wobei den als Putzbürsten dienenden Bürstwalzen 41 bis 4, ein Scheuer- oder Schleifmittel, z. B. Sand, Schmirgel und dergl., mechanisch' so zugeführt werden kann, dass es mit Sicher heit zwischen Arbeitsgut und Bürstwa.lzen gelangt.
Die Zuführung des Scheuer- oder Schleif mittels kann zum Beispiel, wie die Fig. 1 und 2 veranschaulichen, durch quer zur Laufrichtung des Arbeitsgutes laufende Transportbänder 6 erfolgen, die beispiels weise von einem Elektromotor 7 aus über eine Welle 8 und Kettentriebe 9 gemeinsam angetrieben werden.
Das von den Transport- bändern aus Vorratsbehältern 10 kontinuier lich herangeführte -Scheuer- oder Schleif- mittel wird durch von aussen her verschieb bare Abstreifer 11 (Fig. 2) in regelbaren Mengen von den Bändern 6 abgestreift und mittels Querrinnen 12 zwangläufig zwischen Arbeitsgut und Bürstwalze gebracht,
indem es kurz vor dem Durchgang des Bleches zwi schen Bürstwalze und Druckrolle entweder auf die Walze aufgebracht und von dieser an die Bearbeitungsstelle geschleudert - ver gleiche die Verhältnisse bei den "untern" Walzen 41 und 42 - oder aber auf das Blechband gegeben und von diesem selbst an die Bearbeitungsstelle gebracht wird - ver gleiche die Verhältnisse bei den "obern" Wal zen 43 und 4,.
Wie Fig. 4 veranschaulicht, kann die Zu führung des Scheuer- oder Schleifmittels auch durch quer zur Laufrichtung des Arbeitsgutes x gelagerte Transportschnecken 16 erfolgen, die das zum Beispiel mittels eines Schiebers 17 aus dem Vorratsbehälter 10 regelbar abzulassende Scheuer- oder Schleifmittel über eine Rutsche 18 fördern,
von der das Scheuer- oder Schleifmittel auf die Bearbeitungswalze 4 oder das Arbeits gut x gelangt.
Bei den Zuführungsvorrichtungen nach den Fig. 5 bis 7 wird das aus dem Vorrats- behälter 10 mittels des Schiebers 17 abzu lassende Scheuer- oder Schleifmittel durch einen elektromotorisch oder sonstwie an- getriebenen Schleuderflügel 19 in eine über die ganze Breite der .Bearbeitungswalze 4 reichende Haube 20 (Fig. ö) oder 21 (Fig. 7) geschleudert,
aus der das Scheuer- oder Schleifmittel wieder über eine Rutsche 18 auf die Bearbeitungswalze 4 bezw. das Arbeitsgut gelangt.
Bei der Zuführungsvorrichtung nach Fig. 8 ist an Stelle der Schleudervorrichtung 19 ein Gebläse 22 seitlich am Gehäuse 3 an geordnet. Sowohl dem Gebläse 22, als auch den Schleuderflügeln 19 kann, wie,die Fig. 7 und 8 veranschaulichen, ein Verteiler 23 für das. Scheuer- oder Schleifmittel vorgeschaltet sein.
Die in -den Fig. 1 und 2 dargestellte An lage arbeitet wie folgt: Die vier Blechbänder x werden gleich zeitig mit ununterbrochener, gleichmässiger Geschwindigkeit von Ablauftrommeln B aus zunächst durch ein Beizbad C, dann durch ein Spülbad D und hierauf durch ein Bad E mit Lehmmasse gezogen. Zwischen den Bädern sind Gummiwalzen 13 zum Ab quetschen der von den Bändern mitgenom menen Badflüssigkeit vorgesehen.
Aus dem Lehmbad E werden die Bänder unmittelbar durch die Einrichtung A zur mechanischen Bearbeitung ihrer Oberflächen geführt, wobei erst die Unterseite und dann nach Führung der Bänder über eine Leit- rolle 14 die Oberseite .der Bänder hinterein ander zweimal mit den Putzbürsten in Be rührung kommen und von diesen dabei unter Hinzufügen,des Scheuer- oder Schleifmittels und Wasser bearbeitet werden. Das mit dem Wasser abfliessende .Scheuer- oder Schleif mittel wird unten im Gehäuse 3 in Sammel- behältern aufgefangen, getrocknet und wie der verwendet.
Nach dem Verlassen der Putzbürsten kommen die Bänder abwechselnd mit ihrer Ober- und Unterseite mit den Waschbürsten 4, und 4E in Berührung, die die Bänder von dem noch anhaftenden Scheuer- oder Schleif mittel reinigen. Von hier aus gehen die Bän der durch ein Heisswasserbad F, in welchem die letzten Reste des noch anhaftenden Scheuer- oder Schleifmittels beseitigt und die Bänder gleichzeitig vorgewärmt werden, so dass sie nach dem Durchgang durch die Abquetschwalzen 13 bereits angetrocknet in die zum Beispiel mit Heissluft betriebene Trockenvorrichtung G gelangen.
Aus dieser treten die Bänder nach dem Passieren von Filzwalzen 15 vollkommen trocken aus, so dass sie unmittelbar darnach wieder auf Trommeln H aufgewickelt werden können.
Wie Fig. 3 veranschaulicht, kann das Arbeitsgut x nach dem Verlassen der Ein richtung A zunächst noch mittels angetrie bener Transportwalzen 24 durch einen Glüh- ofen K, anschliessend hieran durch ein Beiz- bad <I>L</I> und eine Waschvorrichtung 111 bewegt und dann erst getrocknet und wieder auf gewickelt werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So können an Stelle von meh reren schmalen Blechbändern auch nur ein breites Blechband oder auch zweckmässig mit einander verbundene Blechstücke durch die Anlage geführt werden. Weiterhin kann der Aufbau der Einrichtung A auch in anderer Weise als wie dargestellt erfolgen.
'So kön nen zum Beispiel die Bearbeitungswalzen ab- ec <B>1</B> ober- und unterhalb des durch- w UseInc laufenden Arbeitsgutes liegen und in glei cher oder verschiedener Höhenlage angeord net sein. Dabei können entweder nur Bürst- walzen, das heisst mit einem Borstenbelag versehene Walzen, oder bezw. und auch Schleifwalzen, das heisst mit einem Leder oder sonstigen geeigneten Bezug versehene Walzen, zur Anwendung kommen.
Endlich kann die Einrichtung A auch für sich oder in Verbindung mit Anlagen verwendet wer den, die anders als -die dargestellten und be- sGhriebenen zusammengesetzt sind. Sie kann auch statt für Nassbearbeitung lediglich für Trockenbearbeitung eingerichtet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Blechen, insbesondere Blechbändern. dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere durch Beizen oder Spülen be reits vorbehandelte Bleche in einem fort laufenden Arbeitsgang abwechselnd auf der einen und dann auf der andern Seite mittels Walzen und eines diesen selbst tätig zugeführten Scheuer- oder Schleif mittels mechanisch bearbeitet werden.<B>11.</B> Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem Gehäuse (3) oberhalb und unterhalb des durchlaufen den Arbeitsgutes (x) Bearbeitungswalzen (41 bis 4,) mit je einer Anpressrolle (5) für das Arbeitsgut einzeln derart hinter einander angeordnet sind, dass Ober- und Unterseite des Arbeitsgutes abwechselnd mit den Walzen in Berührung kommen. UNTERANSPRTTCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Blechband oder gleichzeitig mehrere Blechbänder mit ununterbrochener, gleichmässiger Ge- schwindigkeit von Ablauftrommeln aus zunäohgt durch Beiz-, Spül- und Lehm bäder, unmittelbar hierauf über und unter ,die Walzen zur mechanischen Oberflächenbehandlung und anschliessend daran durch ein Heisswasserbad und eine Trockenvorrichtung bewegt und dann wieder aufgewickelt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Blechband oder die Blech bänder nach der mechanischen Bearbei tung ihrer Oberflächen zunächst. noch durch einen Glühofen, anschliessend hieran durch ein Beizbad und eine Waschvor richtung bewegt und dann erst getrock net und wieder aufgewickelt werden. 3.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zufüh rung des Scheuer- oder Schleifmittels zu den Bearbeitungswalzen mittels quer zur Laufrichtung des Arbeitsgutes (x) lau fender Transportbänder (6) erfolgt, von denen das aus Vorratsbehältern (10) herangeführte Scheuer- oder & hleif- mittel durch vemchiehbare Abstreifer (11)in regelbaren Mengen abgestreift und mittels Querrinnen (12) zwangläufig zwischen Arbeitsgut und Bearbeitungs- walze gebracht wird. 4. Einrichtung nach Patentanepruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zufüh rungsvorrichtungen für das Scheuer- oder Schleifmittel aus quer zur Lauf richtung des Arbeitsgutes (x) gelagerten Transportschnecken (16) bestehen. 5.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Zufüh rung des Scheuer- oder Schleifmittels zu den Bearbeitungswalzen durch Schleuder vorrichtungen erfolgt. 6. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Zufüh rung des Scheuer- oder Schleifmittels zu den Bearbeitungswalzen durch Blasvor- richtungen erfolgt.
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