CH200060A - Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-B-oxyäthylthiazol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-B-oxyäthylthiazol.

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CH200060A
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  Verfahren zur Herstellung von     4-Nethyl-5-ss-ogyäthylthiazol.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur     Herstellung    von     4-Methyl-5-ss-          oxyäthylthiazol,    das dadurch gekennzeichnet       ist"dass    man     a-Acetyl-butyrolacton    mit     einem          halogenierenden        Mittel    behandelt,

       das    er  haltene     a-Halogen-a-acetyl-butyrolaeton    in  saurer Lösung erwärmt und den gebildeten       y-Halogen-y-acetyl-n-propylalkohol    mit     Thio-          formamid        kondensiert.     



       Das        4-Methyl-5-ss-oxyäthyl-thiazol    ist das  als     erstes    in seiner     Konstitution        richtig    er  kannte Spaltprodukt des Vitamins     B,;    man  erhält es aus dem Vitamin durch Behandlung  mit Salpetersäure. Für die künstliche Ge  winnung     -des    genannten     Vitamins        erscheint    es  wichtig, dieses     Spaltprodukt,    das     sich    un  verändert in der Formel des Vitamins     B,          wiederfindet,    auf synthetischem Wege ge  winnen zu können.  



  Bisher ist es allein     Clarke    und     Gurin     gelungen, das     4-Methyl-5-ss-oxyäthyl-thiazol     synthetisch herzustellen. Die     genannten    For  scher haben aus a-2-Äthoxyäthyl-acetess.ig-         ester    durch Chlorieren mit     8u        lfurylchlorid    ,den       a-Chlor-a-2-äthoxyäthyl-acetessigester    herge  stellt, diese     Verbindung    verseift,     wobei        COz     abgespalten     wurde,

      und aus dem so er  haltenen     Methyl-a-chlor-a-äthoxypropylketon     durch Kondensation mit     Thioformamid    das  in der     Alkoholgruppe        äthylierte    Derivat des  4 -     Methyl    - 5 -     ss-        ogyäthyl    -     thiazols        hergestellt.     Um zur freien Verbindung zu kommen, muss  dieser Äther mit stark     konzentrierter    Salz  säure erhitzt werden,     wobei    ein Teil     der,Sub-          stanz    ,

  der     Zerstörung        anheimfällt,        so,dass    die       Ausbeuten    dieses Verfahrens, das auch sonst  sehr umständlich arbeitet, recht     ;geringe    sind.  Einer     Übertragung    dieses     Verfahrens    in die  Technik steht daneben insbesondere der Um  stand entgegen, dass zur Herstellung des  Ausgangsmaterials der sehr     schwierig    zu  gängliche     Äthyl-ss-bromäthyläther    benutzt  werden muss.  



  Nach dem Verfahren der Erfindung ge  lingt es, auf einem     einfachen    Wege mit ver  hältnismässig sehr guten Ausbeuten und           unter    Benutzung leicht     zugänglicher        Aus-          gangsmaterialien,    das     gewünschte        4-Methyl-          5-ss-oxyäthyl-thiazol    herzustellen.

   Man be  handelt zu diesem Zwecke das - wie be  kannt -- zum     Beispiel    aus     Natriumaoetessig-          ester    und     Athylenoxyd    leicht zugängliche       a-Acetylbutyrolacton    mit     halogenierenden     Mitteln, z.

   B.     mit,Sulfurylchlorid,    Brom usw.;       dabei    wird das     zwischen    den beiden     Car-          bonylgruppen        befindliche        reaktionsfähigste          asserstoffatom        des    Moleküls durch Halo  gen ersetzt. Das so     erhaltene        a-Halogen-a-          acetyl-butyrolacton    wird sodann in saurer  Lösung erwärmt. Am     besten    verwendet man  hierzu verdünnte Säuren.

   Hierbei tritt Auf  spaltung des     Lactonringes    und     Abspaltung     von Kohlensäure ein. Die Hydrolyse soll so  durchgeführt werden, dass das Halogen im  Molekül verbleibt. Aus     diesem        Grunde    wer  den nichtalkalische     hydrolysierende        Mittel     verwendet. Mit alkalischen     hydrolinierenden     Mitteln würde übrigens die erforderliche Ab  spaltung von     Kohlensäure    im allgemeinen  nicht eintreten.

   Man erhält so     y-Halogen-y-          acetyl-propanol.    Diese     Verbindung        wird    dann    mit     Thioformamid        kondensiert.    Das     Thio-          formamid    kann als     solches        oder        als    Hydrat  angesetzt werden.

   Die     Kondensation    verläuft  am besten beim     Erwärmen    der     Reaktions-          partner    in alkoholischer     Lösung.    Man erhält  so ohne     Schwierigkeiten    das     gewünschte          4-Methyl-5-ss-oxyäthyl-thiazol.     



  Das als     Zwischenprodukt        gebildete        a-Ha-          logen-a-acetylbutyrolaeton    ist eine bisher  noch nicht beschriebene Verbindung. Das  Chlorid, das zum     Beispiel    gut mit     Sulfuryl-          chlorid    zu     erhalten        ist,    stellt     eine        wasser-          helle,        stechend        riechende        Flüssigkeit    dar,

   die  unter 5 mm     Druck    bei etwa 106     bis    106,5    siedet. Beim Stehen am Licht färbt sich die  Verbindung dunkel. Das entsprechende     Bro-          mid    (z. B. erhalten aus     Aeetylbutyrolacton,          gelöst    in     Chloroform    mit Brom) ist     gegen     Erhitzen nicht     sehr        beständig    und lässt sich  daher nicht ohne weiteres     unzersetzt        destil-          lieren;

          Geruch    und     sonstiges    Verhalten ist       dasselbe        wie    bei der     Chlorverbindung.     



  Das     beschriebene    Verfahren kann durch  folgende Formelreihe     dargestellt    werden:  
EMI0002.0089     
    <I>Beispiele:</I>    1. 68 g     a-Acetyl-y-butyrolacton    werden  innerhalb von     11/-9    Stunden     unter    heftigem  Rühren mit 68 g     Sulfurylchlorid        vermischt.     Nach Beendigung der Reaktion wird das er  haltene Produkt mit     Wasser    gewaschen, in  Äther aufgenommen und mit einem     geeig-          neten        wasserentziehenden        Mittel,    wie z. B.

         Calciumchlorid,    getrocknet. Der     Atherextrakt     wird dann unter     vermindertem    Druck     destil-          liert.    Die Fraktion, die bei     ungefähr        85'C     und 2-3 mm Druck übergeht, wird gesam  melt. Man erhält so     einigermassen    rein         a-Chlor-a-aaetyl-y-butyrolacton    in einer Aus  beute von     etwa    88     9'o    der     Theorie.     



  81 g dieses     Chlorlactons,    80 cm' Wasser  und 15 cm'     konzentrierte        .Salzsäure    werden       gemischt    und am     Rückflusskühler    15 -Minu  ten     lang        auf        100'C    erhitzt. Die Reaktions  mischung     wird    mehrere Male mit kleinen  Teilen Äther     ausgeschüttelt,    und die ver  einigten     Atherlösungen    werden über einem  wasserentziehenden     Mittel,    wie z. B.

   Natrium  sulfat,     getrocknet.    Die     trockene        Lösung    wird  im Vakuum     destilliert.    Der     Anteil,    der     bei     85     bis    110   C bei 2     bis    3     mm        Druck    über-      geht, wird gesammelt.

   Man erhält so     y-Chlor-          y-acetyl-n-propylalkohol,    eine Substanz, -die  auch als     3-Chlor-3-acetyl-propan-l-ol    bezeich  net wird und die     identisch        mit    der Verbin  dung ist, die man durch direkte     Chlorierung     des     y-Acetylpropylalkohols    erhält.  



  Zu einer Lösung von 200 g des so er  haltenen     y-Acetyl-y-chlor-propylalkohols    in  70 cm' 96%igem Äthanol     werden    200 g       Thioformamidhydrat    gegeben. Unter Salz  ausscheidung tritt Erwärmung ein, wobei die  Temperatur bis zu 80   C ansteigt. Nach       20.stündigem        Stehen    giesst man das Reak  tionsprodukt in 500 cm' Wasser,     säuert    die  tiefbraune Lösung mit 15     cm7    3 7     %iger    Salz  säure an und     schüttelt    dreimal mit je 150 cm'       Trichloräthylen    aus.

   Die saure     wässrige     Lösung wird mit konzentrierter Natronlauge  stark     alkalisch    gemacht und mit Kalium  karbonat gesättigt. Das sich     ausscheidende     01 wird mit 5 Portionen von je 100     eni3        Tri-          chloräthylen    aufgenommen.

   Die mit etwa  30 g     Ätzkali        getrocknete    Lösung wird ein  geengt und der     Rückstand    im Hochvakuum       fraktioniert.    Bei 1,5     mm        Druck    und 120 bis  125   C oder bei 13     mm    Druck und 141 bis       144'C    erhält man 110 g     4-Methyl-5-ss-oxy-          äthyl-thiazol,    das ist<B>52%</B> der Theorie.  



  2. 32 g     a-Acetyl-y-butyrolacton    werden  in 70     cm3    Wasser suspendiert. Unter hef  tigem Rühren mit einem     mechanischen    Rühr  werk werden 40 g Brom tropfenweise zu  gegeben. Aus der erhaltenen     bromwasser-          stoffsauren        wässrigen        Lösung    erhält man  durch     Ausschütteln    mit Äther und Trocknen  über Natriumsulfat das     gewünschte        a-Brom-          a,-acetyl-butyrolacton    in einer     Ausbeute    von  etwa 91 % der Theorie.

   Die Substanz hat bei  3 mm Druck den     Siedepunkt    90 bis     92'C.     



  Das so     erhaltene        bromierte        Lacton    kann  am     besten    durch Erwärmen mit einer ver  dünnten Lösung von     Bromwasserstoffsäure          hydrolysiert    werden.

   Man erhält in guter  Ausbeute     3-Brom-3-acetyl-propan-l-ol.    Die  praktisch einfachste Art der     Herstellung     dieses     Produktes        ist    die, das a-Brom-a-acetyl-         butyrolacton    aus der Reaktionsmischung, die  nach den obigen     Angaben    hergestellt ist,  nicht erst zu isolieren, sondern diese     Mischung     nach der     Bromzugabe    so lange weiter zu  rühren,

   bis die Hydrolyse vollständig     ist.    Der  nach der     Hydrolyse    erhaltene     Bromacetyl-          propylalkohol    wird mit Äther     ausgeschüttelt.     Der Ätherextrakt wird getrocknet und im  Vakuum fraktioniert destilliert. Die reine  Verbindung siedet bei     etwa    1 mm Druck bei  ungefähr 84 bis     87'C.    Die erhaltene Sub  stanz     ist,    wenn sie frisch     hergestellt    wird,  farblos. Sie     ist    jedoch nicht so haltbar wie  das chlorierte Produkt des     Beispiels    1 und  dunkelt beim Stehen nach.  



  Zu einer Lösung von<B>270</B> g     y-Acetyl-y-          brom-propanol    in 80     em3    96%igem     Äthanol     werden 200 g     Thioformamid    gegeben. Nach  etwa 1/2 Stunde tritt unter Salzausscheidung  Erwärmung ein, wobei die     Temperatur    bis  zu<B>80'C</B>     ansteigen    kann.

   Nach     24stündigem          Stehen    bei Zimmertemperatur giesst man das  Reaktionsprodukt in 500 bis 600 =' Wasser,  säuert die     braungefärbte    Lösung     mit    15     emg     37%ige Salzsäure an und     schüttelt    dreimal       mit    je 200     cm'    Äther     aus.    Die saure     wässrige     Lösung wird mit konzentrierter Natronlauge       stark        alkalisch    gemacht,

   mit     galiumkarbonat          gesättigt    und     das    sich ausscheidende<B>01</B> fünf  mal mit je 200     em:3    Äther     extrahiert.    Nach  dem Trocknen über     Ätzkali    wird die     Lösung     eingeengt und ,der Rückstand im Hoch  vakuum fraktioniert     destilliert.    Das erhal  tene     4-Methyl-5-ss-oxyäthyl-thiazol    verhält  sich wie das     Endprodukt    des Beispiels 1.  Die Ausbeute     beträgt    100 g, das ist 47  der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl- 5-ss-oxyäthylthiazol, dadurch gekennzeichnet; dass man a-Acetyl-butyrolacton mit einem halogenierenden Mittel behandelt, das er haltene a-Halogen-,a-acetyl-butyrolacton in saurer Lösung erwärmt und den .gebildeten y-Halogen-y-acetyl-n-propylalkohol mit Thio- formamid kondensiert. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.B die Halogenierung des a-Acetyl-butyrolactons mit Sulfuryl- chlorid erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Halogenierung des a-Acetyl-butyTolactons mit Brom in wässriger Lösung durckgeführt wird.
CH200060D 1936-09-01 1937-08-31 Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-B-oxyäthylthiazol. CH200060A (de)

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