CH199849A - Verfahren zur Herstellung einer aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleifmittelträger aus Kunstharz und dem Schleifmittel bestehenden Schleifscheibe und nach diesem Verfahren hergestellte Schleifscheibe. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleifmittelträger aus Kunstharz und dem Schleifmittel bestehenden Schleifscheibe und nach diesem Verfahren hergestellte Schleifscheibe.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleifmittelträger aus Kunstharz und dem Schleifmittel bestehenden Schleifscheibe und nach diesem Verfahren hergestellte Schleifscheibe. Es sind Schleifscheiben bekannt, bei denen ein das Schleifmittel, z. B. Diamantstaub tra gender Ring aus Kunstharz mit einer Metall scheibe verbunden ist.
Derartige Schleifringe werden vorzugsweise in der Weise herge stellt und mit einer Metallscheibe verbunden, dass die plastische oder pulverförmige blasse des Schleifmittelträgers in eine ringförmige Vertiefung der Metallsebeibe eingefüllt und dann das aus Kunstharzring und Metallscheibe gebildete Aggregat, gegebenenfalls nach Bei fügung von Härtemitteln, erhitzt und einem hohen Druck ausgesetzt wird. Nach erfolgter Härtung der Kunstharzmasse lässt man das Aggregat erkalten.
Es hat sich gezeigt, dass infolge der sehr verschiedenen Beschaffenheit der Metallscheibe und des Kunstharzringes, letzterer sich bei der Erkaltung stärker zusammenzieht, als die Metallseheibe und der dadurch entstehende Schrumpfdruck so stark werden Faun, dass an der fertiggestellten Schleifscheibe bei deren Benutzung sehr oft ein Platzen des Kunst harzringes eintritt.
Um diesen Übelstand zu beseitigen, hatte man bisher den Schleifring, gegebenenfalls durch eine Sonderherstellung, in seinem in- nern Durchmesser so gross gemacht, dass er widerstandslos, mit Schiebesitz, in die Metall scheibe eingesetzt werden konnte und dann hat man ihn durch besondere mechanische Befestigungsmittel (Nägel, Stifte, Keile, Schrauben und dergl.) und durch Anwendung von Kitten oder Klebemitteln mit einer Me tallscheibe verbunden.
Die Notwendigkeit einer solchen Befesti gung bedingte nicht nur einen erheblichen Aufwand an Zeit; Arbeit und Material, son dern auch eine solche Inanspruchnahme des Schleifring-Querschnittes, dass im Schleifring seine Haltbarkeit gefährdende Spannungen verursacht werden. konnten. Die geschilderten Nachteile werden nach dem erfindungsgemässen Verfahren zur Her stellung einer aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleifmittelträger aus Kunst harz und dem Schleifmittel bestehenden Schleif scheibe beseitigt.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass an der Metallsoheibe der innere Begren zungsrand einer ringförmigen Vertiefung in Segmente aufgeteilt wird, pulverförmiges Kunstharz in die Vertiefung eingefüllt und unter Druck und Hitze gehärtet wird, wobei das Kunstharz in die zwischen den Segmen ten vorhandenen Lücken eindringt, und dass die Kunstharzmasse dann erkalten gelassen wird, und ferner, dass die Segmente so be messen werden,
dass sie sowohl beim Här- tungsvorgang als auch beim Erkaltungavor- gang des Schleifmittelträgers dem radial nach innen gerichteten Schrumpfungsdruck des entstehenden Kunstharzringes nachgeben.
Dadurch, dass das in Pulverform in die Vertiefung eingebrachte Kunstharz auch in den Lücken zwischen den Segmenten befestigt wird, wird eine sichere Verbindung zwischen der Metallscheibe und dem Sehleifmittelträger herbeigeführt. Eine besondere Ausführung der Erfindung besteht darin, dass genannte Lücken einen Schwalbenschwanzquerschnittaufweisen, mit von der stirnseitigen Fläche einwärts ge richteter Erweiterung, wodurch der Schleifring noch besonders gegen eine Verschiebung in achsialer Richtung gesichert wird, was bisher durch die oben erwähnte Anwendung von Kitt- und Klebemassen erzielt werden musste.
Auf der Zeichnung ist die ebenfalls Er findungsgegenstand bildende Schleifscheibe in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 eine teilweise abgebrochene Stirn ansicht einer nach dem Verfahren gefertigten Schleifscheibe.
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B-C der Fig. 1.
In beispielsweiser Ausübung des erfin dungsgemässen Verfahrens wird in einer Me tallscheibe 1 eine ringförmige Vertiefung 2 angebracht und der innere Begrenzungsrand dieser Vertiefung in einzelne Segmente 5 un terteilt. In dieser Vertiefung wird der das Schleifmittel, z. B. Diamantstaub 3 tragende Schleifring 4 gebildet, indem zunächst pulver förmiges ungehärtetes Kunstharz in die Ver tiefung 2 eingefüllt, festgestampft und mit einer dünnen Auflage des Schleifmittels 3 versehen wird.
Dann wird dieses, aus der Metallscheibe 1 und dem Kunstharzring 4 bestehende Aggregat, gegebenenfalls nach Hinzufügung eines Härtemittels, erhitzt und in einer passenden Form einer Pressung un- terworfen, wobei die den Ring 4 bildende Masse gehärtet wird.
Während des Härtungsvorganges zieht sich das Kunstharz mehr zusammen, als die aus Metall, z. B. einem schwach elastischen Metall wie Duralumin, bestehende Scheibe 1, so dass der innere Durchmesser des Kunst harzringes 4 die Tendenz hat, kleiner zu werden, als der dagegen anliegende innere Durchmesser der Vertiefung 2. Es entsteht also hier ein radial nach innen gerichteter Schrumpfungsdruck.
Die zwischen den Lücken verbleibenden Segmente 5 des Randes der Vertiefung 2 sind so bemessen, dass sie dem Schrumpfungs druck des Ringes<B>4</B> nachgeben können, der sowohl bei dem vorerwähnten Härtevorgang als auch bei dem sich daran anschliessenden Erkaltungsvorgang entsteht.
Bei dem Härtungavorgang dringt die Kunst harzmasse in die zwischen den Segmenten 5 vorhandenen Lücken 6 ein und wird darin unverrückbar festgelegt.
Nach erfolgter Härtung des Ringes 4 un ter Hitze und Druck und der darauffolgen den Erkaltung ist die Schleifscheibe gebrauchs fertig.
Die in der Zeichnung dargestellte Aus führungsform zeichnet sich noch dadurch aus, dass auch der äussere Umfang 7 der Scheibe 1 in seinem Querschnitt so gestaltet ist, dass er hinsichtlich seines Durchmessers bei einem bestimmten Druck elastisch nachgeben kann. Dadurch dehnt er sich bei dem Härtungs- vorgang etwas aus, um dann entsprechend der Schrumpfung des Ringes 4 sich wieder um soviel zusammenzuziehen, dass auch am äussern Umfang des Schleifringes eine fugen lose, feste Verbindung desselben mit der Scheibe 1 eintritt.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Herstellung eines aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleif mittelträger aus Kunstharz und dem Schleif mittel bestehenden Schleifscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass an der Metallscheibe (1) der innere Begrenzungsrand einer ring förmigen Vertiefung (2) in Segmente (5) aufgeteilt wird, pulverförmiges Kunstharz in die Vertiefung eingefüllt und unter Druck und Hitze gehärtet wird, wobei das Kunstharz in die zwischen den Seg menten (5) vorhandenen Lücken eindringt, und dass die Kunstharzmasse dann erkal ten gelassen wird, und ferner, dass die Seg mente (5) so bemessen werden,dass sie so wohl beim Härtungavorgang als auch beim Erkaltungsvorgang des Schleifmittelträgers dem radial nach innen gerichteten Schrump fungsdruck des entstehenden Kunstharz ringes (4) nachgeben. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellte Schleifscheibe, die aus einer Metallscheibe, einem ringförmi gen Schleifmittelträger aus Kunstharz so wie dem Schleifmittel besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallscheibe eine ringförmige Vertiefung aufweist, deren in nerer Begrenzungsrand in Segmente auf geteilt ist zwecks Bildung von Lücken zur Aufnahme vorn Schleifmittelträgermasse. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der die ringförmige Vertiefung umgrenzende äussere Umfangs kranz (7) der Metallscheibe (1) so bemes sen wird, dass er beim Härtungsvorgang des Kunstharzringes elastisch nachgibt und beim Erkaltungsvorgang des Kunstharz ringes sich entsprechend dessen Schrump fung zusammenzieht. 2. Schleifscheibe nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die zwischen den Segmenten (5) vorhandenen Lücken (6), welche zur Aufnahme des Kunstharzes dienen, einen Schwalbenschwanzquerschnitt aufweisen, mit von der stirnseitigen Fläche einwärts gerichteter Erweiterung.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE199849X | 1937-06-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH199849A true CH199849A (de) | 1938-09-15 |
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ID=5758705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199849D CH199849A (de) | 1937-06-09 | 1937-07-06 | Verfahren zur Herstellung einer aus einer Metallscheibe, einem ringförmigen Schleifmittelträger aus Kunstharz und dem Schleifmittel bestehenden Schleifscheibe und nach diesem Verfahren hergestellte Schleifscheibe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199849A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1139770B (de) * | 1958-12-02 | 1962-11-15 | Werner Osenberg Dr Ing | Mehrschichtig aufgebauter Schleifkoerper |
-
1937
- 1937-07-06 CH CH199849D patent/CH199849A/de unknown
Cited By (1)
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