CH199699A - Isolierkörper aus Glasgespinst. - Google Patents
Isolierkörper aus Glasgespinst.Info
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Description
Isolierkörper aus Glasgespinst. Die vorliegende Erfindung betrifft eine. Isolierkörper aus Glasgespinst, der sich da durch auszeichnet, dass er abwechselnd aus Schichten von langfaserigem Glasgespinst und Schichten von feinfaseriger, filzartiger Glaswolle besteht. Die Schichten können nach einer besonderen Ausführungsform der vor liegenden Erfindung gegeneinander ver schiebbar sein. Zu diesem Zweck können sie zum Beispiel durch eine lose Versteppung miteinander verbunden werden, die das Ver schieben der einzelnen Schichten gegenein ander praktisch nicht hindert. Zweckmässig bestehen die zwei äussern Schichten des Glas gespinstkörpers aus langfaserigem Glas gespinst.
Die Oberfläche des Glasgespinst körpers kann an einer oder an beiden Haupt seiten mit einer nachgiebigen, nicht brüchigen Klebstoffschicht versehen oder mit einer Auf lage aus Papier, Pappe, Textilstoffen, Me tallfolie, Metalldrahtgewebe oder dergleichen durch Verklebung, Versteppen oder der gleichen verbunden sein. Relativ starre Isolierkörper kann man da durch erhalten, dass die Glasgespinstfäden mittels Klebe- oder Bindemitteln zu einem relativ starren Körper verklebt oder ver kittet werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungs form der Erfindung beispielsweise veran schaulicht.
Fig. 1 ist ein senkrechter Längsschnitt in Richtung I-I nach Fig. 2 durch den Isolier- körper; Fig. 2 zeigt den Isolierkörper nach Fig. 1 in Aufsicht.
Die Herstellung der Schicht aus lang faserigem Glasgespinst kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass langfaseriges Glas gespinst, das beispielsweise durch Ausziehen eines Fadens von der schmelzflüssigen Glas masse mittels Spinntrommeln oder dergl. in praktisch endloser Länge gewonnen wird, zu Schleiern oder Schichten von einer Stärke von beispielsweise 2 bis 10 mm durch Ausein- anderzupfen ausgebreitet wird. Eine der- artige Schicht aus langfaserigem Glas gespinst ist in der Zeichnung mit 1 bezeich net.
Auf diese Schicht 1 ist eine Schicht 2 aus feinfaseriger Glasgespinstwolle gebracht, die zum Beispiel erhalten wird, wenn man einen schmelzflüssigen Glasstrahl verstäubt; dadurch entsteht ein woll- oder filzartiges Erzeugnis, dessen Fasern eine sehr geringe Stärke von beispielsweise 0,018 mm auf weisen, wobei die Fäserchen regellos nach allen Richtungen gelagert und ineinander verfilzt sind.
Auf diese Schicht 2 aus Glasgespinst wolle ist eine weitere Schicht 3 entsprechend der Schicht 1 aus langfaserigem Glasgespinst gebracht, und als Auflage auf die Schicht 3 ist, wie in der Zeichnung dargestellt, z. B. eine Schicht Wellpappe 4 gelegt.
Die eine oder beide parallel zu den Schichten verlaufenden Aussenseiten (Haupt seiten) des Glasgespinstkörpers können mit einer nachgiebigen, nicht brüchigen Kleb- stoffsehieht 5 imprägniert sein. Durch Ver steppen mittels der Fäden 6 wird der Iso- lierkörper zusammengehalten.
Statt der Wellpappe können auch andere geeignete Deckschichten, z. B. aus Textil stoff, wie Jute oder Wolle, oder aus Papier, z. B. Hammsicheres Papier, Asbestpapier, Kreppapier oder Bitumenpapier, oder aus Asbestpappe, Metallfolie, Metalldrahtgeflecht, Metallgewebe oder Mischgewebe, durch Ver- sleppen, Verkleben oder dergleichen mit dem Glasgespinstkörper verbunden werden. Der artige Deckschichten können selbstredend auch auf beiden Hauptseiten angebracht wer den. Das Versteppen kann so lose erfolgen, dass sich die einzelnen Schichten 1, 2, 3 wäh rend der Umlegung des Isolierkörpers um runde Körper so verschieben können, dass eine Faltenbildung nicht eintritt.
Es lassen sich aber auch relativ starre Isolierkörper er zielen, z. B. dadurch, dass die einzelnen Glas gespinstfäden gegeneinander noch durch Tränken mit Kleb- oder Bindemitteln zu einem relativ starren Körper miteinander verklebt oder verkittet werden. Es können auch mehr als drei Schichten von langfaserigem Glasgespinst und fein faseriger Glasgespinstwolle, z. B. fünf, sieben oder noch mehr Schichten in wechselnder Folge angewendet werden.
Es hat sich gezeigt, dass die Isolierkörper nach der Erfindung, die nicht lediglich aus langfaserigem Glasgespinst hergestellt wer den, sondern in wechselnder Folge verschie denartige Schichten, z. B. im Innern eine Schicht oder mehrere Schichten aus regellos verfilzter Glasgespinstwolle aufweisen, bes sere wärmeisolierende Eigenschaften zeigen, als wenn sie durchgehend aus einer einzigen Schicht gleichartigen Materials hergestellt werden.
Besonders überraschend war es festzu stellen, dass Isolierkörper nach der vorliegen den Erfindung ganz vorzüglich gegen Schall isolieren können. Sie können beispielsweise zum Bekleiden von Decken, Wänden usw. in Räumen verwendet werden, wo die Auf saugung des Schalles erforderlich ist, z. B. in Konzertsälen, wo sich akustische Schwie rigkeiten zeigen, in Telephonzellen, in Rund funkräumen usw.
Sie eignen sich aber auch ganz vorzüglich zum Bekleiden oder Aus füllen von Auspufftöpfen von Verbrennungs- kraftmaschinen, und es hat sich gezeigt, dass das Geräusch der auspuffenden Verbren nungsgase praktisch vollständig beseitigt werden kann, ohne dass ein nachteiliger Ein fluss auf den Wirkungsgrad der Motoren zu beobachten ist, etwa durch unerwünschten Gegendruck, weil die Gase durch die lang faserigen Glasgespinstfäden in Verbindung mit der sehr feinfaserigen filzartigen Glas wolle so wiederholt in ihrer Richtung abge lenkt und gehemmt werden, dass der Schall praktisch verschwindet,
während ein einen ungewünschten Gegendruck erhöhender Wi derstand überraschenderweise nicht erzielt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Isolierkörper aus Glasgespinst, dadurch gekennzeichnet, dass er abwechselnd aus Schichten von langfaserigem Glasgespinst und Schichten von feinfaseriger, filzartiger Glaswolle besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Isolierkörper nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die ein zelnen Schichten gegeneinander ver schiebbar sind. 2. Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schichten durch eine feste Versteppung miteinander verbunden sind.S. Isolierkörper nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die einzelnen Schichten durch eine lose Versteppung miteinander verbunden sind. 4. Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Glas gespinstkörper an seinen beiden Aussen hauptseiten aus langfaserigem Glas gespinst besteht. 5. Isolierkörper nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten mit einer nach giebigen, nicht brüchigen Klebstoff schicht versehen sind. 6.Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten des Glasgespinst- körpers mit einer Auflage aus Papier ver bunden sind. 7. Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten des Glasgespinstkör- pers mit einer Auflage aus Pappe ver bunden sind. B.Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten des Glasgespinst körpers mit einer Auflage aus Textilstoff verbunden sind. 9. Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten des Glasgespinst körpers mit einer Auflage aus Metall folie verbunden sind. 10.Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine oder beide Aussenhauptseiten des Glasgespinstkör- pers mit einer Auflage aus Metalldraht gewebe verbunden, sind. 11. Isolierkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Glas gespinstfäden mit Kleb- oder Binde mitteln zu einem relativ starren Körper verklebt oder verkittet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE199699X | 1936-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH199699A true CH199699A (de) | 1938-09-15 |
Family
ID=5758238
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH199699D CH199699A (de) | 1936-12-11 | 1937-11-04 | Isolierkörper aus Glasgespinst. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH199699A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3502323A1 (de) * | 1985-01-24 | 1986-07-24 | Hans Wilmsen, Inh. Jörg Wilmsen, 4300 Essen | Verwendung von huellen zur befuellung mit ortsschaum und deren anwendung |
-
1937
- 1937-11-04 CH CH199699D patent/CH199699A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3502323A1 (de) * | 1985-01-24 | 1986-07-24 | Hans Wilmsen, Inh. Jörg Wilmsen, 4300 Essen | Verwendung von huellen zur befuellung mit ortsschaum und deren anwendung |
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