CH199596A - Alkalihaltige Absorptionsmasse für Luftreinigungspatronen von Sauerstoffatemschutzgeräten und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Alkalihaltige Absorptionsmasse für Luftreinigungspatronen von Sauerstoffatemschutzgeräten und Verfahren zu ihrer Herstellung.

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CH199596A
CH199596A CH199596DA CH199596A CH 199596 A CH199596 A CH 199596A CH 199596D A CH199596D A CH 199596DA CH 199596 A CH199596 A CH 199596A
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absorbent
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Degea Aktiengesellschaft (Auergesellschaft)
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Degea Ag Auerg
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      Alkalihaltige    Absorptionsmasse für     Luftreinigungspatronen    von Sauerstoff  atemsehutzgeräten und Verfahren zu ihrer Herstellung.    Gegenstand :der Erfindung ist eine     akali-          haltige        Absorptionsmasse    für     Luftreini-          gungspatronen    von     Sauerstoffatemschutz-          geräten,    die dadurch gekennzeichnet ist, dass  dieselbe poröse     Form        besitzt.     



  Bei     Sauerstoffatemsehutzgeräten    wird  zur Befreiung der Atemluft von .der Kohlen  säure eine     Luftreinigungspatrone    verwendet,  die als Absorptionsmasse Alkali, insbesondere       Ätznatron    in     gekörnter    Form enthält. Die  körnige Absorptionsmasse füllt die Patrone  meistens nicht vollkommen aus,     sondern    ist  zum Beispiel auf Drahtsieben gelagert, die  so beschaffen sind, dass die durch die Pa  trone geatmete Luft möglichst jedes Korn       berührt,    ohne einen zu grossen Atemwider  stand zu ergeben. Trotz dieser Anordnung  in der Patrone     wird    die     Abserptionsmasse     nur unvollständig ausgenutzt.

   Meistens     wird     nur die Oberfläche des Kornes karbonisiert.  Ihn die     Absorptionsmasse    zu grösseren Auf-         nahmeleistungen    für Kohlensäure zu befähi  gen, hat man versucht, .dem     Ätznatron    schon  bei der Herstellung Wasser in mehreren  Prozenten beizugeben. Das     Wasser    ist als  dann homogen in der     Absorptionsmasse          verteilt.    Es erzeugt jedoch mit der ohnehin  vorhandenen     Luftfeuchtigkeit    einen hohen  Taupunkt des einzuatmenden Gases.

   Dadurch       tritt    im Verlauf des Verbrauches solcher Pa  trone eine     Belästigung    des Trägers infolge  Wärmestauung im Körper ein. Ausserdem  zeigt die wasserhaltige Absorptionsmasse  noch den weiteren Nachteil, dass sie leicht  unter Bildung flüssiger Lauge zerläuft. Da  sie     hygroskopisoh    ist, nimmt sie die Atem  feuchtigkeit auf und zerläuft in der Patrone.  Ausserdem besitzt sie einen     erniedrigten     Schmelzpunkt gegenüber trockener Absorp  tionsmasse. Das Zerlaufen     wird    daher durch  die     Realrtionswärme        begünstigt    und gestei  gert.

   Die aus der Patrone zum Beispiel in      Form von Lauge austretende     Absorptions-          masse    fällt für die     Kohlensäureabsorption          grösstenteils    aus. Wenn dies vermieden wer  den soll, so muss die Lauge durch die Pa  trone komplizierende     Anordnungen    aufgefan  gen und festgehalten werden. Hierbei lässt  sich aber ein starkes     Abwachsen    des     Atem-          widerstandes    nicht immer     vermeiden.     



  Zwecks Herstellung der     Absorptions-          masse    nach der Erfindung kann zum Bei  spiel     Atznatron    zu     Staub    oder     Gries    zer  kleinert, z. B.     vermahlen,    und dann durch  Pressen wieder in körnige Form gebracht  werden. Als staub-     bezw.        griesförmiges    Ma  terial kann auch Siebabfall verwendet wer  den.

   Der     Staub    kann auch durch Verstäuben  von     flüssigem        Ätznatron    in Luft hergestellt       sein.    Man kann aus diesem Staub     oder        Gries     Körper, beispielsweise Platten pressen, aus  denen die Körnung durch Zerbrechen herge  stellt     wird.    Es können aber auch von vorn  herein aus dem     Staub    mehr oder weniger  regelmässig geformte Füllkörper hergestellt  werden.

   Um Bildung flüssiger     Alkalilauge     aus der     Absorptionsmasse    bei Wasserauf  nahme zu vermeiden, können geringe Zu  sätze lösungshemmender Stoffe oder auf  saugender Stoffe, wie Koks, Aktivkohle,       ,Kalk    oder dergleichen, die die Aufnahme  fähigkeit des     Atznatrons    für Kohlensäure  nicht schmälern, z. B. vor der Pressung zu  gesetzt werden. Die     Pressung    erfolgt     zweck-          mässig    mit Drücken von etwa 350     kg/cm".     



  Durch     Verwendung    einer     Absorptions-          masse    nach der Erfindung werden die bis  her empfundenen Nachteile     vermieden.    Die  Kohlensäure wird durch die poröse Absorp  tionsmasse     besser    absorbiert und das aus der       Atemfeuchtigkeit    stammende     Wasser        .dringt     in das Innere der porösen Körner ein     und     übernimmt hier die Rolle des früher der  Masse von     vornherein        zugesetzten        Wassers.     Dabei     verschwindet    es zumindest  <RTI  

   ID="0002.0047">   aus    dem  Kreislauf. Das Herauslaufen von Lauge ist  vermieden, wenn der Absorptionsmasse vor  her aufsaugende Stoffe zugesetzt wurden.  Hierdurch erübrigen sich besondere Anord  nungen von Auffangvorrichtungen, denn die    Lauge     wird    ja am     Ort    des     Pntstehens        fest-          gehalten.    Zusätze von 1,

  5     %    Wasser vor dem       Verpressen    des     Cheinikals    sind dabei für die       Laugenbildung        unschädlich.    Da nichts     aus     der     .Patrone        her@üsfliesst,    kann die ganze in  die Patrone eingefüllte     Absorptionsmasse    bis  zum Ende der     (lebrauchsdauer    an der Reak  tion teilnehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Alkalihaltige Absorptionsmasse für Luft- reinigungspatronen von Sauerstoffatem- schutzgeräten, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe poröse Form besitzt.
    UNTERANSPRÜCHTü 1. Absorptionsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einzelnen porösen Teilen besteht. 2. Absorptionsmasse nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass dieselbe aus porösen Füll körpern besteht.
    3. Absorptionsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem Alkali lösungshemmende Stoffe beigegeben sind, die seine Aufnahmefähigkeit für Kohlen säure nicht ,schädigen. 4.
    Absorptionsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem Alkali laugenbindende Stoffe beigegeben sind, die seine Aufnahmefähigkeit für Kohlensäure nicht schädigen. PATENTANSPRUCH II:
    Verfahren zur Herstellung einer Absorp- tionsmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Atznatron, das einen Wassergehalt bis zu 1,5 % besitzt, vermahlen und dann unter Druck verformt wird.
    UNTERANSPRÜCHE: 5. Verfahren nach Patentangprach Ir, da durch gekennzeichnet, da$ die Verfor mung unter Zusatz von lösungshemmen den Stoffen erfolgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die Verfor- mung unter Zusatz von laugenbindenden Stoffen erfolgt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Verpres- sung Drücke von etwa 350 kg/em2 an gewendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass aus dem ge mahlenen Material poröse Platten gepresst und ,diese alsdann zu Körnern zerbrochen werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die gemahlene Masse durch Pressung zu porösen Füll körpern verformt wird.
CH199596D 1936-11-25 1937-05-05 Alkalihaltige Absorptionsmasse für Luftreinigungspatronen von Sauerstoffatemschutzgeräten und Verfahren zu ihrer Herstellung. CH199596A (de)

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