CH198622A - Radio-Empfänger. - Google Patents

Radio-Empfänger.

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CH198622A
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Corporation Hazeltine
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Description


  Radio-Empfänger.    Die vorliegende Erfindung stellt     eine    wei  tere Ausbildung des im Patentanspruch     1I     des Hauptpatentes     gekennzeichneten    Radio  empfängers dar. Wie aus dem     Hauptpatent     hervorgeht, dient der     Empfänger    zum Emp  fang zeichenmodulierter Trägerwellen, wobei  nur der Träger und eines der beiden     Modula-          tionsseitenbänder    verwendet wird.

   Ein sol  ches System hat     eine    ganze Anzahl von Vor  teilen, unter welchen die erhöhte Selektivität  und damit     ein        Minimum    von     Interferenzen     und Geräuschen hervorgehoben sein mag.  



  Die Erfindung bezweckt, in einem sol  chen Empfänger     Mittel    vorzusehen, welche  eine solche Einstellung der     greise    veranlas  sen, dass der Zeichenträger     entweder    an die  eine oder die andere     gante    des schmalen Fre  quenzbandes, das durch die auswählenden       Kreise    hindurchgelassen wird, zu liegen  kommt, wobei ausserdem nur Empfangszei  chen oberhalb einer gewünschten Minimal  stärke gut übertragen     werden.    sollen.  



  Die weitere     Ausbildung    der im Haupt-    patent beschriebenen Erfindung besteht     darin.,     dass als Mittel zur     Unwirksammachung    des       Empfängers    bei     Einstellungen,    bei denen er  nicht genau auf ein Seitenband     abgestimmt     ist, eine mit     einem    Schirmgitter     ausgestattete          Niederfrequenzverstärkerröhre    des Empfän  gers dient, die über einen     hochohmigen    Wi  derstand mit der     Anodenspannungsquelle    ver  bunden ist,

       während    das Schirmgitter mit  der Spannungsquelle über einen im Verhält  nis zum erstgenannten Widerstand     kleinen     Widerstand     in        Verbindung    ist     und        die    An  ordnung so getroffen ist, dass nur beim Emp  fang von Zeichen     oberhalb    einer gewünschten  Minimalstärke die     Steuergittervorspannung     der     Verstärkerröhre    auf einen solchen Wert  gebracht wird, dass gute Verstärkung gewähr  leistet ist.  



  Ein     Ausführungsbeispiel    der Erfindung  wird im folgenden anhand der Zeichnungen  beschrieben:  Die     Hauptprinzipien    des     Einzelseiten-          bandempfanges    und seiner     Anwendung    auf      einen     Superheterodyne-Radioempfänger    sind  ausführlich in der Beschreibung des Haupt  patentes besprochen. Die zeichenauswählen  den Kreise sind beispielsweise so ausgebildet  und eingestellt, dass sie nur den Träger, ein  Seitenband und den innern Teil des andern  Seitenbandes durchlassen, so dass das voll  ständige     Niederfrequenzspektrum    durchgelas  sen wird.

           Kreisanordnung   <I>und</I>     allgemeine        Betätigung            Fig.    1 ist eine verallgemeinerte, schema  tische Darstellung eines     Superheterody    ne  Einseitenbandempfängers.

   Es ist eine An  tenne 30 und die Erde 31 zur Aufnahme der  Wellen vorgesehen, welche dann einem Hoch  frequenzverstärker 32, einem örtlichen     Os-          zillator    und     Modulator    33, einem     Zwischen-          frequenzverstärker    34, einem     Diodengleich-          richter    35, einem     Niederfrequenz-Stillegungs-          verstärker    36, einem     Niederfrequenzverstär-          ker    37 und einem Lautsprecher 38 zugeführt  werden.  



  Was diesen     Hauptverstärkungsweg    anbe  trifft, so wird das     Hochfrequenzzeichen    in  der gewöhnlichen Weise durch die Antenne  30 empfangen und ausgewählt und in dem       Hochfrequenzverstärl,:er    32     verstä.rl,:t,    welcher  für Rundfunkempfang über den Frequenz  bereich von ungefähr 550-1500     kHz    abge  stimmt werden kann. Das     Oszillator-    und       Modulatorsystem    33 wandelt die Hochfre  quenz in die Zwischenfrequenz um, die im  Verstärker 34 selektiv verstärkt wird.

   Der       Zwischenfrequenzverstärker    34 lässt ein  schmales Frequenzband hindurch, das um die  Frequenz 175     kHz    zentriert ist. Der Empfän  ger besitzt nun noch besondere Einrichtun  gen, die den Benutzer veranlassen, die Ab  stimmung mit Hilfe des     Oszillators    gegen  über der Mittelfrequenz des     Zwischenfre-          quenzverstärkers    ein wenig zu verschieben.  Diese besonderen Einrichtungen werden wei  ter unten beschrieben; sie bewirken die wahl  weise Einstellung einer um 173,5 oder um  176,5     kHz    zentrierten Zwischenfrequenz.

    Weil aber der     Zwischenfrequenzverstärker     auf ein um<B>175</B>     kHz    zentriertes Band abge-    stimmt ist. lässt er im wesentlichen nur die  Trägerwelle und ein Seitenband hindurch.  Der     Diodengleichrichter    35 leitet vom Träger  und dem     Einzelzwischenfrequenzseitenband     die     Modulationsfrequenzen    ab, welche dann,  durch die     Niederfrequenzverstärker    36 und  37 verstärkt, dem Lautsprecher 38 zugeleitet  werden.  



  Zur Konstanz des Ausganges des Emp  fängers, trotz grosser Variationen der empfan  genen Zeichenintensitäten. ist eine automa  tische Verstärkungsregelung vorgesehen, die  die Verbindungen 40' von den Ausgangs  klemmen des     Zwischenfrequenzverstärkers    34  zu den folgenden Elementen enthält: eine       Zwischenfrequenzfalle    41, ein     Zwischenfre-          quenzverstärker    42, ein     Diodengleichrichter     43 und ein     Diodenunterbrecher    44. Die Wir  kungsweise der     Zwischenfrequenzfalle    41 und  des     Diodenunterbrechers    44 werden unten be  schrieben.

   Gemäss der Tätigkeit der automa  tischen Verstärkungsregelung wird in dem       Diodenunterbrecher    44 eine gleichgerichtete  Spannung erzeugt, welche mit der empfange  nen Zeichenintensität variiert; diese gleich  gerichtete Spannung ist durch die Verbin  dung 45 an die Steuerelemente der Verstärker  32 und 34 und des     Oszillatormodulators    33  angelegt.  



  Um die geeignete     Variation    der Steuer  vorspannung über einen weiten Bereich sicher  zustellen, ist eine Verbindung 46 von dem       Zwischenfrequenzverstärker    34 des Haupt  verstärkungsweges zu einem Steuerelement  des     Zwischenfrequenzverstärkers    42 in dem       automa.tischenLeistungssteuerungssystemvor-          gesehen.    Dies ist eine "umgekehrte" Steuer  vorspannungsverbindung, deren Wirkungs  weise und Betätigung unten vollständiger be  schrieben werden wird.  



  Der Empfänger besitzt eine noch näher  zu beschreibende     "selektive    Aufnahme",  durch die der Benutzer gezwungen wird, den  Empfänger so abzustimmen, dass die     Zwi-          schenträgerfrequenz    an eine der beiden Kan  ten des ausgewählten Zwischenfrequenzban  des, d. h. in diesem Falle 173,5 oder  176,5     kHz    gelegt wird.

   Die selektive Auf-           nahme    wird durch die Tätigkeit der     Zwi-          schenfrequenzfalle    41 des     automatischen        Lei-          stungssteuerungssystems    bewirkt und wird  durch die Zusammenarbeit des     Stillegungs-          systems,    das dem Verstärker 36     zugeorduet          ist,    weiter vervollständigt.

   Die Falle 41 ent  hält einen selektiven greis, der so bemessen  ist,     dass!    er die automatischen     Verstärkungs-          regelungsvorspannungen    des Leiters 45 ver  anlasst, teilweise schwächer zu werden,     wenn     der     Empfänger    so     abgestimmt    ist, dass die       Zwischenträgerfrequenz    genau in der Mitte  des ausgewählten Zwischenfrequenzbandes,  das heisst in diesem Falle 175     kHz,    ge  legt ist.

   An diesem     Abstimmungspunkt    wird  die     Zwischenfrequenzspannung,    die über die  Verbindung 40' übertragen wird, auf einem  wesentlich höheren Niveau erhalten, als im  Falle irgend welcher anderer Abstimmungs  punkte.  



  Der     Niederfrequenzverstärker    36 ist mit  einem     Stillegungssystem    ausgestattet, durch  welches     Seitenbandauswahl    und     Stillegung     zwischen     Stationen    durch die     Wirkungsweise     des Verstärkers erzielt werden. Um diese       Wirkung    zu sichern., ist die     Verstärkerröhre     so eingestellt, dass ihre. Leistung ein Maxi  mum bei einem kritischen negativen Wert  der     Gittervorspannung    ist, und sich für grö  ssere oder niedrigere     Vorspannungen    schnell  dem Wert Null nähert.  



  Die     Vorspannimg    für die     Stillegungsröhre     wird von dem     Diodengleichrichter    35 erhalten  und ist der Trägerspannung in der Verbin  dung 40'     proportional.    Wenn kein Zeichen  vorhanden ist, oder wenn der Durchschnitt  der gleichgerichteten Zeichen- oder Geräusch  spannung     niedriger    ist, als die kritische Vor  spannung, ist die Leistung durch den Stille  gungsverstärker 36 im wesentlichen Null,  und es findet praktisch keine     Übertragung     durch den Empfänger statt.

   Auch wenn ein  starkes     Zwischenfrequenzträgerzeichen    auf  die Mitte des Bandes (175     kgz)    abgestimmt  ist, wird die durch den Gleichrichter 35 ent  wickelte     Vorspannung    beträchtlich grösser als  der kritische Wert, und die     Leistung    des  Verstärkers 36 ist     wiederum    auf nahezu    Null reduziert.

   Die kritische     Vorspannung,     welche diese wirksame     Bedingung    hervor  bringt, wird nur erhalten, wenn der     Zwi-          schenfrequenzträger    auf eine der beiden Kan  ten des ausgewählten Bandes abgestimmt  wird (173,5 oder 176,5     kHz).    Es ist zu be  achten, dass die     Gittervorspannung    durch die  Amplitude der Trägerspannung in der Ver  bindung 40 bestimmt wird.

   Diese Amplitude  wird wiederum durch die     Ansprechcharakte-          ristik    des     Zwischenfrequenzkreises    oder der  Falle 41 in Zusammenarbeit mit dem auto  matischen     Leistungssteuerungssystem    be  stimmt. Die Falle soll daher eine solche Cha  rakteristik haben, dass die     kritische        Vorspan-          nuug    an irgendeiner Kante des Zwischenfre  quenzbandes erhalten wird.  



       Fig.    2 ist ein ins Einzelne gehendes  Schaltschema, das     einen        Superheterodyne-          Empfänger    darstellt, der für     Einzelseiten-          bandbetätigung    geeignet ist und entsprechend  der allgemeinen Anordnung der     Fig.    1 ent  worfen ist.  



  Die Rechtecke der     Fig.    1 sind in     Fig.    2  durch gestrichelte Linien angedeutet und sind  gleichartig numeriert.  



  In     Fig.    2 enthält der     Hochfrequenzver-          stärker    32 eine     Pentodenröhre    51, die mit der  Antenne 30 gekoppelt ist. Ferner hat er drei  gleichzeitig     abstimmbare,    selektive     greise,     von denen 130     und    131 vor der Verstärker  röhre und 132     zwischen    der Röhre 51 und  der Röhre 53 liegen. Diese     greise    werden  durch variable Kondensatoren 135, 136 und  137 abgestimmt.  



  Die     Oszillator-        und        Modulatoranordnung     33 enthält die     Hegoden-Oszillator-Modulator-          röhre    52. Dieser     Oszillator-Modulator    enthält  einen     freqüenzbestimmenden        greis    99, der  einen variablen Abstimmungskondensator 215  hat.  



  Die Abstimmungskondensatoren 135, 136,  137 und 215 sind durch eine mechanische       Einknopfsteuerungseinrichtung,    die durch die  gestrichelten     Linien        1T    angezeigt ist, mitein  ander verbunden.  



  Der Ausgang des     Oszillator-Modulators     ist mit dem Eingang des Zwisehenfrequenz-           verstä.rkers    34 gekoppelt; dieser enthält zwei       Verstärkerröhren    53 und 54 und die drei       Zwischenfrequenzkopplungssysteme    160,<B>161</B>       und    162, welche vor, zwischen und hinter den       Verstärkerröhren    angeordnet sind.  



  Die Zeichen werden im     Diodenteil    einer       Doppel-Dioden-Pentodenröhre    55' in Stufe 35  gleichgerichtet. Nur eine von den Dioden  wird für diese Gleichrichtung benötigt; diese  besondere Diode enthält die Kathode 163 und  eine der     Diodenanoden    164. Die     Pentoden-          elemente    dieser Röhre werden in dem Nieder  frequenz-Stillegungsverstärker 36 benutzt.  Daher ist zum Zwecke der Darstellung Röhre  55' wiederum in dem     Niederfrequenzverstär-          kerteil    36, wo sie als Röhre 55 bezeichnet ist,  gezeigt.

   Diese doppelte Darstellung derselben  physikalischen Elemente ist zweckmässig,  weil in bezug auf die Wirkung die Röhre  zwei getrennten und verschiedenen Röhren  äquivalent ist.  



  Der gleichgerichtete Strom fliesst durch  einen Widerstand 83, von dem aus die gleich  gerichtete Spannung auf das Steuergitter des       Pentodenverstärkers    55 über den Leiter 166  und 'die Widerstände 84, 87 und 90 und die  Kondensatoren 86, 89 und 88 geleitet wird.  Der Widerstand 87 und der Kondensator 89  sind so proportioniert, dass sie die geeignete       Niederfrequenzkompensation,    wie es ausführ  licher später beschrieben wird, bewirken.  



  Die Anode des     Pentodenverstärkers    55 ist  mit der zweiten     Niederfrequenzverstä.rker-          röhre    56 durch ein System von Kondensato  ren und Widerständen, das den Spannungs  teiler 100 einschliesst, von welchem ein ge  wünschter Anteil der     Niederfrequenzspan-          nung    im Ausgang der Röhre 55 an den Ein  gang der Röhre 56 angelegt werden kann, ge  koppelt. Die     Niederfrequenzströme    werden  weiter in dem Gegentaktverstärker, der die  Röhren 57 und 165 einschliesst, verstärkt, von  wo sie dem Lautsprecher 38 übermittelt  werden.  



  Es ist von Wichtigkeit, dass das Emp  fangssystem ein Frequenzband auswählt,       de,5sen        Breite        ungefähr    gleich der höchsten    geforderten     Modulationsfrequenz    ist.     Weil     die selektiven Kreise des     Hochfrequenzver-          stärkers    32 nicht so genau wie diejenigen des       Zwischenfrequenzverstärkers    34 abgestimmt  werden können, werden sie zweckmässig so  breit abgestimmt, dass sie ein Band dieser  Breite mit einer Gleichförmigkeit innerhalb  eines Dezibels durchlassen.

   Die notwendige  Selektivität ist daher hauptsächlich durch die  permanent abgestimmten Kopplungssysteme  des Zwischenverstärkers 34 geschaffen. Die  ser Verstärker enthält ein Kopplungssystem  160, das zwei doppelt abgestimmte Transfor  matoren 167 und 168 hat, von denen jeder  vorzugsweise so eingerichtet ist, dass er  nahezu     Optimumkopplung    hat, sowie ein  Kopplungssystem 161, das einen doppelt ab  gestimmten Transformator enthält, der vor  zugsweise eine gleichmässige     Übertragungs-          charakteristik    über ein Frequenzband, das in  der Breite einem Seitenband entspricht, hat.  



  Die     Selektivitätscharakteristik    eines Emp  fangssystems der beschriebenen Type, das  ein     Zwischenfrequenzband    von 173,5 bis  176,5     kFlz    durchlassen soll, ist in     Fig.    3 ge  zeigt. In dieser Figur ist das     Zwischenfre-          quenzspektrum    eines Zeichens bei 26 darge  stellt, das bei der Frequenz f     i,    von 173,5     kHz     zentriert ist und welches obere und untere       Zwischenfrequenzseitenbänder    mit entspre  chenden Grenzen     fib    ,     fib'    hat.

   In der gleichen  Figur stellt die Kurve<B>110</B> die     Selektionscha-          rakteristik    der     zwischenfrequenzauswählen-          den    Kreise des Verstärkers 34 dar, die bei  einer Frequenz<B>f</B>     i,    von 175     kHz    zentriert und  flach (innerhalb eines Dezibels) über ein  Band von 3     kHz    ist, d. h.

   über dem obern       Zwischenfrequenzseitenband.    In dieser Figur  ist ebenfalls das     Zwischenfrequenzspektrum     von zwei andern Zeichen 111 und 112, die  benachbarten Rundfunkkanälen entsprechen,  gezeigt.<B>f i,</B> -10 und<B>f l,</B>     -I-    10     kHz    sind wie  der die     Zentrierungsfrequenzen,    die um  1.0     kHz    von f     ie,    getrennt sind.  



  Für dieses Beispiel wird angenommen,  dass das Zeichen 111 stärker als das Zeichen  112 ist; daher ist der Empfänger so darge-      stellt, dass er auf das Seitenband, welches  am weitesten von dem stärkeren Zeichen ent  fernt liegt, abgestimmt ist. Die     Zwiscllenträ-          gerfrequenz    des Zeichens 111 ist um 16 Dezi  bels mehr geschwächt als die Trägerfrequenz  des Zeichens 112. Beide benachbarten Zei  chen sind viel mehr herabgesetzt, als sie es  ein würden, wenn die Kurve 110 in der       s   <B>i</B>  Breite verdoppelt wäre, um beide Seitenbän  der     einzuschliessen;    es ist somit gezeigt, wie  der Empfänger abgestimmt werden kann, um  das stärkere der Zeichen in den zwei benach  barten Kanälen zu benachteiligen.  



  Zwei der wichtigsten Probleme, die sich  beim Gebrauch dieses Empfängers für Ein  zelseitenbandempfang stellen, sind: 1. den  Benutzer zu veranlassen, den     Empfänger    so  genau abzustimmen, dass die Zwischenträger  frequenz an eine Kante des ausgewählten  Frequenzbandes, wie in     Fig.    3 gezeigt, ge  legt ist, und. 2. -den Verlust des nahezu  gar nicht benutzten Seitenbandes zu kom  pensieren. .  



  Das erste dieser Probleme wird durch ein  System "selektiver Aufnahme", welche das  Ansprechen des Empfängers, wenn nicht  genau abgestimmt wird, stark     verringert    oder  gänzlich aufhebt, gelöst. Dieses System, das  weiter unten im einzelnen beschrieben wird,  ist     wünschenswert    geworden, weil der Ton  im Lautsprecher hart und unangenehm ist,  wenn die Trägerfrequenz zu weit ab von der  Kante des übermittelten     Seitenbandes    abge  stimmt wird.  



  Das zweite dieser Probleme wird durch  die Verwendung des Widerstandes   87 und       Kondensators    89 in     Verbindung    mit der Nie  derfrequenzröhre 55 gelöst. In der     Fig.    4  zeigt die Kurve 113 den Verlust an Nieder  frequenzleistung in     Funktion    der Nieder  frequenzen, der aus der praktisch vollkom  menen     Unterdrückung        eines    Teils des einen  Seitenbandes resultiert. Dieser Verlust ist  ungefähr 3 Dezibel bei 1     kHz        und    6 Dezibel  bei 3     kHz    beim besprochenen Empfänger.

    Demgemäss sind die Elemente 87     und    89 so       proportioniert,    dass sie für sich allein eine    relative     Niederfrequerizleistung,    welche im  wesentlichen entsprechend Kurve 114 vari  iert, hervorbringen würden. Da diese letztere  Variation derjenigen der Kurve 118 ent  gegengesetzt ist, erfolgt ein gleichförmiges       Gesamtniederfrequenzansprechen,    wie durch  Kurve 115 dargestellt. Zur Erzeugung dieser  Kompensation hat es sich als geeignet erwie  sen, die Impedanzen der Elemente 87     und    89  auf die gleiche Grössenordnung bei einer  Frequenz von 1     kHz    zu bringen.

           Automatische        Leistungssteuerung.       Die geeignete Betätigung des     Stillegungs-          systems    erfordert, dass der Ausgang des       Zwischenfrequenzverstärkers    34 auf einem  konstanten, vorherbestimmten Wert gehalten  wird, der im wesentlichen von der empfange  nen Zeichenintensität und dem Prozentsatz  der Modulation unabhängig ist. Die Anord  nung und     Betätigung    des automatischen     Ver-          stärkungsregelungssystems    wird in Verbin  dung mit den     Fig.    1, 2     und    7 beschrieben.

         Zwischenfrequenzspannung    wird durch eine  Spule 71, die durch einen Kondensator 7 2  abgestimmt wird und mit der Primärspule  des     Zwischenfrequenzkopplungssystems    162  gekoppelt ist, abgenommen. Mittels der Ver  bindung 40', der Kopplungstransformatoren  74 und 67 der     Zwischenfrequenzfalle    41 und       Zwischenfreqüenzverstärkerröhre    58 wird sie  zwischen die Kathode 61 und die Dioden  anoden 60 und 172 einer     Doppel-Dioden-Pen-          todenröhre    59 angelegt, die später die     Ver-          stärkungsregelungsdiode    genannt wird,

   weil  sie die Tätigkeit der automatischen Ver  stärkungsregelung     bestimmt.     



  Dem     Diodengleichrichter    in der Röhre 59  ist ein     Spannungsteiler    zugeordnet, der die  Widerstände 62 und 63 enthält, die in Serie  mit einer Batterie 66 und der Diode 55", wel  che durch die Kathode 163 und die     Dioden-          Anode    175 der mehreren Zwecken dienenden  Röhre 55 gebildet wird, geschaltet sind; die  Diode 55" wird als     Unterbrecherdiode    be  zeichnet.

   Die Anoden 60 und 172 sind an die  Verbindungsstelle 64 der Widerstände 62  und<B>63</B> geschaltet; diese sind so bemessen,      dass, wenn kein Zeichen vorhanden ist, die  Anoden im wesentlichen auf der gleichen  Spannung wie die Kathode 61 gehalten wer  den; die Kathode 61 wird in bezug auf Erde,  entsprechend dem Anodenstrom des     Pentoden-          teils    der Röhre 59, durch den Widerstand 65  vorgespannt. Das Ergebnis ist, dass im we  sentlichen kein     Stromfluss    im     Diodenteil    der  Röhre 59 vorhanden ist; der Strom beginnt  jedoch zu fliessen, sobald Zwischenfrequenz  spannung zu den Anoden 60 und 172 geführt  wird.

   Beim Fehlen von Zwischenfrequenz sind  die Punkte 39 und 107, welche an das Steuer  gitter der     Pentode    59     bezw.    an die Anode  175 der Diode 55" geschaltet sind, also durch  die Diode 55" geerdet, so dass keine automa  tische     Leistungssteuerungsspannung    zum Lei  ter 45 geführt wird.  



  Beim Empfang eines Signals wird indes  sen eine     Zwischenfrequenzspannung    auf die  Diode der Röhre 59 aufgedrückt. Dann fliesst  gleichgerichteter Strom durch den Wider  stand 62 und setzt den     Spannungsabfall    in  63 herab. Wenn die     Zwischenfrequenzspa.n-          nung    einen Wert entsprechend einer vorher  bestimmten Zeichenintensität erreicht, wird  der Punkt 64 in bezug auf Erde negativ. Un  ter diesen Bedingungen ist. die Diode 55" un  wirksam, so dass die     Punkte    39 und 107  ebenso negativ werden wie der Punkt 64.

    Ein weiteres Ansteigen der Zeichenintensität  erhöht die negative Spannung dieser Punkte,  so dass durch die Leitungen 45 und 45' eine  negative Spannung gegen Erde an die Steuer  gitter der     Zwischenfrequenzverstärkerröhren     53 und 54, der     Hochfrequenzverstärkerröhre     51 und der     Oszillator-Modulatorröhre    52 an  gelegt wird. Das Steuergitter 173 der Röhre  59 ist ebenfalls unter diesen Bedingungen  dahin wirksam, den Strom in dieser Röhre       und    daher die     Spannung    am Widerstand 65  zu reduzieren.

   Die Änderung der Spannung  der Kathode 61 in bezug auf Erde erhöht die  Spannung der Anoden 60 und 172 in bezug  auf die Kathode 61, wodurch die resultie  rende negative     Spannung,    die am     Punkt    64       bezw.    an den     Punkten    39     und    107 vorhanden  ist, vergrössert wird.    Die Arbeitscharakteristiken eines auto  matischen     Leistungssteuerungskreises,    der  nach diesen Prinzipien arbeitet, sind in     Fig.    7  gezeigt; hier stellt die Linie 123 die Span  nung des Punktes 64 in     bezug    auf Erde dar,  welche Spannung proportional zur Zeichen  intensität negative Werte annimmt.

   In dieser  Figur zeigt. der Abstand 124 die Spannung  am Widerstand 62     und    der Abstand<B>125</B> die  jenige am Widerstand 63 an. Wenn die Zei  chenintensität bis zu dem Punkt ansteigt, wo  die     Spannung    des Verbindungspunktes 64  negativ wird, wird der Strom in der  Diode 55" auf Null reduziert, und die mitt  lere Spannung, die an die Verstärkungsrege  lungsleitungen 45 und 45' von den Punkten  39 und 107 angelegt wird, wird gleich der  jenigen am Punkt 64.  



  Wie oben festgestellt, vermindert eine  Abnahme der Spannung an den Punkten 39  und<B>107</B> kraft ihrer Verbindung mit dem  Gitter 173 den Raumstrom in der Röhre 59,  und erhöht auf     diese    Weise die negative       Spannung    der     Diodenanoden    60 und 172. was       wiederum    eine     Erhöhung    der negativen Span  nung des Punktes 64 bewirkt. Dies ist durch  die zunehmende     Abschrägung    der     Kurve    123  bei ihrem     Schnittpunkt.    mit der     Nullachse     dargestellt.

   Wenn die Wirkung der     Pentode     59 nicht vorhanden wäre, würde die Kurve  123 sich in ihrer ursprünglichen Neigung,  wie durch die gestrichelte Linie 127 darge  stellt, fortsetzen. In dieser Zeichnung stellt  die Ordinate 126 die Spannung des Punktes  107 in bezug auf Erde dar.  



  Die Wirkung einer solchen     automatischen     Verstärkungsregelung zur Steuerung der Lei  stung der Verstärker und     Modulatoren    ist be  kannt und bedarf keiner eingehenden Be  sprechung. Es genügt     festzustellen,    dass die       Verbindungen    45     und    45' die     Steuergitter    der  gesteuerten Röhren veranlassen,     negativer    zu  werden, wenn die     Zeichenstärke    über einen  vorher bestimmten Wert ansteigt, wodurch  das     Zwischenfrequenzleistungniveau    gleich  förmig erhalten wird.  



  Die gewünschte gleichförmige     Leistung     des     Zwischenfrequenzverstärkers    - 34 wird      durch eine "umgekehrte"     automatische    Regel  spannung, die durch eine     Verbindung    46 zwi  schen der Kathode der     Verstärkerröhre    54       und    der Kathode der     Verstärkerröhre    58 der  automatischen Verstärkungsregelung vorge  sehen ist, vervollständigt.

   Diese gebräuch  liche     Kathodenverbindung    46 ist durch     einen     Widerstand 68, welcher den Strom beider  Röhren führt, mit Erde verbunden; daher  steuert der Strom der Röhre 54 teilweise die       Gitter-Kathodenvorspannung    der Röhre 58  und daher die Leistung der letzteren Röhre.  Diese     Vorspannung    an Röhre 58 variiert ent  gegengesetzt derjenigen an den gesteuerten  Verstärker- und     Modulatorröhren    des Haupt  verstärkungsweges.

   Wenn die     Gitter-gatho-          denvorspannung    der Röhre 54 grösser wird,  nimmt ihre Verstärkung und ihr Strom ab,  und folgerichtig nimmt die     Gitter-gathoden-          vorspannung    der Röhre 58 ab und veranlasst,  die Leistung der letzteren Röhre etwas zu  steigen.

   Daher wird die Zunahme an     Zwi-          schenfrequenzspannung,    welche von der auto  matischen     Leistungssteuerungsdiode    in Röhre  59 gefordert wird, um die Verstärkung des  Verstärkers 34 herabzusetzen, ergänzt durch  die erhöhte Leistung der Röhre 58, ohne dass  eine Erhöhung der Eingangswechselspan  nung der letzteren Röhre oder der Ausgangs  wechselspannung des Verstärkers 34     nötig     ist.

   Diese     Wirkungsweise    wird     "umgekehrte"          automatische        Leistungssteuerung    genannt,  weil die     Leistung    der Röhre 58 automatisch  entgegengesetzt derjenigen der Röhren 51,  52, 53 und 54 variiert wird.

   Quantitativ kann  die Leistung der     Röhre    58 gerade ungefähr  durch diese umgekehrte automatische     Lei-          stungssteuerungsverbindung    verdoppelt wer  den, was     hinreichend    ist, um die Zwischen  frequenzspannung an der automatischen     Lei-          stungssteuerungsdiode    der Röhre 59 über den  gewünschten weiten Bereich ohne Steigerung  des     Zwischenfrequenzeingangs    zur Röhre 58  zu variieren.

      Beide automatischen Verstärkungsrege  lungen wirken zusammen, um die     Leistung     des     Zwischenfrequenzverstärkers    34     während       des     tmpfanges    grosser     2eichenintensitäts-          variation    nahezu gleichförmig zu erhalten.  <I>Selektive</I>     Aufnahme.     



  Durch die oben erwähnte "selektive Auf  nahme" wird der     Oszillator    in die Lage ver  setzt, den Empfänger für     Einzelseitenband-          empfang    genau abzustimmen. Sie umfasst  Mittel zum Zwecke, dass die Niederfrequenz  leistung dann genau einen     Magimumwert    er  reicht, wenn die     Zwischenfrequenzträgerwelle     auf eine der     ganten    des Bandes, das im     Zwi-          schenfrequenzverstärker    34 ausgewählt wird,  abgestimmt ist.

   Diese Wirkung ergibt sich  aus einer Zusammenarbeit zwischen der     Zwi-          schenfrequenzfalle    41 mit dem übrigen auto  matischen     Verstärkungsregelungssystem    und  dem     Stillegungssystem,    verbunden mit Ver  stärker 36.  



  Der     Fallenkreis        enthält    einen Neben  schlusszweig zur Erde, der eine     Induktanz    69  und einen Kondensator 70 umfasst. Diese  zwei reaktiven Elemente werden sehr scharf  auf die Mitte des     Zwischenfrequenzbandes     (in diesem Falle 175     kHz)    abgestimmt, so  dass diese Mittelfrequenz scharf gedämpft ist.  Der. Kondensator 70 ist     zum    Zwecke, dass  die Falle leicht auf die Mittelfrequenz ab  gestimmt werden kann, einstellbar.

   Die  Spule 71 ist, um eine     Abwärtsspannung     von dem Ausgang der Röhre 54 zum     Fal-          lenkreis    zu. erzeugen, kleiner als die Pri  märspule des     Kopplungssystems    162.

   Der  Transformator 74, der die Falle an den Ein  gang der Röhre 58 koppelt, ist ein Aufwärts  transformator, in welchem die     Sekundärspule     48 grösser als die Primärspule 49     ist.    Ein  Kondensator 75 ist in Serie mit der Primär  spule 49 des Transformators 74     eingeschaltet     und dient dazu, die besagte Primärspule breit  auf die Mitte des ausgewählten Bandes  (175     kHz)        abzustimmen.    Der     Widerstand    77  hat den     geeigneten    Wert, um die Resonanz  der Elemente 49     und    75 zu verbreitern, und       cler-    Widerstand 76 dient dazu, den Strom,  der in die Falle von Spule 71 eintritt,

   zu be  grenzen. Die Verhältnisse der Transformato  ren im Eingang und Ausgang der Falle sind      so gewählt, dass die Spule 69 von derselben  Grössenordnung wie die Sekundärspule 48  des     Transformators    sein kann, trotz der Tat  sache, dass die Primärspule des Transforma  tors 73 und die Sekundärspule des Transfor  mators 74 innerhalb von Kreisen hoher Impe  danz arbeiten.  



  Die Wirkungsweise des die     Zwischen-          frequenzfalle    41 einschliessenden     Verstär-          kungsregelungssystems    auf die gleichgerich  tete Ausgangsleistung des Gleichrichters in  Röhre 55' ist in     Fig.    6a gezeigt, in der die  Kurve 118 die gleichgerichtete Zeichenspan  nung darstellt, die vorhanden ist, wenn im  Eingang zu Teil 34 auf ein Zeichen inner  halb des Bandes, das durch die     Zwischen-          frequenzselektoren    des Teils 34 gleichförmig  übertragen wird, abgestimmt wird.

   Die  scharfe Spitze der Kurve 118 wird durch  die Wirkung des     Fallenkreises    hervorgerufen,  die die automatische     Verstärkungsregelungs-          spannung    abschwächt und daher die Verstär  kung in Teil 34, wenn die Trägerfrequenz  auf die     Fallenfrequenz    175     kIlz    abgestimmt  wird, erhöht. Das resultierende Zeichenniveau  im Eingang von Teil 36 erreicht, wie Kurve  118 zeigt, ein scharfes Maximum, wenn der  Träger auf 175     kHz    abgestimmt wird.

   Die  Wirkung der     Fallencharakteristik    118, die er  möglicht, dass der Empfänger geeignet abge  stimmt werden kann, wird in der folgenden  Besprechung des     Stillegungssystems    ausführ  lich erklärt werden.         Automatische        Stillegurig       Die automatische     Stillegungswirkung    legt  den Empfänger, ausgenommen im Falle, dass  die     Zwischenträ,gerfrequenz    genau auf eine  Kante des Zwischenfrequenzbandes abge  stimmt ist, still. Dieses System unterdrückt  unerwünschte Geräusche und störende Zei  chen, welche wiedergegeben werden, wenn  der Empfänger nicht genau abgestimmt  ist.

   Das     Stillegungssystem    wirkt mit der  Falle 41 und dem automatischen     Leistungs-          steuerungssystem    zur Erzeugung der     "selek-          tiven    Aufnahme" zusammen.    Die     Stillegungswirkung    wird durch die ei  gentümliche     Übertragungscharakteristik,    wel  che der übertragenden     Pentodenröhre    55 ge  geben ist, erzielt. Für     Einseitenbandempfang     werden die Schalter 79 und 80, die für Ein  knopfbedienung eingerichtet sind, nach rechts  gedreht, so dass Schalter 80 einen Widerstand  81 in Serie zwischen das Gitter 202 und die  positive Klemme der Anode 203 legt.

   Wider  stand 81 hat einen relativ niedrigen Wert,  so dass die Spannung am Schirm 202 im we  sentlichen vom Schirmstrom unabhängig ist.  Ein relativ hoher Widerstand 78 ist in Serie  zwischen die Anode 177 und die positive  Seite der     Gleichspannungsquelle    205 geschal  tet; diese Quelle liegt mit Quelle 203 in  Serie.  



  Der Zusammenhang zwischen der     Gitter-          vorspannung    und dem Anodenstrom dieser       Pentode    ist bei dieser Schaltung durch Kurve  <B>116</B> der     Fig.    6b gezeigt, worin die     Gittervor-          spannung    gegenüber dem Anodenstrom in       Milliampere    aufgetragen ist.

   Die Anoden  spannung wird bei einem Anodenstrom von  ungefähr 1     Milliampere    durch Widerstand 78  auf Null reduziert; der verbleibende Strom  der Röhre fliesst zum Schirm 202.     Aus    Kurve  <B>116</B> ist ersichtlich, dass, wenn die negative       Gittervorspannung    auf ungefähr 9 Volt her  abgeht, der Anodenstrom auf ungefähr  1     blilliamp@,re    ansteigt. Daher ist für Werte  negativer     Gittervorspannung,    die kleiner als  9 Volt sind, die Anodenspannung im wesent  lichen Null.

   Für Werte negativer     Gittervor-          spannung,    die grösser als 9 Volt sind, wird  der Gesamtstrom reduziert; der Anodenstrom  fällt daher schnell und nähert sich jenseits  15 Volt     Vorspannung    dem Wert Null.  



  Das     Leistungs-    oder Verstärkungsverhält  nis der     Stillegungsröhre    55 hängt von der  Steilheit der Kurve 116 ab und ist daher in  dem Teil zwischen den begrenzenden Werten  von 10 und 12 Volt negativer     Vorspannung     ein Maximum. Die Steilheit in diesem Teil  stellt eine ungefähr fünfzigmalige Verstär  kung für die verwendete besondere Röhrenan  ordnung dar.

   Die Verstärkung der     Pentoden-          verstärkerröhre    55 wird durch Kurve 117 in           Fig.    6c dargestellt, in welcher die prozentuale       Verstärkung    gegenüber der     negativen        Gitter-          v        orspannung    aufgetragen ist.

   Für die be  schriebene besondere Röhrenanordnung ist  11 Volt     ein    kritischer     Gittervorspannungs-          wert,        weil    nur diejenigen     Vorspannungen.     welche nahe bei diesem Wert liegen, der  Röhre gestatten, die Zeichen zu übertragen.  



  Die     Zwischenfrequenzspannung    im Sekun  därteil des Kopplungssystems 162 wird linear  in der Diode 55' gleichgerichtet; diese gleich  gerichtete     Spannung    erscheint am Wider  stand 83 und Kondensator 82.     Kondensator     82 hat wegen seiner     Kleinheit    eine     vernach-          lässigbare    Wirkung auf Niederfrequenzen  und dient mit Widerstand 84 und Kondensa  tor 85 dazu, die     Trägerfrequenzkomponente     zu beseitigen.

   Die niedrigeren     Modulations-          komponenten    der gleichgerichteten Spannung  folgen dem Weg der Elemente 86, 87 und 88  zum Steuergitter 176 der     Pentode    55. Die  Impedanz des Eingangskreises der Röhre 55  für höhere Niederfrequenzen wird durch  Kondensator 89     und        einen    relativ niedrigen  Widerstand 90, der parallel zu dem hohen  Widerstand 87 geschaltet ist, vermindert.       Dieser@niedrigere        Impedanzweg    88, 90 ersetzt  die Selektion der     niedrigeren    Niederfrequen  zen beider Seitenbänder.

   Die     Gittervorspan-          nung,    welche proportional zur durchschnitt  lichen gleichgerichteten     Zeichenspannung    ist,  wird an das Steuergitter 176 durch einen  Weg, der     die    hohen Widerstände 84, 91 und  92 einschliesst, angelegt. Der Kondensator 93  hat     eine    hinreichend grosse Kapazität, um alle       Modulationskomponenten    zu dieser     Vorspan-          ii.ungsverbindung        nebenzuschliessen.     



  Die gesamte Gleichspannung, die am Wi  derstand 83 erscheint, wird an     Gitter    176 als       Stillegungsvorspannung    angelegt. Jedoch nur  ein kleiner Teil (ungefähr     ein    Sechstel) der       Niederfrequenzkomponente    der gleichgerich  teten     Spannüng        wird    an das Gitter 176 als  ein Zeichen angelegt.

   Die von der Niederfre  quenz herrührenden     Gitterspannungsschwan-          kungen    sind daher so     gering,        dass,    ihre Am  plituden die     Gesamtgittervorspannung    nicht       Oer    den     geradlinigen        Teil    der Kurve<B>116</B> in    der     Anodenstrom-Gitterspannungscharakte-          ristik    verschieben können.  



  Die von der Diode 55' entwickelte Vor  spannung variiert entsprechend Kurve<B>118</B>  der     Fig.        6a.    Aus Kurve<B>118</B> ist zu ersehen,  dass die Falle 41, welche diese Charakteristik  hervorbringt, so bemessen ist, dass die kri  tische     Vorspannung    (11 Volt in     Fig.    6b) er  halten wird, wenn der Träger auf irgendeine       gante    des     ausgewählten        Zwischenfrequenz-          bandes        abgestimmt    ist (1,5     kHz    von der Mitte  nach jeder Seite).

   Wegen dieses Zusammen  hanges zwischen den Kurven 116 und     _118     ist die     Pentodenröhre    55 nur dann fähig, Zei  chen     durchzulassen,    wenn die     Zwischenträ-          gerfrequenz    für     Einseitenbandempfang    genau  an einer der beiden     ganten    des     ausgewählten          Bandes    liegt.

      <I>Anzeiger</I>     zur        Sichtbarmachuny   <I>der</I>  <I>Abstimmung.</I>    In Serie mit einem Widerstand 78 ist in  den Anodenkreis der Röhre 55 ein Anzeiger  zur     Sichtbarmachung    der     Abstimmung    in  Form eines     Milliameters    98 geschaltet.

   Wenn  der Empfänger in Tätigkeit ist, hat dieses       Milliameter    eine     Magimumablenkung    von  1     Miniampere    und eine Minimumablenkung  von Null, wie es     in        Fig.    6b beobachtet wer  den     kann.    Das     Milliameter    zeigt die genaue       Abstimmungsstellung    für     Einzelseitenband-          betätigung    an, wenn der Messer halbe Ab  lenkung, 0,5     Milliampere,    zeigt.

       Fig.    6b zeigt,  dass dies der     Anodenstrom    ist, wenn die kri  tische     Gittervorspannung    von 11 Volt er  reicht     wird.    Die entsprechenden Kurven 119  der     Fig.    6d und 120 der     Fig.    6e zeigen die  Variationen im     Anodenstrom    und in der re  lativen Verstärkung in Röhre 55,     wenn    die       Zwischenträgerfrequenz    in der Gegend von  175     kHz    abgestimmt wird.

   Die zwei scharfen  Spitzen der Kurve 120 zeigen als Punkte  guter     Hörbarkeit    die Punkte genauer Abstim  mung der     Zwischenträgerfrequenz    bei 1,5     kHz     oberhalb oder unter der     Mittelpunktfrequenz     von 175     kHz    und entsprechend der Mittelab  lenkung des     Abstimmungsmessers.         <I>Doppelseiten</I>     bandempfang.     



  Wenn der Empfänger wie ein     Doppel-          seitenba.ndempfänger    wirken soll, so werden  die Schalter 79 und 80 in die Linkslage ge  bracht. Dann veranlasst der Schalter 80, dass  der Widerstand 81 abgeschaltet wird, so dass  die Schirmspannung von der positiven Seite  der Spannungsquelle 205 durch einen relativ  hohen Widerstand 96 geliefert wird. Dann  schliesst Schalter 80 auch eine Verbindung,  die in den     Gittervorspannungskreis    einen Wi  derstand 97 hineinbringt, der die     Gittervor-          spannung    auf einen niedrigeren Wert als  denjenigen, der für die     Einzelseitenbandein-          stellung    gebraucht wird, reduziert.

   Eine Vor  spannung, welche einen 0,5     lfilliamp6re-          Anodenstrom    erzeugt, wenn ein Zeichen auf  175     kHz    abgestimmt wird, ist als richtig be  funden worden. Die durchschnittliche Schirm  spannung und der Schirmstrom werden unter  dieser Bedingung für kleine Werte der     Git-          tervorspannung    nahezu konstant gehalten.  Daraus resultiert eine     Verstärker-Anoden-          strom-Gittervorspannungskurve    von normaler       Form,    in welcher die Steilheit immer posi  tiv ist.  



  Der Schalter 79, in linker Stellung,  schliesst nun den Widerstand 95 kurz, der die       Niederfrequenzspannung    reduziert, die an       das    Steuergitter 176 angelegt wird. Gleich  zeitig schafft dies für die höheren Nieder  frequenzen einen niedrigeren     Impedanzweg     zur Erde durch Widerstand 94. Die erhöhte  Verstärkung der hohen Niederfrequenzen (bei       Einzelseitenbandempfang)    wird auf diese  Weise beseitigt, weil hohe     Niederfrequenz-          kompensation    bei     Doppelseitenbandempfang     nicht erforderlich ist.

   Die Widerstände 94  und 95 sind so bemessen, dass, die Nieder  frequenzspannung an der Anode 177 für Ein  zel- und     Doppelseitenbandempfang    gleich sein  wird.  



  Unter der Bedingung des Doppelseiten  bandempfanges wird der Empfänger auf eine  Minimumablenkung an dem Abstimmungs  messer, was ungefähr Mittelskala sein wird,  abgestimmt. Dies entspricht. einer solchen  Abstimmung, dass die     Zwischenträgerf    re-         quenz    genau im Zentrum des     zwischenfre-          quent        ausgewählten    Bandes (175     kHz)    liegt  und wird durch die lauteste Wiedergabe an  gezeigt.  



  Bei     Einseitenbandempfang    werden alle  Zeichen von einer Intensität, die grösser als  ein Schwellenwert ist, an zwei     Punkten    auf  der     Abstimmungsskala,    entsprechend dem  einen oder dem andern der zwei Seitenbän  der, empfangen. Zeichen von grösserer oder  niedrigerer Intensität als der Schwellenwert  können durch Drehung der Schalter 79 und  80 in der     Doppelseitenbandstellung    empfan  gen  erden. Das Zeichen wird dann an nur       einem    Punkt empfangen, der der     'Mittelab-          stimmung    und dem hochselektiven Doppel  seitenbandempfang entspricht.

   Die Bevor  zugung der Niederfrequenz     und    folglich das  Geräusch, welches Zeichen von niedriger In  tensität begleitet, werden auf diese Weise  durch diesen hochselektiven Doppelseiten  ba.ndempfang reduziert.  



  Bei der     Stellung    der Schalter 79, 80 in  der Lage für     Einseitenbandempfang    werden  Zeichen von niedrigerer als Schwellenintensi  tät automatisch auf nur einem Punkt, der der  Mittelabstimmung und dem     Doppelseiten-          bandempfang    entspricht, empfangen.  



  Der Übergang von     Einseitenband-    zu       Doppelseitenbandbetrieb        findet    automatisch  statt, wenn die Zeichenintensität nur um  einen gewissen Betrag unter den Schwellen  wert fällt. Der Grund für diesen Übergang  kann aus einer Betrachtung der Kurve 108  der     Fig.    6a ersehen werden. Diese Kurve  stellt die gleichgerichtete Spannung dar, die  als     Vorspannung    an das     Gitter    der     Still-          legungsröhre    angelegt wird, wenn das Zei  chen, auf das abgestimmt     wird,    gerade stark  genug ist, dass die Spitze den kritischen Wert  von 11 Volt erreicht.

   Unter dieser Bedingung  ist. das Zeichen an dem Punkt der Skala, der  175     kKz    entspricht, abgestimmt.  



       Oszillatormodulator.     Die     Oszillator-Modulatorröhre    52 ist eine       Hegode,    die folgende Elektroden hat: Ka  thode 207, inneres Gitter 208, innerer Schirm      oder     Oszillatoranode    209, äusseres Gitter 210,  äusserer Schirm 211 und Anode 212.  



  Das     Oszillatorsystem    ist mit den     innern          Elektroden    207, 208 und 209     verbunden.     Eine Rückkopplungsspule 213 ist in Serie  mit einer Drosselspule 217 und einer Gleich  stromquelle 218 zwischen den innern Schirm  oder die     Oszillatoranode    209 und Erde ge  schaltet. Spule 213 ist mit     einer    Spule 214,  die in dem     Oszillatorsystem    liegt, gekoppelt.

    Der     oszillatorfrequenzbestimmende        greis    99  setzt sich aus der     Spule    214, einem variablen  Kondensator 215 und     einem        halbeinstellbaren     Kondensator 216 zusammen. Ein Kopplungs  kondensator 219 ist zwischen den Verbin  dungspunkt der Elemente 213     und    217 und  den     Verbindungspunkt    der Elemente 214 und  216 geschaltet. Daher ist dort     kapazitive    wie  auch magnetische Rückkopplung von Elek  trode 209 zum     Oszillatorkreis    99 vorhanden.

    Diese Anordnung des     Oszillatorsystems    be  wirkt eine gleichförmige     Oszillatorspannung     über den gesamten Frequenzbereich des     Oszil-          la        tors.     



  Der     Oszillatorkreis    99 ist ebenfalls auf  beide Arten,     kapazitiv    und magnetisch, mit  dem Kreis des     Gitters    208 gekoppelt. Die       magnetische    Kopplung ist     zwischen        Spule     214 und     einer    Spule 220 des Gitterkathoden  kreises vorhanden und die     kapazitive    Kopp  lung ist abhängig von einer offenen Win  dung 221, die mit Spule 220     verbunden    ist  und sich     elektrostatisch    mit Spule 214 kop  pelt.

   Auf Grund dieser Anordnung erzeugt  irgendwelcher Kapazitätswechsel in dem  Kreis des Gitters 209 einen     Frequenzwechsel,     der sehr klein und im     wesentlichen    für alle       Oszillatorfrequenzen    der gleiche ist.  



  Die Kopplungselemente 213, 219, 220 und  221 bleiben, wenn sie auf geeignete Werte  eingestellt sind, dauernd fest.  



       Lautstärke-Niveausteuerung        und          Tonkompensation.     Die     Lautstärke-Niveausteuerung    und der  Tonausgleicher enthalten den     einstellbaren          Spannungsteiler    100 im Eingang der Nieder  frequenzverstärkerröhTe 56. Der Spannungs-         teiler    ist dazu     bestimmt,    .ein annähernd ex  ponentielles Verhältnis zwischen der Dämp  fung in Dezibel und dem     Drehungswinkel     des     Kontaktdrehknopfes    (dargestellt durch  den Pfeil) zu schaffen.  



  Die Erfahrung lehrt, dass das normale  Ohr in den höheren und niedrigeren Nieder  frequenzen weniger Intensitätsänderung als       in    den     mittleren    Niederfrequenzen wünscht.  Die     Lautstärkeniveausteuerung    ist dazu be  stimmt, diesen Wunsch des Ohres zu befrie  digen. Bei der grössten Lautstärke befindet  sich der Kontakt des     Potentiometers    100 an  seinem     obern    Ende. In dieser Stellung sind  die Elemente, die mit dem     Potentiometer    ver  bunden sind, so proportioniert, dass die Wie  dergabegenauigkeit in     Übereinstimmung    mit  Kurve 121     in        Fig.    5 ist.

   Diese Figur ist eine  Aufzeichnung, in welcher die relative     Lei-          stung    in Dezibel gegenüber Frequenzen des  ausgewählten     Niederfrequenzbereiches    aufge  tragen ist.  



  Bei sehr niedrigem     Lautstärkeniveau    be  findet sich der Kontakt am untern Ende des       Potentiometers    100; die Kondensatoren 104  und 105 und Widerstände 103 und 166  lassen die     Wiedergabegenauigkeitscharak-          teristik    schräg aufwärts     in        Richtung    der nie  drigeren Frequenzen,     wie    durch Kurve 122  gezeigt, verlaufen.

   Die Kondensatoren 101  und 102 lassen die Kurve 122 schräg auf  wärts in Richtung der höheren Frequenzen  verlaufen.     Beim        Mittellautstärkeniveau    ist die       Wiedergabegenauigkeitskurve    im wesent  lichen flach,     wie    durch Kurve 109 gezeigt.  Bei dieser     Potentiometeranordnung    sind die  Elemente 101 und 102 kleine gleiche Kon  densatoren, welche die     Dämpfungswechsel    in  den höheren Niederfrequenzen reduzieren; die  Elemente 104 und 105 sind grosse, gleiche  Kondensatoren, welche die     Dämpfungswech-          sel    in den niedrigeren Niederfrequenzen  reduzieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Radioempfänger nach dem Patentanspruch II des Hauptpatentes, dadurch gekennzeich- net,- dass als Mittel zur Uuwirksammachung des Empfängers bei Einstellungen, bei denen er nicht genau auf ein Seitenband abgestimmt ist.
    eine mit einem Schirmgitter ausgestattete Niederfrequenzverstärkerröhre des Empfän gers dient, die über einen hochohmigen Wi derstand mit der Anodenspannungsquelle ver bunden ist, während das Schirmgitter mit der Spannungsquelle über einen im Verhält nis zum erstgenannten Widerstand kleinen Widerstand in Verbindung ist und die An ordnung so getroffen ist, dass nur beim Emp fang von Zeichen oberhalb einer gewünschten Minimalstärke die Steuergittervorspannung der Verstärkerröhre auf einen solchen Wert gebracht wird, dass gute Verstärkung ge währleistet ist. UNTERANSPRüGHE 1.
    Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Abstimm- anzeiger im Ausgangskreis der Niedetfre- quenzverstärkerröhre in Serie mit dem hochohmigen Widerstand vorgesehen ist. 2. Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Umschalter vorgesehen ist, mit Hilfe dessen wahlweise der Anschluss des Schirmgitters an seine Spannungsquelle ebenfalls über einen hochohmigen Widerstand bewirkt werden kann. 3.
    Radioempfänger nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anordnung so getroffen ist, da1, nur beim Empfang von Zeichen unterhalb einer gewünschten Maximalstärke die Steuergittervorspan- nung der Verstärkerröhre auf einen sol chen Wert gebracht wird, dass gute Ver stärkung gewährleistet ist.
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