CH198543A - Verfahren zur Herstellung gefensterter Gegenstände, insbesondere von Gasschutzmasken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gefensterter Gegenstände, insbesondere von Gasschutzmasken.

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  Verfahren zur Herstellung     gefensterter    Gegenstände, insbesondere  Ton     Gassehutzmasken.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren     zur    Herstellung     gefensterter    Gegen  stände, insbesondere von Gasschutzmasken.  Es sind auf diesem Gebiet bereits sogenannte       Vollblickmasken    bekannt, die gänzlich aus  durchsichtigem Material,     Zellon,    bestehen.  Auch hat man vorgeschlagen, die fertigen  Gasmasken üblicher Art aus     Gummistoff    mit  einer durchscheinenden     Zellulosefolie    innen  zu überziehen, die das Niederschlagen von  Ausdünstungen verhindern soll.

   Die Voll  blickmasken aus     Zellon    haben den Nachteil,  dass sie durch starke     Lichtreflexion    im Ge  lände unangenehm auffallen. Die     Dichtigkeit     der Masken wird ferner durch die     Anbringung     der     Filteranschlussstücke    und insbesondere       Augenfensterfassungen    leicht beeinträchtigt.  Dieser Nachteil tritt bei allen Masken auf,  die besondere, eingesetzte Augenfenster auf  weisen. Zudem ist die Lebensdauer dieser  aus gummierten     _    Stoffen bestehenden Gas  masken begrenzt; ferner sind Herstellungs  kosten und Ausschuss bei der Herstellung    infolge der vielen erforderlichen Nähte und  Klebestellen des Maskenkörpers verhältnis  mässig hoch.

    



  Die Erfindung stellt nun ein Verfahren zur  Herstellung     gefensterter    Gegenstände, insbe  sondere von Gasschutzmasken dar, die diese  Nachteile nicht aufweisen.  



  Das     Verfahren    gemäss der Erfindung ist  dadurch gekennzeichnet, dass eine Stoffbahn.  z. B. aus Textilien, Leder, Papiermasse oder       ,Kunstharz    mit einem oder mehreren als  Blickfenster dienenden Ausschnitten ver  sehen wird, und dass sie sodann mit einem  durchsichtigen - Film ein- oder beiderseitig  vereinigt wird, worauf aus der Stoffbahn das       Blankett    geschnitten und entsprechend dem  herzustellenden Gegenstand geformt wird.

   Die  Vereinigung von Film und     Stoffbahn    kann  unter Anwendung von Druck mittels Pressen,  Walzen oder dergleichen erfolgen, und zwar  mittels Merklebens durch die Filmmasse selbst  oder unter Anwendung eines Klebemittels,  Die Herstellung kann 'derart erfolgen, dass      die Filmmasse in flüssiger Form durch  Giessen, Bestreichen oder dergleichen auf die  Unterlage aufgebracht und auf diese sodann  die Stoffbahn aufgelegt wird, woraufhin die  Vereinigung von Film und Stoffbahn mittels  Pressen oder dergleichen erfolgt, zweckmässi  gen Falles unter Anwendung von Hitze. Auch  kann die Filmschicht umgekehrt auf die auf  der Unterlage befindliche Stoffbahn aufge  bracht werden.

   Ferner können auf die Unter  lage     bezw.    Stoffbahn mehrere Filmschichten  aufgetragen werden, wobei die ein- oder  beiderseitig aufgebrachten verschiedenen Film  schichten verschiedene Eigenschaften auf  weisen können, wie Säure- oder Wärmebe  ständigkeit oder     Flüssigkeitsabsorptionsfähig-          keit.     



  Zur Herstellung der beim Verfahren ge  mäss der Erfindung verwendeten Stoffbahn  kann beispielsweise so verfahren werden, dass  eine     Stoffbahn    aus Textilgewebe von belie  biger Länge durch eine Dichtungslösung ge  taucht wird, deren     Überachuss    sodann in  bekannter Weise abgestreift wird. Durch  wiederholtes Tauchen und dazwischen er  folgte Trocknung erzielt man ein Gewebe,  das mehr oder weniger imprägniert ist. Aus  dieser     Stoffbahn    werden Augendurchsichten  oder     sonstige    Öffnungen an dem herzustel  lenden Gegenstand, zum Beispiel am Masken  körper, ausgestanzt oder ausgeschnitten.  



  Die derart vorbearbeitete Stoffbahn wird  hierauf beispielsweise auf einer Unterlage  ein- oder beidseitig mit einer Schicht aus  gelöstem     Zellaloselack    zusammengebracht,  woraufhin, beispielsweise durch     Kalandrieren,     die Vereinigung der Stoffbahn mit der oder  den Filmbahnen erfolgt. Hierbei kann man  sich geeigneter Klebmittel bedienen. Die Ver  einigung kann unter Druck, Hitze oder Va  kuum erfolgen.  



  Das so entstandene flächige Gebilde aus  Stoffbahn mit Filmschicht wird dann zum  fertigen     Gegenstand,    z. B. zur Gasmaske,  weiterverarbeitet. Das Anbringen besonderer  Augenfenster und deren Fassungen fällt hier  bei natürlich fort, da die Augenfenster von  der Filmschicht gebildet werden.    Die Herstellung der Filmschicht kann  getrennt vor dem Aufbringen der     Stoffbahn     erfolgen; sie kann jedoch auch im Rahmen  dieses Arbeitsganges geschehen.  



  Bei der Herstellung von Gasmasken geht  man     beispielbweise    folgendermassen vor. Es  werden die     Stoffbabnen    mit dem Film  überzug     zugeschnitten    zu den einzelnen       Blanketten.    Es kann zweckmässig sein, die       Blankette    darauf in einer oder mehreren,  annähernd die Endform der Maske aufwei  senden Form zu pressen. Wenn dieses Pressen  in mehreren Arbeitsgängen erfolgt, kann zu  nächst die Rohform der Maske gepresst wer  den, in einer zweiten Arbeitsstufe einzelne  Ausbuchtungen, wie Nasenraum, und in einer  dritten Stufe sonstige Konturen am Masken  körper. Die für das Pressen     am    günstigsten  anzuwendende Temperatur richtet sich nach  dem Material des Maskenkörpers.

    



  Um eine bestimmte, erstrebte Formgebung  des Maskenkörpers zu erzielen, kann es so  dann zweckmässig sein, diesen bei der Ferti  gung einer Dehnungsbehandlung zu unter  werfen, welche dann vorgenommen werden  kann, wenn sich der Maskenkörper auf der  zum Pressen der     Blankette    dienenden Form  befindet. Beispielsweise können hierzu die  am Rande der     Pressform    überstehenden Rän  der des Maskenkörpers mittels einer Zange  oder dergleichen mit gewisser Kraft über den  Formkörper gezogen werden, so dass der  Maskenkörper mittels der Zange gedehnt  wird. Wenn das Pressen der     Blankette    in  mehreren Arbeitsgängen erfolgt, wird die  Dehnungsbehandlung zweckmässig während  des ersten Arbeitsganges der     Pressbehandlung     vorgenommen.  



  Nach Beendigung der Formgebung werden  am Maskenkörper Kopfbänder,     Filteranschluss-          atück    und dergleichen angebracht.  



  Falls die Maske mit einem Dichtrahmen  versehen werden soll, ist es zweckmässig,  diesen aus dem gleichen Material bei-zustellen,  aus dem der Maskenkörper besteht und aus  einem Stück mit     diesem.    Als besonders  zweckmässig für die Herstellung des Dicht  rahmens hat sich auch ein Streifen aus syn-           tlietischen        Polymerisations-    oder Kondensa  tionsprodukten, wie synthetischem Kautschuk,  Polystyrol,     Polyvinylchlorid    oder andern  elastischen, weichgemachten Kunstmassen er  wiesen, welche sich mit der Maske leicht  durch Annähen,     Anschmelzen    oder Ankleben  verbinden lassen.  



  Das Verfahren lässt sich auch zur Her  stellung anderer     gefensterter    Gegenstände  anwenden, zum Beispiel zur Herstellung von  Blickfenster aufweisenden Verpackungskör  pern, Reklametafeln, Zeltfenstern und auch  Schaltbrettern. Ferner kommen Schilder mit  von durchsichtigen Stellen gebildeten Buch  staben in Frage.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung gefensterter Gegenstände, insbesondere von Gasschutzmas- ken,dadurch gekennzeichnet, dass eine Stoff bahn mit einem oder mehreren als Blickfenster dienenden Ausschnitten versehen wird, dar auf mit einem durchsichtigen Film vereinigt wird, worauf aus der Stoffbahn das Blankett geschnitten und entsprechend dem herzu stellenden Gegenstand geformt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinigung von Film und Stoffbahn unter Anwendung von. Druck erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1 und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinigung von Film und Stoff bahn mittels Verkleben durch die filmbil dende Masse selbst, ohne Anwendung eines besonderen Klebmittels erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Fiinmasse auf die Unter lage und auf die Stoffbahn in flüssiger Form aufgebracht wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1-3, dadurch gekennzeicb- net, dass auf die Unterlage und auf die Stoffbahn mehrere Filmschicbten aufge tragen werden, derart, dass die Stoffbahn mindestens auf der einen Seite von meh reren Filmschichten bedeckt ist, welche aus verschiedene Eigenschaften aufweisen dem Material bestehen. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1-4, dadurch gekennzeich net, dass das aus der den Filmüberzug aufweisenden Bahn geschnittene Blankett in mindestens einer der Endform des her zustellenden Gegenstandes annähernd ent sprechenden Pressform gepresst wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1-5, dadurch gekennzeich net, dass die Pressung unter gleichzeitiger Anwendung von Wärme erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1-6, dadurch gekennzeich net, dass das zugeschnittene Blankett einer Dehnungsbehandlung unterworfen wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teransprüchen 1-7, dadurch gekennzeich net, dass die Dehnungsbehandlung mittels einer verstellbaren Pressform und auf der gleichen Vorrichtung geschieht, auf der die Pressung des Blankettes erfolgt. PATENTANSPRUCH II: Blickfenster aufweisender Gegenstand, her gestellt nach dem Verfahren gemäss Patent ansprach I und Unteransprüchen 1-8.
CH198543D 1936-04-09 1937-01-31 Verfahren zur Herstellung gefensterter Gegenstände, insbesondere von Gasschutzmasken. CH198543A (de)

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