CH197880A - Verfahren zur Sensibilisierung einer Halogensilberemulsion. - Google Patents

Verfahren zur Sensibilisierung einer Halogensilberemulsion.

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CH197880A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


      'Verfahren    zur     Sensibilisierung    einer     Halogensilberemulsion.       Es ist bereits bekannt, dass man     Di-          phenylformamidin    mit     quartären    Salzen       heterocyclischer    Basen mit einer     a-ständigen            Methylgruppe    in Reaktion treten lässt, wobei       Verbindungen    folgender     Konstitution    ent  stehen:  
EMI0001.0012     
    Der     Reaktionsverlauf    bei Herstellung eines derartigen Körpers ist folgender:

    
EMI0001.0014     
    Verbindungen der erwähnten Art     dienen     als     Zwischenprodukte    für die Herstellung  von symmetrischen     und        unsymmetrischen          Carbocyaninen,    besitzen aber selbst keine  sensibilisierende Wirkung, wie von vornherein       nicht    anders zu     erwarten    war.

      Es wurde     nun    überraschenderweise ge  funden, dass man eine     Halogensilberemulsion,     insbesondere eine     Chlorsilberemulsion,    da  durch     sensibilisieren    kann, dass als     Sensibili-          sator    mindestens ein     Polymethinfarbstoff     verwendet wird,     wie    er durch     Kondensation         eines Polyamins mit einem Aldehyd einer       heterocyclischen    Stickstoffverbindung erhal  ten werden kann,

   die in     a-Stellung    zum Stick  stoff eine umsetzungsfähige     Methylengruppe     besitzt und bei der die     Aldehydgruppe    an  Stelle eines     Wasserstoffatomes    der     Methylen-          gruppe    steht.  



  Farbstoffe der vorliegenden Erfindung  leiten sich beispielsweise von den bekannten  Stoffen der oben angegebenen Formel und  dem Verfahren ihrer Herstellung dadurch ab,  dass an Stelle des einfachen Amins ein Di  aurin     (Triamin)    zur Kondensation verwendet    wird, und demgegenüber zwei (drei) Mole  küle Aldehyd mit einem Molekül     Diamin          (Triamin)    in Reaktion gebracht werden. Der  Grundcharakter dieser Farbstoffe ist im we  sentlichen der gleiche wie der der bekannten  Klasse, nur ist die Farbe etwas     bathochrom     verschoben. Neu und vollkommen unerwartet  ist, dass die Farbstoffe eine sensibilisierende  Wirkung ausüben.  



  Die zur Ausführung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung zu verwendenden Farb  stoffe haben beispielsweise die allgemeine  Formel  
EMI0002.0012     
    In dieser Formel ist Y, Z - Glied eines  aromatischen Ringes, z. B.  
EMI0002.0013     
    worin     R,    und     R3        Alkylgruppen    sind,       R,    =     Alkyl,    Ar = eine organische Gruppe,  insbesondere aromatische Gruppe, beispiels  weise     Phenylen,        Diphenylen,        Naphthylen,     X = ein beliebiger Säurerest, z. B. Halogen.  



  Weiterhin können die     heterocyclischen     Ringsysteme, sowie das aromatische Ring  system, das die     Aminogruppen    trägt, ver  schiedene     Substituenten    tragen, wobei die  jenigen     Substituenten    ausgenommen sind, die  eine ausgesprochen schädliche Wirkung auf  die     Sensibilisierung        ausüben.     



  Durch die neue Klasse von     Sensibilisa-          toren    ist die Technik der photographischen  Emulsionen um eine ausserordentlich umfang  reiche Gruppe von Farbstoffen bereichert  werden, deren Fähigkeit zur Abwandlung  durch weitgehende     Substitutionsmöglichkeit     eine sehr grosse ist.  



  Die Herstellung der Farbstoffe kann bei  spielsweise nach dem Verfahren des franz.  Patentes Nr. 809395 erfolgen.  



  Ein symmetrischer Farbstoff kann zum  Beispiel wie folgt hergestellt werden:         1/"        Mol    des     Aldehydes     
EMI0002.0034     
    hergestellt nach Angaben der deutschen Pa  tentschrift: Nr.<B>615130</B>     (brit.    Patentschrift  Nr. 438603) werden in 10 cm' warmem Eis  essig (zirka<B>50'</B> C) gelöst. Zu der gelb  lichen Lösung wird in Portionen     1/0o        Mol          Benzidin    eingetragen. Der Ansatz färbt sich  sofort intensiv gelb.

   Nach     i/#stündigem    Er  wärmen auf<B>50'</B> wird mit 20     cm3    Wasser  verdünnt, durch Hineinwerfen von etwas Eis  abgekühlt und dann der Farbstoff durch  30%ige Kochsalzlösung     ausgesalzen.    Der  Farbstoff wird aus Methanol umkristallisiert.  



  Unsymmetrische Farbstoffe können zum  Beispiel in der Weise hergestellt werden, dass  man zunächst etwa     äquimolekulare    Mengen  eines aromatischen     Monoacyldiamins    und  eines Aldehyds kondensiert, dann die     Ace-          tylgruppe    verseift und schliesslich mit einer       äquimolekularen    Menge eines andern Alde  hyds kondensiert.

   Für die Herstellung eines  unsymmetrischen Farbstoffes, bei dem sich      auf beiden Seiten des Moleküls verschieden  artige     Indolinringe    befinden, kann man zum  Beispiel wie folgt vorgehen:       '/so        Mol        1.3.3-Trimethyl-2-methylen-          indolin- )-aldehyd    werden     in        10    cm' Eisessig  gelöst. Man gibt     portionsweise    1/6o     Mol          Monoacetyl-para-phenylendiamin    hinzu, er  wärmt 1/2     Stunde    auf 50 bis<B>60',</B> kühlt dann  ab, verdünnt mit Wasser und salzt mit Koch  salz aus.

   Der abgesaugte gelbe Farbstoff  wird zur Abspaltung der     Acetylgruppe    kurze  Zeit mit 10%iger Salzsäure erwärmt. Man  fügt dann     1/6o        Mol        5-Methogy-1.3.3-tri-          methyl-2-methylenindolin-cu-aldehyd    (oder  die entsprechende Menge eines andern co-A1-         dehyds)        hinzu    und erwärmt nochmals 1/2       Stunde.        Dann    wird verdünnt, notfalls fil  triert und mit Kochsalz     ausgesalzen.     



  Um zu solchen unsymmetrischen Farb  stoffen zu gelangen, bei denen Y und Z ver  schieden sind, braucht man lediglich in dem  angegebenen Beispiel 2 an Stelle des dort ver  wendeten     5-Methogy-1.3.3-trimethyl-2-me-          thylenindolin    -     c)    -     aldehyds    einen     Benzthia-          zolin-Aldehyd    oder einen andern     heterocycli-          schen.    Aldehyd zu verwenden.  



  An den folgenden Beispielen werden  weitere Farbstoffe beschrieben, die zur Aus  führung, des Verfahrens     Verwendung    finden  können:    <I>Beispiel</I>  
EMI0003.0031     
  
EMI0003.0032     
  
EMI0003.0033     
  
EMI0003.0034     
    
EMI0004.0001     
  
EMI0004.0002     
  
EMI0004.0003     
  
EMI0004.0004     
  
EMI0004.0005     
  
EMI0004.0006     
    
EMI0005.0001     
  
EMI0005.0002     
  
EMI0005.0003     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Sensibilisierung einer Ha logensilberemulsion, insbesondere einer Chlor silberemulsion, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator mindestens ein Polymethin- farbstoff verwendet wird, wie er durch Kon densation eines Polyamins mit einem Al dehyd einer heterocyclischen Stickstoffver- bindung erhalten werden kann,
    die in a-Stel- lung zum. Stickstoff eine umsetzungsfähige Methylengruppe besitzt und bei der die Al dehydgruppe an Stelle eines Wasserstoff atoms der Methylengruppe steht. UN TERANSPRtrCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator mindestens ein Polymethinfarbstoff ver wendet wird, bei dessen Herstellung eil Diamin verwendet wurde.. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator mindestens ein Polymethinfarbstoff ver wendet wird, bei dessen Herstellung ein Triamin verwendet wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch. gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der all gemeinen Formel EMI0005.0031 verwendet wird, in welcher bedeutet: Y, Z = Glied eines aromatischen Ring systems, R, Ar = organische Gruppe, X = Säurerest. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Y, Z = Element der Gruppe VI B des periodischen Systems. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Y, Z = Schwefel. 6. Verfahren nach Patentanspruch .und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Y, Z = Selen. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Y, Z = organische Gruppe. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass Y, Z = -CH=CH-. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass Y, Z = EMI0006.0004 worin R2 und R3 = Alkyl. 10. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Y und Z gleiche Glieder darstellen. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Y und Z voneinander verschiedene Glieder darstellen. 12. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ar = aromatische Gruppe. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ar = Phenylen. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ar = Diphenylen. 15. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ar = Naphthylen. 16. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass X = Halogen. 17. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die heterocyclischen Ringsysteme voneinander verschiedene Substituenten tragen, wobei das Sensibilisierungsver- mögen nicht wesentlich schädlich beein flusst werden darf.
    18. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 3 und 12, dadurch gekenn zeichnet, dass das aromatische Ring system, das die Aminogruppe trägt, von einander verschiedene Substituenten be sitzt, wobei das Sensibilisierungsver- mögen nicht wesentlich schädlich beein flusst werden darf. 19. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 1 verwendet wird. 20. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 2 verwendet wird. 21.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 3 verwendet wird. 22. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 4 verwendet wird. 23. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 5 verwendet wird. 24.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 6 verwendet wird. 25. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 7 verwendet wird. 26. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 8 verwendet wird. 27.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 9 verwendet wird. 28. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 10 verwendet wird. 29. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 11 verwendet wird. 30.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 12 verwendet wird. 31. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Sensibilisator ein Polymethinfarbstoff von der Formel ge mäss Beispiel 13 verwendet wird.
CH197880D 1935-10-24 1936-10-20 Verfahren zur Sensibilisierung einer Halogensilberemulsion. CH197880A (de)

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