CH196684A - Verfahren zur Herstellung eines Farbentonfilms durch Erzeugung farbiger Bilder und einer Tonspur auf Halogensilberemulsionsschichten mittels chromogener Entwicklung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Farbentonfilms durch Erzeugung farbiger Bilder und einer Tonspur auf Halogensilberemulsionsschichten mittels chromogener Entwicklung.

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CH196684A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines Farbentonfilms durch Erzeugung farbiger Bilder  und einer Tonspur auf     Halogensilberemulsionssehiehten    mittels       ehromogener    Entwicklung.    Es ist :bekannt, bei     S:chwarz-Weiss-Filmen     die Tonspur in     anderer    Weise zu behandeln  als das Bild, zum     Beispiel    um für irgendein       bestimmten        Tonsystem    eine     bestimmte    G     rada-          tion    der Tonspur zu     :erhalten,    :

  die bei gleich  zeitiger     Entwicklung    von Bild und Ton zu       ungünstigen        Bildgradationen    führen würde.  



  Weiterhin ist :es beider Herstellung von  farbigen Bildern und Tonaufzeichnungen be  lmnnt, beider Umwandlung des. Silberbildes  in ein     farbiges:    Bild :die hierfür     notwendigen          Behandlungsbäder    von :der Tonspur fern  zuhalten.  



  Es hat sich nun herausgestellt, dass bei  Farbenbildern, die :durch     chromogene    Ent  wicklung     erhalten    werden, .die Tonspur, wel  che hierbei ebenfalls; durch farbige Entwick  lung erzeugt wird, stark     .durchlässig    ist für  infrarote Strahlen. Da die in     Tonfilmappara-.          ten    jetzt     meistens        benutzten        Caesiumzellen    in    :der Hauptsache     infrarotempfindlich    sind, ist  eine     derartige    nur schlecht     abtastbare    Ton  spur     sehr    unzweckmässig.  



       Gegenstand    der     Erfindung    bildet ein  Verfahren zur     Herstellung    eines Farbenton  films :durch     Erzeugung    farbiger     Bilder    und  einer Tonspur auf     Halogensilberemulsions-          schichten:    mittels     chromogener    Entwicklung,  bei welchem     mindestens    bei einem Entwick  lungsgange die     Tonaufzeichnung        getrennt     vom Bildteil des Filmes behandelt wird, so       :

  dass    e     eine        infrarot-undurohlässige,        gut        abtast-          bare    Tonspur erhalten wird.  



  Die nach dem     erfindungsgemässen    .Ver  fahren     :erhalten:,        Tonspur        kann        negativ    oder  positiv     sein,    je     nach    :dem im     betreffenden     Falle     anzuwendenden        Entwicklung-    oder       Weiterbehandlungsverfahren.     



  Bei der Herstellung     eines    farbigen Ton  filmes nach dem Umkehrverfahren kann man      beispielsweise die Tonspur nach der ersten  Entwicklung, die in bekannter Weise ein  reines Silbernegativ ergibt, durch einen in.  den folgendem Bädern unlöslichen Lack ab  decken, diesen erst nach völliger Fertig  stellung des farbigen Umkehrbildes ablösen  und dann fixieren. Man erhält hierbei eine  silberschwarze Tonspur des Negativs.  



  Beim     Negativ-Positiv-Prozess        braucht     man beim Negativfilm     keine    Sonderbehand  lung der Tonspur vorzunehmen, man erhält  dann eine durch Farbstoff gebildete Tonspur.  Beim Kopieren dieses Filmes lackiert; man,  um eine     infrarot-undurchlüssige,    gut ablast  bare Tonspur zu erhalten, im Sinne der Er  findung nach der     Entwicklung    der Kopie  eines     Filmes,    ehe das Bildsilber herausgelöst  wird, zunächst die Tonspur.     worauf    man das  Bild durch Bleichen oder Herauslösen des  Silbers fertigstellt, den Lack löst und das  Bild fixiert.

   Man erhält so ausser einer Ton  spur     aus    Silber eine übergelagerte Tonspur  aus Farbstoff.  



  An Stelle der     Lackierung    kann man ge  trennte Behandlung für Bild und Ton  aufzeichnung auch so bewirken, dass man  den Film hochkant entwickelt und     nur        soweit     in die Behandlungsflüssigkeit eintaucht, wie  es zur getrennten Entwicklung von Bild und  Tonaufzeichnung erforderlich ist. Verein  facht wird dieses letztgenannte     Verfahren,     wenn die Tonspur ausserhalb der Perforation  liegt.  



  Selbstverständlich kann man getrennte  Behandlung auch so ermöglichen, dass Bild  und Tonaufzeichnung auf zwei verschiedenen  Filmen aufgenommen werden, wobei. der  letztere zweckmässig ein     Sehwarz-Weiss-Film     mit     Illalogensilberschicht    ist.  



  Anstatt durch Erzeugung einer der     Farb-          stofftonspur    überlagerten     Silbertonspur    kann  man die     Infrarotabsorption    der durch     Ent;          wicklung    erzeugten     Farbstoffe    auch durch  Behandlung der Farbspur mit Metallsalzen,  z. B. Chrom-, Eisen-,     Kupferverbindungen     usw., verstärken, wobei man wiederum das  Silber in der     Farbtonspur    belassen oder es  mit bekannten Mitteln herauslösen kann.         Dlan    benutzt dazu vorteilhaft Farbstoffe, die  Atomgruppierungen enthalten, die befähigt  sind, Metallsalze komplex zu binden.

   Solche       Farbstoffe    sind aus der Farbenchemie zur  Genüge bekannt; meist enthält der Farbstoff  eine durch eine andere Gruppe, z. B. eine       -COOH-    oder -GH-Gruppe, zur Komplex  bildung befähigte -ON-Gruppe.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Ein Film mit drei auf einer oder  beiden Seiten     eines        Schichtträgers    überein  ander angeordneten     Halogensilberemulsions-          schichten,    die diffusionsechte Farbstoff  komponenten enthalten, wird nach der       Belichtung    der     ehromogenen    Entwicklung       unterworfen,    bei der in den drei Einzel  schichten, ausser den durch Kupplung der  Komponenten entstehenden     Farbstoffbildern,     ein     iibcrla,gertes    Silberbild     entsteht.        Dieses     Silberbild muss entfernt werden.

   damit die  reinen     Farbstoffbilder    übrig bleiben. Bevor  die hierzu erforderlichen Bäder angewendet  werden, führt man die Tonspur, die im ersten  Entwicklungsprozess bereits mit entwickelt  worden ist, und nur diese, durch     Noehkant-          führen    des Filmes in eine     infrarot-undureh-          lä,ssi,ge        Verbindung    über, indem man sie zum  Beispiel nach einem der bekannten Verfahren  in ein     Eisenblaubild    umwandelt.

   Bei den fol  genden Bädern zur Oxydation des Silbers  wird die Tonspur dann nicht mehr an  gegriffen, und der Film kann also ohne     Zwi-          schentrockriung    fertiggestellt werden.  



  ?. Wenn die Farbbilder auf dem im  Beispiel 1 angegebenen photographischen       Naterial    nach einem     Umkehrverfahren        her-          (restellt    werden, kann man auf zwei     ver-          sehiedene    Weisen vorgehen, je nach der Art  der Herstellung des Farbbildes.  



       a)    Nach der ersten     Entwicklung    wird der  Film, wie     oben,    durch     Hoeh#kantführen    im       Bereiche    der Tonspur in ein     Eisenblaubild     umgewandelt, wobei die erste Entwicklung,  wie üblich, durch einen. Entwickler erfolgt,  der keine Komponente zur     Farbstoffbildung     enthält.

   Danach erfolgt die zweite Entwick  lung mit Hilfe eines Entwicklers, der mit      den in den Filmschichten enthaltenen Kom  ponenten das     Farbstoffbild    erzeugt.     In    dem  nun erforderlichen Prozess zur Entfernung  des gesamten Silbers bleibt die Tonspur  unverändert erhalten, und man erzielt auf  diese Weise ein Positiv mit Eisenblau  tonspur.  



  b) Falls die     Entwicklung    des Farbstoff  bildes vorgenommen     wird,    nachdem das Sil  berbild, das durch die erste nicht     farbstoff-          bildende    Entwicklung erzeugt wurde, ent  fernt worden ist, erfolgt die     Tonung    durch       Hoclikantführen    erst nach der     Durchführung     der zweiten Entwicklung.  



  Der Sinn der Ausführungsweise der vor  stehenden Beispiele besteht also immer darin,  dass, vor der Umwandlung des     Silbers    in  eine in den üblichen Behandlungsbädern lös  liche Verbindung, das im Bereiche der  Tonspur liegende Silber durch Überführen  in gut     abtastbare    Verbindungen vor der  Entfernung geschützt wird. Falls im     Ent-          wicklungsprozess    entstehende Farbstoffe, die  die     Abtastung    in irgend einer Weise stören,  im Bereiche der Tonspur liegen, können sie  in dem     Umwandlungsbad    für das     Touspur-          silber    oder in einem besonderen Bad zerstört  werden <

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines Farben tonfilmes durch Erzeugung farbiger Bilder und einer Tonspur auf Ilalogensilberemul- sionsschichten mittels ehromogener Entwiek- lung, dadurch gekennzeichnet, dass min destens bei einem Entwicklungsgange die Tonaufzeichnung ;
    getrennt vom Bildteil ödes Filmes behandelt wird, so .dass eine infrarot- undurchlässige, gut ahtastbare Tonspur @exr halten wird. UNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch T, da durch gekennzeichnet, dass das Verfahren so geleitet wird, dass eine negative Ton spur erhalten wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Verfahreu so geleitet wird, dass eine positive Ton spur erhalten wird. ä. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die ge trennte Behandlung von Bildteil und Tonspur durch Lackieren der Tonspur bewirkt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die ge trennte Behandlung von Bildteil und Tonspur durch Hochkantentwicklung des Filmes bewirkt, wobei derselbe nur so weit in @die Behandlungsflüssigkeit ein- taucht, als es zur getrennten Entwick lung nötig ist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die ge trennte Behandlung von Bildteil und Tonspur dadurch ermöglicht, dass man Bild und Ton auf verschiedenen Filmen aufnimmt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Ton spur nach der ersten Entwicklung, die ein reines Silbernegativ ergibt, durch einen in den folgenden Bädern unlös lichen Lack abdeckt, diesen erst nach völliger Fertigstellung des farbigen Um kehrbildes ablöst und dann fixiert. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man nach der Entwicklung der Kopie eines Filmes, ehe das Bildsilber herausgelöst wird, zu nächst die Tonspur lackiert, worauf man das Bild durch Bleichen oder Heraus lösen des Silbers fertigstellt, den Lack löst und das Bild fixiert. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass vor der Umwandlung des Silbers in eine in den üblichen Behandlungsbädern lösliche Verbindung das im Bereiche der Ton spur liegende Silber durch Überführen in gut abtastbare Verbindungen vor der Entfernung geschützt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekenuzeich- net, dass vor der Umwandlung des Sil bers in eine in den üblichen Behand lungsbädern lösliche Verbindung das im Bereiche der Tonspur liegende Silber durch I'berführen in gut abtastbare Ver- bindunben vor der Entfernung geschützt wird, wobei mit dem Entwicklungs- prozess entstehende und im Bereich der Tonspur liegende Farbstoffe, die die Abta.stung stören,
    frühestens in dem Umwandlungsbad für das Tonspursilber zerstört werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Infrarotabsorption der durch Entwick lung erzeugten Farbstoffe durch Be handlung der Tonspur mit Metallsalzen verstärkt. PATENTANSPRUCH II: Farbentonfilm, hergestellt nach dem Ver fahren des Patentanspruches I. UNTERANSPRü CHE 11. Farbentonfilm nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ton spur aus Silber besteht.
    ?. Farl)entonfilm nach Patentanspruch <B>11,</B> dadurch gekennzeichnet:, dass die Ton spur aus Silber und Farbstoff besteht. 13. Farbentonfilm nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ton spur eine reine Farbstoffspur ist. 11. Farbentonfilm nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekenn zeichnet, dass der das Silberbild über deckende Farbstoff durch Metallsalze in eine Komplexverbindung übergeführt ist. 15. Farbentonfilm nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass eine nega tive Tonspur vorhanden ist. 16.
    Farbentonfilm nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine posi tive Tonspur vorhanden ist.
CH196684D 1936-01-09 1937-01-06 Verfahren zur Herstellung eines Farbentonfilms durch Erzeugung farbiger Bilder und einer Tonspur auf Halogensilberemulsionsschichten mittels chromogener Entwicklung. CH196684A (de)

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