CH192584A - Verfahren zur Verseifung von neutralen Fetten und Ölen oder solche als erheblichen Bestandteil enthaltenden Gemischen. - Google Patents

Verfahren zur Verseifung von neutralen Fetten und Ölen oder solche als erheblichen Bestandteil enthaltenden Gemischen.

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CH192584A
CH192584A CH192584DA CH192584A CH 192584 A CH192584 A CH 192584A CH 192584D A CH192584D A CH 192584DA CH 192584 A CH192584 A CH 192584A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor

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Description


  Verfahren zur     Verseifung    von neutralen Fetten und Ölen oder solche als erheblichen  Bestandteil enthaltenden Gemischen.    Seit Jahren ist     :es    ein wichtiges Problem  der     Seifenindustrie,    neutrale Fette und Öle  mit den Lösungen des     wohlfeilen    Alkali-, ins  besondere     Natrankarbonats    an Stelle des teu  ren     Ätzalkalis    zu verseifen.

       Unterhalb        10,0,'     werden     Neutralöle,        praktisch    gesprochen, von  den Karbonaten     nicht        angegriffen.    Es gibt  bereits ein     bei        Temperaturen    über 100   und  ohne Druck     arbeitendes.    Verfahren. Von einer       Einführung    dieser umständlichen und     zeit-          raubenden    Methode in die     Technik    ist     nichts          bekannt        geworden.     



  Will man daher neutrale Öle oder     Fette     mit     wässerigen        Alkalikarbonaten    in einer den       Bedürfnissen    der Technik genügenden Weise  verseifen,<B>s</B>o ist man auf das Arbeiten unter       Druck        angewiesen.    Die     Karbonatdruckver-          seifung    besitzt jedoch den Nachteil,     @dass,    sie  durch die     Kohlendioxydentwicklung        mit     grosser     Explosionsgefahr    verbunden ist,

    woran ihre Einführung in die Technik bis  her     scheiterte.    Wird nämlich     ein.        in,    einem       Druckkessel        befindliches        Gemisch    von ver-         seifbaren    Stoffen und einer wässerigen       Lösung    von     Alkalikaxbonat    erhitzt, so steigt  der     Druck    mit beginnender     Verseifung    durch  das sich bildende Kohlendioxyd schnell und  ganz erheblich     über    denjenigen     Druck,    wel  cher dem     Dampfdruck    ,

  der     Reaktionsmasse     bei der gegebenen     Temperatur        entspricht,     z. B. bei Temperaturen von etwa<B>15,0'</B> auf  40 bis 50 atü.     Erfolgt        :die    Erhitzung in  üblicher     Weise    durch Einleiten von     direktem     Dampf, so wird     infolgedessen    nach     kurzer     Zeit,     wenn    nur :ein unerheblicher Teil des  Gemisches:

   verseift     ist,    der     Druck    im Auto  klav höher     als        der,des    eingeleiteten Dampfes,  lässt somit ein weiteres Einleiten des Damp  fes nicht zu, und die zur schnellen,     Versei.-          fung    erforderliche Temperatur ist nicht zu  erreichen.

   Sehr ,gefährlich ist der hiermit       verbundexve    Umstand, dass der Inhalt     des          Druckkessels    infolge des     höheren:        Innendruk-          kes    in :den     Dampfkessel    :

  des Betriebes     zu-          rüekgedräekt    werden kann., wodurch Explo  sionen     @d!es    Dampfkessels     zu    befürchten sind,           ganz    abgesehen von den     empfindlichen    Nach  teilen, welche durch den     Stillstand,der        Fabrik     infolge der     Reinigung    des     Dampfkessels    in  glimpflicher verlaufenden Fällen entstehen.

    Bei     andern        Erhitzungsarten,    wie mittels     Dop-          pelmanIel:s,    Druckwasser, direkten Feuers       kommt    zur     Explosionsgefahr    noch die Ge  fahr des     Anbrennens    der     Seifenmasse,    wo  durch leicht Überhitzung der     Kesselbleche          und    Verfärbung der Seife eintreten. Man  hat deshalb von der Anwendung     derartiger     Methoden stets abgesehen.  



       Bisher    hat man durch Anordnung von       Sicherheitsventilen        @die    Explosionsgefahr zu  bannen     versucht.    Hierbei     zeigte    sich aber .der  grosse Übelstand,     dass    selbst bei nur teilweiser  Füllung des     Autoklaven    durch die     plötzliche          Druckentlastung        Sicherheitsventile,    Mano  meter und     Druckauslässe    von dem     sehäumen-          ,den    und spritzenden     Autoklaveninhalt    leicht  verstopft wurden.

   Man war daher über die       Druckverhältnisse    im     Reaktionsgefäss        stets     im     ungewissen,    und die Explosionsgefahr be  stand nach wie vor.  



       Die        Verwendung    von     Grossraumkesseln,     welche -den auftretenden Drucken gewachsen  sind, verbietet sich durch deren     Anschaf-          fungs-    und Betriebskosten, die in keinem       Verhältnis        zu,dem    :durch die     Karbonatversei-          fung    erzielten Nutzen     stehen.     



  Der     weitere    Vorschlag, die     Karbonatver-          seifung        während        des        Durchpumpens    durch  ein Rohr bei Temperaturen von 2150- bis WO.'  und Drucken von     @50,    bis     1#50    atü vorzuneh  men, erfordert eine teure und komplizierte       Apparatur.    Dabei ist     .die        Wärmeausnutzung     sehr s     chlecht,    da     infolge,der    grossen Mengen  der im Rohr vorhandenen Kohlensäure,  welche die     Masse    schaumig macht,

   keine gute  Wärmeleitung zu erreichen     ist.    Auch zeigte  sich,     dass    die sich entwickelnde Kohlensäure  eine vollkommene     Verseifung    nur dann er  zielen liess,     wenn    ein erheblicher Überschuss  an     Alkalikarbonat    vorhanden war.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     Versei-          fung    von neutralen Fetten und Ölen oder  solche als erheblichen Bestandteil     enthalten-          den    Gemischen durch Erhitzen mit wäGse-    regen     Alkalikarbonatlösungen        unter        Druck     gefahrlos, rasch und     vollständig    unter       Verwendung    -der theoretisch erforderlichen  Menge an     Verseifungsmittel    ausgeführt wer  den kann, wenn dabei nur Sorge getragen       wird"dass    von     Beginn,

  der        Druckerhitzung    an  der Druck im     Autoklaven    so reguliert     wird,     dass er stets     gleich    oder nicht wesentlich  höher     als-der    Druck     gesättigten.        Wasserdamp-          fes    beider     jeweiligen        Temperatur    ist. Es ist  gleichgültig, ob die Erhitzung durch Einlei  ten gespannten     Wasserdampfes,    durch direkte  Erwärmung .oder eine andere     Erhitzungsart          vorgenommen        wird.     



  Die     Einstellung        ödes    Druckes kann durch       zeitweiliges    oder     dauerndes    Ablassen des ge  bildeten Kohlendioxydei während. der in  einem Zuge     ,durchgeführten        Verseifung,    gege  benenfalls und am besten     unter        Regulierung     der Wärmequelle erfolgen. Das Verfahren  kann auch mit     Unterbrechung    ausgeübt wer  den, wobei in der ersten Stufe bis zur Er  reichung eines bestimmten Druckes erhitzt,  die Heizung abgestellt, nach     Erkaltuug    der  Druck abgelassen und dann in der     zweiten     Stufe zu Ende verseift wird.

    



  Der     Druckkessel    kann     soglcicli    .mit dem  ganzen     Reaktionsgemisch    gefüllt werden,  wobei 20 bis 40% seines     Raumes        leerbleiben     sollen.     Vorteilhafter    ist     es    jedoch, zu Beginn  nur einen kleinen Teil     :des    Gemisches einzu  bringen, mit der     Verseifung        anzufangen    und  dann allmählich     .die        ,ganze    Charge nachzu  füllen, was     ;

  getrennt    in Form von     äquimole-          kularen    Mengen an<B>01</B> und     Karbonatlösung     oder als Emulsion, ,gegebenenfalls unter Zu  satz     .emulsionsbegünstigender    Stoffe, z. B.       Wasserglas,    aus beiden     geschehenkann.    Die       Bekämpfung,des    Schaumes kann ,dabei in der  hierfür üblichen Art stattfinden.

   Eine     Reak-          tionsbeschleunigung    lässt sich noch dadurch  erzielen,     dass    vor Beginn -der     Verseifung    der       Kessel    .ganz oder     teilweise        evakuiert        wird.     



  Als     venseifbare    Stoffe kommen sämtliche  zur Seifenfabrikation verwendbaren in Be  tracht. Die     Karbonatlösungen    dürfen nicht  zu     verdünnt        genommen    werden und erhalten  am besten auch ,den üblichen Zusatz von ge-      eigneten Prozenten     Natriumchlorid    oder ähn  lichen geeigneten Elektrolyten. Bei Verwen  dung von     Natriumchlorid    ,genügen meistens  2 bis 5 %, ;auf     das    verwendete 01 berechnet.

    Der ursprüngliche     Wasserzusatz        wird    zweck  mässig so bemessen, dass     unter    Berücksich  tigung des     kondensierenden    Dampfes beim  Erhitzen mit     direktem    Dampf das     verseifte     Endprodukt einen Fettsäuregehalt von vor  zugsweise     5:5.    bis     5#01%    aufweist.

   Da als     Ab-          schluss,,der        Verseifung    stets die übliche Ab  riehtung mit     Ätzkali    vorgenommen wird,       arbeitet    man am     rationellsten    mit     einem,    klei  nen Unterschuss an Karbonat.  



  Ist die Reaktion nach einer der im vor  stehenden angedeuteten Weisen     eingeleitet     worden, so geht die weitere     Verseifungder-          art    vor sich,     @dass    unter ständiger Kontrolle  von     Autoklavendruck-    und     temperatur    die  Einstellung des     Druckes    etwa auf den des  gesättigten     Wass        erda.mpfes    bei der     jeweiligen          Temperatur    oder etwas darüber     erfolgt.    Der  zur Erhitzung eingeleitete Dampf     bezw.    die       

  sonstige    Wärmequelle wird abgestellt, sobald       der    Druck im     Autoklaven    erheblich über den  der     begebenen    Temperatur entsprechenden  . Dampfdruck     steigt    oder :die Spannung des  eingeleiteten Dampfes erreicht. Erst wenn  der     Autoklavendruck    auf den der Temperatur       entsprechenden    Dampfdruck durch. Ablassen  des entstandenen     Kohlendio.xydes    ganz oder  annähernd gesunken ist, darf zwecks weite  rer Erhitzung und Mischung wieder Dampf  eingeleitet     bezw.    .die Wärmequelle     wieder    an  gestellt werden.  



  Die Beendigung der     Verseifung    gibt sich  beim Arbeiten bei Temperaturen oberhalb       140'    :dadurch zu erkennen,     dass    der Innen  druck mit dem der herrschenden Temperatur  entsprechenden Druck     gesättigten    Dampfes  übereinstimmt. Die Masse wird dann nach  den üblichen Methoden aufgearbeitet, wobei  auch schon     im    Druckkessel abgerichtet wer  den kann.

   Das Versetzen mit der hierzu nöti  gen     Menge    an     Ätzalkali    kann auch nach dem       Überdrücken    des     Autoklaveninhalts    in einem  offenen Kessel vorgenommen wenden, woran  sieh dann unter     Umständen,    ein     Aussalzen            anschliesst.    Die     Reaktionsmasse        lässt        ,sich    auch  durch Versprühen aus dem Druckkessel her  aus in wasserfreie, Seife, Glyzerin und Was  ser zerlegen.

   In     diesem        Falle    ist es ratsam,       statt    d es     Abkalichlarides        Allialiphosphate    zu  verwenden.  



       Zur        Ausführung,des        Verfahrensi    dient bei  Verwendung von     direkt    in     das        Reüktions-          gemi,sch        eingeleitetem.    Dampf als     WäTme-          quelle    ein zweckmässig     zylindrischer    Druck  kessel, dessen     Durchmesser        mindestens,    halb  so     gross:    wie die Mantelhöhe ist.

   An     Arma-          turen    besitzt er oben einen Dem, zwei Mano  meter, ein     Sicherheitsventil,    ein     Sicherhieits-          druckrohr    und zwei     Druckablassventile,    ein  Steigrohr oder dafür am Boden einen     Aus-          lasssstutzen,    unten     ein    schräg eingeschweisstes  Thermometer, ferner noch an     geeigneter     Stelle ein oder zwei     Einlassventile    für 01,       Karbonatlösung        bezw.deren    Emulsion.

   Die  offene Schlange zum Einleiten des Dampfes       liegt    am Boden des     Druckkessels,.    Die Ver  änderung der Apparatur bei Verwendung  anderer     Erhitzungsarten    versteht sich von  selbst. Die Anordnung     eines        Rührwerkes    ist  bei     Erhitzung    durch Einleiten von Dampf  nicht notwendig, trägt jedoch zur     Besehleu-          nib        ng    der     Reaktion    bei.

   Bei andern     Erhit-          zungs.arten        kann    man ohne     Rührwerk    nicht       auskommen.     



  Bei der Ausübung des Verfahrens hat  sich     gezeigt,        @dassc        eiserne    Gefässe durch :das  Gemisch von     Kohlendioxyd    und Wasser  dampf     unter    den obwaltenden     Druck-    und       Temperaturbedingungen    angegriffen werden  und     d.ass        gleichzeitig,die    Farbe der Seife     be-          einträchtigt        wird.    Es empfiehlt sich daher,  Druckkessel aus Kupfer, Nickel, Chrom,

   vor  allem     aus        korrosionsfesten    Eisen     bezw.        Stahl-          legierungen    oder :ähnlichen Metallen     bezw.     mit diesen Metallen     ausgekleidete    oder     plat-          tierte    Eisenkessel zu benutzen.

   Mit solchen       Regierungen    plattierte Kessel erweisen sich  im übrigen auch bei Durchführung von     Ver-          seifungen    ohne     Druck    mit     Ätzalkali    oder       Alkalikarbonat    als äusserst     vorteilhaft    und  lassen vor     allem    eine     schneeweisse,    Seife, die       obendrein:    nicht     zur        Ranzidität    neigt, erzielen.

        Bei derartigem Arbeiten     ist        völlige          Sicherheit        im    Betrieb gewährleistet. Ausser  dem     ist    es möglich, mit den üblichen Kessel  drucken, z. B. 6     bis        1'0    oder auch noch     nie-          drigeren        wie    etwa 5     atü,    schon in kurzer  Zeit, z.

   B.     in    1 bis 2 Stunden, eine quantita  tive     Verseifung    von     Neutralölen    mit     theore-          tischen        Mengen.    an     wässrigen        Alkalikerbona-          ten    herbeizuführen.     Besonders    zur Herstel  lung von     Feinseifen:        bewährt    sich das Ver  fahren,     @da,    es     rein    weisse Seifen von gutem  Glanz liefert.

   Durch das neue Verfahren  werden auch erhebliche wärmetechnische  Vorteile erzielt; denn bei guter     Isolierung    des       Druckkessels        wird    nur ein Bruchteil     des    bei  der     bisherigen        Verseifungsmethode    im offe  nen Kessel benötigten Dampfes verbraucht.  



  Das Verfahren ermöglicht ferner auch eine  leichte Gewinnung des entbundenen     Koh-          lendioxydes    und vermeidet dadurch jegliche       gesundheitliche    Schädigung     des    Betriebsper  sonals., wie     es.    sonst bei Ausführung der Kar  bonatverseifung     in    offenen Kesseln vor  kommt. Es lassen sich     mit    ihm auch noch  andere     Sicherheitsmassnahmen    vereinen, z. B.

    die Anordnung eines     weiten,    zu einem zwei  ten Behälter führenden     Leitungsrohres,    wel  ches mit     einem    beim     Überschreiten    eines be  stimmten Druckes zerreissenden bleiernen  Blindflansch verschlossen ist.

      <I>Ausführungsbeispiel:</I>  In einem offenen     Behälter    von etwa 7 bis       m3    Inhalt werden 3     tons    eines Fettge  misches,     bestehend    aus     40A        Palmkernöl,     40% Palmöl und 20%     Erdnussöl    mit einer  Lösung von     etwa    0,65     tons        kalzinierter    Soda  in 2.2     tons    Wasser unter     Zusatz    von 3'0 bis  150 kg     Natriumchlorid    vermischt.

   Mit einer  Pumpe oder einem     Injektor    wird     das    Gemisch  in einen     Druckkessel    von     etwa    10     m3    Inhalt       überführt.        Gleichzeitig    lässt man durch das  am Boden liegende, offene Dampfrohr kräftig  Dampf in .die zu     verseifende    Masse einschla  gen.

   Sobald der Dampf aus dem     Ablassventil     kräftig ausbläst und somit die Innenluft aus  dem     Autoklaven    verdrängt ist, wird     .dieses          Ventil        .geschlossen    und der     Druck        im    Kessel    auf etwa 6 bis 7     atü    gebracht, wobei die  Temperatur der zu     verseifenden        Masse    auf  etwa 1,60 bis<B>170'</B>     ansteigt.    Man lässt nun  durch     den        Ablassihahn    des Doms,

       ununterbro-          chen    die sieh     entwickelnde        Kohlensäure    ab  und     führt    sie entweder ins     Freie    oder durch  Soda, um sie     über,die    Bildung von     Bikarbonat     zu reinigen und wieder zugewinnen.

   Die     Ver-          seifung    wird so geleitet,     d@ass    die Temperatur  nicht über 170   und der     Druck        nicht    über  9 atü steigt, was -durch Regulierung des  Dampfes, Zufuhr der zu     verseifenden    Masse  und vor allem durch Ablassen des gebildeten  Kohlendioxyds erreicht wird.

   Wenn die       ganze        Reaktionsmasse    sich im Kessel befin  det und     dann,die    Differenz zwischen dem       Innendruck    und dem ,der     Temperatur    des In  halts entsprechenden Dampfdruck unwesent  lich geworden ist, hält     man    noch kurze Zeit  den Druck auf etwa 9 atü. Die     Verseifuug     ist in ein     bis.    zwei     Stunden    vollzogen. Die  weitere     Verarbeitung    erfolgt auf eine der an  gegebenen Weisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Verseifung von neutralen- Fetten und Ölen oder solche als erheblichen Bestandteil enthaltenden Gemischeng durch Erhitzen mit wässerigen AlkaJikarbonat- lösungen unter Druck, dadurch gekennzeich net,
    dass von Beginn der Druckerhitzung an der Druck im Autoklaven so reguliert wird, dass er stets gleich oder nicht wesentlich höher als, der Druck gesättigten Wasserdampfes bei der jeweiligen Temperatur ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, die Einstellung des Druckes ,durch Ablassen des gebildeten Kohlendioxydes erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, zu Beginn der Ver- s@eifung sich nur ein Teil des Reaktions- gemisches im Druckkessel befindet und .der andere Teil während der Verseifung allmählich eingeleitet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch die Vornahme der Versei- fung in Anwesenheit von mindestens einem Elektrolyten.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Elektrolyt Natriumchlorid ver wendet wird. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beginn ,der Ver- seifung der Druckkessel wenigstens teil weise evakuiert wird.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens nach Patentansprucli I,,dadurch gekenn zeichnet, -dass sie mindestens ein aus korro sionsfesten Metallen bestehendes oder mit sol chen ausgekleidetes Druckgefäss aufweist.
CH192584D 1936-12-11 1936-12-11 Verfahren zur Verseifung von neutralen Fetten und Ölen oder solche als erheblichen Bestandteil enthaltenden Gemischen. CH192584A (de)

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