CH190831A - Elektrisch beheizter Schwingbalken-Ofen. - Google Patents

Elektrisch beheizter Schwingbalken-Ofen.

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CH190831A
CH190831A CH190831DA CH190831A CH 190831 A CH190831 A CH 190831A CH 190831D A CH190831D A CH 190831DA CH 190831 A CH190831 A CH 190831A
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CH
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continuous
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Elektrisch beheizter     Schwingbalken-Ofen.            Schwingbalkenöfen    jeder Art besitzen  bekanntlich den Nachteil, dass der Abstand  des     Glühgutes    von den Seitenwänden des  Ofens sich ändert. Der     Grund    für diese seit  liche Verschiebung, liegt darin, dass kein       5chwingbalkenvorschub    eine ganz genaue  parallele Richtung mit der     Ofenachse    ein  hält, sondern in den allermeisten Fällen er  folgt der Vorschub     einseitig    mit einer von  der Ofenachse etwas abweichenden Richtung.  Bei langen Ofen, in denen die Schwingbal  ken nur einen verhältnismässig kleinen Vor  schub gestatten, kann diese seitliche Ver  schiebung ganz beträchtlich werden.

   Handelt  es sich um kleinere     Chargenteile,    wie es     bei-          spielsweise    bei     Glasabkühlöfen    der Fall ist,  wo auf vielfachen 'Schienenrosten empfind  liche Glaswaren entspannt werden, so kann  eine Verschiebung des     Beschickungsgutes    auf  eine Seite sogar die Folge haben, dass     dass     Gut mit der Ofenwand in Berührung kommt  und beschädigt wird.  



  Wenn es sich um ein Schwingbalken  system mit einem festen und einem beweg-    liehen Rost handelt, kann es vorkommen,       .dass    die Hub- und Senkbewegungen, wenn  sie nicht überall     gleichzeitig    erfolgen und  keine     senkrechte        Richtung        aufweisen,    be  wirken, dass die Charge während des Vor  schubes abgelenkt wird und nicht parallel  zur     Ofenachse    aus dem Ofen herauskommt.  



  Um bei     Doppelsehwingbalkensystemen     die     Fortbewegung    des,     Glühgutes        bezw.     Brenngutes im Ofen immer auf derselben  Ebene mit gleichbleibender Geschwindigkeit  zu halten, ist     es    erforderlich, dass die Über  nahmegeschwindigkeiten des absteigenden  Balkensystems und des vorwärtsgehenden  gleich gross sind.  



  Zwecks Erfüllung aller     dieser    Bedingun  gen     sind    bereits     verschiedenartige        @Schwing-          balken.systeme    vorgeschlagen worden, die je  doch meistens sehr komplizierte     Antriebe    be  sitzen und deren Rücklauf     entweder    mittels  Gegengewichte oder hydraulisch erfolgt.  



  Gemäss der Erfindung ist es aber ohne  weiteres möglich, .die Mängel der bekannten       Schwingbalkenrs.ysteme    auf sehr einfache      Weise zu beheben und     gleichzeitig    alle die  für die gleichmässige Vorwärtsbewegung des  Glühgutes durch den Ofen erforderlichen Be  dingungen zu erfüllen.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein elek  trisch geheizter Durchgangsofen, insbeson  dere zum Abkühlen oder Glühen von kleine  ren Gütern in. fortlaufendem     Arbentsgang     unter     Fortbewegung    des     Gutes    auf     mittels     Schwingstützen     bewegten    Rosten, bei wel  chem der Rostvorschub durch Abwälzen  einer am     untern    Ende der Schwingstütze an  geordneten Zahnstange auf dem Teilkreis  eines mit gleichmässiger Geschwindigkeit  umlaufenden     Halbkreiszahnkolbens    erfolgt,  und auch die Rückführung des Rostes  zwangsläufig ist.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  sei anhand der Zeichnung näher erläutert.  Darin zeigen die     Fig.    1 bis 4 in schema  tischer     Weise    vier Phasen in der Bewegung  eines     @Schwingbalkendoppelsystemes.    Das Sy  stem I ist voll ausgezogen mit schwarzen Ge  lenkpunkten und System     II        gestrichelt    mit       weissen        Gelenkpunkten.    Da die Systeme I  und     II    genau gleich sind, braucht nur das  System I ausführlich beschrieben zu werden.

    Jedes System besteht im wesentlichen aus  mehreren     Rostschienen    a., die an jedem Ende  über je einen     Gelenkpunkt    b mit einem ge  meinsamen nicht     gezeichneten    Rost- oder  Schwingbalken in Verbindung stehen. Der  Rostbalken wird meistens von zwei Stützen  c getragen, wobei jede Stütze einen Schwing  punkt e besitzt, der sich in einer senkrech  ten Führungskulisse d frei bewegen kann.

    Am     untern    Ende jeder Stütze c sitzt eine  Zahnstange f mit     Teilkreiswälzfläche,    die       mittels    eines auf der Antriebswelle     n    be  festigten     Halbzahnkolbens        g    mit entspre  chender     Elalbteilkreis-Wälzfläche    bewegt  wird, zwecks Vorwärtsbewegung des     Glüh-          gutes.        Die    Rückführung besteht     aus    einem  mit dem     Stützenschwingpunkt    e verbundenen  Hebelarm<I>h,</I> der über Gestänge<I>i,

  </I> Rück  führsegment k und eine entsprechende Ku  lisse<B>1</B> durch einen von der Antriebswelle<I>n</I>    aus betätigten Steuerarm m     zwangläufig    be  wegt wird.  



  Die Wirkungsweise dieses     Schwingbal-          kendoppelsystemes        ist    wie folgt:  Gemäss     Fig.    1 befindet. sich System I in  der Übernahme-, System     1I    in der Abgabe  stellung,     das.    heisst die Zahnstange f greift  mit ihrer ersten Zahnlücke in den     ersten          Mitnehmerbolzen    des     Halbzahnkolbens    g und  die Zahnstange p mit der letzten Zahnlücke  in den letzten     Mitnehmerbolzen    von q ein.

    Die Umsetzung des mit konstanter Geschwin  digkeit sich drehenden Antriebes in .die       Schwingbalkenbewegung        erfolgt    durch Ab  wälzen des Halbkreises der auf der An  triebswelle     7a    befestigten     Halbzahnkolben        y.     <I>q.</I> Durch Abwälzen von<I>f</I> und g schwingt  die     Stütze        c    und somit .der     Schwingbalken     und die Rostschienen a nach rechts, während  der Gelenkpunkt o des Systems     II    dem ab  steigenden     Kreisbogen    vom letzten     Mit-          nehmerbolzen    von q folgt.

   Die     Rückführung     läuft     vorerst    in beiden Systemen zwang  läufig leer mit.  



  Die     Fig.    2 zeigt, wie die Rostschiene a  infolge weiterer     Abwälzung    von f und     ,g     sich annähernd gleichmässig und waagrecht       vorwärts    bewegt. System     II    hat sich bei  dieser ersten Drehung von 60   des Halb  zahnkolbens q in seine tiefste .Stellung be  geben, von welcher es bei     Weiterdrehung    um  einen Winkel von<B>60'</B>     zurückgeführt    wird,       indem    der     Steuerarm    r in die Kulisse s ein  greift und letztere mit     Rückführsegment        t,     Gestänge     j,

          Hebelarm        u    und somit Stütze     v     zuerst beschleunigt und nachher verzögert  in die Stellung     II    der     Fig.    3     zurückführt.     



  In     Fig.    3 wird die     Rostschiene    a     unter     denselben Bedingungen wie in     Fig.    2 weiter  vorwärts bewegt, während die Schiene w des  Systems     II    zurückgeführt wird und durch       Eingriff    des ersten     Mitnehmerbolzens    von q  in die Zahnstange p sich anschickt, in einer  sich der Geraden     anschliessenden    Kurve in  die Lage von     Fig.    4 aufzusteigen.  



  In     Fig.    4 ist die Rostschiene a am Ende  der Horizontalbewegung angelangt wie die  Postschiene     zo    in     Fig.    1. Die weitere Be-           wegung    der Rostschiene a ist analog derjeni  gen der Rostschiene w :des     Systems        TI,    wie  in     Fig.    1     bis    3 dargestellt     ist.    In     Fig.    4  nimmt die Rostschiene w die Lage der Rost  schiene a in     Fig.    1 ein und setzt ihre Bewe  gung dann fort, wie aus ,den     Fig.    2, 3 zu  entnehmen ist.

   Sobald die Rostschienen a,     2a     wieder die Lage gemäss     Fig.    1 erreicht  haben, das heisst nach einer     ganzen    Um  drehung der Antriebswelle, wiederholt sich  jeweils der beschriebene Gesamtzyklus.  



  Da die Lenkung der Stützen c     bezw.        ii     in ihrer halben Höhe durch ein Schlitzlager       P.   <I>d</I> erfolgt und der Ablauf auf dem Halb  kreis g     bezw.    q über eine gerade Zahnstange  f .sich vollzieht,     @so    beschreibt der Gelenk  punkt b     bezw.    o der Rostschiene a     bezw.    w  und somit diese selbst annähernd eine zum  waagrechten     Durchmesser    der Antriebs  scheibe parallel liegende Gerade bei an  nähernd gleichmässiger Geschwindigkeit.

   Die  anschliessenden Ab- und     Aufstieg.sbewe-          gungskurven,    die nur wenig von einem  Kreisbogen abweichen, sind, da die Ge  schwindigkeit der Antriebswelle konstant  ist, nach Form und Geschwindigkeit konti  nuierlich. Am     Anschlusspunkt    dieser Kurve  mit der Geraden findet die Übernahme des       Crutes    vom absteigenden Rostsystem durch  das aufsteigende statt. Demzufolge sind       tbernahme    und Übergabe,     selbst    wenn sie  infolge Ungenauigkeiten etwas zu früh oder  zu spät erfolgen, ohne besondere merkliche       Stosserscheinungen    durchführbar.

   Dagegen  wird dieses Ergebnis bei den bekannten       Schwingbalkensystemen    infolge der rasch  und scharf anlaufenden Kurven nicht er  reicht.  



  Das Aufsteigen, .das     Absteigen    und die       Vorwärtsbewegung    der Rostschienen voll  zieht sieh während einer Umdrehung von  total 300   einer Wellenumdrehung, der  Rücklauf somit innerhalb<B>60'.</B>  



  Dieses     Schwingbalkensystem    gestattet  einen besonders     vorteilhaften    und äusserst  einfachen Zusammenbau der     verschiedenen     Ofenelemente. Die Roststäbe     bezw.    Rost  schienen sind z. B. in einer an den Rost-    Balken befestigten Gabelung gelagert.

   Sie  sind auswechselbar; ebenso die Rostbalken  und     Schwingstützen.    Die Länge der Stützen       e,        v        wird    mit     Vorteil    so bemessen, dass ihr  Mittelpunkt mit der Gelenkachse und dem  Schlitzlager e, d auf die Aussenseite des  Ofenbodens zu     stehen    kommt, so dass an  dieser Stelle     eine    einfache und gute Dich  tung möglich ist. Die Gehäuse mit den Zahn  rädern und Antriebsscheiben können ferner  so geschlossen und mit dem Ofengestell fest  abgedichtet werden,     dass    der untere Teil des  Gehäuses als Ölbad für die Schmierung .des  Getriebes benützt werden kann.  



  Die     Durchlaufgeschwindigkeit    wird z. B.  durch Motorregelung oder durch Stufen  bezw.     Konusgetriebe,    welches dem eigent  lichen, Übersetzungsgetriebe vorgeschaltet ist,  verändert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisch beheizter Durchgangsofen. ins besondere zum Abkühlen oder Glühen von kleineren Gütern in fortlaufendem Arbeits gang unter Fortbewegung .des Gutes. auf mit tels Schwingstützen bewegten Rosten, da durch gekennzeichnet, dass der Rostvorschub durch Abwälzen einer am untern Ende der Schwingstütze angeordneten Zahmtange auf dem Teilkreis eines mit gleichmässiger Ge schwindigkeit umlaufenden Halbkreiszahn- kolbens erfolgt, und dass auch die Rückfüh rung des Rostes zwangläufig ist.
    UNTERANSPR'trCHE 1. Durchgangsofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Heben und Senken der Roste in einer sich an die Vor schubbewegung anschliessenden, konti nuierlich auf- bezw. absteigenden Kurve erfolgt. 2. Durchgangsofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Rostschie nen, Rostbalken und Schwingstützen aus wechselbar sind. 3. Durchgangsofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Antriebs mechanismus für die Schwingstützen in einem geschlossenen Gehäuse unterge- bracht ist, dessen unterer Teil als Schmierölbad benützt wird. 4.
    Durchgangsofen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schwing- achle und das dazu gehörige Schlitzlager .der Schwingstütze unterhalb des Ofen bodens sich befinden.
CH190831D 1935-07-23 1936-07-17 Elektrisch beheizter Schwingbalken-Ofen. CH190831A (de)

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