CH180102A - Schutzvorrichtung an dynamischen Materialprüfmaschinen. - Google Patents

Schutzvorrichtung an dynamischen Materialprüfmaschinen.

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CH180102A
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Carl Schenck Eisengies Haftung
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Schenck Carl Eisengiesserei
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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description


  Schutzvorrichtung an dynamischen     Naterialprüfmasehinen.       Bei der dynamischen Prüfung von Ma  terialien ist die genaue Untersuchung der  Bruchfläche für die Gesamtbeurteilung mei  stenteils sehr wesentlich. Wird ein Körper  nur schwellender Belastung unterworfen. das  heisst solcher, die sich in ihrer Richtung nicht  ändert  , so ist es nicht schwierig, nach dem  Auslaufen der     Prüfmaschine    den Probestab       finit    unverletzter Bruchfläche der Maschine  zu entnehmen. Anders ist es bei solchen Ma  schinen, bei denen der Prüfkörper wechseln  der Belastung unterworfen wird, das heisst  solcher, die von Zug- auf Druckbelastung und  umgekehrt wechselt.

   Schaltet man in solchen  Fällen die Maschine nach erfolgtem Bruch  des Probestabes ab, so bleibt sie, wie jede  andere Maschine, nicht unmittelbar stehen,  sondern macht noch einige Schwingungsbe  wegungen. Hierbei werden aber die Bruch  flächen der beiden Bruchstücke mehrmals  gegeneinander geführt; infolgedessen wird  die Bruchfläche abgestossen und die notwen-         digen    Untersuchungen lassen sich an ihr auch  nicht annähernd befriedigend durchführen.  



  Durch die Erfindung soll eine Vorrich  tung geschaffen     werden,    die die genannten  Nachteile vermeidet und die Bruchfläche des  Probestabes vor den Stössen schützt. Diese  Schutzvorrichtung zeichnet sich durch im  Abstand voneinander angeordnete und sich  zu nähern bestrebte Anschläge aus, welche  sich mit den beiden     Spannköpfen    der Prüf  maschine mitbewegen und bei Bruch des  Prüfkörpers durch einen Auslöser freigegeben  werden, um durch ihre Annäherung ein  weiteres     Gegeneinanderschwingen    der Spann  köpfe zu verhindern.  



  Es ist zweckmässig, beide Anschläge keil  förmig auszubilden, und zwar in der Weise,  dass sie die Schrägflächen einander zukehren.  Bei den Auslaufschwingungen     dringen    dann  beide Keile immer tiefer gegeneinander vor  und verhindern auf diese Art und Weise am  sichersten, dass die Bruchflächen des Probe-           stabes    sich berühren. Beide Schrägflächen  müssen selbstverständlich in einem solchen  Winkel stehen, dass sie selbsthemmend sind;  ausserdem raubt man sie zweckmässig säge  artig auf.  



  Der Auslöser kann elektrischer oder  mechanischer Art sein. In     letzterem    Falle  bringt man den Auslöser zweckmässig an  dem     einen    der beiden Anschläge an und  lässt ihn auf den andern Anschlag in der  Weise einwirken, dass er ihn-so lange zurück  hält, bis die     Schwingungen    über ein ge  wisses Mass hinaus gewachsen sind, was erst  kurz vor oder bei Bruch des Prüfkörpers ein  tritt.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei  spiel des Erfindungsgegenstandes schema  tisch dargestellt.  



  Auf die beiden Spannköpfe<I>a</I> und<I>b,</I> die  den Prüfstab c einspannen, sind Klemmen d  und e aufgesetzt, die an gebogenen Rund  eisen f und g je einen Anschlag<I>h</I> und<I>i</I>  tragen. Während ersterer an dem Rundeisen  f befestigt ist, ist letzterer an einer Führung       1c    so angeordnet, dass er sich senkrecht     auf-          und        abbewegeu    kann. Diese Führung ist mit  einem Rohrstück     l    verbunden, das auf dem  Rundeisen     g    verschiebbar ist und durch eine  Klemmschraube in festgehalten wird, um da  durch den Abstand zwischen den beiden An  schlägen     h    und<I>i</I> einstellen zu können.  



  Eine Druckfeder     n    sucht den Anschlag i  nach unten gegen den Anschlag     h    hin zu  drücken. Dem steht aber ein Riegel o ent  gegen., auf dem der mit dem Anschlag i ver  bundene kleine Anschlag p aufruht. Der Rie  gel o ist am Anschlag h     verschiebbar    ange  ordnet.  



  Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der  Vorrichtung ist folgende: Der Abstand bei  der Anschläge     h    und i wird so eingestellt,  dass er     etwas    grösser ist als die voraussicht  liche     Distanzverminderung    der beiden Spann  köpfe beim     Gegeneinanderschwingen.    Ferner  wird auch der Riegel o am Anschlag h so  eingestellt, dass seine rechte Kante von der  linken Kante des kleinen Anschlages p in  einem Abstand liegt, der etwas grösser ist    als die Distanzvergrösserung der beiden  Spannköpfe<I>a</I> und<I>b</I> beim Auseinander  schwingen.

   Nach der Einstellung muss selbst  verständlich dafür gesorgt werden, dass sich  weder der Anschlag     i    gegenüber dem Spann  kopf b, noch der Anschlag h     mit    dem Riegel  o gegenüber dem Spannkopf a irgendwie ver  schieben kann. Wird sodann die Maschine in  Gang gesetzt, so tritt eine Behinderung der  Schwingung der Spannköpfe gegeneinander  durch die Vorrichtung nicht ein; denn beide  Anschläge     h    und i sollen bei richtiger Ein  stellung niemals gegeneinander stossen. Nur  der Riegel o .gleitet an dem kleinen Anschlag  p hin und her, was aber die Schwingungen  praktisch nicht beeinträchtigt.  



  Tritt nun nach einer bestimmten Last  wechselzahl ein Bruch des Probekörpers ein,  so vergrössern sich ganz kurz vorher, vielfach  auch erst bei erfolgendem Bruch, die Schwin  gungen. Dies hat zur Folge, dass der Riegel  o aus dem Bereich des Anschlages p heraus  tritt und damit diesen Anschlag und den An  schlag i freigibt. Infolge des Federdruckes  der Feder     7a    bewegt sich der Anschlag i  augenblicklich nach unten. Sobald die bei  den Spannköpfe sich wieder gegeneinander  bewegen wollen, prallen die beiden Anschläge       la,    und     i    gegeneinander und verhüten damit  eine Weiterbewegung in der bezeichneten  Richtung. Auch wenn die Maschine nicht  sofort abgeschaltet wird, wird damit ver  hütet, dass die beiden Bruchflächen des Prüf  körpers gegeneinander stossen.  



  Es ist zweckmässig, etwa mit dem An  schlag i einen Kontakt zu verbinden, der den  Stromkreis des Antriebsmotors nach erfolg  tem Bruch, also nach Bewegung des An  schlages     i    nach unten öffnet, so dass in an  sich bekannter Weise die Prüfmaschine nach  erfolgtem Bruch des Probekörpers alsbald ab  geschaltet wird.  



  Durch die Behinderung der Schwingun  gen in der einen Richtung treten selbstver  ständlich ziemliche Stösse in der Maschine  auf. Um diese Stösse abzuschwächen, ist es  zweckmässig, die Anschläge<I>h</I> und<I>i</I> aus einem  weichen Material herzustellen. Man kann      auch statt dessen die Anschläge nur an den  Anschlagflächen mit einem weichen Material  füttern: besonders zweckmässig hierfür  scheint Kupfer zu sein. Doch dürften sich  auch andere mehr oder weniger     plastische     Materialien, in manchen Fällen auch leicht  elastische Materialien verwenden lassen.  



  Die Schutzvorrichtung kann natürlich im  einzelnen auch anders als wie beschrieben  ausgebildet sein. So kann beispielsweise der  Auslöser, der in dem gezeichneten Beispiel  mechanischer Art ist und die Form eines  Riegels hat, auch durch elektrische Kon  takte gebildet. sein, welche mit den Spann  köpfen gegeneinander schwingen und sich bei  normaler Schwingungsamplitude nicht be  rühren, bei wesentlicher Vergrösserung des  Schwingungsausschlages jedoch einen Strom  kreis schliessen, der, ebenso wie in dem ge  zeichneten Beispiel, einen Anschlag zur Be  wegung durch eine Feder freigibt oder auch  auf elektrischem Wege die     Bewegung    des in  Betracht kommenden Anschlages bewirkt. So  kann dieser Anschlag beispielsweise durch  einen Elektromagneten nach unten bewegt  und gegen den zweiten Anschlag geführt  werden.  



  Schliesslich können die beiden Anschläge  auch durch andere Mittel gegeneinander ge  führt werden, beispielsweise durch die Druck  wirkung einer Explosion eines Gas- oder Pul  vergemisches in einem Zylinder, wobei die  Explosion ebenfalls wieder durch die schon       erwähnten    elektrischen Kontakte eingeleitet  werden kann.

Claims (1)

  1. PATEIV'TAN SPRUCH Schutzvorrichtung an dynamischen Na- Z, gekennzeichnet durch im Abstand voneinander angeordnete und sich zu nähern bestrebte Anschläge, welche sich mit den beiden Spannköpfen der Prüf maschine mitbewegen und bei Bruch des Priifkörpers durch einen Auslöser freigegeben werden, um durch ihre Annäherung ein wei teres Gegeneinanderschwingen der Spann köpfe zu verhindern. UNTERANSPRÜCHE 1. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die An schläge bei Bruch des Prüfkörpers durch eine Feder gegeneinandergeführt werden. ?.
    Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide An schläge keilförmig ausgebildet sind, wobei sie die Schrägflächen einander zukehren. a. Schutzvorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräg flächen aufgerauht sind. 4. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöser an dem einen der beiden Anschläge ange bracht ist und beim Schwingen dem an dern Anschlag entlauggleitet, wobei er diesen so lange zurückhält, bis die Schwingungen über ein gewisses Mass hinaus gewachsen sind. Schutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand beider Anschläge voneinander einstellbar ist.
CH180102D 1934-08-03 1935-03-01 Schutzvorrichtung an dynamischen Materialprüfmaschinen. CH180102A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH180102A true CH180102A (de) 1935-10-15

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CH180102D CH180102A (de) 1934-08-03 1935-03-01 Schutzvorrichtung an dynamischen Materialprüfmaschinen.

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