DE618603C - Schutzvorrichtung fuer dynamische Materialpruefmaschinen - Google Patents

Schutzvorrichtung fuer dynamische Materialpruefmaschinen

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DE618603C
DE618603C DESCH104861D DESC104861D DE618603C DE 618603 C DE618603 C DE 618603C DE SCH104861 D DESCH104861 D DE SCH104861D DE SC104861 D DESC104861 D DE SC104861D DE 618603 C DE618603 C DE 618603C
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DE
Germany
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stops
vibrations
stop
protective device
protection device
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Expired
Application number
DESCH104861D
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English (en)
Inventor
Carl Ohly
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Schenck AG
Original Assignee
Carl Schenck Eisengiesserei und Maschinenfabrick Darmstadt GmbH
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/02Details
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N2203/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N2203/02Details not specific for a particular testing method
    • G01N2203/0202Control of the test
    • G01N2203/0204Safety arrangements, e.g. remote control, emergency stop

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Pathology (AREA)
  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description

  • Schutzvorrichtung für dynamische Materialprüfmaschinen Bei der dynamischen Prüfung ist die genaue Untersuchung der Bruchfläche für die Gesamtbeurteilung meistenteils sehr wesentlich. Wird ein Körper nur schwellender Belastung unterworfen, d. h. solcher, die sich entweder nur zwischen Zugwerten oder zwischen Druckwerten hin und her bewegt, dann ist es nicht schwierig, nach dem Auslaufen der Prüfmaschine den Probestab mit ünverletzter Bruchfläche der Maschine zu entnehmen. Anders ist es bei solchen Maschinen, in denen der Prüfkörper wechselnder Belastung unterworfen wird, die zwischen einem höchsten Zug- und einem höchsten Druckwert hin und her pendelt. Schaltet man in solchen Fällen die Maschine ab, so bleibt sie, wie jede andere Maschine, nicht unmittelbar stehen, sondern macht noch einige Schwingungsbewegungen. Hierbei werden aber die Bruchflächen der beiden Bruchstücke mehrmals gegeneinander geführt; infolgedessen wird die Bruchfläche abgestoßen und die notwendigen Untersuchungen lassen sich an ihr auch nicht annähernd durchführen.
  • Durch die Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, die die genannten Nachteile vermeidet und die Bruchfläche des Probestabes vor den Stößen schützt. Diese Schutzvorrichtung beruht darauf, daß mit beiden Spannköpfen oder hierzu gehörigen Teilen Anschläge verbunden werden, die sich in einem bestimmten, beliebig einstellbaren Abstand voneinander befinden. Dieser Abstand wird so groß gewählt, daß diese Anschläge die normalen Schwingungen in keiner Weise behindern. Diese Anschläge sind aber so eingerichtet, daß sie durch irgendeine Kraftquelle, beispielsweise eine Feder, in kürzester Zeit gegeneinandergeführt werden, sobald ein Auslöser diese Bewegung zuläßt. Durch dieses Gegeneinanderstoßen der Anschläge werden die Schwingungen der Maschine behindert, und zwar insbesondere nur nach einer Seite, und zwar nach derjenigen Seite, die ein Gegeneinanderstoßen der Bruchflächen des Prüfkörpers veranlassen könnte.
  • Es ist zweckmäßig, beide Anschläge keilförmig auszubilden,. und zwar in der Weise, daß sie die keilförmigen Flächen einander zukehren. Bei den Auslaufschwingungen dringen dann beide Keilflächen immer tiefer ineinander ein und verhindern auf diese Art und Weise am sichersten, daß die Bruchflächen des Probestabes sich miteinander berühren. Beide Keilflächen müssen selbstverständlich in einem solchen Winkel stehen, daß sie selbsthemmend sind, außerdem rauht man sie zweckmäßig sägeartig auf.
  • Die Anordnung des Auslösers ist an sich gleichgültig. Er kann auf elektrischem oder mechanischem Wege betätigt werden. In letzterem Falle bringt man den Auslöser zweckmäßig an dem einen der beiden Anschläge an und läßt ihn auf den anderen Anschlag in der Weise einwirken, daß er ihn bei kleinen Schwingungen zurückhält. Bei größeren Schwingungen dagegen, die nur kurz vor oder bei Bruch des Prüfkörpers auftreten können, gibt er den anderen Anschlag frei, so daß die obenerwähnte Gegeneinanderführung beider Anschläge eingeleitet wird.
  • In der Abbildung ist eines der zahlreichen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens schematisch dargestellt.
  • Auf die beiden Spannköpfe a -und b, die den Prüfstab c einspannen, werden Klemmen d und e aufgesetzt, die an gebogenen Rundeisen f und g je einen Anschlag h und i tragen. Während ersterer an dem Rundeisen f befestigt ist, ist letzterer an einer Führung k so angeordnet, daß er sich senkrecht auf und ab bewegen kann. Diese Führung ist mit einem Rohrstück L verbunden, das auf dem Rundeisen g verschiebbar ist und durch eine -Klemmschraube na festgehalten wird, um dadurch den Abstand zwischen den beiden Anschlägen h und i einstellen zu können.
  • Eine Druckfedern sucht den Anschlage nach -unten zu drücken. Dem steht aber ein' Riegel o entgegen, auf dem der mit dem Anschlag i verbundene kleine Anschlag p aufruht. Der Riegel o ist im übrigen mit dem Anschlag h fest verbunden.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Der Abstand beider Anschläge h und i wird so eingestellt, daß er etwas größer ist als die voraussichtliche Schwingungsamplitude der beiden Spannköpfe zueinander. Gleichfalls wird auch der Riegel o, der zu diesem Zwecke zunächst einmal dem Anschlag h gegenüber beweglich sein mag, so eingestellt, daß seine rechte Kante von der linken Kante des kleinen Anschlages p ebenfalls etwa so weit entfernt ist, wie es der etwas vergrößerten Amplitude zwischen den beiden Spannköpfen a und b entspricht. Nach der Einstellung muß selbstverständlich dafür gesorgt werden, daß sich weder der Anschlag i gegenüber dem Spannkopf b noch der Anschlag h mit dem Riegel o gegenüber dem Spannkopf a irgendwie verschieben kann. Wird sodann die vorgesehene Belastung auf die Maschine aufgebracht, dann tritt eine Behinderung der Schwingung durch die Anordnung nach: der Erfindung nicht ein; denn beide Anschläge h und i sollen bei richtiger Einstellung niemals gegeneinanderstoßen.. Nür der Riegel o gleitet an dem kleinen An- -schlag p hin und her, was- aber die Schwingungen praktisch nicht beeinträchtigt.
  • Tritt nun entsprechend der Lastwechselzahl ein Bruch des Probekörpers ein,. so. vergrößern sich ganz kurz vorher, vielfach auch erst bei erfolgendem Bruch die Schwingungen Dies hat zur Folge, daß der Riegel o aus derr. Bereich des Anschlages p heraustritt und damit diesen Anschlag und den Anschlag i freigibt. Infolge des Federdrucks der Feder bewegt sich der Anschlag i augenblicklich nach unten. Sobald die Schwingung umkehre und beide Spannköpfe sich wieder gegeneinanderbewegen wollen, prallen die beiden Anschläge h und i gegeneinander und verhüten damit eine Weiterbewegung in der Bekennzeichneten Richtung. Auch wenn die Maschine nicht sofort abgeschaltet wird, kann eine Bewegung beider Spannköpfe gegeneinander nicht mehr, bestimmt aber nicht mehr in solchem Maße auftreten, daß die beiden Bruchflächen des Prüfkörpers gegeneinandergestoßen werden.
  • Es ist zweckmäßig, etwa mit dem Anschlag i einen Kontakt zu verbinden, der den Stromkreis des Antriebsinotors nach erfolgtem Bruch, also nach Bewegung des Anschlags i nach unten, öffnet, so daß in an sich bekannter Weise die Prüfmaschine nach erfolgtem Bruch des Probekörpers alsbald abgeschaltet wird.
  • Durch die Behinderung der Schwingungen in der einen Richtung treten selbstverständlich ziemliche Stöße in der Maschine auf. Um diese Stöße abzuschwächen, ist es zweckmäßig, die Anschläge h und i aus einem Material herzustellen, das diese Stöße wenigstens etwas abschwächt. Man kann auch statt dessen die Keilflächen mit einem entsprechenden Material füttern; besonders zweckmäßig hierfür scheint-Kupfer zu sein. Doch dürften sich auch andere mehr oder weniger pla= stische Materialien, in manchen Fällen auch leicht elastische Materialien verwenden lassen.
  • Der Erfindungsgedanke läßt sich auch noch auf verschiedenen anderen Wegen durchführen. So kann beispielsweise der Auslöser, der in dem gezeichneten Beispiel auf mechanischem Wege wirkt und die Form eines Riegels hat, auch durch elektrische Kontakte verwirklicht werden, etwa in der Weise, daß zwei Kontakte gegeneinanderschwingen und sich bei normaler Schwingungsamplitude nicht berühren, bei wesentlicher Vergrößerung des Schwingungsausschlages jedoch einen Stromkreis schließen, der, ebenso wie in dem gezeichneten Beispiel, eine Feder freigibt oder auch auf elektrischdm Wege die Bewegung des in Betracht kommenden Anschlages bewirkt. So kann dieser Anschlag beispielsweise durch einen Elektromagneten nach unten bewegt und gegen den zweiten Anschlag geführt werden.
  • Schließlich können die beiden Anschläge auch' durch. andere .Mittel gegeneinandergeführt werden, beispielsweise durch Explosion eines Gas- oder Pulvergemisches in einem Zylinder, wobei die Explosion ebenfalls wieder durch die schon erwähnten elektrischen Kontakte eingeleitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPltllclili: i. Schutzvorrichtung für dynamische Materialprüfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Spannköpfen oder hierzu gehörigen Teilen in einem die Belastungsschwingungen nicht behindernden Abstand voneinander Anschläge angeordnet sind, die bei Bruch des Prüfkörpers durch einen Auslöser freigegeben und so gegeneinandergeführt werden, daß Schwingungen in Richtung des Prüfkörpers unterdrückt werden. a. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, bei der die Anschläge bei Bruch des Prüfkörpers durch eine Feder oder ein Gewicht gegeneinandergeführtwerden. 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß beide Anschläge keilförmig ausgebildet sind und die keilförmige Fläche einander zukehren. d.. Schutzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilflächen sägeartig aufgerauht sind. 5. Schutzvorrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöser an dem einen der beiden Anschläge angebracht ist und bei kleinen Schwingungen den anderen Anschlag, an dem er bei den Schwingungen entlanggleitet, zurückhält, während er ihn bei Vergrößerung der Schwingungen über das normale Maß hinaus freigibt. 6. Schutzvorrichtung nach Anspruch i -oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand beider Anschläge voneinander beliebig einstellbar ist.
DESCH104861D 1934-08-04 1934-08-04 Schutzvorrichtung fuer dynamische Materialpruefmaschinen Expired DE618603C (de)

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