CH178348A - Gasgefüllte Gleichrichterröhre. - Google Patents

Gasgefüllte Gleichrichterröhre.

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CH178348A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Gasgefüllte     Gleiehriehterröhre.       Die Erfindung bezieht sich auf eine Ent  ladungsröhre zum Gleichrichten von Wech  selstrom, und zwar auf eine     solche        Gleieh-          richterröhre,    bei der eine Glühkathode, vor  zugsweise eine     dgydkathode,    vorgesehen  und die Röhre zwecks Herabsetzung des  Spannungsverlustes mit einer Gasfüllung  gefüllt ist. Solche     Gleichrichterröhren    sind  bereits zum Gleichrichten verschiedener  Spannungen mit Erfolg verwendet worden.

         Vorteilhaft    benutzte man dabei     bereits    früher  ein Edelgas, das im allgemeinen einen so  hohen Druck hatte, dass die Entladungsröhre  nach     taueendstündigem    und längerem     Betrieb     noch     eine    hinreichende Menge     Edelgans    ent  hielt.

   Das Gas verschwindet allmählich, be  sonders, da es     durch    von den Elektroden zer  stäubendes Material, das sich auf der Glas  wand oder     andern.        Röhrenteilen    absetzt,     ok-          kludiert    wird.

       Zum    Gleichrichten höherer  Spannungen, zum     Beispiel    1000 V und  höher, bei .denen zur Vermeidung von     Rück-          entladungen    niedrigere Drücke erforderlich    waren, benutzte man     Quecksilberdampf.     Ausserdem war flüssiges Quecksilber in der  Röhre vorhanden, so dass der durch die vor  genannten Ursachen verschwindende     Querk-          silberdampf'    immer wieder ersetzt wurde.  



  Bei Entladungsröhren für höhere     Span-          nungen    wurde bereits ein Gemisch von Edel  gas und Quecksilberdampf     verwendet,    da es  sich gezeigt hatte, dass der     Queoksilberzueatz     die Nutzwirkung verbessert,     in    dem .die  Zündspannung herabgesetzt wird.

   Auch     in     diesem Falle war der Druck des vorhandenen  Edelgases im allgemeinen     verhältnismässig     hoch und     betrug    wenigstens     einige    mm       Hg,    um     hiedurch        einer    Verkürzung der Le  bensdauer durch     Verschwinden    dieses Edel  gases vorzubeugen.  



  Wenn man Gasfüllungen solcher Drücke  bei Entladungsröhren für höhere     Spannun-          gen        verwenden    wollte, insbesondere bei Span  nungen, bei denen die beim normalen Betrieb       zwischen    zwei Elektroden auftretende           Scheitelspannung    über ungefähr 250 V zu  liegen kam,     traten    aber insofern grosse  Schwierigkeiten auf, als in diesem Fälle die  Gefahr für Rückentladung und Entladun  gen zwischen -den Anoden sehr gross wurde.  



  Die     Schwierigkeiten    steigerten sich je  nach der     Grösse,des    durchfliessenden Stromes,  besonders da bei der Zunahme desselben  auch die Anodentemperatur zunahm. Obwohl  die Gleichrichter häufig für längere Zeit     gut     arbeiteten, waren sie     idach    nicht ganz zuver  lässig, da manchmal plötzlich Rückentladun  gen eintraten.

   Diese     Schwierigkeiten    wurden  durch das Vorhandensein von     Oxydkathoden     insofern     begünstigt,    als sich das von ihnen  zerstäubende,     emittierende    Material, zum Bei  spiel     Bariumoxyd,    auch auf den Anoden  absetzt, so     .dass    diese emittieren können.  



  Gerade bei     Gleichrichtern    zum Gleich  riehten der in der     Wechselstromtechnik    häu  fig vorkommenden     Spannungen    von 110 und  220 V verfügte man also nicht über voll  kommen zuverlässige     Glühkathodengleich-          richter.     



  Auf     diese    Weise stiess man zum Beispiel  auf grosse     Schwierigkeiten    bei einer Anlage,  in der Gleichrichter mit drei Anoden und  einer     Oxydkathode    zum Gleichrichten von  220 V Drehstrom     benutzt    wurden und bei  der jede     Gleiahrichterröhre    einen Gleichstrom  von 6 A lieferte.  



  Diese     Gleichrichterröhren    hatten eine       Argonfüllung    mit einem     Druck    von unge  fähr 1 'mm     Hg,    und ausserdem war eine  Menge     Quecksilber    vorhanden.  



       TUberrmchenderweise    hat es sich nunmehr  herausgestellt, dass bei erheblicher Herab  setzung .des     Argondruckes,    das heisst bis  0;3 mm     Hg,        unter        Beibehaltung    des Queck  silbers, die Lebensdauer     dieser    Röhren nicht       nennenswert    verkürzt wird, dass aber ander  seits natürlich die Gefahr für Rückentladun  gen ganz wesentlich     verringert    wird.  



  Dieses Ergebnis war umso merkwürdiger,  als bei einem     solchen        Spannungsunterschied     zwischen den Elektroden und bei     Verwen-          dung        einer        ausschliesslich    aus Argon beste-         henden    Füllung des genannten     Druckes        eine     hinreichende Lebensdauer nicht erreicht wer  den kann, da das Edelgas in diesem Fallwehr  schnell verschwindet, wenn     nicht        gleichzeitig          Quecksilberdampf    vorhanden ist.  



  Hieraus kann geschlossen werden, dass  der Quecksilberdampf das     Verschwinden    von       Edelgasionen        aus    der Gasfüllung der Entla  dungsröhre     hintanhält.     



  Bei     verschiedenen    näheren Untersuchun  gen hat es sich dann auch gezeigt, dass für  Röhren für     .Spannungen,    bei denen die nor  mal zwischen zwei     Elektroden    auftretende       Scheitelspannung    über 250 V liegt,     in     einem Gemisch von Argon oder Neon und  Quecksilberdampf ein     Druckbereich    für     das     Edelgas zu finden ist, in dem der Druck des  dem Quecksilberdampf zugesetzten Edelgases  so niedrig ist,     da.ss    bei der normalen Betriebs=       spannung        Rüakentladungserscheinungen    prak  tisch nicht mehr auftreten,

   während dennoch  der Druck hinreichend gross ist, um eine  unzulässige Verkürzung der Lebensdauer der  Röhre durch Verschwinden des Edelgases  aus .dem Quecksilberdampf zu vermeiden.  



       Angesichts    dieser Tatsache wird gemäss  der Erfindung in der     Glühkathodengleich-          richterröhre    ein Druck     des    dem     Quecksilber     zugesetzten Edelgases angewendet, dessen       Grenzen    für Argon bei<B>0,01</B> mm und 0,5 mm       Hg    und für Neon bei 0;02 mm und 1 mm     Rg     liegen.  



  Ferner hat es sich vorteilhaft erwiesen,  den     Quecksilberdampfdruck    beim Betrieb       .derart    zu wählen, dass er annähernd von der  gleichen Grössenordnung wie der Edelgas  druck ist.  



  Der beim Betrieb auftretende Quecksil  berdruck hängt von der Temperatur des  Quecksilbers ab, und diese Temperatur kann  durch die Art und Weise der Anordnung     ges          Quecksilbers    in bezug auf die heisse Kathode  und die Entladung eingestellt werden. Je  nachdem die Quecksilbermenge in grösserer       Entfernung    von diesen Wärmequellen ange  ordnet ist, wird die Temperatur     niedriger     sein.

        Da sich die Erfindung auf Hochspan  nungsgleichrichter bezieht, bei .denen die  Scheitelspannung zwischen     einer    Anode und  der Kathode wenigstens 250 V beträgt,  und ausserdem das Vorhandensein des Queck  silbers zu     Amalgambil:dung    Anlass geben  kann,- ist     es    in diesen Röhren vorteilhaft,  die Anoden aus vorzugsweise poliertem Gra  phit herzustellen oder eine     Metallanode    mit.  Graphit zu überziehen.

   Weiter kann man  zum Beispiel aus Chrom oder     Chromoxyd     bestehende Bekleidungen     benutzen.    Die Pol  drähte, die aus einem Material bestehen  können, das     R.ü:ekentladungen    herbeiführen  könnte, können zum Beispiel durch aus iso  lierendem, hitzebeständigem Material, zum  Beispiel     Steatit,    bestehende Isolierröhrchen  vor der     Entladung    geschützt sein.  



  In der Zeichnung sind einige beispiels  weise Ausführungsformen des Gegenstandes  der Erfindung dargestellt.  



  In den     Fig.    1 und 2 ist ein     Gleichrichter     in Seitenansicht     bezw.    Draufsicht     dargestellt;          Fig.    3 zeigt, teilweise im Schnitt und       teilweise    in Ansicht, eine andere     Ausfüh-          rungsform        eines    Gleichrichters.;  Fix. 4 ist ein     Querschnitt    :eines zu     Fig.    3       gehörigen    Teils.  



  Die in     Fig.    1 und 2     dargestellte    Gleich  richterröhre ist für die     Gleichrichtung    von       Dreiphasenwechselstrom    mit einer Effektiv  spannung von 22:0 V zwischen jeder Anode  und der Kathode bestimmt.

   Die Höhe der  Röhre ist ungefähr 25 cm und     alle    Teile     sind     ungefähr im richtigen     Verhältnis    zueinander       dargestellt.    Die Kathode 1 ist     mittelst    Zu  führungsdrähten, :

  die von auf der Quetsch  stelle 5 des Füsschens 6 angeordneten     Steatit-          röhrchen    3 und 4 umgeben sind, in einem  Glasgehäuse 2     untergebracht.    Die Zufüh  rungsdrähte 7 und 8 sind in die Quetsch  stelle 5 eingeschmolzen und mit den Kontak  ten des     Kupfersockels    9     verbunden.    Das       Glasgehäuse    2 hat drei rechteckig gekrümmte  Arme 10, 11 und 12. deren senkrechte Teile  die Anodenkammern bilden, in denen :die  Anoden 13 auf den Füsschen 14 angeordnet    sind.

   Die     Zuführungsdrähte    ,der Anoden sind  wieder durch     Steatitröhrchen    15 geschützt,  die durch eine     zylindrische    Verlängerung 16  des     Füsschens    geschoben sind. Die Poldrähte  sind vakuumdicht durch die Quetschstelle  dieses     Füsschens    hindurchgeführt und mit  den     Ansehluss:kappen    17 verbunden.  



  Der     wagrechte    Teil der Arme 10, 11 und  12 wird grösstenteils     :durch        Metallringe    18  gebildet,     :die    man an ein geeignetes Potential  anlegen kann, damit die     Entladung    nach  jeder Anode jeweils     richtig    gezündet wird.  Ferner kann man zum     Steuern    der Entla  dung an diese Ringe 18 auf bekannte Weise       eine    Steuerspannung anlegen.

   Die Kathode  1 ist vorzugsweise von der Art der     Wehnelt-          kathoden,    bei der als     Bekleidung    ein Oxyd,  zweckmässig     Bariumogyd,        verwendet    wird.    In der     Praxis    tritt bei solchen 220 V  Gleichstromröhren zwischen den Anoden eine       Scheitelspannung    von 540 V auf.

   Wenn  eine     Argongasfüllung    mit einem Druck zwi  schen 0,5 mm und     .0,ss1    mm     Hg,    zum Beispiel  0,03 mm     Rg        verwendet    wird, und     ausserdem     eine Menge flüssigen Quecksilbers in die  Röhre     eingeführt    wird, so zeigt es sich in  der Praxis, dass die     Rückentladungsgefahr     vollständig ausgeschlossen ist, und dass die  Entladungsröhre sogar zwei bis dreimal grö  ssere Spannungen aushält.  



  Bei der     Ausführungsform    nach den     Fig.    3  und 4 sind sämtliche Elektroden in einem  einzigen durch das Glasgefäss 20     gebildeten.     zylindrischen Raum untergebracht. Die  linke Hälfte der     Fig.    3: veranschaulicht einen  Schnitt nach der Linie     III-IH    der     Fig.    4,  die einen Querschnitt nach der     Linie    IV IV  der     Fig.    3 darstellt. Auf der rechten Hälfte  der     Fig.    3 ist das Gefäss 20 mit     Inhalt    in  Ansicht veranschaulicht.

   Die Höhe dieser  Röhre beträgt etwa 17 cm und sämtliche  Teile sind im     richtigen    gegenseitigen Ver  hältnis dargestellt. Es hat sich nunmehr als  möglich     erwiesen,    in diesem Raum einen       Gleichrichter        unterzubringen,    der ebenfalls  für das Gleichrichten von     Dreiphasenwech-          selstrom    von der gleichen Spannung wie im           vorgenannten    Ausführungsbeispiel bestimmt  ist, wobei die Röhre mit Neon mit einem  Druck     zwischen    1 mm und 0,02 mm     Hg,    zum  Beispiel 0,

  5 m<U>m</U>     Hg    unter Zusatz einer  Menge     flüssigen,        Quecksilbers    gefüllt wird.  



  In der Zeichnung sind die Anoden mit  21, 22, 23 bezeichnet. Bei der Anode 21 ist  ersichtlich,     dassdiese    auf das Ende 24 des  von einem     Steatitröhrchen    26 umgebenen  Poldrahtes 2'5 geschraubt ist. Das     Steatit-          röhrchen    ist bei 27 an einen     Glaszylinderan-          satz    28     angeschmolzen,    der mit der     Wand     des Gefässes 20 ein Ganzes bildet.

   Am     an-          .dern    Ende ist das     Steatitröhrchen    26 in eine       passende    Bohrung 29 der Anode 21 einge  schoben,     und    an der Basis der Anode ist noch  eine     konzentrische    Bohrung 30 mit     etwas     grösserem     Durchmesser    vorgesehen.

   Hier  durch wird erreicht, dass die Stelle, an der  die aus Graphit bestehende Anode 21 mit  dem     Steatitröhrchen    26 in Berührung kommt,  durch einen engen, verhältnismässig langen  Weg von der Entladung getrennt ist, so     dass     die     Entstehung    einer     Glimmentladung    an .der  genannten Berührungsstelle vermieden wird.  



  Der Poldraht 25 ist an eine Chromeisen  scheibe 31     angeschweisst,    deren Ränder an die  Glaswand des Gefässes 20     angesehmolzen     sind. An der     Aussenseite    ist die Scheibe 31  mit einem     Anschlusskontakt    32 versehen.  



  Die andern Anoden 22 und 23 sind ent  sprechend angeordnet.  



  Die Anoden 21, 2,2, 23 sind von einem  zylindrischen Gehäuse 33 umgeben,     das    an  der untern     .Seite    offen ist, und durch sich  radial von der Mitte in     Längsrichtung    er  streckende Trennungswände in drei Teile ge  teilt ist, die je eine Anode enthalten.  



  Für jede Anode ist ein Teil der Aussen  wand     des    Zylinders 33 durch Metallgaze er  setzt, so     dass    die Entladung sowohl an der       Unterseite,    als auch durch diese Metallgaze  teile 35, 36 und 3.7 austreten und gleichzeitig  die Wärme von den Anoden     ausgestrahlt     werden kann. Der     restliche,    nicht durchlö  cherte Teil des Zylinders 3:3 zusammen mit  den Scheidewänden 34 genügt zur Vermei  dung einer Entladung zwischen den Anoden.

      Dem durch den Zylinder     33    gebildeten  Metallgehäuse kann     mittelst    des Zuführungs  drahtes 38, der bei 39 durch die Wand der       Entladungsröhre        hindurchgeführt    ist, ein       geeignetes    Potential     aufgedmückt    werden.  



  Im obern Teil der Röhre ist eine     Glim-          mers-cheibe    40 vorgesehen, welche die Durch  führungsstellen der     Anodenzuführungsleiter     vor einer zu hohen Erhitzung schützt, wo  durch die     Einschmelzungen    geschädigt wer  den könnten.  



  Die Kathode 41 ist wieder eine     Wehnelt-          kathode    und mit den Poldrähten 42 und 43  versehen, die entsprechend den Anoden mit  Hilfe der     Chromeisenscheiben    44 durch die       Glaswand    des Gefässes 20     hindurchgeführt     sind. Die Kathode ist von     einem        .Schirm    45  umgeben, der zum Beispiel mechanisch und  elektrisch durch den Leiter 46 mit dem Pol  draht 43 verbunden ist.

   Dieser Schirm 45  hat unter anderem den Vorteil, dass     Rück-          entladungen    nach besser verhindert werden,  und dass eine     Zerstäubung    des     Kathodenma-          terials    auf Anoden und Glaswand hintange  halten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gleichrichterröhre zum Gleichrichten von Wechselspannungen, bei der die Scheitel- spannung zwischen einer Anode und der Kathode wenigstens 250 V beträgt, mit einer Glühkathode und mindestens einer Anode und einer aus einem Gemisch von Argon oder Neon und gesättigtem Quecksil- berdampf bestehenden Gasfüllung, dadurch gekennzeichnet, dass für das dem Quecksil ber zugesetzte Edelgas ein Druck verwendet wird, dessen obere und untere Grenzen für Argon bei 0,
    5 mm und 0,01 mm Ilg, und für Neon bei 1 mm und 0,02 mm Hg liegen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gleichrichterröhre nach Patentanspruch. dadurch' gekennzeichnet, dass beim Be trieb der Röhre der Quecksilberdampf- ,druck von .der gleichen Grössenordnung wie der Edelgasdruck ist. 2. Gleichrichterröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden wenigstens an der Oberfläche aus Graphit bestehen und -die Elektrodenzuführungs- drä.hte vor der Entladung geschützt sind.
    3. Gleichrichterröhre nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektro- denzuführungsdrähte durch Isolierröhr- chen vor der Entladung beschützt sind.
CH178348D 1933-08-07 1934-07-16 Gasgefüllte Gleichrichterröhre. CH178348A (de)

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