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Elektrisel1e Gasentladungsröhre mit ultraviolettdurehlässiger Hülle.
Die bisherigen Queeksilber-Dampflampen mit ultraviolettdurchlässiger Hülle sind entweder
Quecksilber-Dampflampen nach dem Prinzip der Bogenentladung, oder solche die nach dem Prinzip der Glimmentladung arbeiten. Die Ersteren haben den Vorteil einer starken U. V.-Strahlung bei sehr heissem Quarzbrenner, die letzteren auf dem Prinzip der Glimmentladung arbeitenden Quarzlampen bleiben relativ kalt. Die Ausbeute an U. V.-Strahlen ist bei Lampen mit Glimmentladung schwächer als bei den Queeksilber-Dampflampen mit Bogenentladung. Quecksilber-Dampflampen mit Bogen- entladung werden in der ärztliche Praxis für allgemeine Bestrahlungen, in der Technik zur Bestrahlung von Substanzen verwendet, doch kommt in allen Fällen das Bestrahlungsgut nicht in Berührung mit dem Quarzbrenner.
Die kaltbleibenden Quarzbrenner mit Glimmentladung kommen in direkte Berührung mit dem Bestrahlungsgut, haben jedoch, wie schon frührer erwähnt, den Nachteil, dass sie eine geringe Ausbeute an U. V.-Strahlen liefern. Die geringe Ausbeute an U. V.-Strahlen bei den Glimmlichtquarzlampen ist in jenen Fällen, wo bei direkter Einwirkung auf die Bestrahlungssubstanz grössere Dosen an U. V.-Strahlen nötig sind, ein Nachteil.
So sind beispielsweise bei Bestrahlung des Kehlkopfes mit Glimmlichtquarzlampen sehr lange Bestrahlungszeiten notwendig, um eine günstige Beeinflussung auf Infiltrate oder Tuberkulosegeschwüre hervorzurufen. Derartige Fälle gibt es nicht nur sehr viele in der ärztlichen Praxis, sondern auch in der Technik, wo regelbare Dosen von U. V.-Strahlen in grossen Grenzen von einer Lampe verlangt werden.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine elektrische Gaslampe, die gestattet die Vorzüge der beiden jetzt auf dem Markt befindlichen Quarzquecksilberdampflampen-Typen zu vereinigen und zu ermöglichen, sowohl mit Glimmlicht als auch mit Bogenentladung zu arbeiten. Durch eine solche Lampe wird erreicht, dass man beliebige Stärken an U. V.-Strahlen durch Regelung der Stromstärke erhält und dass auch der Wärmegrad, mit welchem die Lampe arbeiten soll, in grösseren Grenzen beliebig eingestellt werden kann.
Die neue Quecksilber-Dampflampe mit Edelgasfüllung und Quecksilberzusatz ermöglicht beim Durchgang des elektrischen Stromes durch Intensitätsregelung mit der Glimmlichtentladung anzufangen und bei zunehmender Stromstärke die Glimmentladung in eine Bogenentladung überzuführen. Dies wird dadurch erreicht, dass, mindestens eine Elektrode der U. V.-Lampen als Glühkathode oder als zylindrische Metallkathode die in bekannter Weise mit Strontiumoxyd oder irgendeinem andern elektronenemittierenden Stoffe aktiviert wurde, ausgebildet und eine oder mehrere Anoden in der Lampe angeordnet sind, die ebenfalls mit elektronenemittierenden Stoffen aktiviert sind.
Die Glühkathode oder aktivierte Metallkathode und auch die Anoden setzen den Elektrodenfall soweit herab, dass eine Zündung der Lampe bei zirka 90 Volt erfolgt und bei dem Anlegen dieser Spannung und Wahl eines entsprechenden Vorschaltwiderstandes eine Glimmentladung mit einer Stromstärke von zirka 20 Milliampere eingestellt wird.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Quarzquecksilber-Dampflampe gemäss der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel mit Schaltungsschema veranschaulicht.
In dem mit beliebigen Gasen, Gasgemischen, Dämpfen oder aber auch einem Dampfgemisch gefüllte, aus Quarz oder sonst einem ultraviolettdurchlässigen Material hergestellten Ultraviolettlampenkörper 1 befindet sich eine eingeschmolzen Röhre 2, welche den Lampenkörper mittels der Scheiben-
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einschmelzung 3, in zwei Kammern 4, 5 teilt. Am unteren Ende des Innenrohres 2 ist eine Glühkathode oder aktivierte Metallelektrode 6 aufgewickelt oder in irgendeiner andern Art befestigt. In gleicher Weise ist auf das Innenrohr 2 in der Kammer 4 die Anode 7 angebracht. In beiden Kammern befindet sich je ein Tropfen Quecksilber 8 oder eine kleine Menge eines andern dampfbildenden Materials, wie Cadmium, Kalium u. dgl.
Die Verdampfung des in den Elektrodenkammern 4,5 eingeschlossenen Materials wird durch die sich beim Stromdurchgang erwärmenden Elektroden gefördert und durch den elektrischen Strom zum Leuchten und zur Ausstrahlung des im eigenen U. V.-Lichtes angeregt. Die Einschmelzstelle 9 stellt die Stromzuführung zur Anode 7, die Einschmelzstellen und Stromzuführungen zur Glüh- kathode 6 sind mit 10, 11 bezeichnet.
An den Enden der Sekundärspule des von einem Wechselstromnetz üblichen Gebrauchsspannung gespeisten Transformator 12, ist die Glühkathode 6 durch die Stromzuführung 10, 11 angeschlossen. Die Anode 7 ist unter Zwischenschaltung des Regulierwiderstandes 13 mit der Leitung 14 an eine Klemme15 des Wechselstromnetzes gelegt. Die Klemme 16 des Wechselstromnetzes liegt an dem herausgeführten Mittelpunkt der Sekundärspule des Transformators 12. Fliesst Strom durch den Transformator 12, wird die Glühkathode 6 mit Wechselstrom niederer Spannung geheizt, emittiert Elektronen und ionisiert den Gasinhalt der U. V.-Lampe.
Der Wechselstrom normaler Gebrauchsspannung nimmt seinen Weg von der Klemme 15 über den Widerstand 13, der von beträchtlicher Grösse ist, zur Anode 7, über den ionisierten Gasinhalt des Lampenkörpers 1, durch die Röhre 2 zur Kathode 6, über diese zum Transformator 12 und von dessen Mittelpunkt zurück zur Klemme 16 ; so lange beim Widerstand 13 der volle Widerstand
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ampere der eine milde U. V.-Strahlung der im Lampenkörper 1 eingeschlossenen Gassäule bewirkt.
Wird der Widerstand 13 nach und nach verringert, so wird der durch die Gassäule des Lampenkörpers fliessende Strom im gleichen Verhältnis grösser,, wodurch die Entladungsform von der Glimmentladung nach und nach in eine Bogenentladung übergeführt wird.
Bei Bestrahlungen mit ultraviolettem Licht ist es manchmal (z. B. beim Bleichen einzelner Zähne) erwünscht, dass nur ein kleiner Körperteil unter dem Einfluss ultravioletter Strahlen gelangt. Um diesen Zweck zu erreichen, wird die U. V.-Lampe selbst aus ultraviolettundurchlässigem Material, Opalquarz od. dgl., verfertigt und nur ein Fenster aus ultraviolettdurchlässigem Material, z. B. Klarquarz, in jenem Teil der Quarzlampe eingeschmolzen, der U. V.-Strahlen aussenden soll. Fig. 2 stellt eine U. V.-Lampe für die Bestrahlung der Mundhöhle dar. Der ganze Lampenkörper 1 ist aus ultraviolettundurehlässigem Material gebildet und nur ein ovales Fensterchen aus Klarquarz im Schnitt a-b gezeichnet, gestattet den U. V.-Strahlen ungehinderten Durchgang.
Für den Kehlkopf wird sich die in Fig. 3 gezeichnete Form eines Brenners empfehlen. Der in Fig. 3 dick gezeichnete Teil des Brenners ist aus ultraviolettundurchlässigem Material hergestellt, während das Fensterehen f eine ovale Fläche besitzt. Wird nun der Brenner in den Kehlkopf eingeführt, gelangt nur der Kehlkopf in den Bereich der U. V.-Strahlen, während die Schleimhaut des Mundes und des Halses vor Verbrennungen durch U. V.-Stramen geschützt ist.
Für Bestrahlungen von 1astdarmgeschwÜren wird ein Brenner in Fig. 4 dargestellt, von Nutzen sein. Bei diesem Brenner ist wiederum der dick gezeichnete Teil ultraviolett undurchlässig, der schwachgezeichnete Teil ultraviolettdurchlässig. So kann man nach Anbringung geeigneter Klarquarzfenster od. dgl. Brenner herstellen, mit denen man vorher gewählte Bestrahlungsflächen ohne Gefährdung benachbarter Stellen mit ultraviolettem Licht behandeln kann.
In dem Bereich der U. V.-Strahlen können nun nach Wunsch des behandelnden Arztes durch Wahl verschiedener Brenner mit verschieden grossen und verschieden geformten Klarquarzfenstern
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Lampe spiral-, schlangen-oder U-formig geformt, wo Ultraviolettkonzentration gewünscht wird.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform mit teilweise spiralförmig ausgeführten Leitelement dargestellt.
In das Hauptrohr 1 ist ein engeres Leitrohr 2 mittels einer Seheibeneinschmelzung 3 eingesehmolzen.
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