AT129050B - Gerät zum Behandeln des Kehlkopfes mittels ultravioletter Strahlen. - Google Patents
Gerät zum Behandeln des Kehlkopfes mittels ultravioletter Strahlen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Gerät zum Behandeln des Kehlkopfes mittels ultravioletter Strahlen. Die bekannten Geräte zum Behandeln des Kehlkopfes mit ultravioletten Strahlen sind meist so beschaffen, dass an ein die Quecksilberdampflampe enthaltendes Gehäuse ein flaches Strahlenführungsrohr angesetzt ist, welches in den Kehlkopf des Patienten eingeführt wird und die ultravioletten Strahlen der zu behandelnden Stelle des Kehlkopfes zuführen soll. Da dieses Strahlenführungsrohr geradlinig sein muss, so ist eine besondere Lage des Kopfes des Patienten erforderlich (der auf einem Tisch am Rücken liegende Patient muss den Kopf über die Tischkante herunterhängen lassen), um dieses Führungsrohr bis zum Kehlkopf einführen zu können. Diese sehr unbequeme Lage des Patienten wird durch das in einem Stativ festgehaltene Gerät fixiert, wodurch die Behandlung mit einem solchen Gerät für den Patienten äusserst unangenehm ist. In konstruktiver Beziehung ist das erwähnte Gerät und das dazu erforderliche Stativ sehr kompliziert, kompliziert ist aber auch die Handhabung durch den Arzt. Überdies hat dieses Gerät den Nachteil, dass die Strahlen nicht überallhin dirigiert werden konnten, wo man sie brauchte. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Gerät zum Behandeln des Kehlkopfes mit den ultravioletten Strahlen einer Quecksilberdampflampe, bei welchem der Entladungsraum der Dampflampe in dem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Endteil eines Hohlkörpers angeordnet ist, der derart bemessen und gekrümmt ist, dass er in einfacher Weise-ähnlich wie andere Kehlkopfinstrumente-in den Kehlkopf eingeführt werden kann. Der den strahlenaussendenden Raum enthaltende Endteil des Hohlkörpers gelangt dabei über den offenen Kehldeckel hinweg bis nahe an die Stimmbänder heran, so dass die von dieser tiefsten Stelle ausgehenden Strahlen alle Teile des Kehlkopfes treffen können. Der Patient kann dabei eine ganz bequeme Lage einnehmen, und auch die Handhabung des Gerätes durch den Arzt ist ganz einfach. Ein Ausführungsbeispiel eines solchen Gerätes ist in der Zeichnung in einem schematischen Schnitt dargestellt. Diese Ausführungsform des Gerätes besteht aus der zylindrischen Metallhülse 1, an deren einem Ende ein Hohlkörper 2 angesetzt ist, der bogenartig gekrümmt ist und sich gegen sein geschlossenes Ende hin etwas verjüngt. Dieser Hohlkörper 2 kann zur Gänze aus einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Material, z. B. Quarzglas, bestehen. Er enthält ein U-förmig gebogenes Rohr 3 aus einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Material, also z. B. gleichfalls aus Quarzglas, in dessen beide Schenkel Quecksilber eingefüllt ist. Der Scheitelteil 4 dieses U-förmigen Rohres 3 liegt im geschlossenen Endteil des Hohlkörpers 2. An die Enden der beiden Äste des U-förmigen Rohres 3 sind die Stromzuführungen 5 angeschlossen, die bis an das hintere geschlossene Ende der Metallhülse 1 reichen, wo sich die Klemmen für den Stromanschluss befinden. In die Metallhülse und den Hohlkörper sind Rohre 6 eingesetzt, deren eines zum Einführen und deren anderes zum Abführen einer Kühlflüssigkeit dient. An der Metallhülse 1 ist ein Handgriff 7 befestigt. Soll die Lampe in Betrieb gesetzt werden, so wird an ihre Elektroden eine entsprechend hohe Spannung gelegt und das Gerät so gewendet, dass der Scheitel des U-förmigen Rohres der Quecksilberdampflampe abwärts gerichtet ist. Dann wird das Gerät wieder so gewendet. <Desc/Clms Page number 2> dass der Scheitelteil des U-Rohres aufwärts gerichtet wird, so dass das Quecksilber aus dem Scheitelteil des U-Rohres zu beiden Seiten in die Äste des U-Rohres abfliesst. Hiedurch entsteht zwischen den beiden Quecksilberelektroden ein Abstand, der durch richtige Wahl der Queck- silbermenge so gross ist, dass dazwischen eine Bogenentladung zustande kommen kann. Dabei bildet sich zwischen den beiden Elektroden im Scheitelteil des O-Rohres Quecksilberdampf, dessen Druck es verhindert, dass die beiden Quecksilbersäulen im Scheitelteil wieder ineinanderfliessen, wenn das Gerät wieder so gewendet wird, dass der Scheitelteil des U-Rohres abwärts gerichtet ist. Ist also die Bogenentladung einmal zustande gekommen, so kann man das Gerät nach allen Richtungen drehen, wenden und kippen, ohne dass die Quecksilberelektroden sich einander nähern können, und hiedurch ist es möglich, den Lichtbogen bei jeder beliebigen Lage des Gerätes aufrechtzuerhalten. Dies ist aber nötig, um das Gerät in den Kehlkopf des Patienten einführen und dann die Bestrahlung im Kehlkopf vornehmen zu können. Sichergestellt wird diese Möglichkeit, die Bogenentladung bei allen Lagen des Gerätes aufrechtzuerhalten, durch die richtige Wahl der Gestalt und der Abmessungen des Entladungsraumes der Lampe, damit eben der Quecksilberdampfdruck die beiden Elektroden, nachdem einmal die Zündung stattgefunden hat, in allen Lagen voneinander entfernt hält. Man kann zu diesem Zwecke den Scheitelteil 4 des U-Rohres auch etwas enger machen als die beiden Äste, u. zw. entweder zur Gänze oder an einigen Stellen, und die Verengung kann dabei auch die Grössenordnung einer Kapillare erreichen, so dass dann auch der Kapillarwiderstand die Quecksilbersäulen verhindert, ineinanderzufliessen. Um die Quecksilbersäulen am Anfange zusammenzubringen und wieder voneinander zu entfernen, muss man das Gerät Erschütterungen aussetzen-ähnlich wie dies bei einem Fieberthermometer geschieht. In der Regel ist es angezeigt, nur das äusserste Ende des Scheitelteiles 4 der U-förmigen Quecksilberdampflampe ausstrahlen zu lassen, und zu diesem Zweck kann man den darüberliegenden Teil des Hohlkörpers 2 mit einer undurchlässigen Schutzhülle 8 oder einem solchen Überzug versehen. Man könnte natürlich den Hohlkörper 2 auch aus einem gegen ultraviolette Strahlen undurchlässigen Material herstellen und nur am Ende ein durchlässiges Stuck ansetzen. Bei Anwendung einer aus einem U-förmigen Rohr bestehenden Quecksilberdampflampe könnte man die beiden Elektroden auch dadurch am Scheitelteil voneinander getrennt halten, dass man dort eine Gasmenge einfüllt, die einerseits die Elektroden in entsprechender Ent- fernl1ng voneinander hält, anderseits aber zum Zünden des Quecksilberbogens eine Entladung ermöglicht. Man kann aber auch andere Bauarten von Quecksilberdampflampen anwenden. So kann man beispielsweise am Ende des Hohlkörpers 2 ein Entladungsgefäss anordnen, welches in bekannter Weise mit einem Edelgas gefüllt ist und an irgendeiner Stelle einen Tropfen Quecksilber eingelagert enthält. Man kann auch die beiden Elektroden oder mindestens eine davon heizen, was gleichfalls bekannt ist, und kann dann bei verhältnismässig niedrigen Spannungen zunächst eine Entladung in dem Edelgas erhalten, wodurch das Quecksilber verdampft und zur Aussendung ultravioletter Strahlen angeregt wird. Auch eine solche Quecksilberdampflampe lässt jede Bewegung des Gerätes zu, ohne dass sie in ihrem Betrieb gestört werden würde. Auch im übrigen kann das Gerät in'seiner Gesamtheit und in seinen Einzelheiten (z. B. die Kühleinrichtung) in baulicher Beziehung in verschiedener Weise abgeändert werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gerät zum Behandeln des Kehlkopfes mittels'der ultravioletten Strahlen einer Queck- silberdampflampe, dadurch gekennzeichnet, dass der Entladungsraum der Quecksilberdampflampe, die so beschaffen ist, dass die Entladungserscheinung bei jeder beliebigen Lage der Lampe erhalten bleibt, in dem für Ultraviolettstrahlen durchlässigen Endteil eines zum Einführen in den Kehlkopf des Patienten entsprechend gebogenen und bemessenen Hohlkörpers angeordnet ist.
Claims (1)
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Quecksilber- dampflampe aus einem U-förmigen Rohr besteht, dessen Äste mit Quecksilber gefüllt sind und dessen Scheitel in den Endteil des gekrümmten Hohlkörpers hineinragt und das schliesslich so gestaltet und bemessen ist, dass der Dampfdruck, der im Scheitelteil des U-Rohres bei der Entladung entsteht, imstande ist, bei allen Lagen des Gerätes die beiden Quecksilberelektroden, die zum Zwecke des Zündens im Scheitelteil des U-Rohres miteinander vereinigt werden, von- einander entfernt zu halten.3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitelteil des U-förmigen Rohres gegenüber den Ästen ganz oder zum Teil verengt ist, wobei das Mass. der Verengung auch die Grössenordnung einer Kapillare erreichen kann.4. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,. dass im Scheitelteil der U-förmigen Quecksilberdampflampe eine ! kleine Gasmenge, vorzugsweise ein Edelgas, enthalten ist. <Desc/Clms Page number 3>5. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der ultravioletten Strahlen ein Entladungsgefäss mit Edelgasfüllung, dessen Elektroden gegebenenfalls geheizt sind, und einer an beliebiger Stelle eingelagerten geringen Quecksilbermenge verwendet wird.6. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Quecksilberdampflampe enthaltende Hohlkörper mit einer Kühleinrichtung versehen ist. EMI3.1
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