AT130016B - Vorrichtung zum Aktivieren und Sterilisieren von trüben und klaren Flüssigkeiten. - Google Patents
Vorrichtung zum Aktivieren und Sterilisieren von trüben und klaren Flüssigkeiten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum Aktivieren und Sterilisieren von trüben und klaren Flüssigkeiten. Die sterilisierende Wirkung chemisch-und elektrophysikalisch wirkender Strahlen ist an sich bekannt. Bisher war es die Quecksilberdampflampe aus Quarz, welche zum Zwecke der Sterilisation von Flüssigkeiten und auch zu Heilzwecken benutzt wurde. Gerade diese Lampe ist jedoch hiefür recht ungeeignet, da sie verhältnismässig viel Wärmestrahlen aussendet, welche die behandelten Stoffe ungünstig beeinflussen. Um die Wirkung der Wärmestrahlen zu vermindern, hat man daher die zu behandelnden Stoffe stets in grösserem Abstande von der Lampe gehalten, was jedoch naturgemäss auch eine Verminderung der gewünschten Bestrahlungswirkung mit sich brachte. Dieser Übelstand wurde dadurch behoben, dass die zu behandelnden flüssigen Stoffe unmittelbar an einem Bestrahlungsrohr, wie eine Moore-Röhre u. dgl., das überwiegend ultraviolette und nur geringe Wärmestrahlen erzeugt, entlang geführt werden. Die so behandelten Stoffe sind mit einer künstlich erzeugten Strahlenemanation aufgeladen, wodurch den Stoffen die Kraft verliehen ist, auf den gesamten Organismus aller Lebewesen gesundheitfördernd einzuwirken und für eine gewisse Zeitspanne nach der Aufladung sogar Heilwirkungen auszuüben. Die zur Füllung der Röhren geeigneten Gase sind in erster Linie Stickstoff, Wasserstoff, Kohlensäure, Argon und Helium. Gemäss der Erfindung wird dem Bestrahlungsrohr Sehlangenform gegeben, die einzelnen Teile des Rohres werden in geringem Abstande von Porzellanrohren od. dgl. umgeben. Zweckmässig wird die Entladung durch eine im Rohre angebrachte Scheidewand oder ein konaxiales inneres Rohr gezwungen, die Länge der Röhre mehrmals zu durchlaufen. Eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtungen zeigt die Zeichnung, u. zw. ist Fig. 1 eine teilweise geschnittene Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 und 4 Einzelheiten, Fig. 5 einen Längsschnitt und Fig. 6 eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform. Die zu aktivierende und sterilisierende Flüssigkeit, beispielsweise Milch, wird in den Behälter 1 eingefüllt und fliesst durch den Hahn 2 dem Verteilungsrohr 3 zu. Von diesem aus führen Einstellhähne 4 zu den am inneren Umfang gelochten Halbrohren 5, welche die Flüssigkeit auf das schlangenförmige Quarzrohr 6 verteilen. Die vollkommen gleichmässige Verteilung erfolgt durch im Einlauftrichter 7 lagernde Glaskugeln. Die Flüssigkeit wird jetzt von dem das Quarzrohr 6 umschliessenden, mit Innenwindungen versehenen Porzellanrohr 8 (s. Fig. 3) gefasst, welches innen vergoldet ist, um die Strahlen zurückzuwerfen. Die Flüssigkeit umkreist also nach unten abfliessend das Sterilisationsrohr 6. Die unteren Bogen der Quarzrohrschlange tauchen in eine Fangrinne 9 aus Porzellan ein, in der die bestrahlte Flüssigkeit gesammelt wird, um durch den Ablaufstutzen 10 abgelassen zu werden. Wird Milch sterilisiert, so kann diese durch passende Abfüllvorrichtungen aus der Fangrinne unmittelbar in Flaschen gefüllt oder zur Weiterverarbeitung in grösseren Behältern aufgefangen und weiter verwendet werden. Die Vakuull1Iöhren können auch aus einem am unteren Ende geschlossenen Quarzrohr 11, in welches ein zweites, konzentrisches Rohr 12 ebenfalls aus Quarz eingebaut ist, bestehen. Dieses zweite Rohr 12 ist am unteren Ende offen und mündet in der Nähe des Bodens des äusseren Rohres 11. Die oberen Enden beider Rohre sind nach entgegengesetzten Richtungen auseinandergebogen, derart, dass das innere Rohr 12 an einer Stelle 13 durch den Mantel des äusseren Rohres 11 hindurchtritt. An dieser Stelle J. 3 sind beide Rohre miteinander verschweisst. <Desc/Clms Page number 2> Um grössere Mengen eines Nährstoffes in kürzester Zeit zu behandeln, sind gemäss der Erfindung mehrere der beschriebenen Vakuumröhrenll und12 schlangenförmig hintereinander gereiht und geschaltet, wie es in Fig. 5 in punktierten Linien angegeben ist. Auf diese Weise lassen sich fünfzig und mehr solcher Rohre zu einem zusammenhängenden System vereinigen und demzufolge grössere Nährstoffmengen in kürzester Zeit ohne wesentliche Erhöhung des Stromverbrauches gegenüber der einfachen Anordnung behandeln. Das äussere Quarzrohr 11 wird in einem Abstand von einigen Millimetern von einem Behälter 16 umschlossen, in welchem der zu behandelnde Nährstoff regelbar von oben nach unten fliesst. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Bestrahlen von Flüssigkeiten mittels einer Bestrahlungsrohre, wie einer Moore-Röhre, die überwiegend ultraviolette und nur geringe Wärmestrahlen erzeugt, bei der die Flüssigkeit unmittelbar an der Röhre vorbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre Schlangenform hat und in geringen Abständen von Porzellanrohren od. dgl. umgeben ist.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Strahlen erzeugende Rohr im Innern mit einer Scheidewand od. dgl. versehen ist, durch welche der Strom auf seinem Wege von einer Elektrode zur ändern zur Richtungsänderung und zum mehrmaligen Durchlaufen der Länge des Rohres gezwungen wird, wodurch eine Mehrfachbestrahlung des einmal am Rohr entlang geführten Nährstoffes herbeigeführt wird.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Rohre ineinander derart angeordnet sind, dass das äussere Rohr am unteren Ende geschlossen, das innere Rohr am unteren Ende offen ist, während die oberen Enden-beider Rohre je eine Elektrode enthalten, bzw. an die die Hochspannungsentladungen erzeugende Anlage angeschlossen sind, derart, dass der Strom jeweils beide Rohre in ganzer Länge durchströmen, muss. EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
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| DE130016X | 1925-09-05 |
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