CH178231A - Dauerzündstab. - Google Patents

Dauerzündstab.

Info

Publication number
CH178231A
CH178231A CH178231DA CH178231A CH 178231 A CH178231 A CH 178231A CH 178231D A CH178231D A CH 178231DA CH 178231 A CH178231 A CH 178231A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
ignition rod
ignition
dependent
rod body
permanent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinand Dr Ringer
Original Assignee
Ferdinand Dr Ringer
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ferdinand Dr Ringer filed Critical Ferdinand Dr Ringer
Publication of CH178231A publication Critical patent/CH178231A/de

Links

Landscapes

  • Paints Or Removers (AREA)

Description


      Dauerzündstab.       Die Erfindung betrifft einen     Dauerzünd-          stab,    welcher wiederholt durch Anreiben an  einer Reibfläche entzündet und durch Aus  blasen gelöscht werden kann.  



  Der Erfinder hat bereits früher vorge  schlagen, das Ausmass des     Fortbrennens    bei       Dauerzündstäben    durch eine Oberflächen  schieht beispielsweise aus     Azetylzellulose    zu  regulieren. Diese Oberflächenschicht     hinter-          lä.sst    beim Verbrennen einen Kranz von festen  Rückständen und     kohligen    Bestandteilen. In  nerhalb dieses Kranzes kommt die Flamme  des     Zündstabes    zum Erlöschen, wenn sie  nicht früher ausgeblasen wird.  



  Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese  Überzüge nicht allen Anforderungen der  praktischen Verwendung genügen. So werden  vor allem die heissen Aschenteilchen, die  beim Abbrennen des     Zündstabkörpers        abge-          schleudert    werden, durch die ein kompaktes  Skelett bildenden Verbrennungsrückstände  dieser Überzüge nur zum kleinen Teil auf  gefangen. Diese Überzüge lassen sich ferner    nicht weiter verstärken, da sie, an sich aus  schwer brennenden Materialien bestehend,  dann derart kompakte Rückstände     ergeben,     dass diese zu einer starken Behinderung des  praktischen Gebrauches werden, da sie     zu          kompendiös    werden und schwer abgestreift  werden können.  



  Auch ist in vielen Fällen ein Regulieren  der Flamme des     Zündstabes    erschwert, da  verstärkte derartige Überzüge eine Vergrö  sserung der Flamme nach der Breite durch  ihre schwere Brennbarkeit völlig verhindern.  



  Es wurde nun ein ausschlaggebender  Fortschritt dadurch erzielt, dass man den       Zündstabkörper    mit einer neuartig zusam  mengesetzten Umhüllung umgibt, die min  destens aus einer Mischung von wenigstens  einem     Zellulosederivat    mit wenigstens einer  langsam und praktisch rückstandslos ver  brennenden Substanz besteht.  



  Diese Mischung wird vorzugsweise so ge  halten, dass deren beim     Verbrennen    entste  henden Rückstände einesteils so leicht sind,      dass ein Abstreifen derselben stets leicht  möglich ist und sie anderseits eben noch ein       Skelett    bilden, das abfallende Aschenteile  des     Zündstabkörpers    aufnehmen kann. Fer  ner wird vorzugsweise die Dicke der Umhül  lung so gross     ge Tählt,.dass    beim Brennen des  Zündstabes ein belästigendes Herausschleu  dern solcher heisser Aschenteile überhaupt  verhindert wird.  



  Diese Funktionen der Umhüllung lassen  sich durch geeignete Mischungen von     Zellu-          losederivaten    mit langsam und praktisch  rückstandslos verbrennenden Substanzen weit  gehend regulieren. Dabei wirkt es sich gün  stig aus, wenn dadurch die Umhüllung nun  auch an sich langsam brennbar wird,     ein <  <      Verbreiterung der Flamme ermöglicht wird  und dabei die Aschenteile des     Zündstabkör-          pers    nicht mehr zur Hauptsache nach oben  weggeschleudert werden, sondern im entste  henden     Skelett    dieser feinen Rückstände auf  genommen werden können.  



  Die Dicke der Umhüllung kann je nach  Durchmesser .des     Zündstabkörpers    in ziem  lichen Grenzen variieren und kann von  0,25 mm bis 5 mm und mehr betragen.  



  Zur -Verwendung gelangen vorzugsweise       Zellulosederivate,    die in organischen     Lo-          sungsmitteln    löslich sind, so ausser andern       Zelluloseestern    und     -äthern,    insbesondere       Azetyl-    und Nitrozellulose, denen eventuell  noch     Weichmachungsmittel    zugesetzt werden  können, wie     alkylierte    und     arylierte    Phos  phate und andere.  



  Die gleichsam zur Verdünnung beige  mischten, langsam und praktisch rückstands  los verbrennenden Komponenten sind vor  zugsweise Stoffe, die bei den Temperaturen  der Flamme ohne vorheriges Schmelzen lang  sam verbrennen, wie die auch als Hartspiri  tus verwendeten verschiedenen Kondensa  tionsprodukte von Aldehyden, wie zum Bei  spiel     Metal.dehyd    und     Hexamethylenbetramin.     Als gleichwirkend sind hierbei alle Stoffe  zu betrachten, welche, in Tablettenform ge  bracht, ähnlich wie diese verbrennen. Es kön  nen ferner andere ähnlich verbrennende Kör  per, wie höhere     Kohlenwasserstoffe,    deren    Derivate und Oxydationsprodukte, höhere  Alkohole und ähnliche organische Körper  verwendet werden.  



  Die Mischungsverhältnisse können inner  halb weiter Grenzen schwanken; die Verdün  nung von     Zellulosederivat    mit solchen Ver  brennungsstoffen kann so weit gehen,     da.ss     sehr feine     kohlige    Rückstände entstehen, oder  in andern Anwendungskombinationen wird  zum Beispiel ein     Azetylzellulosegehalt    so  hoch bemessen, dass die Flamme nach gewis  ser Zeit zum Erlöschen gebracht wird. So  kann man beispielsweise 1 Teil     Azetylzellu-          lose    durch     @%    bis 20 Teile, vorzugsweise 3  bis 10 Teile     Hexamethylentetramin    ver  dünnen.  



  Bei manchen Ausführungsformen der Er  findung werden der Umhüllung noch geringe  Mengen von     Zündmitteln    und Verbrennungs  stoffen einverleibt. Dazu können alle die  jenigen Stoffe, die auch in der Zündstab  lö     rpermasse    enthalten sind, verwendet wer  den, ferner Harze, Wachse und andere die  Verbrennung verbessernde Stoffe. Man er  zielt hierdurch den Vorteil einer besonderen  Regulierungsmöglichkeit für die Schnellig  keit des     Abbrennens    der Umhüllung im Ver  gleich zum     Zündstabkörper,    derart, dass der       Zündstabkörper    im Verhältnis zur Umhül  lung nicht konkav ausbrennt, sondern nach  Ablöschen und Abstreifen des Aschenskelet  tes eine etwas über diese emporragende  Kuppe aufweist.

   Bei andern Ausführungs  formen können die     Zündmittelmengen    in der  Umhüllung noch vermehrt werden, um ein  Entflammen des Zündstabes durch Anreiben  auch an der Umhüllung, wenn auch nicht so  eicht wie     mittelst    des     Zündstabkörpers,    be  wirken zu können.  



  Der     Zfindstabkörper    kann beispielsweise so  zusammengesetzt sein, wie dies im französi  schen Patent Nr. 708972 des Erfinders be  schrieben ist. Davon abweichend kann zum  Beispiel der     Ohloratgeb.alt    erhöht und dafür  der Gehalt an reibungsvergrössernden Stof  fen, wie Glaspulver, herabgesetzt werden.  Die Zusammensetzung des     Zündstabkörpers     ist jedoch nicht eingeschränkt zu verstehen;      diese kann je nach der verwendeten Reib  fläche, wie auch     umgekehrt    die Reibfläche  je nach den     Zündstabkörpern    variiert werden.

    Für     Zündstabkörper,    welche relativ arm     än          Sauerstoffsalzen    sind, werden zweckmässig  phosphorreiche oder sonst zündungsempfind  liche Reibflächen verwendet. Umgekehrt wird  bei Verwendung phosphorarmer Reibflächen  beispielsweise der Gehalt an Sauerstoffsalzen       irn    Zündtab erhöht.  



  Als Stoffe, welche Reibungsempfindlich  keit bewirken, können alle für diese Zwecke  auch bei gewöhnlichen     Ziindhölzern    bekann  ten Substanzen, wie     Bleithiosulfat,    Antimon  trisülfid, Braunstein,     Kaliumbichromat,    Zink-,  Eisen- und Chromoxyde,     Berlinerblau        etc.    in  Betracht kommen, die in mannigfaltigen Mi  schungen oder auch einzeln je nach dem Er  gebnis von     Vorversuchen    unter Berücksich  tigung der zu verwendenden Reibfläche ver  wendet werden können.

   Diese Stoffe können  teils in der Masse des Zündstabes, teils in  der Reibfläche vorhanden sein, wie dies auch  bei Zündhölzern bekannt ist, selbstverständ  lich aber stets derart,     da,ss    .durch Zusammen  wirken der verschiedenen Bestandteile Rei  bungsentzündlichkeit erreicht wird.  



  Es wurde speziell gefunden, dass durch       g        o        eringe        Mengen        von        Zusätzen,        wie        pulveri-          sierte    Kohle in irgend einer Form, Braun-,  Holz-, Tierkohle, aktive Kohle, Russ     etc..     Zinkstaub oder andere     feinst    verteilte Me  talle die     Verbrennungseigenschaften    und die  Entzündungsempfindlichkeit verbessert -wer  den können.

   Die verbessernde Wirkung dieser  Stoffe wird insbesondere durch die kataly  tische Beschleunigung der Sauerstoffabgabe  beim Anreiben des Stabes an einer Reib  flä.che erzielt. Es wurde ferner gefunden,  dass neben     Naliumchlorat    geringe Zusätze  von andern Sauerstoff abgebenden Salzen,  wie     Kaliumbichromat,        Ammoniumperchlorat     und dergleichen sehr vorteilhaft sind.  



  Für die zufriedenstellende Funktion sol  cher     Zündstäbe    haben Kornfeinheiten ent  sprechend Normalsieb von 80 bis 200 Ma  schen per Zoll die günstigsten Resultate er  geben. Diese Zahlen sind jedoch nicht als    Einschränkung der Erfindung zu verstehen.  Im Einzelfall wird je nach den Mengenver  hältnissen der besonderen Zusätze und dem  gewünschten Verteilungsgrad eine grössere  oder geringere Feinheit in Betracht kommen.  



  Es wurde ferner gefunden, dass die einzel  nen Partikel von mindestens einem Teil der  zur Herstellung des     Zündstabkörpers    verwen  deten Substanzen von Harzen oder Wachsen  eingehüllt werden können und dadurch vor  allem gegen Feuchtigkeitseinflüsse wider  standsfähiger werden. So können zum Bei  spiel     Hexamethylentetramin    oder Kalium  chlorat allein, oder die beiden Stoffe gemein  sam, nachdem sie vorerst trocken miteinan  der vermischt wurden, oder irgendwelche an  dere einzelne Substanzen oder Mischungen  von Substanzen, die zur Herstellung des       Zündstabkörpers    verwendet werden, diese       Vorbehandlung    erfahren.  



  Ausser den gebräuchlichen Harzen wie  Kolophonium, können auch Wachse, wie       Candelilla-,        Carnaubawachs        etc.    verwendet  werden. Das Verhältnis dieser zugesetzten  Harze oder Wachse zu .den pulverisierten  Stoffen ist derart zu wählen, dass die Ver  brennungseigenschaften des fertigen Stabes  nicht durch Bildung von Verbrennungsrück  ständen oder gegebenenfalls, je nach Wahl  dieser Zusatzstoffe, durch eine unerwünschte  Beschleunigung der Verbrennung, ungünstig  beeinflusst werden.  



  Die gewünschte Umhüllung der Teilchen  kann durch Verrühren der gepulverten Stoffe  mit dem geschmolzenen Harz oder Wachs bei       Temperaturen    erfolgen, die eine solche Ver  arbeitung gestatten, oder durch Verrühren  mit einer Lösung des Harzes oder Wachses  in einem organischen Lösungsmittel, das spä  ter, vorteilhaft unter andauerndem Rühren,       abgedunstet    wird. Das trockene Produkt  wird hierauf pulverisiert und zur Herstel  lung der     Zündstabkörper    weiter verwen  det. Die     gewünschte    Umhüllung der Teilchen  kann auch unter mehrmaliger Wiederholung  des     beschriebenen    Verfahrens bewirkt wer  den.

   Auf diese Weise kann auch die Menge  des Harzes oder Wachses reguliert werden,      oder es können solche Substanzen schicht  weise einzeln oder Mischungen mehrerer der  selben aufgetragen werden. Im allgemeinen  werden etwa. 1 bis 4 % , vorteilhaft     9-%    sol  cher Harze oder Wachse als Umhüllungs  stoffe zugesetzt, bezogen auf das     Gesamt-          (yewicht    des     Zündstabkörpers.     



  Die Umhüllung des     Zündstabes    kann auf  irgendeine geeignete Weise, wie Umpressen,  Umhüllen,     Ein-wickeln        etc.    auf den     Zünd-          stabkörper    aufgebracht werden. Vorzugs  weise erfolgt dieses Aufbringen jedoch so,  dass eine Lösung von     Zellulosederivat    in min  destens einem organischen     Lösungsmittel    her  gestellt wird, die noch mindestens eine lang  sam und praktisch rückstandslos verbren  nende     Substanz    enthält.

   Diese Lösung wird  zum Beispiel nach dem Tauch- oder Spritz  verfahren auf den     Zündstabkörper    aufge  bracht und das Lösungsmittel nachher auf       geeignete    Weise     abgedunstet.    Die Inkorpo  rierung der Mischungskomponenten erfolgt  am besten so, dass die im verwendeten orga  nischen Lösungsmittel löslichen Substanzen  in der Lösung von     Zellulosederivat,    sei es  von Anfang an, mit dem     Zellulosederivat    zu  sammen oder nachträglich, gelöst und die im  Lösungsmittel unlöslichen Komponenten in  entsprechend fein verteilter Form suspen  diert werden.

   Es können auch durch Ruf  pressen, Eintauchen oder nach dem Spritz  verfahren mehrere unter sich verschie  dene     Mischungskombinationen    nacheinander  schichtweise aufgetragen werden, um diesen  Umhüllungen zum Beispiel besseren Halt zu  geben oder zur besseren Regulierung der       Brenneigenschaften    oder zur Erzielung eines  speziellen Schutzes gegen äussere Einflüsse.  



  Der Zündstab kann verschiedene Aus  gestaltungen erfahren; beispielsweise kann  zwischen     Zündstabkörper    und Überzugs  schicht eine dünne Schicht von reiner     Aze-          tylzellulose    oder     -Wasserglas    vorgesehen und  es können über die Umhüllung noch eine  oder mehrere     Überzugsehiehten    aus Harzen,  Wachsen, Paraffin, Stearin, Lacken,     Zellu-          losederivaten,    imprägniertem oder nicht im  prägniertem Papier oder dergleichen mehr    aufgezogen werden.

   Bei manchen     Au3füh-          rungsformen    werden die umhüllten Stäbe     ein-          oder    mehrmals in eine 1- bis 10 %     ige    Lösung  von     Zellulosederivaten,    wie zum Beispiel     Ni-          tro-,        Azetylzellulose,        Zelluloseäthern,    even  tuell mit Zusatz von     Weichmachungsmitteln,     Füllstoffen und Farbstoffen getaucht. Auch       können    Kunstharze, Harze oder Lacke ver  schiedenster Art verwendet werden.

   Das Lö  sungsmittel wird hierauf durch Trocknen bei  gewöhnlicher oder     erhöhter    Temperatur oder       i,i    einem kalten oder warmen Luftstrom oder  auf ähnliche Weise     abgedunstet.     



       Ausf        ührungsbeispzele:     1. Ein     Zündstabkörper,    bestehend aus  50 Teilen     Kaliumehlorat     4 Teilen     Calciumplumbat     1 Teil Schwefel  42 Teilen     Hexamethylentetramin     3 Teilen Leim  wird zunächst mit einem dünnen Überzug  von     Azetylzellulose    und sodann mit einem  dicken Überzug aus einer Mischung von 80       'feilen        Hexamethylentetramin    und 10 Teilen       Azetylzellulose    und 10 Teilen Nitrozellulose  versehen.

   Der ganze Stab wird sodann mit       einem    Papier aus faserfreier regenerierter  Zellulose umhüllt oder in einen Lack, bei  spielsweise aus     Azetylzellulose,    getaucht. Die       Überzugsschicht    kann etwa. eine Dicke vom  halben     Zündstabdurchmesser    haben, kann  aber je nach Verwendungszweck des Zünd  stabes verringert oder erhöht werden.

      <B>2 .</B>     Der        Zündstabkörper        wird        folgender-          massen    zusammengesetzt:  a)     Caleiumplumbat    4,0       Benzoylsuperoxyd    2,8  Kolophonium 1,2  Holzkohle 1,2       Kaliumbichromat    0,8  Glasmehl 8,0  b)     Hexamethylentetramin    40,0       Kaliumchlorat    36,0       Kölnerleim    (gelöst) 6,0    Die     unter        a)    genannten Körper werden ein  zeln (einst pulverisiert, sodann miteinander           -rundlich    vermischt.

   Dann wird     Hexamethy-          lentetramin    beigemischt und     feinst        verteilt.     Dies kann auf geeignete Weise durch     Mab-          h@ii    oder     Verreiben    geschehen. Schliesslich  wird     das        Kaliumchlorat    und der Leim       zu@;,efiigt    und die ganze Masse gründ  lichst gemischt und durchgeknetet und dann  durch     Strangpressen    und dergleichen oder  auf andere geeignete Weise unter hohem  Druck zu     Zündstabkörpern    geformt.  



  Die zum Pressen der     Zündstäbe    am besten       I,eei-;nete    Konsistenz der     teigartigen    Masse,       und    dementsprechend Flüssigkeitszusatz, wird  jeweils durch     Vorversuche    bestimmt, bei  spielsweise     unter    Anwendung von     Penetro-          metern    oder von Pressen für kleine Dosie  rungen, die speziell für diese Prüfungen kon  struiert werden.  



  Die Trocknung der     Zündstabkörper    er  folgt vorzugsweise derart, dass -die Stäbe  durch mehrere Tage in einer Trockenkam  mer belassen werden, wobei man die     Tem-          rieratur,    beginnend bei Raumtemperatur,  allmählich bis etwa 40 bis 45   C, erforder  lichenfalls aber darüber hinaus steigert.  Während dieser Zeit kann vorteilhaft eine       hellandlung    mit     Aldehy        ddämpfen    zwecks  Härtung durchgeführt werden.

   Man kann ,je  nach Zusammensetzung der Masse bei der  Trocknung Überdruck oder Unterdruck an  wenden,     wobei    jedoch     stets    derart verfahren  werden muss, dass eine unerwünschte Ände  rung der Massenzusammensetzung durch Ver  flüchtigung einzelner Bestandteile vermieden  wird.  



  Zur weiteren Verarbeitung wird nun eine       4%ige    Lösung von Nitrozellulose in Ace  ton verwendet, in welcher<B>10%</B>     Hexa.methy-          lentetramin,   <B>16%</B>     Metaldehyd    und 4 %     Ka-          liumchlorat    in     feinst    pulverisiertem Zustand       uspendiert    sind. Die getrockneten     Zünd-          stabkörper    werden in diese Lösung einge  taucht, bei<B>30'</B> während 10 Minuten ge  trocknet, das Tauchen wiederholt und die  Stäbe sodann erst bei 30  , dann bei 45  eine Stunde lang getrocknet.  



  Man kann auch eine Umhüllung so her  stellen, dass man die getrockneten Zündstab-         körper        abwechslungsweise    je zweimal in  diese Lösung taucht und zweimal im     Tauch-          oder    Spritzverfahren mit einer Lösung von  <B>10%</B>     Azetylzellulose    in Azeton, in der 1       Triphenylphosphat    und     2,5%    Kolophonium  gelöst und 20%     Hexamethylentetramin    sus  pendiert sind, überzieht. Nach dem Auftra  gen jeder einzelnen     Überzugsschicht    wird das  Azeton durch Trocknung in 30       warmem     Luftstrom     abgedunstet.     



  3. 10 Teile gepulverten     Hexamethylen-          tetra.mins    werden mit     1/2    Teil     Carnauba-           rachs    in 4%iger     Chloroformlösung    so lange  verrührt, bis alles Chloroform     abgedunstet     ist;. Die verbleibende trockene Masse wird  pulverisiert und statt des reinen     Hexamethy-          lentetramins    zur Herstellung von     Zündstab-          körpern    verwendet, die im übrigen so her  gestellt werden, wie in     Beispiel    2 beschrie  ben ist.

   Auf die getrockneten     Zündstabkör-          per    wird eine Umhüllung aufgezogen durch       dreimaliges    Tauchen in eine 5%ige Lösung       von,    Nitrozellulose in Azeton, die noch 15  auf dieselbe Weise mit     Carnaubawachs    vor  behandeltes     Hexamethylentetramin    suspen  diert enthält. Nach dem letzten     Trocknen     werden die Stäbe noch zweimal in eine Lö  sung von 8 %     Azetylzellulose,   <B>2,5%</B>     Triphe-          nylphosphat    und<B>0,5%</B> eines roten Farbstof  fes getaucht und das Azeton wiederum durch  Trocknung entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Dauerzündstab, welcher wiederholt durch Anreiben an einer Reibfläche entzündet und durch Ausblasen gelöscht werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündstabkörper von einer solchen Um hüllung umgeben ist, die mindestens aus einer Mischung von wenigstens einem Zellulosederivat mit wenigstens einer langsam und praktisch rückstandslos verbrennenden Substanz besteht. Il.
    Verfahren zur Herstellung eines Dauer- zündstabes nach Patentanspruch I, da.- durch gekennzeichnet, dass eine Lösung von Zellulosederivat in mindestens einem organischen Lösungsmittel, die noch min destens eine langsam und praktisch rück- standslos verbrennende Substanz enthält, auf den Zündstabkörper aufgebracht und das Lösungsmittel nachher durch Trock nen entfernt wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Dauerzündstab nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mi schung der Umhüllung so gehalten ist, dass die beim Verbrennen entstehenden Rückstände eben noch ein Skelett bilden, welches abfallende Aschenteile des Zünd- stabkörpers aufnimmt.
    2. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Dicke der Umhüllung so gross ist, dass beim Brennen des Zünd- stabes ein belästigendes Herausschleu dern heisser Aschenteile des Zündstab- körpers verhindert wird. 3. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung Stoffe enthält, die bei den Temperaturen der Flamme ohne vorheriges Schmelzen verbrennen.
    4. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung min destens ein langsam verbrennendes Al dehydkondensationsprodukt enthält. 5. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung Harze enthält. 6. Dauerzündstab nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung Wachse enthält. 7. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung ge ringe Mengen vom Zündmittel enthält.
    B. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündstabkörper geringe Mengen von Zusatzstoffen ent hält, die durch katalytische Beeinflus sung der Sauerstoffabgabe die Entzün- Jung beim Anreiben des Stabes an einer Reibfläche beschleunigen. 9. Dauerzündstab nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3 und 8, da durch gekennzeichnet, dass als katalyti scher Zusatz pulverisierte Kohle verwen det ist.
    10. Dauerzündstab nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzel nen Partikeln mindestens eines Teils der zur Herstellung des Zündstabkörpers ver wendeten Substanzen von Harzen einge hüllt sind. 11. Dauerzündstab nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzel nen Partikeln mindestens eines Teils der zur Herstellung des Zündstabkörpers ver wendeten Substanzen in Wachsen einge hüllt sind. 12. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass .der Zündstab körper unter hohem Druck geformt wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung der Umhüllung eine Lösung von Zellulosederivat verwendet wird, in wel cher die übrigen Mischungskomponenten, soweit sie im verwendeten organischen Lösungsmittel löslich sind, gelöst, und die darin unlöslichen suspendiert sind. 14. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass die Umhüllung schichtweise in unter sich verschiedenen Mischungs kombinationen der Komponenten auf den Zündstabkörper aufgetragen wird. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 13 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umhüllung durch mindestens einmaliges Tauchen auf den Zündstabkörper aufgebracht wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 13 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umhüllung im Spritzverfahren auf den Zündstabkörper aufgebracht wird.
CH178231D 1932-04-16 1933-04-13 Dauerzündstab. CH178231A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT178231X 1932-04-16
AT291032X 1932-10-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH178231A true CH178231A (de) 1935-07-15

Family

ID=25607421

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178231D CH178231A (de) 1932-04-16 1933-04-13 Dauerzündstab.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH178231A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3205298C2 (de) Wasserfestes Brikett und Verfahren zu dessen Herstellung
DE638694C (de) Dauerzuendstab
DE2631038C2 (de)
DE859867C (de) Wiederholt verwendbarer Zuendstab
DE2619554C2 (de) Leicht entzündbares künstliches Feuerscheit
CH178231A (de) Dauerzündstab.
DE2626090A1 (de) Zuendholzkopfmassen
US2161385A (en) Solid fuel for lighters
DE2110216A1 (de) Nicht brennbares Füllmaterial für Tabak
DE1571709C3 (de) Örennstoffbnketts
DE817590C (de) Verfahren zum Herstellen von hochwertigem Brennstoff
AT146374B (de) Dauerzündstab.
DE134222C (de)
AT85293B (de) Verfahren zur Herstellung von Verzögerungsstücken für Zünder.
AT157557B (de) Vielfachzündstab.
AT291834B (de) Wunderkerze
EP0215093B1 (de) Brennbares Mehrstoffgemisch und Verfahren zu seiner Verbrennung
DE2027801C3 (de) Treibsatz für Feuerwerksraketen und ein Verfahren zu dessen Herstellung
DE914448C (de) Raeuchermasse zum Verschwelen bzw. Verdampfen von Insekticiden
DE961602C (de) Kontaktzuender auf der Basis Oxydations- und Reduktionsmittel
DE900433C (de) Zuendsatz zum Anstecken des Feuers in Gaserzeugern od. dgl. und Verfahren zu seiner Herstellung
AT147791B (de) Verfahren zur Herstellung von Zündhölzern mit wasserunempfindlicher Zündmasse unter Verwendung von Kunstharz als Bindemittel.
US1875932A (en) Fuse composition
AT142577B (de) Sicherheitszündmasse.
US1359922A (en) Time-burning railway signal-fusee