CH177259A - Verfahren zur Gewinnung von basischen Aluminiumsulfiten aus kieselsäurehaltigen Tonerdemineralien. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von basischen Aluminiumsulfiten aus kieselsäurehaltigen Tonerdemineralien.

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CH177259A
CH177259A CH177259DA CH177259A CH 177259 A CH177259 A CH 177259A CH 177259D A CH177259D A CH 177259DA CH 177259 A CH177259 A CH 177259A
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A-G Th Goldschmidt
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Goldschmidt Ag Th
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Description


  Verfahren zur Gewinnung von basischen     Aluminiumsulfiten    aus  kieselsäurehaltigen     Tonerdemineralien.       Im schweizerischen Patent Nr. 166211 ist  ein Verfahren zur Gewinnung von basischen       Aluminiumsulfiten    durch Aufschliessen von  kieselsäurehaltigen     Tonerdemineralien    mit.

         wässeriger    schwefliger Säure, Filtrieren der  erhaltenen     Lösung    und Erhitzung des Fil  trates zur Ausfällung der basischen     Alumi-          niumsulfite    beschrieben, das dadurch gekenn  zeichnet ist, dass die Aufschliessung der  kieselsäurehaltigen     Tonerdemineralien    mit  der wässerigen schwefligen Säure bei Tempe  raturen von etwa 50 bis 80   C, .die unterhalb  der Zersetzungstemperatur der entstehenden       Aluminiumsulfitlösungen    liegen, vorgenom  men wird.  



       Bei    diesem Verfahren benutzt man vor  zugsweise zum Aufschluss der     tonerdehaltigen     Rohstoffe ein Rührwerk, um für eine genü  gende Berührung der wässerigen     S0,    mit dem  aufzuschliessenden Gut zu .sorgen. Dieses Ver  fahren ist mit einem erheblichen. Aufwand  an Kraft und Arbeit verbunden. Ausserdem    bereitet die Filtration des feinen     Aufschluss-          rückstandes        Schwierigkeiten.     



  Vorliegende Erfindung bezweckt nun die  Verbesserung des Aufschlusses dadurch, dass  ruhendes     Aufschlussgut    mit strömender Säure  behandelt wird. Dabei ergab sich aber, dass  das     Aufschlussgut    zusammensank und Ballen  bildete, so dass sich der Säurestrom immer  mehr verlangsamte und schliesslich ganz zum  Stillstand kam. Auf diese Weise wurden  grosse Mengen .schwefliger Säure im Auf  schlussgut zurückgehalten und gingen für  den Aufschluss verloren. Die     Tonerdeaus-          beute    war nur sehr gering. Man konnte also  bisher das Rührwerk bei dem Aufschluss sol  cher     tonerdehaltiger    Rohstoffe nicht entbeh  ren.

   Der Erfinder erkannte, dass der Grund  für die Abnahme der Strömungsgeschwin  digkeit der     Aufschlusssäure    beim Arbeiten  mit ruhendem     Aufschlussgut    in ,der Aus  scheidung basischer     Aluminiumsulfite    zu er  blicken war. Diese verstopften die Poren und      Zwischenräume des     Aufschlussgutes    und ver  hinderten auf diese Weise einen guten Durch  gang der schwefligen Säure. Diese Ausschei  dung des basischen     Aluminiumsulfits    muss  man also verhindern.

   Das geschieht dadurch;  dass man erfindungsgemäss die wässerige  schweflige Säure mit einer solchen Strö  mungsgeschwindigkeit durch das ruhende       Aufschlussgut    schickt, dass kein basisches       Aluminiumsulfit    ausfällt. Zweckmässig  kommt die wässerige schweflige Säure nur  kurze Zeit mit dem     Aufschlussgut    in Be  rührung. Dann ist keine Gelegenheit gege  ben, dass sich von Anfang an bereits sehr       tonerdereiche        Aufschlusssäuren    bilden, die  sehr unbeständig sind und bereits während  des Aufschlusses basische     Aluminiumsulfite     ausscheiden.

   Man führt zweckmässig den Pro  zess so, dass der     A120g-Gehalt    der     Aüfschluss-          lösung    stets unterhalb der Konzentration  bleibt, bei .der die Ausfällung des basischen       Aluminiumsulfits    einsetzt. Bei dieser Ar  beitsweise wird erst am     Schlusse    des Arbeits  ganges die Konzentration erreicht, die für die  Weiterverarbeitung der Lauge erwünscht ist.  Man kann bei diesem Verfahren auch nach  dem Gegenstromprinzip arbeiten.

   Dann  kann man die     Aufschlusszeit    verlängern, da  hierbei die frische     SO-Lösung    zunächst mit  dem bereits am meisten .ausgelaugten Gut  in Berührung kommt, so dass sich anfänglich  nur     tonerdeschwache        Aufschlusslösungen    bil  den, die sich erst gegen den Schluss des Ar  beitsganges hin verstärken. Während des  Aufschlusses ist also keine Gelegenheit zur       Abscheidung    der basischen     Aluminiumsul-          fite    gegeben.  



  Bei diesem neuen     Aufschlussverfahren     spielen auch die     Aufschlusstemperatur,    der       Tonerdegehalt    der     Aufschlusslösung    und ins  besondere auch der Gehalt dieser letzteren  an     S0.,    eine wesentliche     Rolle.    Hält man  diese aber ungefähr in den Grenzen, wie sie  in dem erwähnten schweizerischen Patent  Nr. 166211 angegeben sind, dann hat man  Gewähr für eine gute Durchführung des  Verfahrens und für eine genügende Aus  beute. So arbeitet man beispielsweise zweck-    mässig bei einer Temperatur von etwa 50 bis  <B>80'</B> C, mit einer     Aufschlusslösung    von etwa.

    80 bis 80     gr        Al20;,/Liter    und mit einem Ge  halt an     überschüssiger    SO, von etwa 15 bis  40 Teilen auf 100 Teile Wasser.  



  Wenn man bei diesem Verfahren mehrere       Aufschlussgefässe        hintereinanderschaltet,    so  kann man beim Arbeiten nach .dem Gegen  stromprinzip die Temperatur in dem ersten  Gefäss am höchsten halten und dann allmäh  lich nach dem letzten zu sinken lassen. Da  durch können     MA-reiche    Lösungen erhalten  werden, die trotzdem nicht der Gefahr der  Ausscheidung von basischen Aluminium  sulfiten ausgesetzt sind. Auch kann man eine  Zwischensättigung der     Aufschlusslösung    mit       S02    vornehmen, um die Stabilität der Auf  schlusslauge zu erhöhen.

   Weiterhin wurde  festgestellt, dass mit der Erzielung     tonerde-          reicher    Lösungen eine weitgehende Trennung  der Tonerde von der Kieselsäure stattfindet.       Beispiel   <I>1:</I>  60 Liter einer Lösung von 2.0 kg     SO.,    in  100 Liter Wasser werden innerhalb 52 Stun  den bei einer Temperatur von 65   und einem  Druck von 6     Atm.    durch drei hintereinander  geschaltete Reaktionstürme gedrückt, die mit  insgesamt 8,1 kg     vorgeglühtem    Ton (mit  8,04 kg Tonerde) beschickt sind.

   Es gehen  <B>80%</B> der vorhandenen Tonerde in Lösung,  wobei eine     Aufschlusslösung    von durch  schnittlich 40     gr        Al20,[Liter    erhalten wird.  Der zweckmässig direkt im     Aufschlussgefäss     ausgewaschene oder     ausgedämpfte        kiesel-          säurereiche    Rückstand enthält nur Spuren  von schwefliger Säure.  



       ;Will    man dieses Verfahren kontinuierlich  und im Gegenstrom ausführen, so nimmt man  nach etwa 18 Stunden Betriebsdauer das an  erster Stelle des Systems stehende     Aufschluss-          gefäss    aus der     Reihe    heraus und lässt nun die  frische     Aufschlusslösung    zuerst auf das bis  herige zweite     Aufschlussgefäss    einwirken. An  das Ende des Systems schaltet man ein frisch  gefülltes Gefäss ein, auf das dann die bereits  am meisten mit     A1203    beladene     Aufschluss-          lösung    zur Wirkung kommt.

        <I>Beispiel 2:</I>       Vorgeglühter    Ton wird, wie in Beispiel 1  beschrieben, mit strömender schwefliger  Säure behandelt und dabei die Strömungs  geschwindigkeit so verändert,     dass    Tonerde  lösungen verschiedener Konzentration erhal  ten werden.  



  Es ergibt sich dann folgendes:  
EMI0003.0003     
  
    Strömungs- <SEP> Konzentration <SEP> Sioa-Gehalt
<tb>  geschwindigkeit <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> auf <SEP> 100 <SEP> Teile
<tb>  an <SEP> AIs0s <SEP> AIz0s
<tb>  6 <SEP> Liter/St. <SEP> I <SEP> 10 <SEP> gr/Liter <SEP> 6,0
<tb>  3,5 <SEP> 22 <SEP> ;, <SEP> 3,67
<tb>  2 <SEP> 34;6 <SEP> I <SEP> 1,83
<tb>  0,9 <SEP> " <SEP> 51,5 <SEP> " <SEP> I <SEP> 1,0
<tb>  0.3 <SEP> 68,8 <SEP> ,, <SEP> 0,45
<tb>  a

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von basischen Aluminiumsulfiten durch Aufschliessen von kieselsäurehaltigen Tonerdemineralien mit wässeriger schwefliger Säure, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Aufschluss durch Ein wirkung strömender wässeriger S02 auf ruhendes Aufschlussmaterial mit einer sol chen Strömungsgeschwindigkeit erfolgt, dass kein basisches Aluminiumsulfit ausfällt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschlusslösung nach dem Prinzip .des Gegenstromes durch eine Reihe von Aufschlussgefässen strömt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeicbne c, dass die Temperatur vom ersten bis zum letzten Aufschlussgefäss allmählich sinkt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Zwischen sättigung der Aufschlusslösung tait S0_ auf ihrem Gange durch das Aufschluss- system vornimmt.
CH177259D 1933-10-14 1934-09-11 Verfahren zur Gewinnung von basischen Aluminiumsulfiten aus kieselsäurehaltigen Tonerdemineralien. CH177259A (de)

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