CH176406A - Verfahren zur Einführung stahlbildender Zusätze in das aluminogenetische Eisen bei der aluminothermischen Schweissung. - Google Patents
Verfahren zur Einführung stahlbildender Zusätze in das aluminogenetische Eisen bei der aluminothermischen Schweissung.Info
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Description
Verfahren zur Einführung stahlbildender Zusätze in das aluminogenetische Eisen bei der aluminothermischen Schweissung. Es ist bekannt, stahlbildende Zusätze, wie zum Beispiel Mangan, Silizium, Kohlen stoff, Siliziumkarbid und andere in das alu- minogenetische Eisen bei der aIuminother- mischen Sehweissung einzuführen,
indem diese Stoffe entweder als solche oder als Legierun gen untereinander oder auch mit Eisen legiert der aluminothermischen Mischung vor der Reaktion oder in die Schmelze nach beendeter Reaktion vor dem Abstich zuge geben werden. Hierbei ergab sich jedoch der Nachteil, dass die stahlbildenden Stoffe zum Teil sich an der aluminothermischen Reaktion beteiligten, indem sie mit dem Sauerstoff des Eisenoxydes reagierten, wo durch nicht unerhebliche Mengen in die Schlacke übergingen und somit für die Stahlbildung verloren waren.
Es wurde auch vorgeschlagen, die stahlbildenden Stoffe in feinförmigem Zustande auf den Boden des Reaktiontiegels zu legen, wodurch sich eine vollständigere und gleichmässigere Legierung dieser Stoffe mit dem Eisen ergab. Bei die ser Art der Einführung können, die stahl bildenden Stoffe gleichzeitig als Dichtung für das Abstichloch des Tiegels benutzt wer den.
Weiter sind noch Verfahren bekannt geworden, insbesondere hinsichtlich der Ver wendung des Siliciumkarbides, .die Tiegel abstichlos auszubilden, wobei nach Auf lösung des gleichzeitig als Dichtung des Aus flussloches dienenden Siliciumkarbides im aluminogenetisch erzeugten Eisen das Re aktionsprodukt zur gegebenen Zeit von selbst aus dem Tiegel auslaufen soll. Diesen Ver fahren haften jedoch beträchtliche Mängel an, die namentlich bei Verwendung des für die Stahlbildung sehr wirksamen Silizium- karbides besonders schwerwiegend sind.
Das handelsübliche Siliziumkarbid be steht bekanntlich aus etwa 70 % Si und etwa <B>30%</B> C. Nur ein verhältnismässig geringer Teil des Kohlenstoffes geht als Legierungs bestandteil in das aluminogenetische Eisen über, während ein erheblicher Teil unter Einwirkung des Sauerstoffes des Metall- oxydes zu Kohlenoxyd verbrennt, wodurch ein sehr stürmischer Reaktionsverlauf be wirkt wird,
der einerseits da-s schmelzflüs sige Reaktionsprodukt aus dem Tiegel her auswerfen und anderseits durch das Auf wirbeln des Siliziumkarbides am Boden des Tiegels ein vorzeitiges Auslaufen des Reak tionsproduktes verursachen kann.
Es hat sich nun ergeben, dass die ge wünschte Menge an stahlbildenden Zusätzen, wie beispielsweise Silizium und Kohlenstoff bei Verwendung von Siliziumkarbid, in das aluminogenetische Eisen eingeführt werden kann, ohne dass die oben beschriebenen Nach teile eintreten, wenn man die stahlbildenden Zusätze, wie zum Beispiel das Siliziumkarbid, mit einer vorzugsweise jeweils den beson deren Umständen angemessenen Menge eines hochschmelzenden inerten Stoffes mischt und diese Mischung gleichzeitig als Verschluss für den Reaktionstiegel verwendet.
Als solche inerten Stoffe seien zum Beispiel Tonerde, Hoehofenschlacke, sowie insbesondere auch Schlacken genannt, die bei a)lumino@thermi- schen Reaktionen entstehen. Versuche haben ergeben, dass diese Stoffe infolge ihres hohen Schmelzpunktes in Mischung mit den stahl bildenden Zusätzen als sicherer Verschluss wirken und ausserdem den Reaktionsverlauf bei der Auflösung der stahlbildenden Zusätze im aluminogenetischen Eisen mässigen.
Erst bei Anwendung dieses Verfahrens ist es möglich geworden, ein wirklich sicheres, automatisehes Auslaufen des Reaktionspro- duktes beim abstichlosen Tiegel zu einem gewünschten Zeitpunkt zu erzielen.
Man kann zum 'Beispiel ibei Vierwendung von Siliziumkarbid als Stahlbildner, diesem neben den hochschmelzenden inerten Stoffen auch andere Stahlbildner, wie Mangan, Nik- kel, Chrom, Titan, Vanadium, Wolfram und andere zusetzen. Hierbei wird zweckmässig feinkörniges -Siliziumkarbid mit den hoch schmelzenden inerten Stoffen und den andern stahlbildenden, ebenfalls feinkörnigen Zu sätzen gemischt und gleichzeitig oils Tiegel- verschluss verwendet.
Man kann aber auch so verfahren, dass man als Verschlussmaterial nur eine feinkörnige Mischung von Silizium karbid mit inerten Stoffen benutzt, während die andern Stahlbildner in einer gröberen Körnung auf diesen Verschluss geschichtet werden.
Die Wahl der Komponenten, sowie deren Menge, richtet sich vorzugsweise nach der Menge der aluminothermischen Mischung, der sie zugesetzt werden sollen, sowie nach der gewünschten Zusammensetzung des alu- minogenetischen Eisens. Es können Tiegel mit und ohne Abstichvorrichtung verwendet werden.
Benutzt man beispielsweise Tiegel mit Abstichvorriehtung, so hat sich als Ver- schlussmaterial eine Mischung von etwa 24 Siliziumkarbid und '/3 aluminothermischer Schlacke, wie sie etwa bei der Herstellung von Mangan auf aluminothermis-chem Wege entfällt, als zweckmässig erwiesen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Einführung von stahl bildenden Zusätzen in das aluminogenetische Eisen bei der aluminothermischen Schwei- ssung, die .gleichzeitig als Verschluss für den Reaktionstiegel dienen, dadurch gekennzeich net, dass die Stahlbildner mit hochschmelzen den inerten Stoffen gemischt werden und das Gemisch als Verschluss für den Reaktionstie gel verwendet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als inerte Stoffe Schlacken verwendet werden, die aus aluminothermiechen Reaktionen herrüh ren.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss Siliziumkarbid in Mischung mit hochschmelzenden inerten Stoffen verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Mangan verwendet wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Nickel verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch,,dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Chrom verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Titan verwendet wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Vanadium verwendet wird. . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Stahlbildner Wolfram verwendet wird. . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass miteinander legierte Stahlbildner verwendet werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Ferrolegierungen von Stahlbildnern verwendet werden. 11.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch verwendet wird, das ausser Siliziumkarbid noch mindestens einen andern Stahlbildner enthält. 1 ?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein feinkörniges Gemisch von Siliziumkarbid mit hochschmelzenden inerten Stoffen als Verschluss für den Reaktionstiegel verwendet und andere Stahlbildner in gröberer Körnung dar über schüttet. 13.Verfahren nach Patentanspruch und LTn- teransprüchen 2 und 11, .dadurch gekenn zeichnet, dass man ein feinkörniges Ge misch verwendet, welches Siliziumkarbid, hochschmelzende inerte Stoffe und min destens noch einen andern Stahlbildner enthält. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Reak tionstiegel mit Abstichvorrichtung ver wendet. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da-durch gekennzeichnet, da.ss man einen Reak tionstiegel ohne Abstichvorriclitung ver wendet. 16.Verfahren nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass man als hoehsGhmel- zenden inerten Stoff Hochofenschlacke verwendet. 17. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als hochschmel zenden inerten Stoff Tonerde verwendet.
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