Schalteinrichtung mit lYIomentanschaltung zum Öffnen und Schliessen eines Stromkreises. Vorliegende Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung mit Momentanschaltung zum Öffnen und Schliessen eines Stromkreises. Solche Schalteinrichtungen, die beispielsweise von einem Manometer oder von einem thermi schen Messgerät gesteuert werden, sind be reits bekannt.
Der Erfindungsgegenstand ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung eine an beiden Enden bewegbar gehaltene Blattfeder besitzt, und dass ferner zur Betätigung der selben ein Bügel vorgesehen ist, der Organe aufweist zur Übertragung der Bewegung des Bügels auf die Blattfeder, wobei diese Organe in ihrer Lage gegenüber dem Bügel verstell bar sind.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Er findungsgegenstand in verschiedenen Aus- führungsbeispielen dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Schalter mit einer Quecksilberwippe, die durch die Bewegung der Springfeder gesteuert wird; Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch die sen Schalter dar, und Fig. d eine andere Anordnung der Queck- silberwippe; Fig. 4 zeigt einen Umschalter, der bei seiner Auslösung einen Stromkreis öffnet und einen zweiten schliesst.
Als Antriebsorgan ist eine Membrane vorgesehen; Fig. 5 zeigt ei weiteres Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes.
In den zwei ersten Figuren ist 1 eine Blattfeder, die mit einer drehbaren Achse 2 ein Stück bildet. Die Achse 2 ist zwischen zwei Lagerböckchen 3 gelagert. Das andere Ende der Feder ruht in einem knieförmigen Lager 4, das durch eine Schraube 5 derart verstellt werden kann, @dass die Entfernung .der beiden Auflager 2 und 4 vergrössert oder verkleinert wird und die Feder dadurch eine entsprechende Spannung erhält.
Ebenfalls auf der Achse 2 gelagert sind,die Arme des Bügels 6, die zu beiden Seiten die Blattfeder einschliessen. Am linken Ende des Bügels 6 sind die beiden Schrauben 7 und 8 verstellbar an geordnet.
Die eine befindet sich oberhalb, die andere unterhalb der Blattfeder 1. Über der Schraube 7 ist zwischen den Armen des Bü gels 6 eine Rolle 9 befestigt, die dazu be stimmt ist, dem Übertragungshebel 10, der seine Bewegung vom eigentlichen Antriebs organ 19 erhält, zu folgen und dessen Bewe gungen auf die Blattfeder 1 zu übertragen. Die ständige Berührung der Rolle 9 mit dem Hebel 10 wird durch die Anpressfeder 11 er zielt.
Ungefähr von der Mitte der Blattfeder aus geht ein senkrechtes Stängchen 12 .nach dem Schalthebel 13 der Quecksilberwippe 14. Diese wird von der Tragbride 18 gefasst und ist zwischen zwei Konsolen 15 drehbar ge lagert. 16 und 17 sind die Zuleitungen des zu steuernden Stromkreises. Das eigentliche Antriebsorgan 19, das den Schaltvorgang auslöst, ist hier beispielsweise als Bourdon- Ader angedeutet.
Es kann aber an seiner .Stelle,ebensogut ,das SehaRongan eines Ther mostaten mit,dem Üb rtragungshebel 10 ver bunden werden.
Die Arbeitsweise des Schalters ist fol gende: Kommt das Antriebsorgan 19 zum Beispiel durch Druck- oder Temperatur- sohwankungen in Bewegung, so wird diese mittelst des Hebels 10 auf die Rolle 9 des Bügels 6 übertragen. Diese Bewegung sei beispielsweise so, dass der Bügel 6 nach ab wärts gedrückt wird. Die Schraube 7 wirkt infolgedessen auf die Blattfeder 1.
Sobald die Blattfeder die neutrale Zone ein klein wenig überschritten hat, springt sie plötzlich in die in Fig. 1 gestrichelte ausgebauchte Stellung über. Der Übergang von einer Stellung zur andern ist also sprunghaft.
Das senkrechte Stängchen 12 wird dabei nach abwärts ge stossen, betätigt den Hebel 13 und wirft die Quecksilberwippe in die andere ihrer beiden Stellungen, wodurch der Stromkreis unter brochen oder geschlossen wird. Wenn das Antriebsorgan 19 die entgegengesetzte Bewe gung macht, dreht sich der Hebel 10 um den Punkt 21 des untern Endes der .Schraube 20 im Uhrzeigersinne. Durch die Anpressfeder 11 an den Hebel 1,0 angedrückt,
folgt der Bügel 6 dieser Bewegung, wobei nun die Schraube B die Blattfeder 1 nach oben auszubauchen versucht. Nach unmerklichem Überschreiten der neutralen Zone springt die Blattfeder in .die nach oben ausgebauchte Stellung, wobei sich der oben beschriebene Vorgang der Be tätigung des @ Quecksilberschailters wiederholt, nur im entgegengestzten Sinne.
Die Schraube 20 dient zum Verstellen des obern bezw. untern Grenzwertes, derart, dass das Druck- bezw. Temperaturintervall zwi schen Ein- und Ausschaltung des Strom kreises konstant bleibt. Dieses Intervall kann jedoch auch verändert werden durch Verstel lung der Schrauben 7 und B. Man erreicht dadurch ein kleineres oder grösseres Spiel der Schraubenspitzen 7 und 8, :das heisst einen kleineren oder grösseren Weg des Bügelarmes 6 und somit eine entsprechend veränderte Druck- oder Temperaturschwankung.
Die Quecksilberwippe kann beispielsweise auch nach Fig. 3 angeordnet werden. Spring feder, Betätigungsbügel usw. sind dieselben wie oben beschrieben. Der Glaskolben 30 der Wippe wird von einer Tragbride 31 umfasst, die auf dem Kippbügel 32 befestigt ist. Die ser Bügel ist einerseits auf den Lagerböcken 3 drehbar gelagert und .stützt sich anderseits mit seinem rechtwinklig abgebogenen Ende auf die Blattfeder 1 ab.
Bei Ausbauchung der Feder 1 nach unten folgt ihr der Kipp- bügel 32, wodurch das Quecksilber die bei den Kontakte im Glaskolben verlässt und der Strom unterbrochen wird. Bei der entgegen gesetzten Bewegung des Betätigungsbügels 6 wird der Quecksilberkolben 30 in seine an fängliche Stellung zurückgebracht und da durch der Stromkreis wieder geschlossen.
Der Schalter kann beispielsweise auch so ausgeführt werden. wie in Fig. 4 dargestellt ist. Diese Ausführungsform weicht von den oben beschriebenen insofern ab, als der Schal ter den angeschlossenen Stromkreis unmittel- bar öffnet und schliesst, ohne Zwischenschal tung einer Quecksilberwippe.
Der Schalter ist zu diesem Zwecke mit den beiden Polen 23 und 24 versehen, zwischen denen die Blatt- f eder 1 durob. den Bügel 6 hin- und her bewegt wird und vermittelst der Kontakt arme 42 und 42', die die Feder 1 einschlie ssen und in der Achse 2 befestigt sind, den Stromkreis öffnet und schliesst. Im dar gestellten Beispiel ist jeder Pol an einen ge sonderten Stromkreis 25 und 27 angeschlos sen, während die Lagerböcke 3 mit der ge meinsamen Zuleitung 26 in Verbindung stehen. In der gezeichneten Stellung ist die Blattfeder nach oben ausgebaucht und der Kontaktarm 42' wird gegen den Pol 23 ge drückt.
Bei der Abwärtsbewegung des Bü gels 6 -durch das Antriebsorgan 33 springt, wie oben beschrieben, die Blattfeder 1 plötz lich in die nach unten ausgebauchte Stellung über, und der untere Kontaktarm 42 wird an den Pol 24 angedrückt, dabei den Strom kreis 26, 27 öffnend und den andern, 25, 26 schliessend. Bei der rückläufigen Bewegung des Schaltorganes, das hier als Membrane 33 ausgebildet ist, drückt die Anpressfeder 11 die Blattfeder 1 in die anfängliche Stellung zurück, wobei nun umgekehrt Stromkreis 26, 27 geschlossen und Stromkreis 25, 26 geöff net wird.
Die Lager 3 und 4 sind selbst verständlich isoliert und die Rolle 9 besteht aus Isolationsmaterial.
Ein anderes Anwendungsbeispiel des Er findungsgegenstandes zeigt Fig. 5. Diese An ordnung wird vorteilhaft für Feindruek- manometer verwendet.
Der Rahmen 35 aus Isolationsmaterial ist einerseits bei 37 drehbar gelagert und ander seits vermittelst des Winkels 38 an der Stell schraube 20 verstellbar aufgehängt. Der Be tätigungsbügel 6 mit den Berührungsschrau ben 7 und 8 ist am rechten Ende auf der Achse 34 drehbar befestigt und stützt s%ch vermittelst der Ralle 9, die aus Isolations material besteht, auf das Schaltorgan 36 ab, das hier beispielsweise von einer Membrane gebildet wird.
Dehnt sich die Membrane, so gader Bügel 6 nach oben und die 'Schraube 8 biegt in beschriebener Weise die Feder 1 nach oben durch, wie in der Fig. 5 punktiert angedeutet ist, dabei den Stromkreis 39, 41 unterbrechend und den andern 40, 41 schlie- ssend. Beim Zusammenziehen der Membrane folgt die Rolle 9 des Bügels 6 unter der Wir kung der Anpressfeder 11 ihrer Bewegung und die Blattfeder 1 springt in beschriebener Weise in die ursprüngliche Stellung zurück,
Stromkreis 40, 41 öffnend und 39, 41 sehlie- ssend. Mit Hilfe der Stellschraube 20 kann der Rahmen 35 derart verstellt werden, dass die obere bezw. untere Grenze der Druck- oder Temperaturschwankung erhöht oder ernie drigt wird. Diese Anordnung kann noch da durch vervollständigt werden, dass auf der Stellschraube 20 eine Teilscheibe 28 an gebracht ist, mittelst welcher der obere bezw. untere Grenzwert direkt auf die gewünschte Höhe eingestellt werden kann. Zur Ablesung dieses Grenzwertes dient der Index 29.