CH174484A - Gasentladungsrohr für Reklameschrift. - Google Patents

Gasentladungsrohr für Reklameschrift.

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CH174484A
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      Gasentladungsr        ohr    für     Reklamesehrift.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Gasentladungsrohr    für Reklameschrift, bei  welchem     Elektroden    als zusammenhängender  Schriftzug ausgebildet sind, und das Rohr  mit     mindestens    zwei Gasen gefüllt ist. Die  Erfindung besteht darin,     dass    die Elektroden  aus runden Drähten bestehen, auf denen  negatives Glimmlicht leuchtet, während zwi  schen den Elektroden eine positive Licht  säule vorhanden ist.  



  Es ist bekannt,  elektrische Glühlampen  in Röhrenform so, auszubilden,     @dass    der durch  den elektrischen     ,Strom    erhitzte Glühdraht in       Farm    eines     Buchstabens    oder einer Ziffer  angeordnet ist. Die. röhrenförmige Glüh  lampe ist also von einem ununterbrochenen,  von der einen zur     andern    Stromzuführung  verlaufenden, metallischen Leiter, zum Bei  spiel einem     Wolframdraht    durchzogen, der  zu einem Buchstaben gebogen ist.

   Dieser  kontinuierliche Glühdraht     ist    an zahlreichen  Stellen in der Glasröhre gestützt und gehal  tert, und wird durch den elektrischen Strom    zum Glühen gebracht, wie in den gewöhn  lichen     Wolframdrahtlampen.     



  Es sind auch Buchstabenlampen bekannt,  bei denen die Lampe mit einem     Edelgas     gefüllt ist und ein aus Blech gestanzter Buch  stabe an seiner Oberfläche im Betriebe mit  Glimmlicht bedeckt ist     (Pintsch-Glimm-          lampe).    Aus mehreren solcher Glühlampen,  von denen jede einen andern     Buchstaben    ent  hält, sind dann Namen oder Schriften zu  sammengesetzt worden. Bei diesen Lampen  wurde nur das negative     Glimmlicht    benutzt.  



  Bei dem die Erfindung betreffenden  Hohlgefäss, das aus Glas oder einem an  dern lichtdurchlässigen Stoff sein kann, sind  die     Stromzuführungen    in das Innere des Ge  fässes hinein als Elektroden verlängert und  diese Elektroden sind zu     Sohriftzügen,    zum  Beispiel ganzen Buchstaben, Wörtern oder  Zahlenordnungen ausgestaltet. Die beiden die       Sehriftzüge    bildenden Elektroden sind, was  sehr wesentlich ist, an einer beliebigen     Stelle,     gewöhnlich am Ende des Wartes, unterbro-           chen.    Das Entladungsgefäss kann mit Edel  gasen oder andern Gasen oder Gemischen  beider, denen auch Metalldampf zugesetzt  sein     kann,    angefüllt sein.

   Die Füllung kann  einen solchen Druck aufweisen,     @dass    die als  Schriftzüge ausgebildeten     Elektroden    über  ihre ganze Oberfläche mit einer leuchtenden  negativen     Glimmschicht    bedeckt sind. Die  Unterbrechungsstelle zwischen den Elektro  den kann eine positive Säule     darstellen.     



  Die     Elektroden    können auch aus ande  rem     Metall    hergestellt werden als die Ein  schmelzdrähte. Wesentlich ist, dass :die Elek  troden runde Drähte     sind,    also kreisförmigen  oder elliptischen Querschnitt aufweisen, da  die Schriftzüge aus Blech, das scharfe Kan  ten aufweist, zufolge von     Zerstäubungser-          scheinungen    an den scharfen     Kanten    keine  hinreichende Brenndauer und Lichtstärke  aufweisen.  



  In :der beiliegenden Zeichnung sind meh  rere Ausführungsbeispiele des Erfindungs  gegenstandes     dargestellt.    Darin ist:       Fig.    1 eine Röhrenlampe mit zwei Wor  ten, die in der Längsachse der Röhre angeord  net sind,       Fig.    2 eine Röhrenlampe, die in einem       Gestell    mit Fuss und Haltevorrichtung ange  ordnet ist,       Fig.    3 eine Röhrenlampe, bei welcher zwei  Wörter untereinander angeordnet sind,       Fig.    4 eine Lampe, die     besonders    zur       Hausnummernbeleuchtung    ausgebildet ist;       Fig.    5 zeigt eine Lampe, die -für Gleich  strombetrieb geeignet ist;

         Fig.    6, und 7 zeigen die Schaltungsweise  der Röhrenlampen, wenn mehr als zwei  Worte in der Röhrenlampe angeordnet sind.  



  Gegenüber der bekannten elektrischen       Glüh.,drahtlampe    mit kontinuierlichem Glüh  draht sind bei der in     Fig.    1 dargestellten  Lampe 1 die au runden Drähten bestehen  den     Elektroden'    2 und 3 bei 4 unterbrochen.  Die Leuchterscheinung     wird    an den     Elek-          trodenoberflächen    2, 3. durch.     elektrisch    zum  Leuchten     angeregte    Gase     hervorgerufen.     Je nach der Länge der Unterbrechungsstelle  4 kann das Rohr 1 mit Hochspannung über    einen Transformator 5 oder mit Netzspan  nung bis herab zu 110 Volt betrieben werden.

    Für Betriebsspannungen unter 200 Volt er  hält die Gasfüllung des Rohres zweckmässig  einen. Zusatz von     Alkalidampf,    der mit oder  ohne Quecksilber in das Rohr eingebracht  werden kann.  



  Um eine für das Auge stark- leuchtende  und die Elektroden eng umschliessende  leuchtende Gasschicht zu     erhalten,    wählt man  zweckmässig den Fülldruck höher als 8 mm       Hg.    Je nach der benutzten Gasart können  die Schriftzüge in     verschiedenfarbigem.     Lichte leuchten. Füllt man das Rohr 1 mit  zwei     Gaskomponenten,    von denen jede aus  verschiedenen Gasen mit gleichem     Partial-          druck    besteht, 'so erhält man Mischfarben,  so dass besonders für Reklamezwecke eine  reiche Farbenauswahl zur Verfügung steht.  



  Betreibt man die Röhren mit     Spannungen     über 220 Volt und wählt demgemäss den  Abstand 4 der Elektroden 2, 3 grösser, so  kann durch geeignete Füllung :des Rohres  erreicht werden, dass der Zwischenraum 4  zwischen den Elektroden 2, 3 in einem an  dern     Lichte    leuchtet, als die Oberfläche der  Schriftzüge, das heisst es     tritt    eine in anderer  Farbe leuchtende     positive    Säule 4 nur zwi  schen den     Elektrodenenden    und gleichzeitig  das negative Glimmlicht auf dem Schrift  zeichen 2, 3 auf.

   Wählt man zum Beispiel       als,        Füllgas    Neon von einem Druck über  8 mm     Hg    und füllt     ausserdem    noch in das  Rohr Argon von einem Druck der unter 8 mm  liegt, und noch zusätzlich einen Tropfen       Quecksilber,    ,so leuchtet die Schrift 2, 3  selbst in Rot des Neonlichtes und der     Zwi-          echenraum    4 zwischen den Elektroden leuch  tet blau. Hierdurch ist es möglich, Reklame  farben, die für eine Ware oder     eine    Packung  bereits bestehen, und für sie     charakteristisch     sind, in Lichtform wiederzugeben.

   Der  technische Fortschritt liegt weiter darin,     :dass     diese     neuen        Leuchteffekte    mit den einfach  sten technischen Mitteln erzielt     werden     können. So kann zum Beispiel der Ein  schmelzdraht der     Stromzuführung    -selbst als  Schriftelektrode 2, 3 benutzt werden,     der    für      nicht     allzulange    Schriftzüge eine genügende  Steifheit besitzt und nicht gehaltert oder  gestützt zu werden braucht.

   Dies     ergibt    die  Möglichkeit einer ausserordentlich einfachen  und billigen Herstellungsweise der Röhren  gegenüber den bekannten Leuchtröhren, bei  denen das, Glasrohr selbst zu Buchstaben       gebogen;    werden muss.  



  Mit einem kleinen     Schutzwiderstand,    :der  aber nicht für alle anwendbaren Fülldrücke  nötig ist, kann ein in sich abgeschlossenes,  leicht zu handhabendes     Reklameleuchtrohr     hergestellt werden, das mit einem gewöhn  lichen Stecker an eine Lichtleitung ange  schlossen werden kann. Ein derartiges     lang-          gestreckteg    Rohr kann von zwei Armen  gehalten werden und mit einem Fuss versehen  sein, so dass eine ortsveränderliche Reklame  lampe geschaffen ist, die zum Beispiel in eine  Auslage gestellt werden kann. Eine derartige  ortsveränderliche     Reklameschriftlampe    ist in       Fig.    2 dargestellt.  



  In     Fig.    2 ist 1 die die leuchtende Re  klamesührift 2, 3 enthaltende Leuchtröhre, 6  und 7 sind die Halter :der Leuchtröhre und  8 ist der Fuss der Leuchtröhre.  



  Die äussere Form der Leuchtröhre kann  in beliebiger Weise ausgebildet sein. So  können die Elektroden nur von einer Seite her  in das Glasgefäss eingeführt sein, und .die  Schriften können untereinander angeordnet  werden. In diesem Falle kann das Rohr mit  einem üblichen Sockel, zum Beispiel nach       Edison    oder     Swan    versehen sein und wie  jede gewöhnliche Lampe in eine Fassung  eingeschraubt werden.  



  In     Fig.    3 ist eine derartige     .gesockelte     Lampe dargestellt, bei welcher die Schrift  züge 2, 3 untereinander liegen.  



       Fig.    4 zeigt eine     gesockelte    Lampe mit  leuchtenden Ziffern. Wird der Zwischenraum  4     zwischen    den Elektroden 2, 3 besonders  klein gewählt, so zünden derartige Lampen  schon bei 120 Volt.  



  Für Röhren, die für Netzanschluss be  stimmt sind, ist es wichtig, dass, die Enden  der einander zugekehrten Schriftzeichen  durch beabsichtigte Formgebung oder beab-         sichtigte    Wahl -des Abstandes 4 der ge  wünschten     Betriebsspannung    zwecks Zün  dung angepasst werden, wie dies in     Fig.    1  zwischen den Buchstaben<I>a</I> und<I>B</I> und in       Fig.    3 zwischen den Buchstaben A und B  zum Ausdrucke kommt.  



  In     Fig.    5 sind die     Stromzuführungs-          drähte    aus den Seiten des. Glasgefässes her  ausgeführt, um eine grosse Glasstrecke ein  zuschalten, durch die ein     Überkriechen    von  Entladungen vermieden wird.  



  Die Entladungsröhren, bei denen sich die  positive Säule der zweiten Füllkomponente  deutlich ausbildet, weisen im allgemeinen  einen grösseren     Buchstabenabstand    an der  Minimumstelle 4 auf. Sie müssen demgemäss  mit     Transformatorenspannung    betrieben wer  den, was schon von etwa '30,0 Volt an je  nach dem Abstand 4 möglich ist. Die Aus  geprägtheit der positiven Säule hängt von  der Betriebsspannung und von dem Abstand  der Schriftzeichen an der Minimumstelle  4 ab.  



  Die beschriebenen Reklamelampen können  mit     Gleichstrom    oder mit Wechselstrom be  trieben werden. Da bei     Gleichstrombetrieb     nur die eine Elektrode leuchtet,     können    be  sondere reklametechnische     Leuchtwirkungen     dadurch erzielt werden, dass die dunkelblei  bende Elektrode 3     (Fig.    5) entweder in Form  eines die Schrift 2 unterstreichenden     Stri-          ehes    ausgeführt wird, oder dass die Schrift  2 von der dunkelbleibenden Elektrode 3  irgendwie umrahmt wird. Die Elektrode 3  kann auch in Form einer Doppelschrift über  die ganze Länge der leuchtenden Schrift 2  geführt sein.  



  Man ist bei all diesen Röhren nicht auf  Schriftzüge angewiesen, die nur aus zwei  Worten bestehen. Man kann beliebig     viele     Worte in einem Rohr anordnen, wie es in  den     Fig.    6 und 7 .dargestellt ist. Hierbei  erhält jedes einzelne Wort 2 eine Stromzu  führung 12     bezw.    jedes Wort 3 eine     iStromzu-          führung    13, die sich überkreuzend, wie in       Fig.    6 ausserhalb, oder wie in     Fig.    7 inner  halb des Rohres 1     geschaltet    werden können.

    Durch die in den     Fig.    6,     -und    7 dargestellte      Schaltung kann bei     Wechselstrombetrieb    die  Strombelastung auf die verschiedenen       Schriftzuggruppen    gleichmässig verteilt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasentladu.ugsrohr für Reklameschrift, bei welchem Elektroden als zusammenhän gender Schriftzug ausgebildet sind und das Rohr mit mindestens zwei Gasen gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden aus runden Drähten bestehen, auf denen ne gatives Glimmlicht leuchtet, während zwi schen den Elektroden eine positive Licht säule vorhanden ist.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Gasentladungsrohr nach Patentanspruch mit zwei Gaskomponenten von verschie denem Partialdruck,dadurch gekennzeich net, dass der Druck .der einen Gaskom ponente des Rohres, welche negatives Glimmlicht ergibt, über 8 mm Hg und der Druck der andern Gaskomponente, welche die positive Säule ergibt, unter 8 mm Hg liegt.
    2. Gasentladungsrohr nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass jede Gaskomponente aus mehreren Gasen von gleichem Partial druck zur Erzeugung von Mischfarben besteht. 3. Gasentladungsrohr nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss die die Schriftzüge bildenden Elektroden in der Längsachse des Entladungsgefässes nebeneinander an geordnet sind.
    4. Gasentladungsrohr nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Schriftzüge bildenden Elektroden im Entladungsgefäss untereinander angeordnet sind.
    5. Gasentladungsrohr nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Worte .durch Anordnung mehrerer Elektrodengruppen in dem Rohr angeordnet sind, wobei unter Belassung :des- Raumes für die posi tive Säule die Elektroden gleicher Polari tät durch Drähte miteinander verbunden sind.
CH174484D 1933-05-31 1934-04-03 Gasentladungsrohr für Reklameschrift. CH174484A (de)

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