CH167296A - Verfahren und Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom oder von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz mittelst gesteuerter Entladungsstrecken. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom oder von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz mittelst gesteuerter Entladungsstrecken.

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CH167296A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Verfahren und Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom oder  von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz mittelst  gesteuerter Entladungsstrecken.    Es sind bereits verschiedene Wechsel  richter- und     Frequenzwandleranordnungen     mit gesteuerten Entladungsstrecken, ins  besondere gittergesteuerten Dampf- oder       Gasentladungsgefässen,    vorgeschlagen wor  den, bei denen ein oder mehrere Konden  satoren im Takt der Frequenz des erzeugten  Wechselstromes geladen und entladen wer  den.

   In     Fig.    1 ist ein solcher Wechselrichter  dargestellt, für den die     BezeichnungWechsel-          richter    in Reihenanordnung vorgeschlagen  ist, und zwar erfolgt die Umformung in der  Weise, dass der Kondensator C durch das  Entladungsgefäss     V,    geladen und durch das  Entladungsgefäss     V@    entladen wird. Die  Drosselspule D dient zur Erleichterung des       Stromüberganges    von einem Entladungs  gefäss auf das andere und verhindert einen.

    Kurzschluss der Gleichspannung B über die  beiden Entladungsgefässe     V,    und     T'2.       Ist die Primärspannung keine Gleich  spannung, sondern eine Wechselspannung,  so erfolgt die Ladung des Kondensators C  über gesteuerte Ventile, die an die einzelnen  Phasen des     Gleichrichtertransformators    an  geschlossen sind.  



  Die vorgeschlagenen Umformungseinrich  tungen besitzen den Nachteil, dass, auf  gleiche Leistungen bezogen, bei niedrigen  Frequenzen ein grosser und teurer Konden  sator erforderlich ist, da die Kondensator  grösse umgekehrt proportional der Frequenz  ist.  



  Die vorliegende Erfindung löst die glei  che Aufgabe mit wesentlich kleinerer- Kon  densatoren. Erfindungsgemäss werden die  Kondensatoren in einem gegen die     Frequenz     des erzeugten Wechselstromes     höherfrequen-          ten    Takt geladen und entladen, und die  Richtung der Ströme im Verbraucherkreis      wird im Takt der Niederfrequenz um  gesteuert. Vorteilhaft werden der oder die  Kondensatoren im Takt der     Niederfrequenz     abwechselnd positiv und negativ geladen.  Ferner ist es zweckmässig, dass die Gitter  kreise sowohl von einer hochfrequenten, als  auch von einer niederfrequenten Steuer  spannung beeinflusst werden.

   Bei Anwen  dung des Verfahrens gemäss der Erfindung       tritt    eine Verkleinerung des oder der Kon  densatoren im Verhältnis Niederfrequenz  Hochfrequenz     ein.     



       Fig.    3 bis 7 stellen Beispiele von Schal  tungen für die Ausführung des Verfahrens  gemäss der Erfindung dar, die im einzelnen  nachstehend beschrieben sind. Bei     Fig.    3,     d     und 6 wird der Kondensator im Takt der  Niederfrequenz abwechselnd positiv und  negativ geladen, während bei     Fig.5    und 7  der Kondensator nur mit einem bestimmten  Vorzeichen im Takt der Hochfrequenz ge  laden und entladen wird.

   Bezüglich der  Steuerung der einzelnen Entladungsstrecken  ergibt sich, dass im allgemeinen die Gitter  kreise sowohl von einer     hochfrequenten,    als  auch von einer     niederfrequenten    Steuerspan  nung beeinflusst werden; dies ist jedoch nicht  erforderlich bei den Entladungsstrecken, die  in     Fig.    5 und 7 .die Energie dem Konden  sator zuführen.  



  In     Fig.    3 bedeutet B     wiederum    die  Gleichstromquelle, deren     Mittelpunkt    mit  dem     untern    Belag des Kondensators     Cl    ver  bunden ist. D ist eine Drosselspule mit den  gleichen Funktionen, wie sie oben für die  bekannte     Schaltung    beschrieben wurde.

    Durch das periodische abwechselnde Leitend  werden der Gefässe 1 und 2 (während I und       II    gesperrt sind)     bezw.        Auf-    und Entladen  des Kondensators     Cl    werden im Transfor  mator     bezw.    im Netz positive Stromstösse       hervorgerufen;        entsprechend    erhält T     bezw.     das Netz     negative    Stromstösse, wenn die  Entladungsstrecken I und     II    Strom führen  und 1 und 2 gesperrt sind.

   Die Steuerung  der vier Ventile erfolgt nun in der Weise,  dass die     zusammengehörigen    Paare 1 und 2       bezw.    I und     II    einzeln mit hoher Frequenz    gesteuert werden, also bei kleinem Konden  sator grosse     Strommengen    übertragen, dass je  doch die Umschaltung von dem die eine  Halbwelle liefernden Paar von Röhren (1  und 2) auf das die andere Halbwelle lie  fernde Paar von Röhren (I und     II)    in dem  Takte der gewünschten     Wechselstromfre-          quenz    vorgenommen wird.

   Während die be  kannte Schaltung nach     Fig.    1 Wechselstrom  (vereinfacht dargestellt) nach     Fig.    2a ergibt,  besteht bei der Schaltung nach     Fig.3        zum     Beispiel die positive Halbwelle und ebenso  die     negative    Halbwelle aus einer der Hoch  frequenz entsprechenden Zahl von Strom  stössen     a1,        a2,        a3    (in diesem Beispiel ist drei  fache Frequenz angenommen), deren Summe  zusammen die an das Netz abgegebene       Strommenge    während einer Halbperiode der  Netzfrequenz ausmacht.

   Die     Gitterkreise    der  Entladungsgefässe erhalten eine Steuerspan  nung, die sowohl eine     hochfrequente    Span  nung, als auch eine niederfrequente Span  nung enthält.  



  Um einen mehr gleichmässigen Strom  fluss im Netz zu erhalten, kann man die für  normale Gleichrichter und andere Zwecke  benutzten bekannten     Glättungseinrichtungen     verwenden. Zum Teil wird dies bereits durch  einen zum Transformator parallelgeschalte  ten Kondensator     (C2    in     Fig.    3) erreicht. Je  doch ist dieser Kondensator nicht erforder  lich bei Verbrauchern, zum Beispiel Glüh  lampen und Öfen, bei denen es auf die  Kurvenform der Spannung nicht ankommt.

    Werden die Ventile 1     bezw.    I leitend, bevor  der Strom     bezw.    die Spannung des Netzes  auf Null zurückgegangen ist, so bleibt in     C--          eine    gewisse Energiemenge aufgestapelt, die  nach Unterbrechung der Netzspeisung durch       C,    den     Stromfluss    in gleicher Richtung fort  setzt, mithin die Lücken zwischen zwei  Stromstössen     (Fig.        2b)    bis zu einem gewissen  Grade ausfüllt.

   Der Kondensator     C2    erfüllt  ausserdem den Zweck, dass er beim Zünden  der Gefässe 2     bezw.        II    auch dann einen plötz  lichen kräftigen Stromstoss zwischen     Cl        und     dem Transformator hervorruft, wenn das  Netz schwach belastet ist oder gar der Trans-           formator        leerläuft;

      da die in der Drossel  spule D hervorgerufene     EMK    dem Diffe  rentialquotienten
EMI0003.0004  
   proportional ist und die       EMK    der Drossel, wie angegeben ist, unter  Umständen die Löschung von 1     bezw.    I zur  Verhinderung eines Kurzschlusses     bewirken     muss, so wird die Sicherheit des rechtzeitigen  Löschens durch     C:;    wirksam unterstützt.  



       Fig.    4 zeigt eine Schaltanordnung gemäss  der Erfindung mit einer Gleichstromquelle  ohne     Mittenanzapfung.    Hierbei werden für  jede     Netzhalbwelle    drei Ventile benötigt, ins  gesamt also sechs. Die eine Halbwelle lie  fern die Gefässe 1, 2, 3 und die andere die  Gefässe I,     II,        III.    Bei der Hochfrequenz  umsteuerung werden die Gefässe 1, 2     bezw.     I,     1I    gleichzeitig leitend, während Gefäss 3       bezw.    Gefäss     III    mit 180   Phasenverschie  bung folgen.

   Die     Niederfrequenzumsteuerung     erfolgt jeweils für die Röhren 1, 2, 3 und  I,     II,        III    zusammen und gleichzeitig.  



       Fig.    5, 6 und 7 stellen weitere Anord  nungen dar, die sich unter anderem durch.  die Zahl der verwendeten Entladungsstrecken  unterscheiden. Ferner sei erwähnt, dass bei  Schaltungen nach     Fig.5    und 7 das Ventil       1/I    nur einfach gesteuert zu werden braucht,  nämlich lediglich mit Hochfrequenz. Die  Wirkungsweise stimmt im übrigen mit der  in     Abb.    3 dargestellten Anordnung überein.  



  Man kann an Stelle einer Gleichspannung  auch eine     Wechselspannung    als Primärspan  nung verwenden. Dieser Möglichkeit stehen  keine     Schwierigkeiten    entgegen, da die Fre  quenz des Lade- und     Entladestromes    des oder  der Kondensatoren wesentlich grösser ist als  die Frequenz des Netzes N. Man ist dann  in der Lage, Wechselstrom einer Frequenz  unmittelbar in Wechselstrom anderer Fre  quenz zu verwandeln, ohne den Umweg über  Gleichstrom gehen zu müssen.

   Beispiels  weise kann man das Ausführungsbeispiel  gemäss     Fig.    5 in der Weise abändern, indem  man die Gleichspannung     B    und die     Ent-          ladungsstrecke    1/I durch einen mehrphasigen  Gleichrichter nach     Fig.    8 ersetzt. Das Wech  selstromnetz W bewirkt über den Transfor-         mator        T',    und das     sechsanodige    Entladungs  gefäss G ein Laden des Kondensators     Orlr     im Takt der Hochfrequenz wie in     Fig.    5.

    Dabei führt stets die Phase mit dem grössten  positiven Augenblickswert den Strom, wie  durch die Schraffierung in bezug auf     eb    und       ec    in     Fig.    9 schematisch dargestellt ist.  Auch in diesem Falle sind die Anoden des  Entladungsgefässes G im Takt der Hoch  frequenz zu steuern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I ; Verfahren zur Umformung von Gleich strom in Wechselstrom oder von Wechsel strom in solchen anderer, vorzugsweise nied rigerer Frequenz, mittelst gittergesteuerter Entladungsstrecken, insbesondere gitterge- steuerter Dampf- oder Gasentladungsgefässe, und eines oder mehrerer Kondensatoren, wel che vom speisenden Netz aufgeladen und auf den Verbraucher entladen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoren in einem gegen die Frequenz des erzeugten Wechselstromes höherfrequenten Takt ge laden und entladen werden,
    und die Rich tung der Ströme in dem Verbraucherkreis im Takt der Niederfrequenz umgesteuert wird. PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass Glättungsvorrichtungen für den Stromfluss im Verbraucherkreis vor gesehen sind. UN TERANSPR ttCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der oder die Kondensatoren im Takt der Niederfre quenz abwechselnd positiv und negativ geladen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Gitter kreise sowohl von einer hochfrequenten, als auch von einer niederfrequenten Steuerspannung beeinflusst werden. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch einen zu dem Aus- gangstransformator _parallel geschalteten Kondensator. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass Lade- und Entladestromkreis des oder der Konden satoren durch eine Drosselspule mit zum zugeordneten Kondensator führender Mit telanzapfung miteinander verkettet sind.
CH167296D 1931-05-27 1932-05-24 Verfahren und Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom oder von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz mittelst gesteuerter Entladungsstrecken. CH167296A (de)

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