CH167176A - Verfahren zur Verbesserung von Kohlenwasserstoffgemischen, insbesondere von Schmierölen. - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung von Kohlenwasserstoffgemischen, insbesondere von Schmierölen.Info
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Description
Verfahren zur Verbesserung von Kohlenwasserstoffgemischen, insbesondere von Schmierölen. 3lan hat bereits vorgeschlagen, Schmier öle hinsichtlich ihrer Temperaturviskositäts kurve dadurch zu verbessern, dass man ihnen grössere Mengen, zum Beispiel 15 bis : )5%# eines Kondensations- und Polymerisations- produktes, das aus hochmolekularen, ganz oder vorwiegend aus Hart- oder Weichparaffin bestehenden Kohlenwasserstoffen durch Ein- icirliung stiller elektrischer Entladung her gestellt wurde, zugibt. Es wurde nun gefunden, dass überraschen derweise solche Kondensations- und Polyme- risationsprodukte der vorgenannten Art, die eine Viskosität von mehr als 12 E/100 C besitzen, schon bei Zugabe sehr geringer Men gen zu Kohlenwasserstoffgemischen, insbe sondere zu Schmierölen mit schlechter Tem- peraturviskositätskurve, diese bedeutend ver bessern. Als Ausgangsstoffe für die Herstellung des zuzusetzenden Produktes kommen halb- feste und feste paraffinische Kohlenwasser stoffe beliebiger Herkunft oder solche in er heblicher Menge enthaltende Kohlenwasser stoffe in Betracht. Sie können durch Destil lation aus Erdölen oder Extraktion aus Braunkohle oder durch Hydrierung von Kohle, Teeren, Mineralölen und dergleichen gewonnen werden. Ferner können die durch Polymerisation ungesättigter Kohlenwasser stoffe, wie Olefinen von niedrigem Molekular gewicht erhaltenen, oder durch Behandlung niedrigmolekularer gohlenwasserstoffe mit hochfrequenten elektrischen Strömen her gestellten hochmolekularen Stoffe als Aus gangsmaterial dienen. Die Kondensation und Polymerisation die ser Ausgangsstoffe kann in flüssigem Zustand in einer hierfür geeigneten Apparatur, bei spielsweise in Siemensozonröhren, vorge nommen werden. Hierbei ist es wichtig, dass' die elektrische Behandlung genügend lange ausgeführt wird, damit Produkte von höherer Viskosität als 12 E/100 C erzielt werden. Die Dauer der Behandlung selbst hängt von der verwendeten elektrischen Ener gie ab. So wählt man. beispielsweise bei der Verwendung von 7000 Volt und 1000 Hertz eine Behandlungsdauer von 30 bis 50 Stunden. Für das vorliegende Verfahren sind bei spielsweise Produkte mit einer Viskosität von 20@ bis 60 E/100 C oder mehr vorzüg lich geeignet. Als Zusatz genügt eine Menge von 0,1 bis 10%, zweckmässig 0,1 bis 5%. Ein Produkt mit mehr als 12'<B>E/100'</B> C kann auch aus einem niedriger viskosen Kon- densations- und Polymerisationsprodukt her gestellt werden, indem dieses in einem Lö- sungsmittel, zum Beispiel Äther, gelöst und dann der gewünschte höher viskose Teil, zum Beispiel mit Aceton, ausgefällt wird. Das hochviskose Kondensations- und Polymerisa= tionsprodukt kann vor seiner Verwendung mit Mineral- oder Teerölen, sowie Fraktionen solcher, zum Beispiel Paraffinöl oder Hydrier- produkten und dergleichen, ferner mit Al koholen oder Estern, insbesondere solchen von hohem Molekulargewicht, etwas verdünnt werden. Es kann auch ein sehr hochviskoses Kondensations- und Polymerisationsprodukt, zum Beispiel ein solches mit einer Viskosität von 20 bis 60 E/100 C, hergestellt und dann mit einem niedrigviskosen, durch Be handlung von Paraffin, wasserstoffreichen Ölen, Fettsäuren, Estern und dergleichen mit stillen elektrischen Entladungen gewonnenen Produkt vermischt werden. Von diesen Ge mischen kann den zu verbessernden Ölen so viel zugegeben werden, dass der hochviskose, über 12 E/100- C Viskosität besitzende Teil in einer Menge bis zu 10 % dem 01 zugesetzt wird. Der Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht beispielsweise darin, dass gemäss dem selben die Temperaturviskositätskurve be liebiger Schmieröle, insbesondere solcher mit steiler Temperaturviskositätskurve, schon durch Zugabe geringer Mengen der hoch viskosen Kondensations- und Polymerisations- produkte sehr bedeutend verbessert werden kann. Bei grösseren Zusatzmengen findet nur noch ein geringer Anstieg in der Verbesse rung statt. Bei der Verwendung paraffin- haltiger Schmieröle wird ausserdem noch eine Stockpunktserniedrigung bewirkt. Man kann die beschriebenen Kondensa- tions- und Polymerisationsprodukte auch an dern Kohlenwasserstoffgemischen als Schmier ölen, beispielsweise Schmierfetten, Dieselölen, Benzinen und dergleichen, zusetzen. <I>Beispiel:</I> Hartparaffin wird geschmolzen und in einer Siemensozonröhre 5-0 Stunden lang den stillen elektrischen Entladungen von 7000 Volt und 1000 Hertz ausgesetzt. Man erhält ein Produkt, das zu 60 bis<B>65 ,wo</B> aus einem Zylinderöl mit einer Viskosität von 43 E/100 C und zu 35 bis 40 % aus un verändertem Paraffin besteht. Dieses wird dann im Vakuum bei 15 mm H- mit Wasser dampf destilliert, wodurch ein von Paraffin befreites Zylinderöl erhalten wird. Einem durch Destillation von deutschem Erdöl gewonnenen Schmieröl mit einem Vis- kositätsindex von 0 wird ein so gewonnenes Zylinderöl in einer Menge von .1 % zugegeben: Durch diese Zugabe erhöht sich der Visko- sitätsindex des Schmieröls auf 22. Eine Zu gabe von 1,5 % des Zylinderöls zu dem Schmieröl steigert den Viskositätsindex auf 3,0. Man erhält somit durch geringe Zusätze des synthetischen Produktes aus einem 01 schlechter Qualität bereits ein 01 mittlerer Qualität.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung von Kohlen wasserstoffgemischen durch Zugabe eines Kondensations- und Polymerisationsproduktes, das aus hochmolekularen paraffinischen Koh- lenwasserstoffen durch Einwirkung stiller elektrischer Entladungen hergestellt ist, da durch gekennzeichnet, dass das zugesetzte Kon- densations- und Polymerisationsprodukt eine höhere Viskosität als 12 E/100 C besitzt. U NTPUANSPRüCIM 1.Verfahren zur Verbesserung von Schmier ölen nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Kondensations- und Po lymerisationsprodukt in geringer Menge zuzesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und TJn- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kondensations- und Polymerisa- tionsprodukt eine Viskosität von 20 bis 60 E/100 C besitzt.
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