CH167013A - Führerbremsventil für Druckluftbremsen. - Google Patents

Führerbremsventil für Druckluftbremsen.

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CH167013A
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Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
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Knorr Bremse Ag
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Description


      Ffihrerbremsventil    für     Druekluftbremsen.       Die vorliegende Erfindung des     Dr.        ing.     Friedrich Hildebrand in     Berlin-Lankwitz    be  zieht sich auf ein Führerventil für Druck  luftbremsen, das so eingerichtet ist, dass in  nerhalb des Bewegungsbereiches des Führer  bremshebels fair das Bremsen jeder Hebel  stellung ein bestimmter Bremsleitungsdruck  entspricht.  



  Es sind derartige Führerventile bekannt,  bei denen man die Bremsleitung durch ver  schiedene Querschnitte mit dem durch den  Druckregler eingestellten Druck speisen  kann, indem durch jede Stellungsänderung  des Führerventils in der     einen    Ebene ein be  stimmter Druck am Druckregler eingestellt  wird und die dazu senkrechte Bewegung des  Hebels des Führerventils den     Durchgangs-          quersehnitt    vom Druckregler zur Leitung  ändert.  



  Bei diesen bekannten Führerventilen wird  beim stufenweisen Lösen das Umsteuern der  Steuerventile in die Lösestellung am Ende    eines langen Zuges. nicht mit Sicherheit er  reicht, wie dies Betriebserfahrungen bestä  tigen; die durch den Druckregler festgelegte  Druckerhöhung in der Bremsleitung ist am  Ende eines langen Zuges bereits so stark ver  ebbt, dass die geringe, sieh dort     geltend     machende Druckerhöhung sich durch die     Kol-          benringschlitze    und um die kaum jemals völ  lig dichten Kolbenringe der     Steuerventile     herum in die Hilfsbehälter hinein ergiesst,  ohne die Steuerventile umzusteuern.  



  Soll die Umstellung der Steuerventile mit  Sicherheit bewirkt werden, so     muss    das Füh  rerventil in die Füll- oder Lösestellung ver  legt werden, bei der unter Ausschaltung des  Druckreglers der     Hauptluftbehälter        unmit-          telbar    mit der Bremsleitung verbunden wird,  und dann muss der Führer den Hebel wieder  in die Stellung verlegen, die der Bremswir  kung entspricht, die er einzustellen beabsich  tigte. Diese Handhabung des Führerventils  ist schwierig.

        Das     Führerventil    nach der Erfindung ist  demgegenüber so eingerichtet, dass es dem  Führer gestattet, in jeder einer     beabsichtigten     Bremswirkung entsprechenden     Stellung    des  Handhebels eine Füllung der Bremsleitung  mit hohem, vom     Leitungsdruckregler    nicht       beeinflussten    Druck aus dem     lIauptluftbehäl-          ter    durchzuführen, ohne den Hebel in die  Lösestellung und aus dieser in eine Brems  stellung verlegen zu müssen.  



  Gemäss der Erfindung besitzt das Führer  bremsventil ein     Organ,    das in jeder Stellung  des     Führerbremsventils    betätigt werden kann  und das gestattet, unter Ausschaltung des       Leitungs.druckreglers    den Druck des Haupt  behälters in die Bremsleitung einzulassen, zu  dem Zweck,     in    jeder Stellung des Führer  bremsventilhebels einen     Füllstcss    von hohem  Druck in .die Bremsleitung geben zu können.  



  Dies kann dadurch erreicht     werden,    dass  am Handhebel .des Führerventils eine Klinke  angeordnet ist, die in jeder     Bremsstellung,     mit Ausnahme der     Schnellbremsstellung,    die  Betätigung eines Ventils zulässt, das den       Hauptluftbehälter    mit der     Bremsleitung    un  mittelbar verbindet, wobei die Verbindung  zwischen der Bremsleitung und dem mit  Bremsleitungsdruck gefüllten, steuernden  Raum des     Führerventilgehäuses    gesperrt  wird.  



  Auf der Zeichnung sind drei Ausfüh  rungsbeispiele von     Führerbremsventilen    nach  der Erfindung schematisch veranschaulicht.  



  Bei diesen Darstellungen sind alle nicht  unbedingt für das Verständnis der Erfin  dung erforderlichen Einzelheiten im Interesse  möglichst einfacher Veranschaulichung fort  gelassen.  



  Bei der     Darstellung    nach     Fig.    1 ist mit  1 der zur     Bedienung,des    Führerventils in der       wagrechten    Ebene drehbare Handhebel be  zeichnet. Er dient zur Verstellung einer       Nockenscheibe    oder ,dergleichen 2, die in be  kannter Weise einen Kolben 3 gegen die  Wirkung der Feder 4 verstellt. Die Feder -1  stützt sich auf den Kolben 5, in dem sich  eine Bohrung befindet, die     mittelst    des Dop  pelventils 6 beim Bremsen geschlossen, beim    Lösen freigegeben wird.

   Das Doppelventil 6  beherrscht ausserdem .die     Verbindung    zwi  schen dem     Hauptluftbehälteranschluss        HB     und der Bremsleitung L und steht deshalb  unter der Wirkung einer Feder 6a, die diese  Verbindung zu schliessen sucht. Im Ventil  gehäuse ist ausserdem die Spindel 8 angeord  net, die sich auf den Kolben 5 stützt und     mit-          telst    des Schalthebels 7 bewegt wird. Der  Schalthebel 7 ist in an     sieh    bekannter Weise  in der senkrechten Ebene drehbar am Hand  hebel 1 des. Führerventils gelagert; er nimmt  an dessen Lageveränderungen in der wag  rechten Ebene teil.

   Es ist infolgedessen not  wendig,     dass    das auf der nur in der Längs  richtung verschiebbaren Spindel 8 ruhende  Ende des Schalthebels 7 als eine den Teil  eines Kreisbogens bildende Platte ausgebildet  ist, die in allen Stellungen, mit Ausnahme  .der     Schnellbremsstellung,    auf     der    Spindel  8 ruht. Natürlich ist auch die umgekehrte  Anordnung     brauchbar,    bei der die kreis  bogenförmige     Platte    von der     Spindel    8 ge  tragen wird, wobei das Ende der Schalt  klinke 7 keiner Verbreiterung bedarf.  



  Es sei angenommen, der Bremshebel 1  liege in irgend     einer    der zahlreichen Brems  stellungen und die     Bremswirkung    soll um  eine Stufe vermindert werden, dann wird der  Hebel 1     in    die der beabsichtigten, neuen, ver  ringerten Bremswirkung zugehörige Lage  durch Drehen     in    der     wagrechten    Ebene ver  legt, wobei die     Nockenscheibe    2     in    bekannter  Weise wirkt. Durch Betätigung der Schalt  klinke 7 wird dann     mittelst    .der Spindel 8 der  Kolben 5 kurz niedergedrückt, wodurch ein  kräftiger Füllstoss von     Hauptbehälterluft    in  die Bremsleitung gegeben wird.  



  Bei der Ausführungsform des Führer  bremsventils gemäss     Fig.    2 wirkt die Sonder  vorrichtung,     mittelst    deren in jeder Brems  stellung ein     Hochdruckfüllstoss    in die Brems  leitung gegeben werden kann, nicht auf den  im Führerventil befindlichen Kolben 5,     son-          .dern    es ist ein besonderer,     kolbenschieber-          artiger    Teil 9 vorgesehen, dessen Gehäuse  durch Zweigleitung sowohl mit dem Haupt  luftbehälter, als auch mit der Bremsleitung      verbunden ist, und der gleichzeitig zur Über  wachung der ins Freie führenden     Ausström-          leitung    dient.  



  Wenn bei dieser Anordnung durch Be  dienung der Schaltklinke 7 das     Füllstossven-          til    10 geöffnet wird, so gelangt Druckluft  hoher Spannung auch unter den Kolben 5  und würde diesen, der einer bestimmten  Bremsstufe. gemäss eingestellt ist, gegen die  Wirkung der Feder 4 anhaben, also die im  Kolben 5 vorgesehene Entlüftungsbohrung  frei legen, und Hauptbehälter- und Haupt  leitungsluft würden ins Freie entweichen,  wenn der     Auslass    nicht durch den     Kolben-          sehieber    9     gesperrt    würde.  



  Bei den     vorbeschriebenen    Ausführungs  formen erfolgt die Überströmung von Haupt  behälterluft zur Bremsleitung so lange, wie  die Schaltklinke 7 betätigt wird. Hierin liegt  die Möglichkeit des Überladens der Brems  leitung bei unsachlicher Bedienung der  Schaltklinke 7.

   Um sie auszuschliessen, ist  gemäss der Ausführungsform nach     Fig.    3 zur  Überwachung der beim Füllstoss herzustellen  den Verbindung zwischen dem Hauptluft  behä.lter und der Bremsleitung ein Relais  ventil 10 vorgesehen, das durch die Betäti  gung der Schaltklinke 7 in Tätigkeit gesetzt       wird,    diese Tätigkeit     aber    ohne Rücksicht  auf ,die Dauer der Bedienung der Schalt  klinke 7 nach einem bestimmten Zeitab  schnitt, der so bemessen ist, dass ein Über  laden der Leitung nicht eintreten kann,     un-          terbricht.     



  Bei dieser Ausführungsform wirkt die  Klinke 7 auf einen Kolbenschieber oder ein  gleichwertiges Steuerorgan 9, das auf das       federbelastete    Doppelventil 11 einwirkt. Das  Gehäuse, in dem sich das     Doppelventil    11 be  findet, ist über eine     Drosselbohrung    12 mit  dem     Hauptluftbehälter    verbunden. Eine an  dere Leitung 13 stellt über die Drosselboh  rung 14 eine Verbindung mit einem Raum  des     Relaisventilgehäuses    10 her, der sich un  terhalb des in diesem befindlichen Steuer  kolbens 15 befindet.

   Der Steuerkolben 15  steuert einerseits das Ventil 16, das die un  mittelbare Verbindung zwischen dem     Haupt-          :D            IIB    und der Bremsleitung<I>L</I> be  herrscht,     anderseits    eine     Überwachungsvor-          richtung    17, die die Freiluftöffnung     0l    'be  herrscht. Das mittelst der Schaltklinke 7 be  tätigte Organ 9 überwacht gleichfalls eine       Freiluftöffnung    o. Die Düse     1:1    ist reich  licher bemessen als die     Düse    12.  



  In dem Raum unterhalb .des vom Organ  9     betätigten.    Doppelventils 11 herrscht       Hauptbehälterdruck.    Wird in einer mittelst  des Führerhebels 1 neugewählten Bremsstel  lung (Lösestufe) die Klinke 7 betätigt, so       wird    dadurch die Freiluftöffnung o gesperrt.  Das     Doppelventil    11 wird abwärts bewegt;       Hauptbehä1terluft    gelangt unter den Kolben  15, dessen Oberseite entlüftet ist. Dieser  schliesst mittelst des     Schiebers    17 die Freiluft  öffnung     o1    und öffnet das Ventil 16. Haupt  behälterluft gelangt in die Bremsleitung L.

    Da die Düse 14 grösser ist als die Düse 12,  so verschwindet die Kraft, die den Kolben  15 aufwärts bewegt hat, bald     wieder,    indem  der Kolben 15 bis über die Freiluftöffnung       des    Ventilgehäuses angehoben wird, und  zwar auch dann,     wenn    die Klinke 7 längere       Zeit    gedrückt     wird;    denn durch .die Düse 14  entweicht mehr Druckluft, als über die Düse  12 zugeführt wird.

Claims (1)

  1. PATENTAINTSPRUCH Führerbrem.sventil für Druekluftbremsen, bei denen innerhalb .des Bereiches der Stel lungen für Betriebsbremsung jeder Stellung des Führerventilhebels ein bestimmter Druck in der Bremsleitung entspricht, gekennzeich net durch ein Organ, das in jeder Stellung des Führerventilhebels betätigt werden kann und das gestattet, unter Ausschaltung des Leitungsdruckreglers den Druck des Haupt luftbehälters in die Bremsleitung einzulassen, zu dem Zweck, in jeder Stellung,
    des Führer ventilhebels einen Füllstoss von hohem Druck in die Bremsleitung geben zu können. UNTERAN SPRtrCHE 1. Führerbremsventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betäti gung des die Einleitung eines Füllstosses von hohem Druck in die Bremsleitung zu lassenden Organes eine am Führerbrems hebel angeordnete Schaltklinke vorgesehen ist.
    2. Führerbremsventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch ein Relaisventil, das durch das mittelst .der Schaltklinke betätigte Organ derart zur Wirkung gebracht werden kann, dass unter Ausschaltung des Druckreglers die unmittelbare Verbindung des Hauptluft- behälters mit der Bremsleitung hergestellt wird.
    3. Führerbremsventil nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, ge kennzeichnet durch Mittel, die bewirken, dass das Relaisventil nur eine begrenzte Zeit wirksam ist, um zu vermeiden, dass die Füllung der Bremsleitung mit hohem Druck beliebig lange durchgeführt wird.
CH167013D 1932-03-19 1933-02-27 Führerbremsventil für Druckluftbremsen. CH167013A (de)

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