Verfahren zur Herstellung von Zinkbechern für elektrische Elemente. Die nahtlosen Zinkbecher für elektrische Memente für Taschenlampen, Anodenbatterien und dergleichen wurden bisher im Wege des Ziehverfahrens hergestellt.
Man hat aber bei diesen Bechern die Erfahrung gemacht, dass infolge von Reckspannungen durch die elek trolytischen Wirkungen ein sehr rascher Ver brauch des Zinks eintritt. T'ji-n diesen Nach teil zu vermeiden, hat man versucht, die Zinkbecher im Wege des Warnispritzverfahrens herzustellen, das sich aber auch nicht voll bewährt, da der auf<B>150' C</B> vorgewärmte, zur Pressvorrichtung gelangende Plättling leicht oxydiert, so dass bei der nachfolgenden Verformung keine ganz glatten und sauberer) Aussen- und Innenflächen erzielt werden.
Bei einem solchen Plättling ist ferner das kri stallinische Gefüge bereits derart beeinflusst, dass nach dem Verformen die erstrebten gün stigen elektrolytischen Eigenschaften, wie durch praktisches Ausprobieren festgestellt wurde, nicht voll vorhanden sind. Ausserdem müssen die Werkzeuge bei so hoch vorge wärmten Plättlingen eingefettet werden, so dass die Zinkbecher eine die elektrolytischen Eigenschaften sehr beeinträchtigende Fett schicht tragen, die in einem besonderen Ar beitsgang sorgfältig entfernt werden muss.
Die Erfinderin hat nun festgestellt, dass Zinkbecher, die im Wege des an sieh bei der Herstellung von Tuber ans Aluminium bekannten Kaltspritzverfahrens hergestellt werden, besonders gute elektrolytische Eigen schaften aufweisen und eine erheblich längere Lebensdauer verbürgen.
Unter Kaltspritzverfahren ist ein Verfor- mungsverfabren zu verstehen, bei dem die Verformung ohne äussere Wärmezufuhr, ledig- lieh durch intensive Schlagwirkung erfolgt. Die Erfinderin hat als Erste durch zahlreiche und langwierige Versuche die irrige Anschau ung der einschlägigen Industrie widerlegt, dass Zinkbecher nur aus solchen Plättlingen gespritzt werden könnten, die auf ungefähr <B>150</B> # <B>0</B> und mehr vorgewärmt seien.
Mit diesem Vorurteil hat die Erfinderin gebrochen; denn es ist möglich, Zinkbecher zu spritzen, wenn der Plättling bei gewöhnlicher Zimmer temperatur in die Verformungswerkzeuge eingelegt wird. Die Schwierigkeiten, die derVer- formung eines Zinkplättlings bei gewöhnlicher Zimmertemperatur entgegenstehen, können nun dadurch überwunden werden, dass beson ders hohe Schlaggeschwindigkeiten angewen- detwerden, wodurcheine so hohe undliomogene innere Erwärmung erzeugt werden.
kann, dass das an sich spröde Zink beim Schlagen zu fliessen beginnt. Es erfolgt beim Verformen des Zinkplättlings eine derartige Umlagerung des kristallinischen Molekulargefüges und eine solche Verdichtung des Zinks, dass eine über raschende Erhöhung der elektrolytischen Ei genschaften und der Lebensdauer des Zink bechers erreicht werden.
Dieselben günstigen Eigenschaften werden auch noch erzielt, wenn der Zinkplättling bei einer Temperatur in die Verformungs- werkzeuge eingelegt wird,<B>d *</B> ie noch unterhalb der untern Rekristallisationsgrenze liegt, die bei etwa<B>90 0 0</B> beo-innt. Zink hat bekannt- lieh zwei Temperaturzonen, in denen die Rekristallisation eintritt,
die Vorwärmung des Zinkplättlings darf aber nur bis höchstens zum Beginn der untern Rekristallisationsgrenze getrieben werden. In der Praxis wird der Plättling bei gewöhnlicher Zimmertemperatur in die Verformungswerkzeuge eingelegt, wo durch das ganze Verfahren wesentlich verein facht wird, weil das Anwärmen der Plättlinge im Ofen wegfällt.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der Zinkbecher unter Anwendung sehr hoher Schlaggeschwindigkeit aus einem Plätt- ling gespritzt wird, und dass dieser bei einer unterhalb der untern Rekristallisationsgrenze liegenden Temperatur in die Verformungs- werkzeuge eingelegt wird.
Der Zinkbecher wird beispielsweise aus einem runden, gewalzten Zinkplättling von <B>18,5</B> mm Durchmesser und etwa<B>5</B> mm Dicke unter Anwendung sehr hoher Schlaggeschwin digkeit zu einer Hülse mit Boden von unge fähr dem gleichen Diii,ehmesser, gleichmässiger Wandstärke und ungefähr<B>53</B> mm Höhe ver formt, wobei das Einlegen des Plättlings in die Verformungswerkzeuge zum Beispiel bei Zimmertemperatur (ca 20 11 C) erfolgen kann.
Es ergeben sieh dabei eine abgerundete Bodenkante- und vollkommen glatte, also poren- und risselose Innen- und Aussenflächen.