CH166322A - Verfahren zur Herstellung von Zinkbechern für elektrische Elemente. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zinkbechern für elektrische Elemente.

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CH166322A
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Vereinigte Deu Metallindustrie
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Ver Deutsche Metallwerke Ag
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  Verfahren zur Herstellung von Zinkbechern für elektrische Elemente.    Die nahtlosen Zinkbecher für elektrische       Memente    für Taschenlampen, Anodenbatterien       und    dergleichen wurden bisher im Wege des  Ziehverfahrens hergestellt.

   Man hat aber bei  diesen Bechern die Erfahrung gemacht,     dass     infolge von Reckspannungen durch die elek  trolytischen Wirkungen ein sehr rascher Ver  brauch des Zinks eintritt.     T'ji-n    diesen Nach  teil     zu    vermeiden, hat man versucht, die  Zinkbecher im Wege des     Warnispritzverfahrens     herzustellen, das sich aber auch nicht voll  bewährt, da der auf<B>150' C</B> vorgewärmte,  zur     Pressvorrichtung    gelangende     Plättling     leicht oxydiert, so     dass    bei der nachfolgenden  Verformung keine ganz glatten     und    sauberer)  Aussen- und Innenflächen erzielt werden.

   Bei  einem solchen     Plättling    ist ferner das kri  stallinische Gefüge bereits derart     beeinflusst,          dass    nach dem Verformen die erstrebten gün  stigen elektrolytischen Eigenschaften, wie  durch praktisches Ausprobieren festgestellt  wurde, nicht voll vorhanden sind. Ausserdem    müssen die Werkzeuge bei so hoch vorge  wärmten     Plättlingen    eingefettet werden, so       dass    die Zinkbecher eine die elektrolytischen  Eigenschaften sehr beeinträchtigende Fett  schicht tragen, die in einem besonderen Ar  beitsgang sorgfältig entfernt werden     muss.     



  Die Erfinderin hat     nun    festgestellt,     dass          Zinkbecher,    die im Wege des an sieh bei  der Herstellung von     Tuber    ans Aluminium  bekannten     Kaltspritzverfahrens    hergestellt  werden, besonders gute elektrolytische Eigen  schaften aufweisen und eine erheblich längere  Lebensdauer verbürgen.  



  Unter     Kaltspritzverfahren    ist ein     Verfor-          mungsverfabren    zu verstehen, bei dem die  Verformung ohne äussere Wärmezufuhr,     ledig-          lieh    durch intensive Schlagwirkung erfolgt.  Die Erfinderin hat als Erste durch zahlreiche  und langwierige Versuche die irrige Anschau  ung der einschlägigen Industrie widerlegt,       dass    Zinkbecher nur aus solchen     Plättlingen     gespritzt werden könnten, die auf ungefähr      <B>150</B>     #   <B>0</B> und mehr vorgewärmt seien.

   Mit  diesem Vorurteil hat die Erfinderin gebrochen;  denn es ist möglich, Zinkbecher zu spritzen,  wenn der     Plättling    bei gewöhnlicher Zimmer  temperatur in die     Verformungswerkzeuge     eingelegt wird. Die Schwierigkeiten, die     derVer-          formung    eines     Zinkplättlings    bei gewöhnlicher  Zimmertemperatur entgegenstehen, können  nun dadurch überwunden werden,     dass    beson  ders hohe Schlaggeschwindigkeiten     angewen-          detwerden,        wodurcheine    so hohe     undliomogene     innere Erwärmung erzeugt werden.

   kann,     dass     das an sich spröde Zink beim Schlagen zu  fliessen beginnt. Es erfolgt beim Verformen  des     Zinkplättlings    eine derartige Umlagerung  des kristallinischen     Molekulargefüges    und eine  solche Verdichtung des Zinks,     dass    eine über  raschende Erhöhung der elektrolytischen Ei  genschaften und der Lebensdauer des Zink  bechers erreicht werden.  



  Dieselben günstigen Eigenschaften werden  auch noch erzielt, wenn der     Zinkplättling     bei einer Temperatur in die     Verformungs-          werkzeuge    eingelegt wird,<B>d *</B>     ie    noch unterhalb  der untern     Rekristallisationsgrenze    liegt, die  bei etwa<B>90 0 0</B>     beo-innt.    Zink hat     bekannt-          lieh    zwei Temperaturzonen, in denen die       Rekristallisation    eintritt,

   die     Vorwärmung     des     Zinkplättlings    darf aber nur bis höchstens  zum Beginn der untern     Rekristallisationsgrenze     getrieben werden. In der Praxis wird der       Plättling    bei gewöhnlicher Zimmertemperatur  in die     Verformungswerkzeuge    eingelegt, wo  durch das ganze Verfahren wesentlich verein  facht wird, weil das Anwärmen der     Plättlinge     im Ofen wegfällt.  



  Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus,       dass    der Zinkbecher unter Anwendung sehr    hoher Schlaggeschwindigkeit aus einem     Plätt-          ling    gespritzt wird, und     dass    dieser bei einer  unterhalb der untern     Rekristallisationsgrenze     liegenden Temperatur in die     Verformungs-          werkzeuge    eingelegt wird.  



  Der Zinkbecher wird beispielsweise aus  einem runden, gewalzten     Zinkplättling    von  <B>18,5</B> mm Durchmesser und etwa<B>5</B> mm Dicke  unter Anwendung sehr hoher Schlaggeschwin  digkeit zu einer Hülse mit Boden von unge  fähr dem gleichen     Diii,ehmesser,    gleichmässiger  Wandstärke und ungefähr<B>53</B> mm Höhe ver  formt, wobei das Einlegen des     Plättlings     in die     Verformungswerkzeuge    zum Beispiel  bei Zimmertemperatur     (ca    20     11        C)    erfolgen  kann.

   Es ergeben sieh dabei eine abgerundete  Bodenkante- und vollkommen glatte, also       poren-    und     risselose    Innen- und Aussenflächen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines Zink bechers fürelektrischeElemellte, dadurch gekennzeichnet, dass erunterAnwendung sehr hoher Sehlaggeschwindigkeit aus einem Plättling gespritzt wird und dass dieser bei einer unterhalb der untern Rekristallisationsgrenze liegenden Teinpe- ratur in die Verformungswerkzeuge ein gelegt wird.
    II. Gemäss dein Verfahren nach Patentan spruch I hergestellter Zinkbecher, dadurch gekennzeichnet, dass er vollkommen glatte Innen- und Aussenflächen und eine abge rundete Bodenkante aufweist.
CH166322D 1931-11-14 1932-11-10 Verfahren zur Herstellung von Zinkbechern für elektrische Elemente. CH166322A (de)

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