CH157692A - Verfahren und Einrichtung zum Zusammenführen von Tiefdruck- oder Offsetbeilagen mit zeitungen oder Zeitschriften. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Zusammenführen von Tiefdruck- oder Offsetbeilagen mit zeitungen oder Zeitschriften.

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CH157692A
CH157692A CH157692DA CH157692A CH 157692 A CH157692 A CH 157692A CH 157692D A CH157692D A CH 157692DA CH 157692 A CH157692 A CH 157692A
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Maschinenfabrik Augsburg-Nue G
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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  Verfahren und     Einrichtung    zum Zusammenführen von Tiefdruck- oder     Offsetbeilagen     mit Zeitungen oder     Zeitschriften.       Bekanntlich können Tiefdruck- und Off  setmaschinen nicht mit der gleichen Ge  schwindigkeit arbeiten, wie Hochdruckma  schinen. Beim     Zusammenführen    von Tief  druck- oder     Offsetbeilagen    mit Zeitungen  oder Zeitschriften muss daher die Hochdruck  maschine auf die Drehzahl der Tiefdruckma  schine gebracht werden, beispielsweise auf  8000 Zylinderumdrehungen in der Stunde,  was einen erheblichen     Leistungsverlust    be  deutet.  



  Es ist im folgenden immer nur von Tief  druckbeilagen und von Tiefdruckbahnen die  Rede, doch können an deren Stelle auch Off  setbeilagen treten.  



  Unter der einfachen Breite einer     Zeitung     ist im folgenden immer die Breite des Pa  piers zu verstehen, wenn man die     Zeitung     aufgeschlagen vor sich hat. Dementsprechend  ist auch unter der Breite des Papierstranges    immer die Breite des     ungefalzten    Stranges  zu verstehen, nicht die Breite des längsge  falzten Stranges.  



  Durch vorliegende Erfindung wird er  möglicht, auch bei     rasehlaufenden    Hoch  druckmaschinen Tiefdruck- oder     Offsetbei-          lagen    zuzuführen, ohne die Leistung herab  mindern zu müssen.  



  Zu diesem Zweck wird bei dem Verfah  ren nach der Erfindung nicht eine Tiefdruck  papierbahn mit einer     Hochdruckpapierbahn     zusammengeführt, die die gleiche Geschwin  digkeit besitzt, wie die Tiefdruckbahn, son  dern es werden die quergeschnittenen Exem  plare zweier oder mehrerer Tiefdruckbahnen  von der Breite der Beilage mit einer Hoch  druckbahn vereinigt, die die doppelte oder  mehrfache Geschwindigkeit der Tiefdruck  bahnen besitzt, und zwar mit Hilfe eines  Vereinigungszylinders und zweier oder meh-           rerer        Zuführzylinder,    die     mit    dem     Vereini-          gungszylinder    in solcher Weise     zusammen-          arbeiten,

      dass die geschnittenen Exemplare  der ersten Tiefdruckbahn jeweils mit einem       Hochdruckexemplar    vereinigt werden, die  der zweiten Tiefdruckbahn mit dem nächst  folgenden Hochdruckexemplar usw. Man       kann    dieses Verfahren zweckmässig in der  Weise ausführen, dass man eine Tiefdruck  papierbahn auf einem Tiefdruckzylinder von  der zwei- oder mehrfachen Breite der Tief  druck- oder     Offsetbeilage    bedruckt und durch  Längsschnitt in mehrere Papierstränge von  der Breite der     Beilage    zerlegt, worauf die       quergeschnittenen    Exemplare dieser einzel  nen Stränge in der oben beschriebenen Weise  mit einer Hochdruckbahn vereinigt werden,

    die die zweifache oder mehrfache Geschwin  digkeit der Tiefdruckbahn besitzt.  



  Die zur Ausübung dieses Verfahrens  dienliche     Einrichtung    besitzt     einen    Vereini  gungszylinder, der wenigstens :doppelt so  gross ist,     wie    der     Plattenzylinder    der Hoch  druckmaschine; mit diesem Vereinigungs  zylinder arbeitet eine entsprechende Zahl von       Zuführzylindern        zusammen.     



  Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs  beispiele der Einrichtung. Das zweite dieser  beiden Ausführungsbeispiele ist in gestrichel  ten Linien angedeutet.  



  Bei beiden Ausführungsbeispielen wird       hinter    dem     Trichter    einer einfach oder dop  peltbreiten     Hochdruckmaschine,    von der der  auf ihr bedruckte und längs gefalzte endlose  Papierstrang kommt, ein Messerzylinder 1       und    ein Zylinder 2     angeordnet,    der als Nu  tenzylinder für den     Schneidzylinder    1, zu  gleich aber auch als     Vereinigungszylindler     dient.

   Der     Papierstrang        wird    hierbei in be  kannter Art durch die beiden     Schneidzylin-          der    1 und 2     quergeschnitten.    Der Zylinder  2 besitzt einen doppelt so grossen Durchmes  ser     wie    der Plattenzylinder der Hochdruck  maschine, damit man an seinem Umfang die       Züführzylinder    zum Zuführen der Tiefdruck  beilagen anordnen kann. Der Plattenzylinder  der Hochdruckmaschine ist auf der Zeich-         nung    nicht dargestellt, da er nicht zu der       Erfindung    gehört.  



  Bei dem ersten     Ausführungsbeispiel,    bei  dem der Papierstrang mit strichpunktierten       Linien    dargestellt ist, besitzt der     Beilage-          strang,    der über den nicht dargestellten  Formzylinder der Tiefdruckmaschine und  über den Trichter 3 läuft, die einfache Breite  des Hochdruckstranges. Der Tiefdruckform  zylinder besitzt dementsprechend gleichfalls  nur die einfache Breite des Hochdruckstranges  oder, wenn man mit     doppeltbreitemTiefdruck-          zylinder    arbeitet, wird nur dessen halbe Breite  ausgenutzt.

   Zum Längsschneiden dieses ein  fachbreiten Tiefdruckstranges wird auf der  Mitte des Falztrichters 3 des Tiefdruckwerkes       ein        rotierendes        Schneidmesser    20 angeordnet,  dem als     Gegenwalze    die     Trichterwalze    21  dient. Die Tiefdruckbahn wird hierdurch in       die    beiden     Beilagestränge    4 und 11 zerschnit  ten. Zum Querschneiden des einen dieser  beiden Stränge sind nun hinter dem Falz  trichter 8 die beiden     Schneidzylinder    5 und  6 angeordnet und zum Zusammenführen der  Bahn 4 mit dem Vereinigungszylinder 2 die  beiden     Züführzylinder    7 und B.  



  Ebenso sind in     Richtung    der zweiten Bei  lagebahn 11 hinter dem Falztrichter die bei-,  den     Schneidzylinder    12 und 13 angeordnet  und zum Zuführen dieser geschnittenen  Exemplare zum Zylinder 2 die     Zuführzylin-          der    9 und 10. Anschliessend an den Zylin  der 2 sind zwei     Falzzylinderpaäre    14, 15     und     16, 17 angeordnet.  



  Es wird demgemäss der Strang 4 durch  die     Schneidzylinder    5 und 6 geführt und von  diesen auf den halben     Formzylinderumfang     der Tiefdruckmaschine     quergeschnitten.    Er       wird    dann durch die     Zuführzylinder    7 und  8, von denen der Zylinder 8 an dem Verei  nigungszylinder 2 anliegt, diesem Zylinder  zugeführt und     jeweils    mit einem Hochdruck  exemplar vereinigt.

   Da die Tiefdruckma  schine und der Tiefdruckstrang 4 die halbe  Geschwindigkeit der     Hochdruckmaschine     und des Hochdruckstranges besitzen, so wird_  auf diese Weise jeweils das erste, dritte,      fünfte usw.     Elochdruckexemplar    mit einem  Tiefdruckexemplar vereinigt, während das  zweite, vierte, sechste usw. Hochdruckexem  plar leer an dem     Zuführzylinder    8 vorüber  geht. Diese Hochdruckexemplare erhalten  ihre Tiefdruckbeilage durch die     Zuführzylin-          der    9 und 10, die die von der Tiefdruckbahn  11 kommenden, auf den     Schneidzylindern    12  und 13 quer geschnittenen     Beilageexemplare     den Hochdruckexemplaren zuführen.

   Die  Länge des Weges der Papierbahn 11 von der  Stelle 22, an der sich die beiden Papierbah  nen 4 und 11 trennen, bis zum Zylinder     ?,     muss daher so gewählt sein, dass die von die  ser Bahn kommenden Bogen immer an dem  Zylinder eintreffen, wenn das zweite, vierte,  sechste usw. Hochdruckexemplar an dem     Zz-          führzylinder    10 anlangt.  



  Die von der Tiefdruckbahn 4 kommenden  Exemplare legen sich     dementsprechend    auf  die Segmente<I>I'</I> und<I>I"</I> des Vereinigungs  zylinders 2, die von der     Tiefdruckbahn    11  kommenden dagegen auf die     Segmente        II'     und     ZZ".    Die auf diese Weise vereinigten  Hoch- und Tiefdruckexemplare werden von  den Zylindern 14 und 15 in bekannter Weise  gefalzt und dem Bogenausgang zugeführt.  



  Bei dem     geschilderten        Ausführungsbeispiel     erhält man     Beilageexemplare    von der halben  Breite des     Zeitungsexemplares.    Will man       Beilageexemplare    von der ganzen Breite  des     Zeitungsexemplares    erhalten - es  ist, wie schon erwähnt, unter der Breite  immer die Breite des aufgeschlagenen, nicht  des gefalzten     Exemplares    zu verstehen - so  wird man zweckmässig die mit gestrichelten       Linien    angedeutete Ausführungsform     ver,     wenden.

   Der     Tiefdruckformzylinder    erhält  in diesem Falle die doppelte Breite des Tief  druckexemplares; die doppelt breite Tief  druckbahn wird auf der     Mitte    des Tiefdruck  werkes längs geschnitten. Zur Ausführung  des     Schnittes    ist, wie die     Zeichnung    zeigt,  ein rotierendes     Schneidmesser    23 angeordnet,  dem als Gegenwalze die     Trichterwadze    21  dient, die in diesem Falle über beide Falz  trichter 3 und 18     hinwegläuft.    Das Schneid-         messer    23 ist in diesem Falle in der Mitte  zwischen beiden Falztrichtern angeordnet.  



  Die auf dem Trichter 3 längs gefalzte  Papierbahn folgt dann dem Zug der Papier  bahn 4, die in strichpunktierten Linien dar  gestellt ist. Die auf dem Trichter 18 längs  gefalzte Papierbahn folgt zunächst dem ge  strichelten Zuge 11', dann dem gleichfalls  in strichpunktierten Linien dargestellten Li  nienzug 11. Die beiden Papierbahnen werden  dann in der gleichen Weise mit den Hoch  druckerzeugnissen zusammengeführt, wie bei  dem vorigen Ausführungsbeispiel; nur erhält  man, wie schon erwähnt, in diesem Falle Bei  lagen, die die gleiche Breite besitzen wie  das     Zeitungsexemplar.     



  Bei beiden Ausführungsbeispielen kön  nen .die beiden Hälften des Tiefdruckform  zylinders die gleiche Ätzung tragen. Sämt  liche Hochdruckexemplare erhalten in die  sem     Fadle    die gleiche Tiefdruckbeilage. Es  können aber auch die beiden Hälften des       Tiefdruckformzylinders    verschiedene Ätzun  gen erhalten und es erhalten dann immer die  Hochdruckexemplare 1, 3, 5 usw. eine andere  Tiefdruckbeilage als die Hochdruckexemplare  2, 4, 6, 8 usw. In diesem Falle ist noch ein  weiteres     Falzzylinderpaar    16, 17 und ein  weiterer Bogenausgang notwendig; es werden  dann durch den Bogenausgang 14, 15 die  Exemplare mit der einen, durch den Bogen  ausgang 16, 17 die mit der andern Tief  druckbeilage ausgelegt.  



  Auch kann für den Hochdruckteil     eihn     Sammelzylinder 19 vorgesehen werden, auf  dem in bekannter Weise immer mehrere  Exemplare übereinander gelegt werden, so  dass dann an Stelle der einzelnen Druck  exemplare gesammelte Exemplare treten. In  gleicher Weise können die     Zuführzylinder    7  und 8     bezw.    8 und 10 für das Sammeln der  Tiefdruckbeilagen eingerichtet werden. Hier  durch lassen sich die Produktionsmöglichkei  ten     entsprechend    erweitern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Zusammenführen von Tiefdruck- oder Offsetbeilagen mit im Hochdruck hergestellten Zeitungen oder Zeitschriften, dadurch gekennzeichnet, dass die quer geschnittenen Exemplare mindestens zweier Beilagepapierbahnen von der Breite der Beilagen mit den Exemplaren der Hochdruckbahn, die we nigstens die zweifache Geschwindigkeit der Beilagebahnen hat, mit Hilfe eines Vereinigungszylinders und mindestens zweier Zuführzylinder vereinigt werden, die die geschnittenen Exemplare der ersten Beilagebahn jeweils mit einem Hochdruckexemplar vereinigen,
    die der zweiten Beilagebahn mit dem nächst folgenden Hochdruckexemplar usw. II. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Sammeln der quer geschnittenen Exemplare der Beilage papierbahnen ein Vereinigungszylinder, der wenigstens doppelt so gross ist, wie der Plattenzylinder der Hochdruckma schine und mehrere Zuführzylinder, die mit dem Vereinigungszylinder zusam menarbeiten, in solcher Weise angeordnet sind, dass die geschnittenen Exemplare der ersten Beilagepapierbahn jeweils mit einem Hochdruckexemplar vereinigt wer den,
    die der zweiten Beilagepapierbahn mit dem nächstfolgenden Hochdruck exemplar usw. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Beilage papierbahn auf einem Tiefdruckformzylinder von der zwei- oder mehrfachen Breite der Tiefdruckbeilage gedruckt und in mehrere Papierstränge von der Breite der Beilage längs- zerschnitten wird, worauf die quer ge schnittenen Exemplare der einzelnen Beilage papierbahnen in der im Patentanspruch I ge kennzeichneten Weise mit einer Hochdruck bahn vereinigt werden,
    die die zwei- oder mehrfache Geschwindigkeit der Beilage papierbahn besitzt.
CH157692D 1930-09-12 1931-08-24 Verfahren und Einrichtung zum Zusammenführen von Tiefdruck- oder Offsetbeilagen mit zeitungen oder Zeitschriften. CH157692A (de)

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