CH153162A - Einrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte. - Google Patents
Einrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Einrichtung zum Nassver str ecken von Bastfaserlunte. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zum Nassverstrecken von Bastfaser lunte. Das Verstrecken von Baumwolle oder andern Fasern im Durchzuge, und zwar bei spielsweise auf Walzen durchzugsstreckwerken, ist an sich bekannt. Auch zum Verziehen von Bastfaserlunte zwecks Garnerzeugung ist bereits vorgeschlagen worden, ein Walzen durchzugsstreckwerk zu verwenden.
Dabei erfolgt aber das Verziehen der Bastfaserlunte in trockenem Zustande. Wie bekannt, ist es beim Trockenverstrecken von Bastfaserlunte im Durchzug nicht möglich, die Elementar fasern der Bündelfaser aneinander vorbeizu ziehen;
dagegen ist dies bekanntlich mög lich, wenn die Bastfaserlunte zunächst ge nässt wird und im Anschluss darauf in nassem Zustande in einem Walzenstreckwerk ver- streckt wird, bei dem die Entfernung des Zufuhr- und Abzugswalzenpaares kleiner ist als die mittlere Bündelfaserlänge. Dies hat den Vorteil, dass die Faserbündel, da sie in bekannter Weise durch das Nässen unmittel bar vor dem Strecken erweicht werden, beim Durchführen durch das Verzugsfeld verzogen werden, wobei die Elementarfasern anein- andergleiten.
Da nun aber die Elementarfasern viel kürzer sind als der Klemmabstand des Zu fuhr- und Abzugswalzenpaares, so befinden sich sogenannte "schwimmende" Elementar fasern zwischen diesen, die willkürlich vor) den vom Vorderzylinderpaar abgezogenen Fasern durch Reibung mitgenommen werden.
Dadurch entstehen Unregelmässigkeiten im Garn, die durch die Erfindung dadurch vermieden werden, dass auf eine Nässvor- richtung ein Durchzugswalzenstreckwerk folgt, bei dem die Entfernung zwischen Zuführ- irnd Abzugswalzenpaar kleiner als die mittlere Bündelfaserlänge und die Entfernung zwischen Durchzugswalzenpaar und Abzugswalzenpaar kleiner als die Elementarfaserlänge ist.
Zweckmässigerweise wird das Nassdurch- zugsstreckwerk mit einem bekannten Streck werk, z. B. Klemm- oder Durchzugsstreck- werk, so verbunden, dass dieses dem Nass- durchzugsstreckwerk vor- oder nachgeschaltet ist.
Zwischen beiden Streckwerken kann eine Verdichtungsvorrichtung eingeschaltet sein; hierzu kann entweder ein Drehröhrchen oder eine ähnliche Vorrichtung dienen.
In der Zeichnung sind schematisch einige Ausführungsbeispiele nach der Erfindung an gegeben, und zwar zeigt: Fig. 1 ein Walzendurchzugsstreckwerk mit vorgeschalteter Nässvorrichtung, Fig. 2 dasselbe, jedoch mit einem vor geschalteten Durchzugsstreckwerk und zwi schengeschaltetem Drehröhrchen, Fig. 3 dasselbe wie Fig. 1, aber mit nachgeschaltetem Walzendurchzugsstreckwerk mit zwischengeschaltetem Drehröhrchen.
Beim Beispiel nach Fig. 1 geht das trok- kene Vorgarn oder die Lunte durch die Ein zugswalzen e, e1 über eine Tauchwalze<B>to</B> durch den Wassertrog t und dann nass durch die ersten Klemmwalzen<I>k,</I> k1, von dort durch die Durchzugswalzen d, dl und durch die Abzugswalzen a, a1. Zwischen den Ein zugswalzen e, e1 und den Klemmwalzen<I>k,</I> k1 findet kein Verzug statt.
Wie aus der Zeich nung hervorgeht, ist die obere Walze d des Durchzugswalzenpaares unbelastet und liegt somit nur mit ihrem Eigengewicht auf der Ware auf. Durch das Mitlaufen mit der Ware hat diese Walze d ferner die gleiche Umfangsgeschwindigkeit wie das Zuführ- walzenpaar k, k1. Der Abstand zwischen den Walzenpaaren k, k1 und a,
a1 ist kleiner als die mittlere Bündelfaserlänge. Diese Einheit ergibt ein Nassdurchzugsstreckwerk. Dieses tritt beim Beispiel nach Fig. 2 als Einheit TI innerhalb eines Doppelstreckwerkes auf, des sen Vorderteil I als trockenes Durchzugs streckwerk ausgebildet ist. Um die Lunte zu verdichten, ist beispielsweise zwischen den beiden Streckwerken ein Drehröhrchen p vorgesehen.
Die Lunte geht somit bei diesem Gesamtstreckwerk erst durch ein Trocken- durchzugsstreckwerk I, wird dann verdichtet und in einem Nassdurchzugsstreckwerk II weiter verstreckt. In Fig. 3 ist ein Doppelstreckwerk mit zwischengeschalteter Verdichtung dargestellt, bei dem das Nassdurchzugsstreckwerk als erstes angeordnet ist, während das zweite Streckwerk, z. B. Klemm- oder Durchzugs streckwerk, nachgeschaltet und zwischen bei den wiederum ein Drehröhrchen angeordnet ist.
Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, wie sich das Nassdurchzugsstreckwerk mit einem Trockenstreckwerk zu einem Doppelstreck- werk vereinigen lässt, also Trockenklemm- streckwerk mit Nassdurchzugsstreckwerk oder Trockendurchzugsstreckwerk mit Nassdurch- zugsstreckwerk oder Nassdurchzugsstreckwerk mit gewöhnlichem Durchzugsstreckwerk usw.
je in Verbindung mit einer Luntenverdich- tungsvorrichtung, z. B. Drehröhrchen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Nassverstrecken von Bast faserlunte, dadurch gekennzeichnet, dass auf eine Nässvorrichtung ein Durcbzugswalzen- streckwerk folgt, bei dem die Entfernung zwischen Zuführ- und Abzugswalzenpaar kleiner als die mittlere Bündelfaserlänge und die Entfernung zwischen Durchzugswalzen- paar und Abzugswalzenpaar kleiner als die Elementarfaserlänge ist.UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung zum Nassverstrecken von Bast faserlunten nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Walze des Durchzugswalzenpaares unbelastet ist, also nur mit ihrem Eigengewicht auf der Ware aufliegt und mit der gleichen Umfangs geschwindigkeit wie das Zuführwalzenpaar umläuft. 2.Einrichtung zum Nassverstrecken von Bast faserlunte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Walzendurcii- zugsstreckwerk mit Nässvorrichtung ein weiteres' Durchzugsstreckwerk gehört, und dass zwischen beiden eine Verdichtungs vorrichtung liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH153162T | 1930-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH153162A true CH153162A (de) | 1932-03-15 |
Family
ID=4408102
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH153162D CH153162A (de) | 1930-11-12 | 1930-11-12 | Einrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH153162A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0002290A1 (de) * | 1977-12-01 | 1979-06-13 | Hollandse Signaalapparaten B.V. | Verfahren zum Herstellen eines drehungsfreien Garnes, und ein auf diese Weise hergestelltes Garn |
-
1930
- 1930-11-12 CH CH153162D patent/CH153162A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0002290A1 (de) * | 1977-12-01 | 1979-06-13 | Hollandse Signaalapparaten B.V. | Verfahren zum Herstellen eines drehungsfreien Garnes, und ein auf diese Weise hergestelltes Garn |
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