DE528332C - Verfahren und Streckwerkseinrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte - Google Patents

Verfahren und Streckwerkseinrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte

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DE528332C
DE528332C DEG76861D DEG0076861D DE528332C DE 528332 C DE528332 C DE 528332C DE G76861 D DEG76861 D DE G76861D DE G0076861 D DEG0076861 D DE G0076861D DE 528332 C DE528332 C DE 528332C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H13/00Other common constructional features, details or accessories
    • D01H13/30Moistening, sizing, oiling, waxing, colouring, or drying yarns or the like as incidental measures during spinning or twisting
    • D01H13/302Moistening, e.g. for wet spinning

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Verfahren und Streckwerkseinrichtung zum Naßverstrecken von Bastfaserlunte Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum -Naßverstrecken von Bastfaserlunte auf einem Walzenstreckwerk, bei dem die Länge des Gesamtstreckfeldes kleiner ist als die Bündelfaserlänge, und auf eineStreckwerkseinrichtung hierzu. Das Verstrecken von Baumwolle oder anderen Fasern im Durchzuge, und zwar beispielsweise auf Walzendurchzugsstreckwerken, ist an sich bekannt. Auch zum Verziehen von Bastfaserlunte zwecks Garnerzeugung ist bereits vorgeschlagen worden, ein Walzendurchzugsstreckwerk zu verwenden. Dabei erfolgt aber dasVerziehen derBastfaserlunte in trockenem Zustande. Wie bekannt, ist es beim Trockenverstrecken von Bastfaserlunte im Durchzug nicht möglich, die Elementarfasern der Bündelfaser aneinander vorbeizuziehen; dagegen ist dies bekanntlich möglich, wenn die Bastfaserlunte zunächst genäßt wird und im Anschluß darauf im nassen Zustande in einem Walzenstreckwerk verstreckt wird, bei dem die Entfernung des Zufuhr- und Abzugswalzenpaares kleiner ist als die mittlere Bündelfaserlänge. Dies hat den Vorteil, daß die Faserbündel, da sie in bekannter Weise durch das Nässen unmittelbar vor dem Strecken erweicht werden, beim Durchführen durch das Verzugsfeld verzogen werden, wobei die Elementarfasern aneinandergleiten.
  • Da nun aber die Elementarfasern viel kürzer sind als der Klemmabstand des Zufuhr- und Abzugswalzenpaares, so befinden sich sogenannte schwimmende Elementarfasern zwischen diesen, die willkürlich von den vom Vorderzylinderpaar abgezogenen Fasern durch Reibung mitgenommen werden. Dadurch entstehen Unregelmäßigkeiten im Garn, die durch die Erfindung vermieden werden, indem zwischen das Zuführ- und Abzugswalzenpaar ein Schlupfwalzenpaar eingefügt wird, das die von dem Trockendurchzugsstreckwerk her bekannte Aufgabe hat, die schwimmenden Fasern zurückzuhalten, bis sie von dem Vorderzvlinderpaar erfaßt worden sind. Dadurch wird der bekannte große Vorteil des Trockendurchzugsstreckwerkes auf das Naßstreckwerk übertragen.
  • Ein weiterer Vorteil besteht weiter darin, das Naßdurchzugsstreckwerk mit irgendeinem bekannten Streckwerk, z. B. Klemm-oder Durchzugsstreckwerk, so zu verbinden, daß dieses dem Naßdurchzugsstreckwerk vor-oder nachgeschaltet ist.
  • Zwischen beiden Streckwerken wird eine Verdichtungsvorrichtung eingeschaltet, hierzu kann entweder ein Drehröhrchen oder eine ähnliche Vorrichtung dienen.
  • In der Zeichnung sind schematisch einige Streckwerksbeispiele nach der Erfindung angegeben, und zwar zeigt Abb. i ein Walzendurchzugsstreckwerk mit vorgeschalteter Näßvorrichtung, Abb. a dasselbe, jedoch mit einem vorgeschalteten Durchzugsstreckwerk und zwischengeschaltetem Drehröhrchen, Abb. 3 dasselbe wie Abb. i, aber mit nachgeschaltetem Walzendurchzugsstreckwerk und zwischengeschaltetem Drehröhrchen.
  • In Abb. "r geht das trockene Vorgarn oder die Lunte v durch die Einzugswalzen e, e1 über eine Tauchwalze zu durch den Wassertrog t und dann naß durch die ersten Klemmwalzen h, k1, von dort durch die Durchzugswalzen d, dl und durch die Abzugswalzen a:, a1. Zwischen den Einzugswalzen e, e1 und den Klemmwalzen k, kl findet kein Verzug statt. Der Abstand zwischen den Walzenpaaren k, k1 und a, a1 ist dabei kleiner als die mittlere Bündelfaserlänge. Diese Einheit ergibt ein Naßdurchzugsstreckwerk. Dieses tritt bei Abb. 2 als Einheit 1I innerhalb eines Doppelstreckwerkes auf, dessen Vorderteil I als trockenes Durchzugsstreckwerk ausgebildet ist. Um die Lunte zu verdichten, ist beispielsweise zwischen den beiden Streckwerken ein Drehröhrchen p vorgesehen. Die Lunte geht somit bei diesem Gesamtstreckwerk erst durch ein Trockendurchzugsstreckwerk I, wird dann verdichtet und in einem Naßdurchzugsstreckwerk II weiter verstreckt.
  • In Abb. 3 ist ein Doppelstreckwerk mit zwischengeschalteter Verdichtung dargestellt, bei dem das Naßdurchzugsstreckwerk als erstes angeordnet ist, während das zweite Streckwerk, z. B. Klemm- oder Durchzugsstreckwerk, nachgeschaltet und zwischen beiden wiederum ein Drehröhrchen angeordnet ist.
  • Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, wie sich das Naßdurchzugsstreckwerk mit einem Trockenstreckwerk zu einem Doppelstreckwerk vereinigen läßt, also Trockenklemmstreckwerk mit Naßdurchzugsstreckwerk oder Trockendurchzugsstreckwerk mit Naßdurchzugsstreckwerk oder Ni aßdurchzugsstreckwerk mit gewöhnlichem Durchzugsstreckwerk usw. je in Verbindung mit einer Lunten-. erdichtungsvorrichtung, z. B. Drehröhrchen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: a. Verfahren zum Naßverstrecken von Bastfaserlunte auf einem Walzenstreckwerk, bei dem die Länge des Streckfeldes kleiner ist als die Bündelfaserlänge, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstrecken auf dem Walzenstreckwerk mit Durchzugswalzen erfolgt.
  2. 2. Streckwerkseinrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß dem Walzendurchzugsstreckwerk mit Näßvorrichtung ein weiteres Streckwerk vor- oder nachgeschaltet ist und zwischen beiden eine Verdichtungsvorrichtung, z. B. ein Drehröhrchen, vorgesehen ist.
DEG76861D 1929-07-04 1929-07-05 Verfahren und Streckwerkseinrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte Expired DE528332C (de)

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