AT124583B - Verfahren und Einrichtung zum Naßverstrecken von Bastfaserlunte. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Naßverstrecken von Bastfaserlunte.

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AT124583B
AT124583B AT124583DA AT124583B AT 124583 B AT124583 B AT 124583B AT 124583D A AT124583D A AT 124583DA AT 124583 B AT124583 B AT 124583B
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Emil Dr Gminder
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Emil Dr Gminder
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  Verfahren und Einrichtung zum Nassverstrecken von Bastfaserlunte. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum   Nassverstrecken   von Bastfaserlunte auf einem   Walzenstreckwerk,   bei dem die Länge des Gesamtstreckfeldes kleiner ist als die Bündelfaserlänge und auf eine Streckwerkseinrichtung hiezu. Das Verstrecken von Baumwolle oder andern Fasern im Durchzuge, u. zw. beispielsweise auf Walzendurchzugsstreckwerken, ist an sich bekannt. Auch zum Verziehen 
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 werk zu verwenden. Dabei erfolgt aber das Verziehen der Bastfaserlunte in trockenem Zustande.

   Wie bekannt, ist es beim Troekenverstreeken von Bastfaserlunte im Durchzug nicht   möglich,   die Elementarfasern der Bändelfaser aneinander vorbeizuziehen ; dagegen ist dies bekanntlich möglich, wenn die Bastfaserlunte zunächst genässt wird und im Anschluss daran im nassen Zustande in einem Walzenstreekwerk verstreckt wird, bei dem die Entfernung des Zufuhr-und Abzugswalzenpaares kleiner ist als die mittlere Bündelfaserlänge. Dies hat den Vorteil, dass die Faserbündel, da sie in bekannter Weise durch das Nässen unmittelbar vor dem Strecken erweicht werden, beim Durchführen durch das Verzugsfeld verzogen werden, wobei die Elementarfasern aneinandergleiten. 



   Da nun aber die Elementarfasern viel kürzer sind als der Klemmabstand des Zufuhr-und Abzugswalzenpaares, so befinden sich   sogenannte "schwimmende" Elementarfasern zwischen   diesen, die willkürlich von den vom Vorderzylinderpaar abgezogenen Fasern durch Reibung mitgenommen werden. 



   Dadurch entstehen Unregelmässigkeiten im Garn, die durch die Erfindung vermieden werden, indem zwischen das Zufuhr-und Abzugswalzenpaar ein   Schlupfwalzenpaar   eingefügt wird, das die von dem Trockendurchzugsstreekwerk her bekannte Aufgabe hat, die schwimmenden Fasern zurückzuhalten, bis sie von dem Vorderzylinderpaar erfasst worden sind. Dadurch wird der bekannte grosse Vorteil des Trockendurchzugsstreckwerkes auf das Nassstreckwerk übertragen. 



   Ein weiterer Vorteil besteht darin, das   Nassdurchzugsstreekwerk   mit irgendeinem bekannten Streckwerk, z. B.   Klemm-oder Durehzugsstreckwerk,   so zu verbinden, dass dieses dem   Nassdurehzugsstreckwerk   vor-oder nachgeschaltet ist. 



   Zwischen beiden Streckwerken wird eine Verdiehtungsvorrichtung eingeschaltet, hiezu kann entweder ein   Drehröhrchen   oder eine   ähnliche   Vorrichtung dienen. 



   In der Zeichnung sind schematisch einige.   Streckwerksbeispiele   nach der Erfindung angegeben, u. zw. zeigt Fig. 1 ein   Walzondurchzugsstreckwerk   mit vorgeschalteter Nässvorrichtung, Fig. 2 dasselbe, 
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 Durehzugswalzen d, d'und durch die Abzugswalzen a, al. Zwischen den Einzugswalzen e, el und den Klemmwalzen   A,   kl findet kein Verzug statt. Der Abstand zwischen den Walzenpaaren k, kl und   a, a1   ist dabei kleiner als die mittlere   Bündelfaserlänge.   Diese Einheit ergibt ein   Nassdurchzugsstreekwerk.   



  Dieses tritt bei Fig. 2 als Einheit II innerhalb eines Doppelstreekwerkes auf, dessen Vorderteil I als trockenes Durchzugsstreckwerk ausgebildet ist. Um die Lunte zu verdichten, ist beispielsweise zwischen den beiden Streckwerken ein   Drehröhrchen   p vorgesehen. Die Lunte geht somit bei diesem   Gesamtstreek-   werk erst durch ein Trockendurehzugsstreckwerk I, wird dann verdichtet und in einem Nassdurchzugsstreckwerk II weiter verstreckt. 

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   In Fig. 3 ist ein Doppelstreckwerk mit zwischengesehalteter Verdichtung dargestellt, bei dem das Nassdurchzugsstreckwerk als erstes angeordnet ist, während das zweite Streckwerk, z. B. Klemm- oder Durchzugsstreckwerk, nachgeschaltet und zwischen beiden wiederum ein Drehröhrehen angeordnet ist. 



   Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, wie sich das   Nassdurchzugsstreckwerk mit   einem Trockenstreckwerk zu einem   Doppelstreckwerk vereinigen   lässt, also   Trockenklemmstreckwerk mit Nassdurch-   zugsstreckwerk oder Trockendurchzugsstreckwerk mit Nassdruchzugsstreckwerk oder   Nassdurchzugs-   streckwerk mit gewöhnlichem Durchzugsstreekwerk usw. je in Verbindung mit einer Luntenverdichtungsvorrichtung, z. B. Drehröhrchen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Verfahren zum   Nassverstreeken   von Bastfaserlunte auf einem Walzenstreckwerk, bei dem die Länge des   Streekfeldes kleiner   ist als die   Biindelfaserlänge,   dadurch gekennzeichnet, dass das Verstrecken auf dem Walzenstreckwerk mit Durchzugswalzen erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Streckwerkseinrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass dem Walzendurchzugsstreckwerk mit Nässvorriehtung ein weiteres Streckwerk vor-oder nachgeschaltet ist und zwischen beiden eine Verdichtungsvorriehtung (z. B. ein Drehrohrehen) vorgesehen ist. EMI2.1
AT124583D 1930-11-13 1930-11-13 Verfahren und Einrichtung zum Naßverstrecken von Bastfaserlunte. AT124583B (de)

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